Tickets zusammen mit Hotelübernachtung gekauft, Ticket war ok Hotel nicht.

1. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
go663578-71
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Tickets zusammen mit Hotelübernachtung gekauft, Ticket war ok Hotel nicht.

Hallo zusammen, ziemlich blöder Fall.

Habe zwei Karten für ein ausverkauftes Konzert gekauft. Ticketpreis war original 120 Euro pro Karte, also 240 Euro insgesamt. Der Verkäufer hat noch ein Hotelzimmer (was laut Rechnung 82 Euro zum Zeitpunkt der Buchung gekostet hatte).
Das gesamte "Paket" habe ich den dem Verkäufer (Privatperson!) für 630 Euro (inklusive Versand der Tickets) gekauft. Hier war auch laut seiner Aussage die "Umbenennung" des Namens für das Hotel inklusive.
Es handelte sich um eine Auktion welche bei 330 Euro begonnen hatte und welche ich auf 630 Euro hochgeboten hatte.

Er hat in der Auktion gesagt, dass die Tickets einen Kaufpreis von 240 Euro insgesamt hatten. Der Wert des Hotels war also somit für mich auch wichtig.
Der Hotelpreis war unbekannt (hatte ich erst nach der Auktion gesehen dass er "nur" bei 82 Euro lag.
Vor Ort am Hotel angekommen war es erst nicht möglich in das Hotelzimmer einzuchecken und hätte sich dann nach nur für eine Zahlung von knappen 70 Euro Umbuchungsgebühr erledigen lassen (+ hundert Versuchen den Verkäufer telefonisch zu erreichen).
Ich bin nicht in das Hotel gegangen (Konzert war da schon vorbei).
Sehr ihr Möglichkeiten, dass ich den Betrag von knappen 390 Euro (630-240 Euro für die benutzten Tickets) zurück verlangen könnte?
Schließlich lag der Hauptfokus (vom Preis) ja sicher auf dem Hotelzimmer.
Ich habe die ganze Auktion gescreenshotet.

Bielen Dank für Eure Meinung.

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7256 Beiträge, 1526x hilfreich)

Der Nichtantritt der Hotelübernachtung ist Deine Entscheidung gewesen. Man hätte auch die 70 EUR ausgeben können für die Umbuchung. Dann hätte man eben diese Summe vom Verkäufer zurückzuholen versucht

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#2
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5550 Beiträge, 2499x hilfreich)

Zitat (von go663578-71):
Schließlich lag der Hauptfokus (vom Preis) ja sicher auf dem Hotelzimmer.


Wie kommst du denn zu der Erkenntnis?

Der Hauptfokus lag ganz klar auf den Tickets (240 EUR), das Hotelzimmer lag nur bei 90 EUR.

Das Überbieten des Startgebotes erfolgte sicherlich auch nur wegen der Tickets, nicht wegen des Hotelzimmers.

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#3
 Von 
go663578-71
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

ja du hast recht. habe mich verschrieben. meinte natürlich der Hauptfokus lag natürlich auf den tickets. jedenfalls bei mir. die hotelübernachtung war meiner meinung vom verkäufer nur dazu gebucht worden, dass er die Tickets in einem bundle verkaufen kann ohne am Ende von dem Eventveranstalter oder dessen Ticketverkäufer gegen eins auf die Mütze zu bekommen. Ähnlicher Veranstalter hatte im Raum Frankfurt nämlich schon Karten gesperrt die auf den bekannten Plattformen angeboten wurden.
Der Verkauf der Karten war natürlich per AGB verboten. Der Umstand ist mir natürlich bekannt, Herr Verkäufer (dem es sicher auch bekannt war) stellt sich aber als sehr besserwisserisch dar da er als Privatperson dieses Bundle angeboten hat (Reisebüro 2.0) gibt an zu der Zeit in Urlaub gewesen zu sein.
Es schwingt ein wenig der Wille von meiner Seite mit ihm diesen illegalen Weiterverkauf etwas madig zu machen wenn ich ehrlich bin. Die 70 Euro zusätzlich zu zahlen wäre natürlich die einfachste Möglichkeit gewesen, da ich knappe 9 Minuten von der Veranstaltung entfernt wohne, habe ich das Bett zu hause aufgesucht.
Aber schon mal vielen Dank für Eure Einschätzung.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120399 Beiträge, 39886x hilfreich)

Zitat (von go663578-71):
da ich knappe 9 Minuten von der Veranstaltung entfernt wohne, habe ich das Bett zu hause aufgesucht.

