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Privatverkauf, Käufer fordert Rücknahme

 Von 
mtoss
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Privatverkauf, Käufer fordert Rücknahme

Guten Tag,

ich habe auf eBay ein Notebook versteigert. Dieses war in einwandfreiem Zustand (lief bei mir noch bis zum verpacken ohne jegliches Problem, beim Verpacken war meine Freundin dabei, welche das Notebook zuvor noch in eingeschaltetem Zustand gesehen hat).
Nach der Auktion wurde das Notebook von mir in einem Spezialversandkarton für Notebooks verpackt und an den Auktionsgewinner verschickt.
Dieser hat mir kurz später eine eMail geschrieben, in welcher er die Rücknahme des Notebooks fordert und eine Erstattung des Auktionsbetrages plus Versandkosten. Er schreibt, dass das Notebook beim ersten Einschlaten funktioniert hat, beim zweiten Einschalten dann nicht mehr, es würde nicht mehr richtig hochfahren. Diese Rücknahme habe ich abgelehnt.
Nun hat der Käufer geschrieben, dass er das Notebook aufgeschraubt hat und es angeblich einen Wackelkontakt hätte. Und ich es somit zurücknehmen muss. Da das Notebook bei mir aber stundenlang problemlos lief habe ich auch dies ausgeschlossen.
Nun kommt der Käufer mit seinem Anwalt und will die Rücknahme einklagen. In der Zwischenzeit hätte er das Notebook angeblich zur Reparatur gebracht, wo es als Totalschaden bezeichnet wurde und nun gar nicht mehr gehen soll. Der Meinung seines Anwaltes nach muss ich das Gerät zurück nehmen und den Betrag erstatten, sollte ich dies nicht tun wird er dies einklagen.

Kennt jemand einen ähnlichen Fall? Das kann doch nicht sein, dass ich ein Notebook welches bei mir einwandfrei lief und auch nach Angaben des Käufers beim ersten Einschalten bei ihm noch funktionierte, zurück nehmen muss, weil es jetzt einen Schaden hat.

Noch ein paar mögliche Beweise die ich einbringen kann:
- Auf dem Bild der Auktion ist das Notebook an und es zeigt den Windows Desktop
- den eMail-Verkehr habe ich noch komplett in welchem der Käufer behauptet, dass es beim ersten Einschalten funktionierte, danach nicht mehr. In einer späteren eMail sagt er auch, dass er es geöffnet hat.
- Meine Freundin, welche die Funktion des Notebooks direkt vor dem Versand bestätigen kann (sie hat sogar gesehen wie ich es verpackt habe und war auch dabei als ich es dann bei der Post abgegeben habe).
- Den Vorbesitzer (welcher mir das Notebook zum Verkauf übergeben hat), welcher die Funktion bis einige Wochen vor der Auktion bestätigen kann.
- knapp 1000 positive Ebay Bewertungen, mit sehr vielen privaten Verkäufen und immer Topbewertungen

Wie sollte ich hier verfahren? Habe eigentlich kein Interesse an dem Angebot des Anwaltes, welcher die Rücknahme gegen Erstattung der Kosten fordert und dann von einer Klage absieht. Aber dann hätte ich ein defektes Notebook (welches zuvor einwandfrei funktioniert hat), und Geld hätte ich dann auch keines mehr. Wäre für mich ja ein richtig dickes Minusgeschäft.

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verkaufen Notebook Auktion Käufer


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7236 Beiträge, 4898x hilfreich)

quote:
- Den Vorbesitzer (welcher mir das Notebook zum Verkauf übergeben hat), welcher die Funktion bis einige Wochen vor der Auktion bestätigen kann.
- knapp 1000 positive eBay Bewertungen, mit sehr vielen privaten Verkäufen und immer Topbewertungen
Nach der Schilderung würde ich als Käufer erstmal davon ausgehen, dass du nicht mehr als Privatverkäufer durchgehst...



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#2
 Von 
mtoss
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Sind 726 Bewertungen seit 01.09.2001. Vieles davon waren Einkäufe, verkauft habe ich seit 09.2001 413 Artikel, dies waren hauptsächlich gebrauchte Waren (wie z.B. Kleidung, Bücher, Spiele,...).

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#3
 Von 
xxsirodxx
Status:
Student
(2282 Beiträge, 1321x hilfreich)

Drohen wir mit dem Anwalt und machen damit Druck.
Oftmals funktioniert dieser Einschüchterungsversuch.
Ich halte diese Drohung für heiße Luft.
Sie können nachweisen, dass das Gerät vor der Absendung
einwandfrei funktioniert hat.
Meines Wissens trägt bei einem Privatverkauf das Versandrisiko, soweit das Teil ordentlich verpackt wurde,
der Käufer. Also, lassen Sie ihn doch klagen.

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#4
 Von 
PerryRhodan
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 369x hilfreich)

quote:
Nun hat der Käufer geschrieben, dass er das Notebook aufgeschraubt hat und es angeblich einen Wackelkontakt hätte. Und ich es somit zurücknehmen muss.


Doppeltes Eigentor des K.

Erstens müßte er dir bei Gewährleistungsausschluß nachweisen, daß du von diesem Mangel wußtest und ihn arglistig verschwiegen hast. Hier praktisch unmöglich.

Zweitens hat er schon zugegeben, daß er selbst an dem Teil herumgebastelt hat. Damit dürfte auch ein etwaiger Gewährleistungsanspruch (etwa wenn Gew. nicht ausgeschlossen war oder der VK doch gewerblich ist) nicht durchsetzbar sein. Selbstvornahme ist immer ein "no go".

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#5
 Von 
mtoss
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antworten, dann werde ich nicht auf die vorgeschlagene Rückabwicklung eingehen.

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