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eBay-Verkäufer will nach 2 Jahren Schadensersatz

4.4.2006 Thema abonnieren
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)
eBay-Verkäufer will nach 2 Jahren Schadensersatz

Hallo,

folgendes Problem:
vor gut 2 Jahren, am 23.04.2004 habe ich beim Verkäufer "aeropuerto99" eine O2 LoopCard mit 152,80 Euro Guthaben ersteigert, Sofort-Kauf-Preis war 20 Euro, 3 Euro Versandkosten. Ich habe die Bestätigungsmail von eBay erhalten und wollte am nächsten Tag den Betrag überweisen, doch dies war nicht möglich weil der Verkäufer von eBay gesperrt wurde ich so nicht mehr an seine Bankdaten gekommen bin. Ich habe den Verkäufer mehrmals per Mail angeschrieben, ich habe aber keine Antwort von ihm erhalten, so habe ich das ganze dann als erledigt angesehen. Ausserdem hatte der Verkäufer kurz vor seiner Sperrung sein Bewertungsprofil auf "Privat" umgestellt, da wird man als Bieter sowieso schon vorsichtiger.
Vor ein paar Tagen habe ich Post von dem Anwalt des Verkäufers erhalten, nach 2 Jahren? Warum kommt er erst jetzt? Der Anwalt schreibt daß ich am 23.04.2004 die O2-Loop-Karte bei seinem Mandanten ersteigert hätte und die Zahlung trotz mehrfacher Erinnerung nicht geleistet hätte, ich habe keine Erinnerungen erhalten. Er schreibt weiter daß gemäß den Auktionsbedingungen die ich mit Abgabe des Gebotes ausdrücklich akzeptiert habe sein Mandant nunmehr berechtigt wäre vom Kaufvertrag zurückzutreten und Schadensersatz geltend zu machen in Höhe von 20% des Artikelpreises, mindestens 10 Euro für die Auktion. Er erklärt im Auftrag seines Mandanten den Rücktritt vom vorgenannten Kaufvertrag und macht den vereinbarten Schadensersatz in Höhe von 10 Euro geltend, zuzüglich der hier entstandenen Rechtsanwaltskosten die ich aus dem Gesichtspunkt des Verzuges zu erstatten habe, da würden dann noch mal 55,82 Euro dazu kommen. Ich soll den Gesamtbetrag auf sein "Anderkonto" (was ist das denn?)überweisen, Geldempfangsvollmacht wird versichert. Wenn ich die Frist fruchtlos verstreichen lasse wird er seinem Mandanten empfehlen, ohne weitere Ankündigung das gerichtliche Mahnverfahren gegen mich einzuleiten, in diesem Fall kämen dann erhebliche weitere Kosten auf mich zu.

Ich muß noch hinzu fügen, ich habe vom Verkäufer keine Zahlungserinnerungen bekommen, er hat auf meine Mails nicht reagiert, ich habe auch keine Ware von ihm bekommen. Außerdem befinde ich mich seit 2003 in Privat-Insolvenz.

Was soll ich dem Anwalt antworten? Muß ich das überhaupt bezahlen? Wäre nett wenn mir jemand hier weiterhelfen könnte.

Gruß geister-jaeger

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"Heute ist ein schöner Tag!"

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26 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
schnee-einsiedel
Status:
Student
(2194 Beiträge, 304x hilfreich)

Ich würde dem Anwalt schreiben,wie es gewesen ist.
Keine Überweisung und kein Kontakt zum Verkäufer waren möglich,damit war die Sache für dich erledigt.
Wie ich finde,zu Recht!


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" Was interessiert mich mein dummes Geschwätz von gestern?"

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#2
 Von 
murgab123
Status:
Student
(2959 Beiträge, 592x hilfreich)

Das sehe ich nicht ganz so, denn @geister-jäger schreibt:

"kurz vor seiner Sperrung sein Bewertungs-profil auf "Privat" umgestellt, da wird man als Bieter sowieso schon vorsichtiger."

Das besagt, dass er Zugriff auf die Daten hatte, diese jedoch ignorierte.

Entbehrlichkeit der Mahnung:

§ 286 Absatz 2 BGB sieht eine Reihe von Sonderfällen vor, aufgrund derer die Mahnung entbehrlich ist.

Diesen würde ich im Zweifel dadurch begründet sehen, dass bereits bei Kauf i.d.R. der Hinweis "Lieferung nach Zahlungseingang" angebracht wird. Damit ist ein Verzugszeitpunkt definiert und es ist m.E. keine Mahnung mehr notwendig um den Schuldner in Verzug zu setzen.

