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iPhone mit aktiver Icloudsperre verkauft

 Von 
go487367-17
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
iPhone mit aktiver Icloudsperre verkauft

Guten Tag,

Ich habe ein IPhone 7 mit aktiver Icloudsperre verkauft. Ich habe das Smartphone selbst so über eBay Kleinanzeigen erworben und somit weder die Zugangsdaten noch einen Kontakt zum Verkäufer, bzw. sagt dieser er hätte die Daten nicht mehr.

Ich habe das Handy unter dem Artikelzustand Defekt eingestellt und in dem Beitrag erwähnt

„Defekt wegen iCloud- ich habe keine Zugangsdaten dafür"

Den Artikelpreis setzte ich auf 199€ / wobei dieses Modell nicht unter 350€ zu bekommen ist.

Der Kauf/Verkauf an sich verlief reibungslos... dann kam die erste Mail dass ich mich noch aus dem Account auszuloggen habe damit der Käufer das Handy nutzen könne. Darauf hin habe ich ihn drauf hingewiesen dass ich oben genanntes in dem Artikelbeitrag erwähnt habe. Dazu meinte der Verkäufer dass er sich dessen nicht bewusst war und er anscheinend ins Klo gegriffen hätte / hätte sich wohl zunächst mit abgefunden.


Jetzt allerdings droht er mir damit dass mein „Defekt" und der Satz „Defekt wegen iCloud..." nicht genügen würde um ihn anständig darauf hingewiesen zu haben dass er ohne die Zugangsdaten keinerlei Chance hat das Handy zu nutzen und möchte gern eine Anzeige wegen Betruges schalten oder ich solle den Kuf rückgängig machen.

Ich will niemanden Betrügen bin aber ersteinmal der Meinung offen und ehrlich gehandelt zu haben.


Wie ist die Lage in diesem Fall? Habe ich rechtlich das Handy zurückzunehmen und ihn das Geld zu erstatten oder?


Ich habe einige ähnliche Fälle gefunden ner nichts was genau darauf passt.


Vielen Dank schonmal

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Geld Handy iPhone Tag


31 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74404 Beiträge, 32897x hilfreich)

Na, für mich ist das
„Defekt wegen iCloud- ich habe keine Zugangsdaten dafür"
schon eindeutig - wenn er keine Anhnung hat, was er kauft ist das eher "selbst schuld".



Es gäbe für mich 2 Möglichkeiten
A) Kommunikation erst mal einstellen. Sein Gerät, sein Problem
B) Eine Rücknahme aus Kulanz anbieten, sofern sich der Zustand des Gerätes nicht verschlechtert hat. Ohne Anerkennung einer Rechtspflicht mit Fristsetzung nach Datum (14 Tage) zur Annahme des Angebotes.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7158 Beiträge, 2875x hilfreich)

Zitat:
Die Mitarbeiter der Genius-Bar in einem Apple-Store können die Verknüpfung zwischen Apple- und Hardware-ID lösen. Das tun sie aber nur, wenn man die Originalrechnung des ursprünglichen Handy-Kaufs vorlegen kann.
Damit Diebe und Hehler es nicht zu einfach haben, kann ansonsten nur der ursprüngliche Eigentümer diese feste Verknüpfung auflösen. Das kann er vor dem Verkauf in den iCloud-Einstellungen vornehmen, indem er „Mein iPhone suchen" abschaltet. Für Verkäufer empfiehlt sich allerdings, das Gerät komplett inklusive aller Daten zurückzusetzen. Diese Optionen findet man unter „Einstellungen/Allgemein/Zurücksetzen/Alle Inhalte & Einstellungen löschen" – dabei wird auch das Apple-ID-Passwort abgefragt, um "Mein iPhone suchen" respektive die Aktivierungssperre abzuschalten.

