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Versandkosten 0€ angegeben - jetzt will der 4€

 Von 
Michael_mc
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 2x hilfreich)
Versandkosten 0€ angegeben - jetzt will der 4€

Hi

Ich habe bei ebay ne festplatte für 16€ ersteigert.

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3400156663&ssPageName=ADME:B:EOAB:DE:6

bei den versandkosten wurden 0€ angegeben.
bei der artikelbeschreibung wurden auch keine versandkosten beträge hinzugefügt.

jetzt will ver vergäufer aufeinmal 4€ dafür haben.
Rechtlich denke ich das steht ihm nicht zu.

Wie sieht das aus?


vielen dank & Grüße

Michael

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Artikelbeschreibung Euro Käufer Porto


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
HarryPotterBS
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Michael!

also wenn man ein wenig überlegt kann man sich ja wohl denken das es nicht ohne porto geht!
ich nehme mal an das der verkäufer eigendlich die versantkosten nicht angeben wollte und dann stand da halt 0,00 euro ist mir auch schon passiert, das bedeutete aber nicht das ich dem käufer die kosten schenke!

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#2
 Von 
Kevin
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Michael,

also zuerst, wie kann man sich wegen 4 Euro aufregen. Der Artikel kostet schließlich auch nur 16 Euro. Glaubst Du etwa, er schenkt dem Käufer die Versandkosten.

Und überhaupt, in der Artikelbeschreibung steht doch ganz klar "Porto zahlt der Käufer".
Also keine Chance für Dich, rechtlich wird das ihm zustehen, da die 0.00 Euro wie HarryPotterBS schon sagt, wohl nur ein versehen ist, was auch mir schon passiert ist.

Gruß Kevin

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#3
 Von 
Michael_mc
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 2x hilfreich)

hi

sind hier keine leute die ahung haben?

gruss

michael

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#4
 Von 
MCNeubert
Status:
Lehrling
(1337 Beiträge, 210x hilfreich)

Hier sind fast nur Leute mit Ahnung - Dir scheint im übrigen mit 4 Bewertung auch die nötige Erfahrung bei ebay zu fehlen!
In der Artikelbeschreibung steht ganz eindeutig drin "Porto zahlt Käufer". Eine solche individuelle Vereinbarung geht der Eintragung 0,00 Versand vor.

MCNeubert

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#5
 Von 
7r7
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)


Tip: Zahle die 4 Euro.

Sonst riskierst du, dass der Verkäufer die Ware nach Zahlungseingang nicht verschickt.

Dann sind die 4 Euro im Nachhinein kein Grund sich aufzuregen.

Und wegen 4 Euro willst du wohl kein negative Beurteilung bei ebay?

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#6
 Von 
HarryPotterBS
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo michael!

es ist traurig das du der meinung bist das wir alle keine ahnung haben, aber da bleibt wohl nur noch zu hoffen das du deine meinung änderst oder hoffendlich nie bei uns kaufen willst, denn wegen so einem mist will ich mich nicht rumärgern und an der stelle des verkäufers würde ich dir die ware warscheinlich nicht mehr geben und dich negativ bewerten mit dem zusatz das der kauf nicht zu stande gekommen ist weil du keine portokosten zahlen wolltest!

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#7
 Von 
psst
Status:
Lehrling
(1576 Beiträge, 162x hilfreich)

Na na na , MCNeubert ,wer wird denn gleich so hart sein .

>>Hier sind fast nur Leute mit Ahnung <<

Eine Zuteilung unterbleibt jetzt aber :)

Spaß beiseite , abgesehen davon ,daß ich mir bei diesen Summen diese Frage nicht stelle - die Kosten - / Nutzenrelation stimmt einfach nicht - ärgert mich bisweilen die Schlampigkeit mit der einige Verkäufer ihre Angebote ausfüllen bzw. gestalten auch.