Verjährung ist auch noch nicht verwirkt, also sehe ich das nicht so eindeutig wie mein Vorredner.


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#3
 Von 
Anja19
Status:
Beginner
(93 Beiträge, 14x hilfreich)

ich gebe schnee-einsiedel vollkommen recht, parallel dazu würde ich bei ebay schnellstmöglich nachfragen worum der VK gesperrt wurde, wird ja wohl seine gründe gehabt haben. schnellstmöglich weil ich nicht weiss ob die aufbewahrungsfrist der unterlagen auch nur 2 jahre beträgt oder länger ist.

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#4
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo murgab,

nein, als der Verkäufer sein Profil auf privat umgestellt hatte habe ich die Karte noch nicht per Sofort-Kauf erworben, ich konnte also seine Daten vorher noch nicht einsehen.

geister-jaeger

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"Heute ist ein schöner Tag!"

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#5
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

Und weiter gehts, gerade habe ich mein Fax an den Anwalt abgeschickt, so wie es schnee-einsiedel geraten hat.

2 Minuten später kam per Fax eine Antwort vom Anwalt, der hat wohl das Schreiben schon vorbereitet:

in vorstehender Angelegenheit nimmt er Bezug auf mein Telefax, meine Behauptungen wären nachweisbar falsch.

Ich hätte seinem Mandanten nur eine einzige Mail geschrieben und darin nachgefragt ob ich eine weitere Karte erwerben könnte, ich hätte aber nicht nach den Bankdaten gefragt. Alle Mails hätte sein Mandant archiviert. Wenn ich behaupten würde weitere Mails geschrieben zu haben, was nicht stimmt, könnte ich diese sicher vorlegen. (Die kann ich nicht mehr vorlegen da ich die Mails von damals schon lange nicht mehr habe!)Vorsorglich würde er darauf hinweisen, daß bei Betrugsverdacht sofort Strafanzeige erstattet wird. Sein Mandant wäre auch nicht gesperrt worden, er war mit dem Namen "aeropuerto99" bis Mai 2005 aktiv bei eBay tätig. Es wäre das gute Recht seines Mandanten gewesen, die Bewertungen auf "privat" umzustellen. Hierfür muß er sich mir gegenüber sicher nicht rechtfertigen. Wenn ich den geschuldeten Schadensersatz nicht zahlen will werden sie gerichtliche Schritte gegen mich einleiten, die dadurch weiter entstehenden - nicht gerade unerheblichen - Kosten gehen zu meinen Lasten.

Was soll ich nun weiter machen, soll ich doch zahlen?
Ob eBay die Daten noch hat weiß ich nicht, müsste ich nachfragen, aber da ich mich schon lange bei eBay abgemeldet habe wird es für mich vielleicht etwas schwieriger als nicht angemeldetes Mitglied bei eBay etwas zu fragen.

geister-jaeger

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"Heute ist ein schöner Tag!"

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#6
 Von 
schorlepower
Status:
Beginner
(136 Beiträge, 35x hilfreich)

Hallo geister-jaeger,

wenn ich das richtig gelesen habe, dann hatte die Karte ein Guthaben von ca. 150 Euro.
Schreib doch also einfach dem Anwalt, dass du bereit bist die Zinsen nebst Anwaltskosten zu begleichen, dass du aber im Gegenzug die Karte samt Guthaben haben willst.
Dann hast du immer noch ein Geschäft gemacht und vom Anwalt hörst du bestimmt nichts mehr.

Grüße schorlepower

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#7
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo schorlepower,

stimmt, die Karte hatte rein rechnerisch ein Guthaben von 152,80 Euro, die Karten wurden damals viel bei eBay angeboten, ein Bekannter hat so eine Karte, er bekommt jeden Monat 5 Euro Guthaben automatisch + 20 Frei-SMS, über eine Laufzeit von 24 Monaten kommt man dann auf den Betrag. Klar, das könnte ich dem Anwalt auch anbieten, vielleicht geht er drauf ein.

Gruß geister-jaeger

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#8
 Von 
M.J.
Status:
Lehrling
(1261 Beiträge, 180x hilfreich)

Könnte es sein, dass der VK da so eine Masche hat? Ich verkaufe doch keine Karte mit GUTHABEN von 150 Euro für 20 Euro Sofort-Kauf?! Als Aukt. kann ichs noch verstehen.

