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Notebook per eBay verkauft - Nun Probleme

 Von 
baschdieh
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Notebook per eBay verkauft - Nun Probleme

Hallo,

ich habe ueber eBay ein Notebook verkauft. Als Artikelbeschreibung habe ich geschrieben, dass das Notebook technisch sowie optisch in einem sehr guten Zustand ist. Ein Bild war ebenfalls dabei. In der Artikelbeschreibung stand des weiteren, dass ich gerne Bereit bin weitere Fotos zu versenden.
Der Startpreis war 1 Euro - erziehlt wurde ein Preis von 505 Euro. Jemand aus dem Ausland (Oesterreich) hat das Notebook ersteigert. Das Geld wurde ueberwiesen, das Notebook versendet. Nach Erhalt des Notebooks habe ich eine "Neutrale" Bewertung bei eBay vom Kaeufer erhalten. In dieser Bewertung stand: "der Zustand des Books entsprach nicht der Beschreibung-leider große Enttäuschung". Sonst habe ich nichts vom Kaeufer gehoert. Selbst die "neutrale" Bewertung hatte mich schon stutzig gemacht. Nach ca. 10 Tagen hat er sich nun gemeldet und meldet massive Probleme mit dem Notebook. Das Notebook weisst wohl Kratzer und Dellen auf der Tastatur auf. Das Display waere lila gefaerbt etc. Jedenfalls wuenscht der Kaeufer nun nach 10 Tagen sein Geld zurueck.
Ich moechte das natuerlich nicht, da ich die aufgezeigten Probleme, die der Kaeufer meldet, nicht nachvollziehen kann. Das Notebook war einwandfrei.

Mein Problem wird natuerlich nun sein, dass ich es zwar privat verkauft habe, allerdings im Rahmen der Artikelbeschreibung nicht geschrieben habe, dass es keine Gewaehrleistung, Garantie oder Ruecknahme gibt.

Muss ich mich nun darauf einlassen und dem Kaeufer das Geld zurueck geben? Wieso allerdings erhalte ich eine "neutrale" Bewertung und nach 10 Tagen (wie er selbst schrieb aus einem Kurzurlaub) erhalte ich dann tonnenweise E-Mails mit Beschwerden...

Danke!

-- Editiert am 16.06.2009 19:24

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Geld Gewährleistung Artikelbeschreibung Notebook


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
MarkOh
Status:
Praktikant
(558 Beiträge, 113x hilfreich)

Nun gut, die Gewährleistung von 1 Jahr gilt, sofern diese nicht rechtswirksam ausgeschlossen wurde. Von daher - Pech gehabt...

Andererseits ist die Frage, ob ein Käufer aus Österreich die Rechtsmühlen in Bewegung bringen wird. Keine Ahnung, wie das grenzübergreifend gehandhabt wird. Könnte teuer werden. Als ich würde in dem Fall stillhalten und sollte doch was hinterher kommen dann anbieten, dass er das Notebook auf eigene Kosten zur Überprüfung zurücksendet ( natürlich erstmal ohne das Geld zurück zu erstatten ). Wer weiß, wäre nicht der erste, dem so ein Teil runtergefallen ist und für solche Schäden haftest Du natürlich nicht. Ist wieder so ein Grenzfall wo alles kann, aber nichts muss...

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#2
 Von 
Tonitronic
Status:
Praktikant
(939 Beiträge, 264x hilfreich)

> die Gewährleistung von 1 Jahr gilt, sofern diese nicht rechtswirksam ausgeschlossen wurde

Das ist nicht richtig; wenn die Gewährleistung nicht wirksam ausgeschlossen wurde, beträgt die Gewährleistungszeit 24 Monate.
Auf 1 Jahr kann (!) der gewerbliche VK bei Gebrauchtwaren verkürzen, das ist aber nicht der Standardwert für Gebrauchtwaren.

Im übrigen müßte auch bei fehlendem Gewährleistungsausschluß der K dem VK beweisen, daß die Mängel schon bei Übergabe vorlagen. Wie leicht oder schwer das ist, wird der Einzelfall zeigen.