Der ehemalige Inhaber kann die Verknüpfung auch nachträglich von der Ferne über den iCloud-Account löschen, zu diesem Zeitpunkt darf das Gerät nicht online sein – Flugmodus einschalten genügt. Es erscheint dann unter „Mein iPhone suchen" in der Auflistung der iOS-Geräte rechts neben dem Namen ein kleines „X" in einem Kreis, den man anklicken kann, um den Eintrag zu entfernen. Bei einem Gerät, das schon länger nicht mehr online war, reicht es, dieses in der Liste zu selektieren und dann die Schaltfläche „Aus dem Account entfernen" zu klicken. Das Beschriebene gilt übrigens nicht nur für iPhones, sondern auch für iPads, Apple Watches und Macs.


https://m.heise.de/mac-and-i/tipps/iCloud-Sperre-bei-gebrauchtem-iPhone-und-iPad-entfernen-3919017.html?wt_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F&wt_t=1552265395251

Geht also. Oder fiel das Gerät aus irgendeiner Hosentasche?

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#3
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Meiner Meinung nach ist die Beschreibung ausreichend. Die "Problematik" der iCloud-Sperre ist mitunter sehr bekannt, so dass der durchschnittliche Käufer davon Kenntnis haben kann. Ebenso wurde das Handy als "defekt" verkauft. Der Preis ist ebenfalls ein gutes Indiz, dafür, dass es sich eher um ein Ersatzteilspender, als um ein vollwertig funktionierendes Handy handelte.
Mein Fazit: Des Käufers Handy, des Käufers Problem.

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#4
 Von 
mory
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich finde das nicht eindeutig, ganz im Gegenteil.

Ein Umsteiger von Android auf Apple weiß vermutlich gar nicht was eine "icloud Sperre" wirklich bedeutet. Woher soll er das auch. Und darauf scheint auch der TE spekuliert zu haben. "Defekt wegen icloud-", was soll das bedeuten, warum schreibt man hier nicht gleich icloud-Sperre mit rein - oder noch eindeutiger
"Das iphone ist nicht deffekt. Es ist gesperrt und der Käufer wird es nie wieder entsperren können, da er die Original-Rechnung nicht hat und Apple das daher nicht machen wird."

Bei der Kombination Handy (allgemein) und defekt, geht man von einem technischen Defekt aus. Etwas anderes macht nicht groß Sinn. Ein defektes iphone kann man aber irgendwie reparieren lassen, ein gesperrtes nicht.

Für mich ist die Anzeige bewusst schwammig verfasst worden um sein gesperrtes Handy (nicht defektes) jemand anderem aufs Auge drücken zu können. Finde ich sehr grenzwertig.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74404 Beiträge, 32897x hilfreich)

Zitat (von mory):
Bei der Kombination Handy (allgemein) und defekt, geht man von einem technischen Defekt aus. Etwas anderes macht nicht groß Sinn.

Angesichts der Tatsache, das da ein Betriebssystem nebst zahlreichen Programmen drauf ist, macht etwas anderes schon Sinn.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#6
 Von 
mory
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 1x hilfreich)

Das Handy ist aber nicht defekt, weder von der Hardware- noch von der Softwareseite aus.
Es ist, so wie es aussieht, einfach nur gesperrt. Das hat mit einem Defekt aber nichts zu tun.

Kein Mensch würde sagen, wenn er z. B. einen Bildschirmsperrcode eingerichtet hat, "Du kannst nicht an mein Handy, ist es defekt", er würde vielmehr sagen "Du kannst nicht an meine Handy, es ist gesperrt." Und genau genommen ist die iphone Sperre ja nichts anderes. Man verhindert mit ihr, das Unbefugte das Handy verwenden können.

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#7
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Zitat (von mory):
Das Handy ist aber nicht defekt, weder von der Hardware- noch von der Softwareseite aus.
Doch es ist sehr wohl defekt. Es hat einen Mangel.


Zitat (von mory):
Ein Umsteiger von Android auf Apple weiß vermutlich gar nicht was eine "icloud Sperre" wirklich bedeutet. Woher soll er das auch.
Das Wort "Sperre" ist da glücklicherweise recht allgemeinverständlich, das sollten selbst Androidnutzer vertehen. Aber gut, es stand so nicht in der Anzeige. Dafür stand dort "ich habe keine Zugangsdaten dafür". Auch das ist ziemlich eindeutig.

