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Wer haftet bei Päckchen verlust

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 Von 
Tom7
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 16x hilfreich)
Wer haftet bei Päckchen verlust

Hallo

Ich habe folgendes Problem , ich habe bei Ebay etwas versteigert und wie in der Auktion angegeben als Päckchen versandt . Nun behauptet der Käufer das es nicht angekommen sei , (ist ca. eine Woche her ) und möchte sein Geld zurück .(es handelte sich um ein def. Radio was für 22 euro ersteigert wurde - deshalb auch nur Päckchen) . Ich habe an dem Tag 5 Päckchen versandt , alle anderen sind angekommen .
Wer haftet nun ????
Ich habe ja keinen Beweis das ich es abgesandt habe (nur Freundin als war als Zeuge dabei) anderereseits weiß ich auch nicht ob der Käufer es bekommen hat und nur behauptet es wäre nicht angekommen .

MFG

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Versand Verkäufer Käufer Päckchen


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-2205
Status:
Schüler
(487 Beiträge, 285x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#2
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5905 Beiträge, 1321x hilfreich)

Wenn Sie privat verkauft haben, sind Sie aus dem Schneider. Für den Versand haben Sie eine Zeugin, den Zugang müssen Sie nicht beweisen (Versandrisiko=Käufer).

-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#3
 Von 
knautschbaerli
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich Schreibe bei meinen Auktionen immer noch den Zusatz rein daß ich nach
abgabe des Artikels bei dem ausgewählten Transportunternehmens, keinerlei Haftung übernehme.
Es steht nätürlich jedem Bieter frei mich zu kontaktieren, um gegen Aufpreis bei bedarf einen versicherten Versand zu wählen.

MfG Knautschbaerli

-- Editiert am 27.02.2009 01:17

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#4
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1355x hilfreich)

> Ich Schreibe bei meinen Auktionen immer noch den Zusatz rein daß ich nach
abgabe des Artikels bei dem ausgewählten Transportunternehmens, keinerlei Haftung übernehme.
Es steht nätürlich jedem Bieter frei mich zu kontaktieren, um gegen Aufpreis bei bedarf einen versicherten Versand zu wählen.

Das ist unnötig, weil es sich ohnehin aus dem Gesetz ergibt:

§ 447
Gefahrübergang beim Versendungskauf

(1) Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort, so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.

(2) Hat der Käufer eine besondere Anweisung über die Art der Versendung erteilt und weicht der Verkäufer ohne dringenden Grund von der Anweisung ab, so ist der Verkäufer dem Käufer für den daraus entstehenden Schaden verantwortlich.
*****
Es betrifft auch nur das Problem, wenn eine Sendung bei der Post verloren gegangen ist oder wenn sie beschädigt wurde.

Auch beim unversicherten Versand hat der Käufer (und das ist die Schwierigkeit, wenn man keinen Einlieferungsschein hat) glaubhaft zu machen, dass die Sendung ÜBERHAUPT eingeliefert wurde. Die übliche Quittung über gekaufte Briefmarken ist kein Beweis. Ohne Zeugen sieht die Sache schlecht aus.

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#5
 Von 
Tom7
Status:
Frischling
(42 Beiträge, 16x hilfreich)

HI

Wie soll ich mich jetzt am besten verhalten ???
Wegen 22 euro möchte ich keinen streit , andererseits möchte ich auch nicht übervorteilt werden (will keine vorurteile verbreiten aber der Käufer schreibt in sehr schlechtem Deutsch , ist über Ebay-england angemeldet und Versandtadresse ist Köln)
Wie sähe denn eine gütliche einigung aus ??
MFG

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#6
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1355x hilfreich)

Wenn du das Päckchen eingeliefert hast und wenn das jemand bezeugen kann, bist du nicht verpflichtet, den Käufer zu entschädigen. Wenn du es trotzdem tun willst oder dich beteiligen willst, ist es deine Sache.

Ich würde aber grundsätzlich nichts mehr unversichert verschicken, bei kleinen Sachen empfiehlt sich ein Einschreiben (Maxibrief), ansonsten Hermes etc., die nicht teurer sind als die Post, dafür aber eine Sendungsverfolgung und eine Versicherung anbieten.

Im Grunde ist das DHLPäckchen, wenn es nicht online frankiert ist, absolut ungeeignet für einen Versand. Immer kann ein Käufer behaupten, nichts erhalten zu haben. Oft stimmt das auch, weil z. B. das Päckchen schon bei der Post abhanden gekommen ist oder weil es der Briefträger beim Nachbarn abgegeben hat, der sich dumm stellt oder es vergessen hat oder weil es einfach im Mehrfamilienhaus im Hausflur abgelegt wurde, weil der Empfänger nicht zu Hause war. Alles Dinge, die man nicht beeinflussen kann, die man auch nicht zu vertreten hat. Und immer hat man Beweisnöte, weil Käufer sparen wollen oder weil man selbst keinen adäquaten Versand preisgünstig anbieten kann.

Bei PayPal Zahlungen ist der versicherte Versand absolute Pflicht. Auch da zahlen die Käufer, ohne zu murren.