Überlegen wir uns einmal ,was daraus resultieren kann - :)

Die von Ihnen vertretenene Auffassung, die Versandkosten seien gleichwohl stets individuell so auch in diesem Fall ausgehandelt worden, kann ich nicht nachvollziehen. Voraussetzung für die Annahme einer Individualvereinbarung im Sinne des § 305b BGB ist neben der Kenntnis vom Inhalt und von der Bedeutung der Klausel auch die ernsthafte und reale Möglichkeit zur Einflußnahme für jeden Vertragsteil (vgl. z. B. BGH NJW 1985, 305, 308; NJW 1988, 410 ; NJW 1991, 1678 ; NJW 1992, 2759 ). Von einer Individualvereinbarung ist auszugehen, wenn die eigenverantwortliche Gestaltungsmöglichkeit des Käufers mit einer dem Käufers gegenüber geäußerten ernsthaften Abänderungsbereitschaft des Verwenders / eBay-Verkäufers einhergeht (Wolf/Horn/Lindacher, AGBG, 3. Aufl., § 1 Rdn. 35 f. m. w. N.). Dafür kann ich in der Angebotsgestaltung des Verkäufers, der für den Nachweis des Vorliegens der Voraussetzungen einer Individualvereinbarung darlegungs- und beweisbelastet ist (BGHZ 83, 56 , 58; BGH NJW-RR 1987, 144 ) - keinen Anhaltspunkt finden

Angesichts der allg. Verwendung der festen Formulierung " Ebay zahle ich und Porto zahlt der Käufer" ist prima facie von Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Sinne des § 305 Abs. 1 BGB auszugehen (BGHZ 118, 229 , 238).


Es ergibt sich hier die Möglichkeit einer vollen Kostenübernahme durch den Verkäufer , was prizipiell möglich ist und bei einem Blick in den stationären Handel durchaus auch üblich ja in wirtschaftlich turbulenten Zeiten leider schon zwingend erforderlich . Lebensmittel , Drogerie , Medikamente - die Dinge des täglichen Lebens werden dem Kunden kostenlos ins Haus gebracht , bzw. vermeindlich kostenlos , da die Lieferkosten im Kaufpreis eingerechnet sind . Genauso ist es üblich ,einen günstigeren Preis bei Abholung zu vereinbaren.

Aus früheren Zeiten vor Änderung der eBay-AGB ist bekannt ,daß verantwortungsbewußte Käufer die Übernahme der eBay - Gebühren garantierten . Inzwischen tauchen immer wieder Angebote auf bei denen explizit auch die Versandkosten durch den Verkäufer übernommen werden. Das nun dieses Angebot bei 1 Euro Startpreis begann , spricht nicht gegen die potentielle Intention des Verkäufers ,den Verkauf für den Käufer nebenkostenfrei zu ermöglichen.

Was folgt daraus :

Die angegriffene Auslegung der Versandkostenregelung benachteiligt den Käufer entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und ist daher gemäß § 307 Abs. 1 BGB unwirksam, insbesonders die unklare und misverständliche Formulierung ist dem Verkäufer anzulasten.

Ebenso handelt es sich nach § 305c um Klauseln ,die aufgrund ihrer überraschenden und mehrdeutigen Auslegung nach Absatz 1 wohl nicht vertragsbestandteil geworden sind .
Aber letztendlich das entscheidene ist ,daß nach Absatz 2 zweifel bei der Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen zu Lasten des Verwenders gehen.


der Ratschlag zu zahlen unter dem Gesichtspunkt :

"Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Dinge "

ist aber angemessen - 4 Euro !

Díe Kosten für ein Einschreiben zur Löschung einer nicht gerechtfertigten negativen Bewertung mit ungewissem Ausgang sind höher. :(

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#8
 Von 
koboldchen1979
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Michael!!!

Da kann ich dir leider nur sagen das der Verkäufer / bzw Ebay ein Fehler unterlaufen ist das da 0€ stand . Jeder müßte doch wissen das hier ohne Versandkosten nichts zu holen ist . Man braucht auch nicht die Versandkosten angeben das kann jeder selber entscheiden ob er das macht . Denn viele die neu anfangen kennen sich noch nicht mit den Versandkosten aus , stellen aber trotzdem Artikel rein ;) Außerdem hattest du doch die Möglichkeit den Verkäufer zu fragen wie teuer der Versand ist dafür gibt es doch die Möglichkeit " Fragen an den Verkäufer " ;)

*mfg*
koboldchen1979

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