Zitat (von mory):
Ein defektes iphone kann man aber irgendwie reparieren lassen, ein gesperrtes nicht.
Doch kann man ja anscheinend doch. Man benötigt halt zusätzliche Unterlagen. Dass ein Käufer davon ausgeht jeden Defekt immer irgendwie reparieren zu können, ist nicht das Problem des Verkäufers. Ferner kann sich der unwissende Käufer bei einer (seiner Meinung nach) unklaren bzw. zu allgemeinen Defektbeschreibung schlichtweg nicht darauf verlassen, dass man es schon irgendwie wieder reparieren könnte.

Zitat (von mory):
"Du kannst nicht an mein Handy, ist es defekt"
Wenn entsprechender Code nicht mehr vorhanden ist und es keinen Weg gibt diesen zu umgehen; dann würde ich sagen mein Handy ist defekt. Es hat ein Problem, welches den Funktionsumfang massiv einschränkt.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74404 Beiträge, 32897x hilfreich)

Zitat (von mory):
Das Handy ist aber nicht defekt,

Der Käufer hatte Kenntnis das da eine Störung / ein Mangel / eien Einschränkung der Gebrauchstauglichkeit vorliegt. Das er diese falsch ein geschätzt hat ist sein Problem.
Da hätte er er den Vertrag rechtzeitig anfechten müssen, dann hätte er wohl noch eine Chance gehabt.



Zitat (von Guruhu):
Dafür stand dort "ich habe keine Zugangsdaten dafür". Auch das ist ziemlich eindeutig.

Exakt. Das ist auch für bisherige Androidnutzer verständlich.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
321moep
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 8x hilfreich)

Ich komme nicht aus dem Apple-Kosmos und hätte es so interpretiert, dass die iCloud zu diesem Handy nicht funktional ist. Wenn man diese nicht benutzen möchte, wäre das ja OK. Das man das komplette Telefon deswegen nicht nutzen kann, hätte ich auch nicht erwartet. Ich verstehe das auch nicht so richtig, wieso man es nicht entsperren/rooten und auf die Apple Services einfach verzichten kann? Ist doch schliesslich sein Gerät.

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#10
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Zitat (von 321moep):
Ich komme nicht aus dem Apple-Kosmos und hätte es so interpretiert, dass die iCloud zu diesem Handy nicht funktional ist. Wenn man diese nicht benutzen möchte, wäre das ja OK. Das man das komplette Telefon deswegen nicht nutzen kann, hätte ich auch nicht erwartet.
Dann bist du vielleicht einfach (auf diesem Teilgebiet) weniger gebildet, als man es vom Durchschnitt erwarten kann. Mein Opa hätte das sicher auch nicht verstanden. Deshalb kann man ihn aber nicht als Maßstab hernehmen.
Nebst dem Wort "Sperre" taucht ja auch das Wort "Defekt" auf. Und das ist nun mal ein Unterschied. Spätestens da hätten auch beim uninformiertesten Käufer die Alarmglocken klingeln müssen.

Zitat (von 321moep):
Ich verstehe das auch nicht so richtig, wieso man es nicht entsperren/rooten und auf die Apple Services einfach verzichten kann? Ist doch schliesslich sein Gerät.
Kann er ja. Ihm fehlen halt (vorraussichtlich) nur die technischen (und kognitiven) Fähigkeiten die durchaus noch hochwertigen Sicherheitseinrichtungen von Apple zu umgehen.

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#11
 Von 
321moep
Status:
Frischling
(30 Beiträge, 8x hilfreich)

Naja, ich bin immerhin in der IT zuhause, habe aber genau Null Erfahrungen oder Berührungspunkte mit Apple und deren Produkten. Man könnte sicherlich argumentieren, dass man sich mit diesme Thema vorher beschäftigen sollte, bevor man ein solches Produkt erwirbt, OK.

