Widerruf von Ebay Kauf

8. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerruf von Ebay Kauf

Hallo,

ich habe am 27.10.2023 16:11 einen Artikel auf ebay.de gekauft. Es handelt sich um einen gewerblichen Verkäufer mit Sitz in Großbritannien. Der Artikel wird auch in Pfund angeboten, und erst beim Checkout wurde dann in Euro konvertiert. Der Händler hat auf der Angebotsseite angegeben innerhalb von 10 Tagen zu versenden. Am 4.11.2023 ist noch nichts passiert und ich habe per privater Nachricht mal nach dem Status gefragt und außerdem ob ich das Paket beim Zoll anmelden muss. Darauf gab es über 24 Stunden keine Antwort, und auch dann nur eine kurze, unfreundliche Antwort bzgl. Zoll. Ich habe nochmals gefragt wann versendet wird (ohne Antwort), und heute, am 8.11.2023 am Morgen eine Erinnerung gesendet, dass die 10 Werktage Bearbeitungsfrist heute Nachmittag auslaufen, und ich den Artikel leider stornieren muss wenn bis dahin nicht versendet wurde.

Wieder wurde meine Nachricht ignoriert. Daraufhin habe ich den Ebay Support kontaktiert, der für mich unter einer Bearbeitungsnummer den Händler gebeten hat, den Kauf abzubrechen.

Einige Stunden später habe ich eine E-Mail bekommen, dass der Artikel versendet wurde.

Mit derart unzuverlässigen Händlern möchte ich aber keine Geschäfte machen. Ich habe erneut den E-Bay Support kontaktiert, und man sagt mir dass das 14 tägige Widerrufsrecht nicht gilt, weil der Artikel auf ebay.uk eingestellt ist, und er nur auf ebay.de angezeigt wird. Dies ist aber für mich Grund genug anzunehmen, dass der Artikel in Deutschland angeboten wird, und damit auch das deutsche Widerrufsrecht gilt (vgl. https://www.ratgeberrecht.eu/wettbewerbsrecht-aktuell/deutsches-recht-auch-fuer-auslaendische-ebay-haendler.html).

Ist diese Annahme falsch?

Selbst wenn die Nachricht, die EBay an den Händler gesendet hat, kein rechtskräftiger Widerruf ist, kann ich dies ja noch bis zum 10.11.2023 tun. Hätte dies Erfolg? Oder liege ich tatsächlich falsch?

Vielen Dank und beste Grüße :)

Hier der letzte Chatverlauf mit dem EBay Support:

Zitat:

Ich bin heute fristgerecht und vor dem Versand vom Kauf zurückgetreten. Warum bekomme ich jetzt eine E-Mail über den Versand des Artikels?

2023-11-08
12:57:49 UTC Support Mitarbeiter
Hallo ich, herzlich Willkommen beim eBay Welcome Team. Mein Name ist Support Mitarbeiter. Gebe mir bitte einen Moment Zeit, um mich mit deinen Angaben vertraut zu machen.

12:58:17 UTC Support Mitarbeiter
Mach dir keine Sorgen zu dem Kauabbruch, ich helfe dir.

12:58:44 UTC ich
Vielen Dank!

12:59:08 UTC Support Mitarbeiter
Ist das der Artikel "XXXXXXXXXXXX" was Du bestellt hast?

12:59:17 UTC ich
Ja genau

12:59:54 UTC Support Mitarbeiter
Hast Du den Verkäufer heute kontaktiert das er den Kauf abbrechen soll?

01:00:56 UTC ich
Ebay Support hat den Kauf für mich abgebrochen weil der Käufer mir nicht mehr geantwortet hat. Die Bearbeitungsnummer ist SR# 1-469XXXXXXXXXXXX.

01:01:59 UTC Support Mitarbeiter
Wir vom eBay kundenservice können den Kauf nicht abbrechen das kann nur der Verkäufer.

01:02:36 UTC Support Mitarbeiter
Unter der bearbeitungsnummer wurde der Verkäufer kontaktiert das Sie einen Kaufabbruch wünschen.

01:02:38 UTC ich
Der Käufer wurde aber rechtzeitig vom EBay Support darüber informiert.