Damit wäre das Hotel schon mal raus aus dem Spiel.
Denn selbst wenn man Recht bekäme, würde man wohl keine Durchsetzung erreichen, wegen Rechtsmissbräuchlichkeit. Zumindest wenn der Verkäufer einigermaßen kompetent verteidigt wird.


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1090 Beiträge, 121x hilfreich)

Zitat (von go663578-71):
Der Verkauf der Karten war natürlich per AGB verboten. Der Umstand ist mir natürlich bekannt (...)


Zitat (von go663578-71):
Es schwingt ein wenig der Wille von meiner Seite mit ihm diesen illegalen Weiterverkauf etwas madig zu machen wenn ich ehrlich bin.


Man erwirbt bewusst Karten, die illegal verkauft werden und will dem Verkäufer aus diesem Grund anschließend eins reindrücken...finde nur ich das schräg?

-- Editiert von User am 2. April 2024 21:05

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120399 Beiträge, 39886x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Man erwirbt bewusst Karten, die illegal verkauft werden und will dem Verkäufer aus diesem Grund anschließend eins reindrücken...finde nur ich das schräg?

In der Juristerei findet man öfter mal Sachen die schräger sind als die Pilatusbahn ...

Kann natürlich zum Bumerang werden, wenn auch der Kauf nicht legal war bzw. der Veranstalter beschließt ihn künftig von allen seinen Veranstaltungen zu verbannen.


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#7
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7256 Beiträge, 1526x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
finde nur ich das schräg?


ich finds auch schräg... und wiedermal bekommt man wichtige Infos (dass man 9 Minuten von der Veranstaltung weit weg wohnt) häppchenweise

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#8
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10701 Beiträge, 4212x hilfreich)

Zitat (von go663578-71):
die hotelübernachtung war meiner meinung vom verkäufer nur dazu gebucht worden, dass er die Tickets in einem bundle verkaufen kann


Wohnt der Verkäufer auch nur 9 Minuten vom Veranstaltungsort entfernt?
In der Regel bucht man ein Hotelzimmer, weil man etwas weiter weg als 9 Minuten wohnt....

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#9
 Von 
joebeuel
Status:
Lehrling
(1981 Beiträge, 1538x hilfreich)

Aus den Ausgangsdaten der Auktion (330 Euro) war doch klar, das die Karten 240 Euro kosten und damit das Hotel 90 Euro minus Versandkosten wert ist.

Wer dann freiwillig auf 630 Euro hochsteigert und die Auktion gewinnt, darf sich nicht beschweren, das der Preis für das Hotel zu hoch ist - man hätte ja auch nach einem Gebot von 330 Euro mit dem Bieten aufhören können...

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#10
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10701 Beiträge, 4212x hilfreich)

Zitat (von joebeuel):
Wer dann freiwillig auf 630 Euro hochsteigert und die Auktion gewinnt, darf sich nicht beschweren, das der Preis für das Hotel zu hoch ist -


Das Hotel war doch gar nicht zu teuer, er hat einfach 308€ Aufpreis für die Konzertkarten bezahlt. ;)

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#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47663 Beiträge, 16843x hilfreich)

Zitat (von go663578-71):
Hier war auch laut seiner Aussage die "Umbenennung" des Namens für das Hotel inklusive.

Diese zugesicherte Eigenschaft hatte die Hotelbuchung nicht. Die Umbuchungskosten von 70€ müsste der Verkäufer daher nach meiner Auffassung ersetzen und zwar auch dann, wenn die Hotelübernachtung nicht wahrgenommen wurde.