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#3
 Von 
baschdieh
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, vielen Dank für Eure Informationen. Obwohl ich Sachen als Privatperson verkaufe - muss ich normal 24 Monate Gewährleistung bieten? Das wusste ich bis dato leider noch nicht. :-(

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#4
 Von 
Tonitronic
Status:
Praktikant
(939 Beiträge, 264x hilfreich)

> Obwohl ich Sachen als Privatperson verkaufe - muss ich normal 24 Monate Gewährleistung bieten?

Ja, wenn du sie nicht explizit ausschließt.

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#5
 Von 
baschdieh
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

d.h. ich muesste in der Tat das Gerät zurücknehmen?

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#6
 Von 
reckoner
Status:
Gelehrter
(11261 Beiträge, 3892x hilfreich)

Hallo baschdieh,

quote:
d.h. ich muesste in der Tat das Gerät zurücknehmen?
Ja, aber nur, wenn der Käufer beweisen kann, dass der Mangel bereits beim Absenden vorlag (das hatte Tonitronic aber auch schon geschrieben).
Im übrigen hätte auch ein Gewährleistungsausschluß nicht viel geändert, denn das Notebook entsprach nicht der Artikelbeschreibung (wenn wirklich bewiesen werden kann, dass es schon bei dir defekt war).

MfG Stefan

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#7
 Von 
baschdieh
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Alles klar,

vielen dank fuer die Infos. Ich werde nun erneut Kontakt aufnehmen und dem Käufer deutlich machen, dass ich keinerlei Rücknahme akzeptiere, da das Notebook in einen einwandfreien Zustand war.
Alternativ werde ich darauf hinweisen, dass ich gerne bereit bin das Notebook zu untersuchen. Fertig. Oder ?

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#9
 Von 
baschdieh
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Update: Ich hatte dem Käufer angeboten, das Notebook mir zukommen zu lassen um es zu überprüfen. Daraufhin habe ich eine ziemlich "boese" Antwort bekommen. Er sei doch nicht auf dem Kopf gefallen, hiess es. Des weiteren betitulierte er mich als "Betrueger" und er wuerde nun andere Register (Rechtsanwalt) aufziehen. Er gab mir eine drei Tage Frist um abschliessend eine Lösung zu finden. Da ich langsam keine Nerven mehr dazu habe, habe ich in den drei Tagen nicht zurück geschrieben. Die drei Tage vergingen, heute erhielte ich erneut eine E-Mail mit zahlreichen Beschuldigungen und das er nun wohl den Rechtsanwalt einschaltet.

Nach wie vor, kann ich den Verkäufer nicht verstehen, da das Notebook in der Tat einwandfrei war. Sollte ich es nun darauf ankommen lassen, was von einem Rechtsanwalt aus dem Ausland zu hören? Wie muss ich mich verhalten? Leider bin ich nicht im Rechtschutz - muss ich so dann ebenfalls einen Rechtsanwalt beauftragen? Danke!

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#10
 Von 
hogwarts
Status:
Schüler
(217 Beiträge, 65x hilfreich)

Hallo baschdieh,

lehn dich zurück. Du hast ihm ein Angebot gemacht, dass er das Notebook zurückschicken soll und du es dir ansiehst. Schreib ihm, dass du dein Angebot aufrecht hälst. Er will was von dir und nicht du von ihm!!!
Außerdem würde ich zurückschreiben, dass er eine Anzeige wegen Beleidigung und Nötigung bekommt, wenn er dich noch einmal Betrüger nennt. (Das dient nur zum Druckaufbauen...)

Vielleicht ist das ja die bekannte Masche, schick mir das Geld und das Notebook siehst du auch nicht mehr wieder... (=> einfach mal im Net suchen!!!)
Denn wenn ich im Versandhandel etwas reklamier, muss ich das doch auch erst einschicken, bevor ich mein Geld bekomme!

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