01:03:09 UTC Support Mitarbeiter
Der Verkäufer hat den Kauf nicht abgebrochen sondern versendet.

01:03:51 UTC ich
Ich habe den Kaufabbruch nicht "gewünscht" sondern durchgeführt. Das ist mein gesetzliches Recht innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen vom Kauf zurückzutreten.

01:04:16 UTC ich
Und hier gibt es gute Gründe: Kein rechtzeitiger Versand des Verkäufers. Keine Antwort auf Nachrichten.

01:04:41 UTC ich
Ich habe infolgedessen den Kauf abgebrochen und erwarte keine Sendung, und stattdessen mein Geld zurück.

01:05:47 UTC Support Mitarbeiter
Der Artikel ist laut dem Handelsgesetz von Großbritanien eingestellt. daher gelten die 14 Tage widerrufsrecht nur auf Artikel was in Deutschland eingestellt ist.

01:06:14 UTC Support Mitarbeiter
Wenn Du die den Artikel aufrufst wirst Du sehen das der Artikel in Sterlin angeboten wird: https://www.ebay.de/itm/XXXXXXXXXXXX

01:06:24 UTC ich
Das ist nicht korrekt. Händler die in Deutschland ihre Waren anbieten müssen sich auch an deutsche Gesetze halten. Es gilt das 14 tägige Widerrufsrecht.

01:06:59 UTC Support Mitarbeiter
Händler in Deutschland aber dieser Artikel ist auf ebay.uk eingestellt.

01:07:00 UTC Support Mitarbeiter
https://www.ebay.de/itm/XXXXXXXXXXXX

01:07:30 UTC ich
Der Artikel wird auf ebay.de angeboten

01:07:58 UTC Support Mitarbeiter
Der Artikel wird auf eBay.de angezeigt aber eingestellt ist er auf ebay.uk.

01:09:03 UTC ich
Wenn er auf ebay.de angezeigt wird, wird er in Deutschland angeboten. Damit gilt das deutsche Recht.

01:09:12 UTC Support Mitarbeiter
Wenn dir der Artikel geliefert wird kannst Du einen Rückgabefall öffnen das dir der Artikel nicht fristgemäß geliefert wurde.

01:10:26 UTC ich
Muss ich für die Rückgabe die Versandkosten zahlen?

01:10:52 UTC Support Mitarbeiter
Den Rückgabefall kannst Du erst ab dem 16.11.2023 öffnen über den folgenden Link: https://www.ebay.de/rt/ReturnCreateView?itemId=XXXXXXXXX&transactionId=XXXXXXXXXXX

01:12:04 UTC Support Mitarbeiter
Der Verkäufer wird kontaktiert und bekommt 3 Werktage zeit zu deiner Anfrage eine lösung zu finden. Wenn keine Lösung gefunden wird dann kannst Du den Rückgabefall nach Ablauf der 3 Tage dem Käuferschutz geben um Hilfestellung zu erhalten.

01:12:31 UTC ich
Das klingt sehr aufwändig. Ich bin von E-Bay enttäuscht.

01:13:16 UTC Support Mitarbeiter
Wenn der Artikel dir nicht geliefert wird kannst Du ab dem 15.11.2023 einen Käuferschutzfall wegen nicht erhaltener Ware öffnen über den unteren link:

01:13:17 UTC Support Mitarbeiter
https://www.ebay.de/ItemNotReceived/CreateRequest?itemId=XXXXXXX&transactionId=XXXXXXXXXX

01:13:24 UTC ich
Danke für die Links

01:14:30 UTC Support Mitarbeiter
Ich kann verstehen das Du enttäuscht bist aber eBay verkauft keine Artikel, weil eBay Nur ein Marktplatz ist wo Verkäufer seine Artikel einstellen und Käufer kaufen können, daher können wir keine Käufe abbrechen.

01:15:05 UTC ich
Ok

01:15:12 UTC
chat ended by ich




-- Editiert von User am 8. November 2023 22:59

-- Editiert von User am 8. November 2023 23:00

-- Editiert von User am 8. November 2023 23:06

Problem bei eBay und Co?