Ich hätte erwartet, dass man das Telefon einfach zurücksetzt und gut ist, so kenne ich das in der IT von allen anderen Produkten zumindest.

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#12
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Zitat (von 321moep):
Naja, ich bin immerhin in der IT zuhause, habe aber genau Null Erfahrungen oder Berührungspunkte mit Apple und deren Produkten. Man könnte sicherlich argumentieren, dass man sich mit diesme Thema vorher beschäftigen sollte, bevor man ein solches Produkt erwirbt, OK.

Ich hätte erwartet, dass man das Telefon einfach zurücksetzt und gut ist, so kenne ich das in der IT von allen anderen Produkten zumindest.

Man könnte nicht nur so argumentieren, man muss es sogar. Auch der Käufer hat gewisse Pflichten, welche für ihn zum Tragen kommen.

Ja, ist ja auch legitim. Nur erwachsen einem halt daraus dann keine Ansprüche, wenn man mit dieser Einstellung mal auf die Nase fällt. Kenne ich mich nicht aus, muss ich mich informieren. Erst recht wenn ich etwas "defekte" kaufe und der Preis dann noch deutlich unter dem Marktwert eines "mangelfreien" Exemplares liegt.


-- Editiert von Guruhu am 12.03.2019 12:18

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#13
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11768 Beiträge, 4972x hilfreich)

Zitat (von mory):
Ein Umsteiger von Android auf Apple weiß vermutlich gar nicht was eine "icloud Sperre" wirklich bedeutet.
Spielt gar keine Rolle. Der potentielle Käufer hat hier die Möglichkeit sich vor dem Kauf darüber zu informieren, denn der Verkäufer macht alle potentiellen Käufer, vor dem Kauf, auf den Mangel aufmerksam. Man muss keine wissenschaftlichen Abhandlungen schreiben um potentielle Käufer darüber aufzuklären was solch ein Mangel bedeutet.

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#14
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7915 Beiträge, 2690x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Spielt gar keine Rolle.

Sehs mir nach, aber diese Einschätzung teile ich nicht (und räume zum besseren Verständnis ein, dass ich ein Handy auch nur zum telefonieren nutze).

Zitat (von -Laie-):
Der potentielle Käufer hat hier die Möglichkeit sich vor dem Kauf darüber zu informieren, denn der Verkäufer macht alle potentiellen Käufer, vor dem Kauf, auf den Mangel aufmerksam.

Der Käufer muss sich nicht extern informieren, der Verkäufer ist vielmehr gehalten einen Sachmangel, den er mitverkaufen will, allgemeinverständlich zu beschreiben.

Eine Cloud wird in Wikip. wie folgt beschrieben:
Cloud Computing (deutsch Rechnerwolke oder Datenwolke[1]) ist eine IT-Infrastruktur welche beispielsweise über das Internet verfügbar gemacht wird. Sie beinhaltet in der Regel Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung.

Wer sein Handy so wie ich nur zum telefonieren nutzen will und auf Internet keinen Wert legt, wird aus der Beschreibung nicht erkennen, dass auch telefonieren nicht geht.

Die meiner Ansicht nach richtige Beschreibung wäre gewesen, das Handy ist gesperrt und der Entsperrcode nicht vorhanden.
In dem Fall wüsste auch der uninformierte Kaufinteressent auf was er sich einlässt.

Berry


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#15
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Eine Cloud wird in Wikip. wie folgt beschrieben:
Cloud Computing (deutsch Rechnerwolke oder Datenwolke[1]) ist eine IT-Infrastruktur welche beispielsweise über das Internet verfügbar gemacht wird. Sie beinhaltet in der Regel Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung.

Wer sein Handy so wie ich nur zum telefonieren nutzen will und auf Internet keinen Wert legt, wird aus der Beschreibung nicht erkennen, dass auch telefonieren nicht geht.

