Vinted: Artikel gekauft, Probleme beim Versand - wer ist schuld?

27. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
Blablubbi
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Vinted: Artikel gekauft, Probleme beim Versand - wer ist schuld?

Hallo

ich habe auf Vinted eine gebrauchte Jacke von einem anderen Nutzer gekauft. Wir haben uns geeinigt, dass ich 18 € inkl. Versand bezahle. Weil ich diesen Beitrag dem Verkäufer vorzeige und ich nicht vorgeworfen bekommen möchte, dass ich Tatsachen anders darstelle, ist hier der relevante Chatverlauf:

Ich: "Verschickst du es als DHL-Paket? Weil dann würde ich dir meine Adresse von der Packstation geben"
Er: "Ja wird ein dhl Paket"
Ich: [ich nenne die Adresse einer Postfiliale]
Er: "Ich gebe dir Bescheid wenn ich es versendet habe"

Letztlich stellte sich heraus, dass er es nicht als Paket, sondern als Päckchen verschickt hat. Folglich wurde die Sendung bei der Postfiliale nicht angenommen und die Sendung an ihn zurückgesandt. Päckchen werden von Postfilialen nicht angenommen - ich wusste das, er offensichtlich nicht. Jetzt sind wir uns uneinig darüber, wer "schuld" ist.

Er sagt, dass ich ihm die Adresse einer "Packstation" (er meint wahrscheinlich "Postfiliale") gegeben habe. Dann sagt er "Hättest du mir die Adresse von dir geben wär das Paket angekommen. Wenn du mir eine Adresse nennst wo das Paket abgelehnt wird, ist das nicht mein Fehler mein Freund. Die Adresse stimmt 1 zu 1 über ein"

Aus meiner Sicht liegt der Fehler nicht bei mir. Er ist für einen ordnungsgemäßen Versand zuständig. Aus meiner Sicht muss ich ihn nicht ausdrücklich darauf hinweisen, dass eine Postfiliale kein Päckchen annimmt, wenn er sagt, dass er es als Paket versendet. Zumal ich ja auch nicht wusste, dass es ein Päckchen wird. Hätte er das gesagt, hätte ich ihn auf die Problematik hingewiesen.

Er will für einen erneuten Versand nicht aufkommen. Das Geld würde er mir zurückerstatten, jedoch nach Abzug der Versandkosten. Letztlich würde ich auf dem Versand (ca. 5€) sitzenbleiben. Der Vinted-Support hilft nicht weiter, weil ich nicht über das Vinted-Bezahlsystem bezahlt habe, sondern über PayPal (Familie und Freunde).

Wie ist die Sachlage hier?

Ich bin gespannt und bedanke mich schon einmal für eure Antworten.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118702 Beiträge, 39620x hilfreich)

Zitat (von Blablubbi):
Dann sagt er "Hättest du mir die Adresse von dir geben wär das Paket angekommen. Wenn du mir eine Adresse nennst wo das Paket abgelehnt wird, ist das nicht mein Fehler

Richtig, denn an Packstationen werden auch Päckchen ausgeliefert. Insofern durfte er sich darauf verlassen, das der Empfänger seine Adresse von der Packstation nennt und nicht irgend eine andere.

Insofern wird man die um (erneuten) Versandkosten wohl nicht herumkommen.



Zitat (von Blablubbi):
Hätte er das gesagt, hätte ich ihn auf die Problematik hingewiesen.

Besser wäre gewesen, man hätte nicht die falsche Empfangsart benannt ...



Zitat (von Blablubbi):
Letztlich würde ich auf dem Versand (ca. 5€) sitzenbleiben.

Falls es ein "Päckchen M" war, wären das 4,79 EUR


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8499 Beiträge, 4055x hilfreich)

Hallo

Zitat:
Insofern wird man die um (erneuten) Versandkosten wohl nicht herumkommen.
Sorry Harry, dass ist doch Blödsinn!

Hier schuldet der VK eindeutig den neuen Versand und diesmal auch zu den richtigen Konditionen!

Der TE hatte hier den VK EINDEUTIG gefragt, welche Versandart vorgenommen wird! Der VK hat hier ein DHL Paket bestütigt, somit ist der vertragliche Versand auch ein DHL Paket, nicht ein DHL Päckchen.

Dies sagen die Vertraglichen Bestimmungen doch genau aus, nach denen du sonst immer so wehement fragst!!!

Zitat:
Besser wäre gewesen, man hätte nicht die falsche Empfangsart benannt ...
Wieso? Die versandart war klar und eindeutig DHL Paket, da braucht der TE den VK nicht noch extra darauf hinweisen, dass ein DHL Päckchen nicht angenommen wird!!!

Hier schuldet der VK ganz eindeutig den Versand erneut als Paket, die Schuld liegt eindeutig bei dem VK, bei niemand anderem...

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Nana71
Status:
Praktikant
(980 Beiträge, 108x hilfreich)

Hier ist es anscheinend zu einem Missverständnis gekommen (Packstation/Postfiliale), trotz allem hat der Verkäufer die Zusage gemacht, die Ware als Paket zu verschicken - und nicht als Päckchen.

Und dafür, dass der VK den Unterschied zwischen einem Paket und einem Päckchen nicht kennt, kann der Käufer nix.

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

Zitat (von lesen-denken-handeln):
Hier schuldet der VK ganz eindeutig den Versand erneut als Paket, die Schuld liegt eindeutig bei dem VK, bei niemand anderem...
Absolut korrekt. Der VK schuldet hier den erneuten, vereinbarten, Versand.

Signatur:

Folgende Nutzer werden blockiert, ich kann deren Beiträge nicht lesen: AR377, Xipolis, Jule28

1x Hilfreiche Antwort

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