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22 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13612 Beiträge, 4342x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
... kann ich dies ja noch bis zum 10.11.2023 tun.
Warum nur bis zum 10.11.2023?
Die Widerrufsfrist beginnt erst mit dem Erhalt der Ware (alles andere wäre auch dämlich).

Aber das:
Zitat:
Es handelt sich um einen gewerblichen Verkäufer mit Sitz in Großbritannien. Der Artikel wird auch in Pfund angeboten, und erst beim Checkout wurde dann in Euro konvertiert.
könnte die Folge haben, dass du gar kein Widerrufsrecht hast.

Zitat:
Dies ist aber für mich Grund genug anzunehmen, dass der Artikel in Deutschland angeboten wird,
Bei einer Preisangabe in Pfund? Imho eher nicht.

Zitat:
Der Händler hat auf der Angebotsseite angegeben innerhalb von 10 Tagen zu versenden. am 4.11.2023 ist noch nichts passiert
Das sind immer tolle Kunden, die bereits nach der halben Zeit mit Nachfragen nerven.
Da die 10 Werktage nicht einmal heute vorbei sind, wo genau ist denn nun das Problem? Läuft doch alles wie vereinbart.

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
Ist diese Annahme falsch?

Ja.

Nur weil ein Angebot in DE aufrufbar ist, bedeutet das noch lange nicht, das Deutsche Gesetze anwendbar sind.


Anwendbar ist das Recht des Marktes, um dessen Marktanteile gekämpft wird und auf dem der Verbraucher zum Zweck des Produktabsatzes umworben wird.
Relevant ist dabei, ob der Internet-Auftritt des Unternehmens unmittelbar auf den deutschen Verbrauchermarkt ausgerichtet ist und hat sich dort auch tatsächlich ausgewirkt hat.

Wenn er also "nur angezeigt" wird, und das noch nicht einmal mit Zutun des Unternehmens, könnte es mit der Anwendung des Deutschen Rechtes recht problematisch werden.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Das sind immer tolle Kunden, die bereits nach der halben Zeit mit Nachfragen nerven.

Das hatte ich jetzt nicht thematisiert.
Aber bei solchen Problemkunden sollte man im eigenen Interesse den "Widerruf" auch dann akzeptieren, wenn es das Recht gar nicht hergibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn er also "nur angezeigt" wird, und das noch nicht einmal mit Zutun des Unternehmens, könnte es mit der Anwendung des Deutschen Rechtes recht problematisch werden.


Naja, es steht dem Verkäufer ja frei seine Artikel nur in Großbritannien anzubieten. Es wird aber auch auf ebay.de angeboten. Das ist ja mehr als nur eine andere Domain Endung. Es ist der deutsche Markt.

Ich zitiere:

Zitat:
Wenn Ihr Artikel verkauft wird, gelten für Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Grundsätze, einschließlich aller Käuferschutzgrundsätze, der Website, auf der der Artikel verkauft wird. Wenn Sie Ihren Artikel nicht an Käufer in anderen Ländern verkaufen möchten, können Sie die entsprechenden Länder oder Regionen in Ihren Versandeinstellungen ausschließen.


(Quelle: https://www.ebay.de/help/policies/selling-policies/grundsatz-zum-internationalen-einstellen-von-angeboten-bei-ebay?id=4689 [8.11.2023])

Der Artikel wurde auf ebay.de verkauft. Einer deutschen Internetseite.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Da die 10 Werktage nicht einmal heute vorbei sind, wo genau ist denn nun das Problem? Läuft doch alles wie vereinbart.


Das müsste man mir mal erklären. Wo liege ich falsch?

Ich zitiere:

Zitat:

Als Werktag gilt allgemein jeder Tag, der nicht Sonntag oder gesetzlicher Feiertag ist.


(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Werktag [8.11.2023])

27.10. 16:11 - Kauf
28.10. 16:11 - 1. Werktag
30.10. 16.11 - 2. Werktag
31.10. 16.11 - 3. Werktag
01.11. 16.11 - 4. Werktag
02.11. 16.11 - 5. Werktag
03.11. 16.11 - 6. Werktag
04.11. 16.11 - 7. Werktag
06.11. 16.11 - 8. Werktag
07.11. 16.11 - 9. Werktag
08.11. 16.11 - 10. Werktag

Am 8.11. um 17:00 habe ich den Kauf per Support abgebrochen.