Und dann nach 2 Jahren kommt er an und verlangt Schadensersatz? Jeder weiß, dass keiner Emails von vor 2 Jahren aufgewahrt!! Ich jedenfalls nicht! Warum hat der VK die Mails etc aufbewahrt? Aus welchem Grund?
Weil er mit sicherheit damit rechnet, dass der Bieter von *damals* keine Mails etc mehr hat.-Sprich keine Beweise!

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#9
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

Hier ein Link zu so einer Karte:
http://www.mobileup.de/handy-tarife/o2-loop-weihnachten.html

Die Karten gibts aber schon lange nicht mehr bei eBay, die waren wohl auch nur als Paket zusammen mit einem Handy gedacht und der Verkäufer hat vielleicht alles getrennt verkauft.

Richtig, Philosoph, so ist es, ich habe keine Mails mehr von damals und somit auch keine Beweise.
Wenn ich den Mitgliedsname eingebe bei google dann kommt was vom Dezember 2005 daß Käufer gesucht werden da es um ein Gerichtsverfahren geht.

Selbst wenn ich dem Anwalt anbiete die Forderung zu bezahlen und im Gegenzug die Karte verlange werde ich diese wahrscheinlich nicht bekommen da es diese Karten nicht mehr gibt und der Verkäufer sicher keine mehr haben wird.

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#10
 Von 
cps
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 22x hilfreich)

Ich würde vom Widerrufsrecht gebrauch machen, mehr als 6000 Bewertungen sehen nicht wirklich privat aus.

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#11
 Von 
tompetti
Status:
Praktikant
(785 Beiträge, 148x hilfreich)

Wie belegt denn der Verkäufert, dass er Dir seine Bankdaten zugeschickt hat, Su also zahlen konntest? Das müsste ja in diesem Fall geschehen sein. Bitte den Anwalt doch mal Belege dazu zu liefern. Der Verkäufer hat Dir ja sicher einen Brief per Einschreiben geschrieben. Der hatte ja Deine Daten.

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#12
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo tompetti,

ich habe niemals eine Mail mit den Bankdaten vom Verkäufer erhalten, wie gesagt kam auf meine Mails an ihn nie eine Reaktion, er hatte nur einen Abwesenheitstext daß er sich in 48 Stunden auf die Mail melden wird, mehr nicht. Der Verkäufer hat mir auch keinen Brief per Einschreiben geschickt, es kam die ganze Zeit einfach nichts mehr von ihm, nur eben jetzt nach 2 Jahren.

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#13
 Von 
Anja19
Status:
Beginner
(93 Beiträge, 14x hilfreich)

@geister-jaeger, im schreiben des anwaltes steht doch, dass sein mandant alles archiviert hat. dann soll er dir das mal schön beweisen. lass dir die unterlagen schicken! es muss ja auch irgendeine antwortmail vom VK dabei sein.

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#14
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

Hallo Anja,

das werd ich jetzt gleich machen, mal sehen ob das Antwort-Fax auch gleich wieder nach 2 Minuten kommt wie gestern, ich bin mal gespannt auf die archivierten Unterlagen.

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#15
 Von 
geister-jaeger
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 5x hilfreich)

So, auf mein Fax kam soeben die Antwort, ohne die Unterlagen die ich als Beweis vom Verkäufer verlangt hatte.

Der Anwalt schreibt daß die Bankverbindung in der Auktion hinterlegt war und ich hätte mit keiner einzigen Mail diese angefragt, so daß sein Mandant mir diese natürlich auch nicht mitteilen musste. Sein Mandant war auch nicht verpflichtet, mich anzumahnen, schon gar nicht per Einschreiben. Ich würde mich kraft Gesetzes nach 30 Tagen automatisch in Verzug befinden, ohne jede Mahnung.

Jetzt bleibt die Frage offen ob ich von eBay die Daten bekomme, muß ich anfragen.

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#16
 Von 
normi
Status:
Senior-Partner
(6106 Beiträge, 931x hilfreich)

*Ich würde mich kraft Gesetzes nach 30 Tagen automatisch in Verzug befinden, ohne jede Mahnung.*

Das ist so nicht ganz richtig. Es gilt nur wenn man bei Abschluß des Vetrages explizit darauf hingewiesen wurde. Habe ich hier vor ein paar Tagen gelernt.