Jetzt muss man halt dazu sagen, dass es sich hier nicht um eine Cloud, sondern um eine iCloud handelt. Die iCloud hat zwar durchaus die Funktionen einer Cloud, darüber hinaus aber eben noch einen deutlich erweiterten Umfang. Wenn darüber hinaus noch von "Zugangsdaten" und "Defekt" die Rede ist, sehe ich den Ball beim Käufer. Zudem impliziert die Formulierung nicht, dass die iCloud defekt ist (dass man also den ganzen Rest noch nutzen könnte), sondern dass "es" (Anm.: bezogen auf das Verkaufsobjekt) defekt wegen iCloud ist.

Also in etwa so, als würde ich sagen: Defekt wegen Displaybruch, oder Defekt wegen Wasserschaden. Da würde auch niemand auf die Idee kommen, dass man den Rest auf jeden Fall und mit Sicherheit fröhlich weiterverwenden kann. Mann muss halt von einem Defekt ausgehen und im Zweifel nach einer detaillierteren Defektbeschreibung fragen.

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#16
 Von 
go487367-17
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

So. Nun mal ein Update.

Heute habe ich ein Schreiben seines Rechtsanwalts bekommen. Indem er den Rücktritt fordert, somit die Ruckabwicklung.


Wie sollte ich weiter vorgehen, tatsächlich einfach Rückuberweisen oder mir rechtlichen Beistand aufsuchen?

https://www.bilder-upload.eu/bild-a7c26d-1553177834.jpg.html]http://https://www.bilder-upload.eu/bild-a7c26d-1553177834.jpg.html

-- Editiert von go487367-17 am 21.03.2019 15:20

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#17
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Mal davon abgesehen, dass das Schreiben auf den ersten Blick einen unseriösen Eindruck bei mir hervorruft:

Wo kommen denn plötzlich die zugesicherten Eigenschaften her, und warum wurden diese hier bislang nicht erwähnt?

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#18
 Von 
go487367-17
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Das einzige was von mir zugesichert wurde sind die Eigenschaften nach denen, wie dort genannt, explizit gefragt wurde. HomeButton, WiFi, etc...Hardwaretechnisch ist dieses Gerät in einem Top Zustand. Doch dass der Käufer das Gerät bestimmungsgemäß nutzen kann habe ich keineswegs erwähnt und wurde von ihm interpretiert.

Ich habe es zuvor nicht erwähnt weil ich nicht erahnen konnte dass dort hineininterpretiert wird. Die abgefragten Dinge funktionieren ausnahmslos.

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#19
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Zitat (von go487367-17):
Die abgefragten Dinge funktionieren ausnahmslos.
Wie kann denn ein WiFi funktionieren, wenn das Handy gesperrt ist? Wie kann denn eine Innenkamera funktionieren, wenn das Handy gesperrt ist?

-- Editiert von Guruhu am 25.03.2019 13:19

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#20
 Von 
go487367-17
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Es tut zwar nichts zur Sache aber natürlich schaltet sich das WiFi von vornherein ein um das IPhone einrichten zu können oder damit es zum Beispiel Kontakt zum Apple Server zwecks Icloud Prüfung vornehmen kann. Genauso kann man die Kamera und alle anderen Hardwaretechnischen Einrichtungen mittels DnsBypass testen. Das ist aber wie gesagt ein unrelevantes Thema und hat mit dem eigentlich nichts zutun. Testen kann man es defintiv.

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#21
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Zitat (von go487367-17):
Es tut zwar nichts zur Sache aber natürlich schaltet sich das WiFi von vornherein ein um das IPhone einrichten zu können oder damit es zum Beispiel Kontakt zum Apple Server zwecks Icloud Prüfung vornehmen kann. Genauso kann man die Kamera und alle anderen Hardwaretechnischen Einrichtungen mittels DnsBypass testen. Das ist aber wie gesagt ein unrelevantes Thema und hat mit dem eigentlich nichts zutun. Testen kann man es defintiv.
Und wie das was zur Sache tut. Es wurde eine Funktion garantiert. Damit muss es diese auch tun. In einem Maße, wie es der durchschnittliche Anwender dem Alter des Geräts entsprechend zu erwarten hat. Und spätestens bei der Kamera hört es da auf. Der Durchschnittliche User erwartet, dass er dann Fotos schießen kann. Nicht, dass er über irgendeinen Weg mittels irgendeiner Software irgendeinen "Status" auslesen kann.