-- Editiert von User am 8. November 2023 23:44

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
Als Werktag gilt allgemein jeder Tag, der nicht Sonntag oder gesetzlicher Feiertag ist.

Dann sollte man auch die Sonn- und Feiertage berücksichtigen.



Zitat (von go649457-74):
08.11. 16.11 - 10. Werktag

Nö, der 10. Werktag wäre der 09.11.



Zitat (von go649457-74):
Am 8.11. um 17:00 habe ich den Kauf per Support abgebrochen.

Ach so?
In dem geposteten Chat ist ja nur von einem erfolglosen Versuch zu lesen.

Wenn man den Kauf per Support abgebrochen hat, verstehe ich das Problem nicht so ganz? Das Ziel "Abbruch" wurde doch erreicht?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13612 Beiträge, 4342x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Das müsste man mir mal erklären. Wo liege ich falsch?
Erstens, dass der letzte Tag nicht um 16:11 Uhr endet (eine Tagesfrist gilt nicht minutengenau). Und zweitens, dass es noch einen Feiertag gab (keine Ahnung, ob auch in UK, aber wenn man deutsches Recht will, dann muss man wohl auch den deutschen Kalender akzeptieren).

Darüber ob man nun Samstage grundsätzlich als Werktag zählt muss man dann gar nicht diskutieren.

Stefan


-- Editiert von User am 9. November 2023 00:04

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#8
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Erstens, dass der letzte Tag nicht um 16:11 Uhr endet (eine Tagesfrist gilt nicht minutengenau). Und zweitens, dass es noch einen Feiertag gab (keine Ahnung, ob auch in UK, aber wenn man deutsches Recht will, dann muss man wohl auch den deutschen Kalender akzeptieren).


Es gab keinen bundesweit einheitlichen Feiertag in diesem Zeitraum.

Zitat:
Erstens, dass der letzte Tag nicht um 16:11 Uhr endet (eine Tagesfrist gilt nicht minutengenau).


Der Tag wäre einfach verstrichen. Es wurde ja erst versendet nachdem er die Benachrichtigung über E-Bay erhalten hat, dass der Kunde vom Kauf zurücktreten möchte. Das sind immer die besten Verkäufer, denen man erst drohen muss, bis sie aktiv werden. (Um mal eure Floskeln zu benutzen). Ne ne, mit solchen Leute sollte man keine Geschäfte machen.

-- Editiert von User am 9. November 2023 00:32

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Wenn man den Kauf per Support abgebrochen hat, verstehe ich das Problem nicht so ganz? Das Ziel "Abbruch" wurde doch erreicht?


"Kauf abgebrochen" bezieht sich auf meine Annahme, dass das mein Recht ist (14 Tage Widerruf), und alleine meine Anfrage den Kauf abbricht.

Das Problem ist, dass der Händler versendet hat, nachdem ich den Kauf vermeintlich abgebrochen habe.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
Es gab keinen bundesweit einheitlichen Feiertag in diesem Zeitraum.

Irrelevant.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Irrelevant.


Quelle?

Ich untermauere meine Aussagen stets mit Quellen oder einer nachvollziehbaren Darlegung. Dafür dass das hier ein Rechtsforum ist, wird das in den Antworten erstaunlich wenig gemacht.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
und alleine meine Anfrage den Kauf abbricht.

Wie kommt man denn darauf?

Wenn man das Deutsche Widerrufsrecht angewendet wissen will, dann wird man sich auch an dessen Vorgaben halten und diese genauestens umsetzen müssen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
Quelle?

Ich war der Auffassung, das der Grundwortschatz der Deutschen Sprache nicht sonderlich erläuterungsbedürftig da allgemein bekannt ist.

Man schlage einfach mal im Duden nach und wird anhand der Bedeutungen feststellen, dass "bundesweit einheitlich" kein Synonym für "gesetzlich" ist.
Insofern ist es irrelevant ob es ein bundesweit einheitlicher Feiertag ist, solange es nur ein gesetzlicher Feiertag ist.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Man schlage einfach mal im Duden nach und wird anhand der Bedeutungen feststellen, dass "bundesweit einheitlich" kein Synonym für "gesetzlich" ist.