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#17
 Von 
Anja19
Status:
Beginner
(93 Beiträge, 14x hilfreich)

wenn du sowieso bei ebay nachfragst, frag auch gleich ob man noch nachvollziehen kann, das die kontodaten hinterlegt sind. dem anwalt würd ich schreiben das die kontodaten für dich nicht ersichtlich waren und du einen nachweis erbittest, dass sie tatsächlich da waren und du sie abgerufen hast. denn, sorry ich war auch schon mal so blöd und hab die daten nicht gefunden, die da waren. ich stelle hier jedoch in frage, dass sie tatsächlich hinterlegt waren. im gegensatz habe ich die kontodaten erhalten nachdem ich eine e-mail geschrieben habe ;)

ciao
Anja

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#18
 Von 
M.J.
Status:
Lehrling
(1261 Beiträge, 180x hilfreich)

Wie heisst es doch so schön....wer was will, muss es auch beweisen. Und jetzt soll er dir beweisen, dass du nie eine Mail an ihn verschickt hast!

Hast du zwischenzeitlich einen neuen PC bekommen? Wenn nicht, es soll Programme geben, wodurch du an alle jemals auf der Festplatte vorhandenen Daten rankommst. Weiß aber nicht wieviel das kostet und wies funzt. Vielleicht hat jemand da ja von Ahnung?! Dann könntest du die Mails wieder herstellen!

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"Wer weiss, das er nichts weiss, weiss mehr, als der der nicht weiss, das er nichts weiss!"

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#19
 Von 
barthez
Status:
Schüler
(185 Beiträge, 26x hilfreich)

Im Outlook (wenn Du Deine Mails über Outlook versendest...) gibts auch eine Möglichkeit, Mails, die bereits aus dem Ordner "Gelöschte Objekte" entfernt wurden, wieder herzustellen...

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#20
 Von 
M.J.
Status:
Lehrling
(1261 Beiträge, 180x hilfreich)

echt, wie das denn ? Erklär mal...lösche ab und zu ausversehen Mails....

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"Wer weiss, das er nichts weiss, weiss mehr, als der der nicht weiss, das er nichts weiss!"

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#21
 Von 
cps
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 22x hilfreich)

Der Stand ist doch folgender:
- der K hat bis heute nicht bezahlt, kein Rücktritt, kein Widerruf
- Bankdaten waren hinterlegt und wenn es eng wird, taucht bestimmt noch eine mail auf
- es gab mehrere Zahlungserinnerungen
- es gibt keine Belege mehr

-- Editiert von cps am 05.04.2006 16:24:51

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#22
 Von 
M.J.
Status:
Lehrling
(1261 Beiträge, 180x hilfreich)

nicht so ganz....

**- der K hat bis heute nicht bezahlt, kein Rücktritt, kein Widerruf**

das stimmt...

**- Bankdaten waren hinterlegt und wenn es eng wird, taucht bestimmt noch eine mail auf**
Hat er übersehen, bzw VK war gesperrt

**- es gab mehrere Zahlungserinnerungen**

Gab es nicht, kein Mailkontakt

**- es gibt keine Belege mehr**

DAs stimmt, seitens des K gibt es nix mehr. anwalt schickt keine rüber..


Und was will uns das jetzt sagen cps ??

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"Wer weiss, das er nichts weiss, weiss mehr, als der der nicht weiss, das er nichts weiss!"

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#23
 Von 
cps
Status:
Praktikant
(513 Beiträge, 22x hilfreich)

Das der Vk nach Punkten vorne liegt ...

quote:
Der Anwalt schreibt daß ich am 23.04.2004 die O2-Loop-Karte bei seinem Mandanten ersteigert hätte und die Zahlung trotz mehrfacher Erinnerung nicht geleistet hätte, ich habe keine Erinnerungen erhalten.

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#24
 Von 
latita
Status:
Beginner
(63 Beiträge, 6x hilfreich)

mal ne ganz subjektive Meinung: lass es drauf ankommen. Nach zwei Jahren mit Forderungen aufzutauchen ist schon etwas sehr komisch.

ich hab hier mal einen interessanten Link gefunden: http://66.249.93.104/search?q=cache:22BFqPEljCkJ:www.dwa-wirtschaftsauskunft.de/bonitaetsauskuenfte/forderungsverluste-nl0205.htm+geltendmachung+forderungen+verj%C3%A4hrung&;hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=3
von daher: die Verjährungsfrist beträgt drei Jahre, durch den Mahnbescheid.
"Rechtens" ist das Handeln also schon. ABER: dir war in keinster Weise möglich die
Kontodaten einzusehen, auf emails wurde nicht eingegangen.
Ich würde es echt drauf ankommen lassen. Soweiso, was soll die denn passieren? Du bist in Privatinsolvenz, d.h. es ist doch eh nichts zu holen.