Man könnte jetzt noch drüber diskutieren, ob dem Käufer das auch so hätte klar sein müssen, oder nicht. Da will ich mich nicht festlegen. Möglicherweise ist er durch die explizite Nachfrage seiner Pflicht nachgekommen und dachte aufgrund der Äußerungen, dass die Sperre tatsächlich nur harmloses Beiwerk wäre mit EInschränkung ein paar für Ihn irrelevanter Funktionen.

-- Editiert von Guruhu am 25.03.2019 13:54

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#22
 Von 
go487367-17
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Okay. Entschuldigung! Genau in dem Zusammenhang habe ich es überhaupt nicht in Verbindung gebracht. Ich habe tatsächlich nur daran gedacht ob diese Eigenschaften funktionieren und nicht ob man diese ohne weiteres Nutzen kann.

Okay das ist jetzt tatsächlich ein Streitthema über das man sich gedanken machen muss. Danke für die Aufklärung dazu!

Nun muss man schauen ob nicht die Information der aktivierten Sperre im Vordergrund steht.

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#23
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Lehrling
(1856 Beiträge, 365x hilfreich)

Laut Schreiben des RA hast Du zugesichert:

"das Gerät hat keine defekt, ...." und auf Nachfrage, ob das iPhone funktionsfähig ist: "technisch astrein". Ich denke mal, dass der Käufer hier auf gespeicherte Nachrichtenverläufe zurück greift.

Und was hast Du geliefert? Gerät mit Defekt, bei dem gar nicht klar ist, ob es wirklich "technisch astrein" ist. Für mich sieht das auch schon nach "Betrug" aus.

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#24
 Von 
vundaal76
Status:
Student
(2651 Beiträge, 1469x hilfreich)

Solche gesperrten iphones sind auch oft Hehlerware, da meist gestohlen.

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#25
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7158 Beiträge, 2875x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Solche gesperrten iphones sind auch oft Hehlerware, da meist gestohlen.

Das war ja das, was ich mit meinem meiner "Anleitung" und der abschließenden Frage andeuten wollte. Eine Antwort kam nicht. Es ist sehr seltsam, daß jemand ein iPhone von jemandem kauft, der die Zugangsdaten auch nicht kennen will (?)....

Zitat (von fb367463-2):
Zitat:
Die Mitarbeiter der Genius-Bar in einem Apple-Store können die Verknüpfung zwischen Apple- und Hardware-ID lösen. Das tun sie aber nur, wenn man die Originalrechnung des ursprünglichen Handy-Kaufs vorlegen kann.
Damit Diebe und Hehler es nicht zu einfach haben, kann ansonsten nur der ursprüngliche Eigentümer diese feste Verknüpfung auflösen. Das kann er vor dem Verkauf in den iCloud-Einstellungen vornehmen, indem er „Mein iPhone suchen" abschaltet. Für Verkäufer empfiehlt sich allerdings, das Gerät komplett inklusive aller Daten zurückzusetzen. Diese Optionen findet man unter „Einstellungen/Allgemein/Zurücksetzen/Alle Inhalte & Einstellungen löschen" – dabei wird auch das Apple-ID-Passwort abgefragt, um "Mein iPhone suchen" respektive die Aktivierungssperre abzuschalten.