-- Editiert am 27.02.2009 12:04

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#7
 Von 
niebay
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
wie sieht das aus, wenn ich als Käufer kein Päckchen bekommen habe? Der Verkäufer behauptet, es (als DHL-Päckchen) abgeschickt zu haben, kann es aber nicht beweisen. Kann ich mich jetzt nicht auf den Standpunkt stellen, dass er es überhaupt nicht abgeschickt hat und deshalb einfach vom Vertrag zurücktreten? Schließlich ist es für mich nicht möglich zu beweisen, dass der Verkäufer den Artikel NICHT verschickt hat. Man kann ja prinzipiell kaum beweisen, dass irgendetwas NICHT getan wurde. Und das oben zitierte Gesetz greift ja auch nur dann, wenn etwas zweifelsfrei auch an DHL übergeben wurde. Also müsste der Verkäufer schon einen Zeugen haben - oder?
Gruß

-- Editiert am 21.01.2010 09:58

-- Editiert am 21.01.2010 10:05

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#8
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1355x hilfreich)

Man kann praktisch nicht beweisen, dass man etwas nicht bekommen hat, braucht man aber auch nicht.

Der Verkäufer muss glaubhaft machen, dass er das Päckchen versendet hat.

Es macht keinen Sinn, über ein Päckchen zu diskutieren. Eine für eBay ohnehin äußerst ungeeignete Versandart, im Grunde ein Relikt aus der Steinzeit. Bei nahezu jeder anderen Versandform (außer Warensendung) kann der Versand nachgewiesen werden, beim Päckchen geht das nur wenn man online frankiert und dann auch noch für die entsprechende Option bezahlt. Schon aus diesem Grund sollte man sich nicht (als Verkäufer und auch als Käufer) auf den Versand eines Päckchens einlassen. Als Käufer weiß man auch, dass es keinen Einlieferungsbeleg gibt.

Wir wissen weiterhin, wie mit Päckchen umgegangen wird, dass Postboten diese oft im Hausflur ablegen, wenn niemand öffnet, was nicht gestattet ist, es irgendeinem im Haus vor die Tür legen, es einem Beliebigen, der sich im Haus befindet, in die Hände drücken etc.

Mit dem Rücktritt wird es nicht funktionieren. Der Verkäufer behauptet ja, dass er versendet hat. Ob er es beweisen kann, ist die Frage.

Dieses Geheimnis wirst du aber erst lüften können, wenn du ihn verklagst, er wird dir jetzt kaum zum jetzigen Zeitpunkt einen Zeugen benennen müssen - glaubhaft machen muss er die Sache einem Richter, kann er das, auf welche Weise auch immer, wird es ein teures Päckchen...

-----------------
""

-- Editiert am 21.01.2010 11:17

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#9
 Von 
Stefan081
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 16x hilfreich)

Hallo!
Ich hätte da auch noch mal eine Frage.

In der Auktion stand versendungsart DHL Paket.

Nun hat der Verkäufer das 500 EUR teure iPhone als Päckchen
verschickt.

Ich habe also einem unversicherten Versand nicht
Zugestimmt.

Habe ich als Käufer bei verlust Pech gehabt?

Vielen dank für ein Antwort.

-----------------
""

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#10
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1355x hilfreich)

Habe die Frage in deinem Thread beantwortet:

http://www.123recht.net/Ohne-Zustimmung-p%C3%A4ckchen-anstatt-Paket-versendet-__f272471.html

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""

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#11
 Von 
go508698-96
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich versteigere als Privatperson einiges über eBay und je nach Größe des Artikels gebe ich immer 2 Versandoptionen zur Auswahl. Entweder als unversicherter Brief unter Ausschluss der Haftung für Schäden Laufzeit und Verlust auf dem Postweg oder als Hermes Päckchen versichert. Selbst das kleinste Hermes Päckchen für 3,89€ online Schein ist schon bis 50€ versichert. Sollte der Käufer aber auf DHL Päckchen bestehen weise ich ihn darauf hin das es nicht versichert ist und beware den Beleg auf auf welchem ich die Zeit der Einlieferung und das Gewicht eintrage.
Somit kann ich dem Käufer nachweisen dass das Päckchen eingeliefert wurde.
Bei der Wahl des unversicherten Versandes geht das Risiko zu Lasten des Käufers und er haftet wenn die Sendung nicht ankommt denn er hat die unversicherte Versandart gewählt.
Hab aktuell den Fall das ich ein Teil über eBay Kleinanzeigen erworben und den Verkäufer gebeten habe den Versand mit Hermes zu tätigen was ich extra bezahlt habe. Er hat aber per DHL Päckchen verschickt und die Sendung ist nicht angekommen. Somit haftet der Verkäufer weil er von sich aus 0,10€ sparen wollte und nicht meinen Wunsch nachgekommen ist.

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#12
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6073 Beiträge, 3080x hilfreich)

Davon mal abgesehen, dass Du hier eine 10 Jahre alte Dateileiche ausgegraben hast, beweist Du damit ->

Zitat (von go508698-96):
Somit kann ich dem Käufer nachweisen dass das Päckchen eingeliefert wurde.

nur, dass Du irgendwas zur Post gebracht hast, aber keineswegs, dass es DAS Päckchen war.

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