Das hat niemand behauptet. Aber ein Feiertag muss ja für den Kaufvertrag relevant sein, also entweder den Käufer oder Händler betreffen. Es kann ja nicht ausreichen dass irgendeine Gemeinde in Deutschland einen Feiertag hat.

In Berlin gab es in dieser Zeit keinen gesetzlichen Feiertag, und auch nicht in Birmingham, wo der Händler sitzt (bzw. schläft).

-- Editiert von User am 9. November 2023 00:49

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Wenn man das Deutsche Widerrufsrecht angewendet wissen will, dann wird man sich auch an dessen Vorgaben halten und diese genauestens umsetzen müssen.


Das ist eine hilfreiche Spur, aber auch eine verpasste Chance mal die erste (stichhaltige) Quelle in deiner Argumentation zu präsentieren. Ich spare mir ein Kommentar zu deinem Duden, um dich nicht zu verärgern.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13612 Beiträge, 4342x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Es gab keinen bundesweit einheitlichen Feiertag in diesem Zeitraum.
Wer sagt denn, dass das ein bundeseinheitlicher Feiertag gewesen sein muss?
Wenn beispielsweise der 8. August inkludiert wäre, dann würde sich mindestens für ein Unternehmen bzw. einen Kunden aus Augsburg die Frist um einen Tag verlängern.

Zitat:
Der Tag wäre einfach verstrichen. Es wurde ja erst versendet nachdem er die Benachrichtigung über E-Bay erhalten hat, dass der Kunde vom Kauf zurücktreten möchte.
Kannst du ja gar nicht wissen, hättest du halt mal abgewartet.
Und zwar nicht nur 10 Tage, sondern eine angemessene Zeit länger - so läuft das im gewöhnlichen Geschäftsleben (siehe §242 BGB).
Sorry, aber die angekündigten Lieferzeiten sind doch nicht in Stein gemeißtelt, es kommt immer mal vor, dass sich etwas verzögert, wegen vielleicht einem Tag so ein Theater zu machen ist einfach unseriös.

Mir kommt es aber so vor, als wäre die Sache mit den 10 Tagen nur vorgeschoben, und eigentlich soll aus einem anderen Grund vom Vertrag zurückgetreten werden.

Zitat:
In Berlin gab es in dieser Zeit keinen gesetzlichen Feiertag, und auch nicht in Birmingham, wo der Händler sitzt (bzw. schläft).
Aber beispielsweise in Brandenburg, und da hätte der Transport durch gemusst, was per LKW nicht möglich gewesen wäre.
Oder eben im fast gesamten Teil Deutschlands - woher er vielleicht Teile zuliefern lässt.

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16286 Beiträge, 9223x hilfreich)

Es ist doch völlig müßig zu diskutieren.
Der Käufer ist doch sowieso dem Verkäufer ausgeliefert.

Großbritannien ist kein EU-Land. Damit sind die rechtlichen Möglichkeiten nahe Null.
Selbst wenn deutsches Recht gelten würde: Das interessiert in UK niemanden.
Der Käufer müsste in UK klagen. In UK braucht man einen britischen Anwalt, den muss man selbst bezahlen und die Anwaltskosten sind auch noch höher als in D. Und in UK bleibt man im Regelfall auf den eigenen Anwaltskosten sitzen, auch wenn man den Prozess gewinnen sollte.
Da muss die Ware schon sehr wertvoll sein, damit sich das lohnt - oder man hat eine Rechtschutzversicherung, die so einen Fall abdecken würde.

Bei einem Kauf in UK hat man - praktisch gesehen - ungefähr die gleichen Möglichkeiten wie bei einem Kauf in China. Nur mit dem Unterschied, dass die Chinesen Wert auf zufriedene Kunden legen, weil man weiter nach D verkaufen will, während Verkäufern in UK Kunden auf der anderen Seite des Ärmelkanals meist am Allerwertesten vorbei gehen.

Und das UK kein EU-Land mehr ist, sollte sich doch auch mittlerweile herumgesprochen haben, oder?

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
Ich spare mir ein Kommentar zu deinem Duden, um dich nicht zu verärgern.

