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Wer ist "Schuld" und wer muss zahlen?

 Von 
FraglichKlaglich
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Wer ist "Schuld" und wer muss zahlen?

Hallo,

folgender fiktiver Fall:

... nach dem Ende einer Ebay "Auktion". Der K überweist das Geld umgehend, woraufhin der VK am nächsten Tag die Ware über Hermes an die bei Ebay hinterlegt Adresse verschickt. Fünf Tage später kommt das Paket zum VK zurück, mit dem Vermerk "Adresse falsch oder nicht vollständig". Der VK schreibt daraufhin sofort eine Mail an den K um festzustellen, ob eine falsche Adresse angegeben wurde, erhält aber zwei Wochen lang keine Antwort. Dann aus heiterem Himmel, meldet sich der K und fragt ob sein Paket nun endlich mal langsam kommt. Daraufhin antwortet der VK, dass er das Paket schon abgeschickt hatte, es zurück kam, fragte noch mal nach der Adresse und wie man weiter (gemeinsam) vorgehen solle.
Der K antwortet wieder, dass die Adresse richtig sei, es sich aber um ein Neubaugebiet handelt und beim nächsten Verschicken der VK doch dem Fahrer sagen soll, das sich Straße X neben Straße Y befindet.
Der VK etwas verdutzt, das der K einfach davon ausgeht, das der VK mal eben noch mal Porto zahlt (er ist privater Verkäufer) und wieder an eine "nicht bekannte Adresse" sendet und dem "Fahrer" auf welchem Wege auch immer, die Informationen mit den Straßen weitergeben solle, antwortet, dass ihm das unmöglich erscheint und er eben das Porto nicht oder nicht ganz übernehmen möchte.
Daraufhin antwortet der K, dass er nicht mehr an der Ware interessiert sei und mit Abzug von 2,50 Euro, die er gnädigerweise dem VK überlasse (hälfte der Porto und Verpakungskosten), sein Geld zurück haben möchte. Oder aber der VK das Porto komplett übernehmen soll, wenn er noch liefern möchte.
Der VK hingegen möchte aber Erfüllen und sein Geld behalten, ihm ist keine Schuld bewußt, da die Adresse stimmte und leserlich ist (Computerausdruck).

Frage: Wer ist "Schuld", wenn die vom K angegebene Adresse stimmt und der VK sich auch nicht verschrieben oder sonst was hat?

Wenn der VK das Geld für die "Ersteigerte" Ware zurück überweißt, was kann er abziehen? Müsste doch eigentlich das schon ausgegebene Porto sein + eine "Aufwandsentschädigung", oder sehe ich das falsch?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Geld Paket Adresse Porto


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
bogus1
Status:
Master
(4223 Beiträge, 1343x hilfreich)

> Wer ist "Schuld", wenn die vom K angegebene Adresse stimmt und der VK sich auch nicht verschrieben oder sonst was hat?

Davon abgesehen, dass wir alle schuldig sind, immerhin lastet auf uns die Erbsünde, würde ich sagen: HERMES

Ist doch eigentlich naheliegend - oder?

Hier kriegen sich wieder einmal 2 in die Haare, ohne dass der geringste Grund dazu gegeben sein sollte. Wenn der Käufer dort wohnt und er sollte es eigentlich wissen und exakt diese Adresse angegeben hat, kann er nichts falsch gemacht haben.

Dasselbe gilt für den Verkäufer. Wenn er richtig und leserlich adressiert hat UND dennoch findet der Götterbote von Hermes die Straße nicht oder die Adresse, weil er vielleicht erst seit 3 Tagen dabei ist und vorher noch nie in der Gegend war, weil er vielleicht überhaupt nicht in der Gegend war, weil es ihm zu weit draußen war und es nur eine Sendung war, weil....es gibt zig Möglichkeiten.

Hermes, vom Verkäufer ausgesucht als Transporteur SEINES Vertrauens, sein Vertragspartner, hat geschlampt!

Also geht man zu Hermes, reklamiert das und besteht darauf, dass das Paket erneut und jetzt wirklich zugestellt wird, kostenfrei selbstverständlich, was sonst!

Und wenn Hermes dazu nicht in der Lage sein sollte, lässt man sich das Geld erstatten und versendet mit einem anderen Unternehmen, aber darüber kriegt man sich doch nicht in die Haare.

Anders wäre es, wenn der Käufer bei den 3 Zustellversuchen nicht angetroffen worden wäre, dann wäre es seine Sache.

http://www.it-recht-kanzlei.de/rechte-verkaeufer-bei-falsch-angegebener-adresse.html

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