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120399 Beiträge, 39886x hilfreich)

Zitat (von hh):
und zwar auch dann, wenn die Hotelübernachtung nicht wahrgenommen wurde.

Auf welcher Rechtsgrundlage?
Schadenersatz scheidet ja aus.


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#13
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47663 Beiträge, 16843x hilfreich)

Warum sollte Schadenersatz ausscheiden? Das Hotelzimmer war aufgrund der nicht vorhandenen zugesicherten Eigenschaften nicht nutzbar. Das ist ein Schaden.

Da der Käufer allerdings seine Schadenminderungspflicht nicht beachtet hat, ist der Schadenersatzanspruch auf 70€ begrenzt.

Der Umstand, dass er in nur 9 Min. Entfernung im eigenen Bett übernachten konnte ändert daran nichts.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120399 Beiträge, 39886x hilfreich)

Zitat (von hh):
Da der Käufer allerdings seine Schadenminderungspflicht nicht beachtet hat, ist der Schadenersatzanspruch auf 70€ begrenzt.

Da überhaupt kein Schaden von 70 EUR entstanden ist, da er die Umbuchung gar nicht vorgenommen hat, sehe ich auch keinen Schadenersatzanspruch.


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#15
 Von 
Sunrabbit
Status:
Praktikant
(686 Beiträge, 120x hilfreich)

Offenbar hat das Hotei ihm die Übernachtung (im Wert von 82 Euro) verweigert. Das ist doch ein Schaden.

Da man dieses Problem mit einer Zahlung von 70 Euro hätte lösen können, beschränkt den Schaden dann vermutkich auf die 70 Euro.

Die würde ich ggfs. einfordern.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120399 Beiträge, 39886x hilfreich)

Zitat (von Sunrabbit):
Da man dieses Problem mit einer Zahlung von 70 Euro hätte lösen können

Hat man aber nicht gemacht, also 0 EUR Schaden.


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#17
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47663 Beiträge, 16843x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Hat man aber nicht gemacht, also 0 EUR Schaden.

Man hat das Hotelzimmer nicht bekommen, also 82€ Schaden.

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#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120399 Beiträge, 39886x hilfreich)

Zitat (von hh):
Man hat das Hotelzimmer nicht bekommen,

Doch, man hätte es bekommen.
Man hat es aber abgelehnt, also 0 EUR Schaden wegen 100% Eigenvershulden.


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#19
 Von 
Sunrabbit
Status:
Praktikant
(686 Beiträge, 120x hilfreich)

Ok. Dann kein Schaden. Aber dann hat der Verkäufer den Vertrag nicht erfüllt.

Zitat (von go663578-71):
Habe zwei Karten für ein ausverkauftes Konzert gekauft. Ticketpreis war original 120 Euro pro Karte, also 240 Euro insgesamt. Der Verkäufer hat noch ein Hotelzimmer (was laut Rechnung 82 Euro zum Zeitpunkt der Buchung gekostet hatte).
Das gesamte "Paket" habe ich den dem Verkäufer (Privatperson!) für 630 Euro (inklusive Versand der Tickets) gekauft. Hier war auch laut seiner Aussage die "Umbenennung" des Namens für das Hotel inklusive.


Der Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer beinhaltet also eine Buchung in einem Hotel an einem bestimmten (nun vergangenen) Tag, ausdrücklich auf den richtigen Namen des Käufers.

Diese Buchung lag dem Hotel offensichtlich nicht vor. Damit wurde der Vertrag nicht erfüllt. Nacherfüllung durfte schwer möglich sein, daher aus meiner Sicht: Geld zurück.

Wo wir dann wieder bei 82 Euro wären :)

Natürlich könnte der Verkäufer nachweisen, das er die Umbuchung an das Hotel gemeldet und bezahlt hat. Dann wäre das Hotel dran. Aber das muss der Verkäufer aus meiner Sicht erstmal nachweisen.

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