Keine Sorge, wer austeilt muss auch das Echo vertragen ...



Zitat (von drkabo):
Der Käufer ist doch sowieso dem Verkäufer ausgeliefert.

Kommt ganz darauf an ob und wie gezahlt wurde, da gibt es durchaus noch die eine oder andere Möglichkeit.
Nur kann dann halt auch der Verkäufer klagen und mit etwas Pech hat man dann recht schnell eine Vorladung nach UK.

Bei einer Klage in UK gibt es diverse Probleme zu meistern wie drkabo schon anführte.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Geld ist wieder auf dem Konto, der Kauf wurde erfolgreich abgebrochen.

Zitat:
Großbritannien ist kein EU-Land. Damit sind die rechtlichen Möglichkeiten nahe Null.
Selbst wenn deutsches Recht gelten würde: Das interessiert in UK niemanden.
Der Käufer müsste in UK klagen. In UK braucht man einen britischen Anwalt, den muss man selbst bezahlen und die Anwaltskosten sind auch noch höher als in D. Und in UK bleibt man im Regelfall auf den eigenen Anwaltskosten sitzen, auch wenn man den Prozess gewinnen sollte.
Da muss die Ware schon sehr wertvoll sein, damit sich das lohnt - oder man hat eine Rechtschutzversicherung, die so einen Fall abdecken würde.

Bei einem Kauf in UK hat man - praktisch gesehen - ungefähr die gleichen Möglichkeiten wie bei einem Kauf in China. Nur mit dem Unterschied, dass die Chinesen Wert auf zufriedene Kunden legen, weil man weiter nach D verkaufen will, während Verkäufern in UK Kunden auf der anderen Seite des Ärmelkanals meist am Allerwertesten vorbei gehen.


Das ist sehr hilfreich, vielen Dank! In Zukunft werde ich dann einfach immer bei amazon.de kaufen und andere Abenteuer unterlassen.

Zitat:
Und das UK kein EU-Land mehr ist, sollte sich doch auch mittlerweile herumgesprochen haben, oder?


Ist bis nach Berlin durchgedrungen.

Vielen Dank für eure Antworten!

Grüße

-- Editiert von User am 9. November 2023 17:44

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
In Zukunft werde ich dann einfach immer bei amazon.de kaufen

Wo es mittlerweile noch viel wilder zugeht ...


Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
go649457-74
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Wo es mittlerweile noch viel wilder zugeht ...


Echt? Was ist passiert?

Habe mit Amazon nur die aller, aller, allerbesten Erfahrungen gemacht in den letzten 10 Jahren.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118526 Beiträge, 39583x hilfreich)

Zitat (von go649457-74):
Echt? Was ist passiert?

Habe mit Amazon nur die aller, aller, allerbesten Erfahrungen gemacht in den letzten 10 Jahren.

Das war auch bei mir so, ist jetzt etwas eingetrübt.

Alles was über 100 EUR ist geht nicht mehr per Lastschrift.
Antwort des Support: das legt der Algorithmus fest und ist unwiderruflich.

Ist natürlich völliger Blödsinn - und die Amazon Kreditkarte geht problemlos bis 10000 EUR - da weis man woher der Wind weht ...

Aber das ist noch ok, obwohl sehr manipulativ.



Viel problematischer sehe ich, dass die Chinesen gemerkt haben, das die EU Kunden etwas zurückhaltend sind, wenn die Verkäufer in China sitzen.
Und die sind ja richtig gewitzt wenn es darum geht den Kunden ein gutes Gefühl zu geben.
Also hat man diverse GmbHs gegründet (und gründet fleißig weiter), wo dann alles schön europäisch klingt, idealerweise schön deutsch (Firmenamen, Marken, Mitarbeiter).

Erkennt man meist daran, das Versand und Rücksendungen an irgend ein Fulfilment-Center gehen und der Firmensitz an einem der Briekasten-Bunkern findet.

Wer dann im festen Glauben kauft, dass er im Falle des Falles eine deutsch Firma verklagen kann, wird überrascht sein, wie schnell so eine Firma wieder verschwindet - insbesondere wenn sich die Klagen wegen Serienfehlern häufen.


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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