Der ehemalige Inhaber kann die Verknüpfung auch nachträglich von der Ferne über den iCloud-Account löschen, zu diesem Zeitpunkt darf das Gerät nicht online sein – Flugmodus einschalten genügt. Es erscheint dann unter „Mein iPhone suchen" in der Auflistung der iOS-Geräte rechts neben dem Namen ein kleines „X" in einem Kreis, den man anklicken kann, um den Eintrag zu entfernen. Bei einem Gerät, das schon länger nicht mehr online war, reicht es, dieses in der Liste zu selektieren und dann die Schaltfläche „Aus dem Account entfernen" zu klicken. Das Beschriebene gilt übrigens nicht nur für iPhones, sondern auch für iPads, Apple Watches und Macs.


https://m.heise.de/mac-and-i/tipps/iCloud-Sperre-bei-gebrauchtem-iPhone-und-iPad-entfernen-3919017.html

Geht also. Oder fiel das Gerät aus irgendeiner Hosentasche?

Ich würde das Geld, wie hier auch mehrfach geraten wurde, zurück zahlen, allerdings werden wohl jetzt noch die Kosten für den Anwalt dazu kommen.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#26
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4306 Beiträge, 1526x hilfreich)

Zitat:
Und wie das was zur Sache tut. Es wurde eine Funktion garantiert. Damit muss es diese auch tun. In einem Maße, wie es der durchschnittliche Anwender dem Alter des Geräts entsprechend zu erwarten hat. Und spätestens bei der Kamera hört es da auf. Der Durchschnittliche User erwartet, dass er dann Fotos schießen kann.

Sehe ich anders. Ich kann auch ein Auto explizit "ohne Schlüssel" verkaufen und garantieren, daß der Motor läuft. Dann kann der K nicht Rabulistik betreiben und sagen "ohne Schlüssel kann ich den Motor aber nicht starten, also ist das ein gesonderter Mangel bzw. eine Täuschung".

Der VK hat den bestehenden Mangel angegeben und zugesichert, daß darüber hinaus (!) keine Mängel bestehen, daß also, *wenn* der K das Handy entsperrt bekommt, der Rest einwandfrei funktioniert.

Ich sehe den VK hier also sehr wohl im Recht.

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#27
 Von 
guyfromhamburg
Status:
Lehrling
(1856 Beiträge, 365x hilfreich)

Beim Auto bekomme ich aber unter Vorlage der Fahrzeugbescheinigungen beim Hersteller einen neuen Schlüssel, mit dem ich das Auto wieder starten kann.

Beim Fall hier besteht nur die Möglichkeit, das iPhone in einem Apple Store entsperren zu lassen ... aber nur wenn die Apple-Originalrechnung des Kaufs vorgelegt werden kann. Da das hier nicht der Fall ist, hat der Verkäufer nur einen Briefbeschwerer verkauft.

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#28
 Von 
guest-12303.07.2019 16:29:14
Status:
Lehrling
(1402 Beiträge, 413x hilfreich)

Nun, wie man sieht: unterschiedliche Meinungen, utnerschiedliche Argumentationen.
Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

Jetzt liegt es am TE, was er tut. Was lernt man für die Zukunft?:
Defekte möglichst genau beschreiben. Darüber hinaus keine "Vermutungen" anstellen und damit Eigenschaften zusichern. Und am wichtigsten: Wenn es dann doch mal in die Hose ging, wenigstens im anonymen Internetforum mit der ganzen wahren Geschichte rausrücken. Das hätte in diesem Fall wohl immerhin die Anwaltskosten gespart.

Jetzt muss man diese entweder übernehmen, oder darauf spekulieren, dass es dem Käufer das Risiko nicht wert ist weiter zu klagen. Ein Ausgang vor Gericht wäre hier wohl kaum sicher vorherzusagen.

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#29
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4306 Beiträge, 1526x hilfreich)

Zitat (von guyfromhamburg):
Beim Auto bekomme ich aber unter Vorlage der Fahrzeugbescheinigungen beim Hersteller einen neuen Schlüssel, mit dem ich das Auto wieder starten kann.

Du kannst den Sachverhalt auch weiter quetschen, dann nimm halt als Analogie "Tresor, dessen Kombination nicht mehr bekannt ist". Willst du dann argumentieren "das ist was anderes, denn den kann man aufschweißen"? Es ist doch klar, wie meine Analogie gemeint war.

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