Wegen des Computerprogramms: Es gibt einige Programme und wenn du willst kann ich dir auch Namen nennen,
ABER: Daten von zwei Jahren wiederzuholen, das schaffen nur Profis. Wenn du nen Ordner löscht und der ist weg, selbst nach einer
Windows-Neuinstallation kann man den noch wiederholen. Denn da ist es ja noch "frisch" aber nach zwei Jahren wurden die Speicherplätze so oft
überschrieben, das ist mit normalen Programmen und Methoden nicht wiederzubeschaffen.
Das könnten teure Profis, die meiner Meinung in diesem Falle nicht nötig sind

-- Editiert von latita am 06.04.2006 22:16:36

-- Editiert von latita am 06.04.2006 22:17:04

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#25
 Von 
robo
Status:
Beginner
(88 Beiträge, 2x hilfreich)

Erst einmal: wenn das gerichtl. Mahnverfahren eingeleitet ist, kann man diesem Bescheid einfach widersprechen. Die Gegenseite muss dann Klage einreichen (was vielleicht bei dem Streitwert von vornherein abgelehnt wird). Wenn man den Widerspruch aber verpasst, gibts ein Versäumnisurteil und der andere hat einen Titel über den angegebenen Betrag, der 30 Jahre vollstreckt werden kann (also auch nach der Privatinsolvenz). Die Berechtigung der Forderung wird in diesem Fall nicht geprüft.
Ob das Ganze mit der Privatinsolvenz vereinbar ist, kann ich nicht sagen. Der Betroffene muss sich ja -wohlwollend- verhalten. Schlimmstenfalls könnte man das entgegengesetzt auslegen (Kauf während Zeit der PI ohne Absicht zu bezahlen (auch wenn es nicht so war) - siehe Vorwurf des Anwalts -Betrugsverdacht-) .
Vielleicht gibt der Anwalt ja gleich auf, wenn er von der PI weiß? Da die PI zum Kaufzeitpunkt bereits bestand, ist das aber eher nachteilig (dann besser nur Mitteilung "bin in PI; kann Ihre Forderung nicht bedienen" - wenn überhaupt. Sonst halte ich mich eher daran, nicht zuviel preiszugeben (sonst hat man, wenn es hart auf hart kommt, keine Joker mehr auszuspielen).
Generell ist es nach 2 Jahren schwer. Man bräuchte die abgespeicherte Auktion mit allem drum und dran (z.B. die zugrunde liegenden AGB). Wenn man die Auktion hat, sieht man auch gleich, ob wirklich Bankdaten hinterlegt waren. Wenn andere eine Klage anstreben, haben die bestimmt eine abgespeicherte Auktion - damit kann man herausfinden, ob er zu diesem Zeitpunkt die Bankdaten hinterlegt hatte. In der Sache bringt das aber nichts.
Was noch wichtig ist: den Zeitraum zwischen Kaufzeitpunkt und damaliger Sperre zu wissen. War es aufgrund der Kürze dessen nicht mehr möglich, hinterlegte Bankdaten einzusehen? Oben steht ja: kurz vor der Sperre Profil auf privat gesetzt...Kauf erst als das Profil privat war. Wichtig wäre, zu wissen, wieviel Tage (oder Wochen) dazwischen lagen. Bei Ebay ist es so, dass gesperrte Konten auch wieder freigeschaltet werden können. Also ist das Argument des Anwalts hinfällig. Nur ein halbwegs vernünftiger Vk schreibt dann die Betreffenden an (zumal ER ja die Kohle will). Rechtlich ist es so, dass in jedem Fall ein gültiger Vertrag zustande gekommen ist. Unabhängig von der Ebay-Sperre.
Das Problem ist, die Sperree nachzuweisen. M.E. gibt es dafür keine Online-Abfragemöglichkeit. Und Ebay wird wohl kaum an Privatpersonen (zumal nicht mehr bei Ebay aktive) irgendwelche Infos herausgeben. Da muss dann schon (Staats)Anwalt, richterl. Beschluss o.ä. kommen.
Es ist erstaunlich, wieviel Du noch über den Mailverkehr nach 2 Jahren weisst, obwohl die Mails nicht mehr existieren (Abwesenheitsmail usw.). Ich wüsste das nicht mehr (Ddher habe ich ja auch Mails bis zu 6 Jahren Alter). Hast Du (damals) jemand davon erzählt (Zeuge)?
Zahlungserinnerung könnte der Vk mit gespeicherter Mail belegen. Ist zwar kein Post-Einschreiben, aber schlechter als Deine Position (gar keine Mails als Beleg).


-- Editiert von robo am 07.04.2006 00:08:29

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#26
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2652 Beiträge, 602x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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