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minderjährige verkauft bei ebay fälschung


#31
 Von 
HDT
Status:
Schüler
(173 Beiträge, 72x hilfreich)

Nun laßt mal die Kirche im Dorf!

Ihr jetzt auch noch Angst zu machen, mit Abmahnung bis 5000 Euro ist doch ein Witz. Als Privatverkäuferin und bei Einzelfall auch noch? Ist das wirklich eine sachkundige Beratung, hier in diesem Sachforum? Oder toben da nur die Emotionen?

Meine Meinung ist ganz klar.

Aufforderung zur Rückabwicklung machen. Zusage machen, daß Kaufpreis und Porto zurücküberwiesen wird.
Erst die Rücksendung, dann die Rücküberweisung.

Was die Forderung von 350 Euro mit Terminsetzung und Androhung etc.. betrifft, so ist das doch wohl schon eindeutig Erpressung. Einer Strafanzeige der Verkäuferin steht also auch nichts im Wege.

Die Käuferin soll mal einen Gang zurückschalten. Sie lebt offenbar sowieso in einer Traumwelt, glaubt, sie könne aus 25 Euro schnell mal 350 Euro machen.

H.D.T.

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#32
 Von 
XYZ
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 29x hilfreich)

@HDT

das ist kein Witz !!! gib mal das Stichwort Abmahnung hier im Forum ein - da wirst Du Dich erschrecken ! Wegen dem Verkauf einer CD mit einem Kopierprogramm, welches 1 Jahr zuvor noch legal war kommen schon solche Beträge zusammen ... etc. etc. etc.

Erpressung ist das keinesfalls - wo denn bitte - auf welcher Grundlage ??? Strafanzeige weswegen ??? Die Käuferin wurde doch schließlich betrogen !

Warum lebt die in einer Traumwelt ? Ich habe auch schon mal mit Glück Artikel ersteigert, die an anderen Tagen für 40-50% mehr weggegangen sind - das ist ja der eigentliche Sinn einer "Auktion bei ebay", eben dass man auch mal ein Schnäppchen machen kann.

Ich habe lediglich ein worst case szenario dargestellt, wenn die Käuferin sich wirklich einen Anwalt nimmt und wenn der Hersteller ggf. durch seine Anwälte oder selber eine Abmahnung verschickt !

Das ist völlig sachlich und emotionslos ...

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#33
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1684x hilfreich)

1. haften die Eltern

Der Unsinn wird durch Wiederholung auch nicht wahrer.

Noch mal zusammengefaßt:

1. Vertrag ist schwebend unwirksam. Damit ist jeder Anspruch des K auf Lieferung eines Originals oder Schadensersatz hinfällig. Es muß nur rückabgewickelt werden.

2. Falsche Altersangabe ist auch nicht strafbar, solange der Nachweis des Betrugsvorsatzes fehlt.

3. Der Rechteinhaber könnte sich abmahntechnisch an den Jugendlichen (nicht an die Eltern!) halten. Ob er das für sinnvoll und imagefördernd hält, bliebe abzuwarten.

4. Der K begibt sich auf dünnes Eis, wenn er einem minderjährigen VK die Wahl 'Lieferung eines Originals oder Meldung an den Rechteinhaber' stellt. Da er keinen Anspruch hat (s. (1)), kann dies schon den Tatbestand der Erpressung erfüllen.

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#34
 Von 
XYZ
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 29x hilfreich)

@mareike

dies würde im Umkehrschluss aber heißen, dass sich jeder Minderjährige irgendwo anmelden kann und niemal etwas zu befürchten hätte, da er immer ohne Strafe, Entschädigung etc. aus der Sache herauskommt.

und dies ist eben nicht so !

Zumindest hätte der Käufer dann einen Anspruch gegenüber ebay, die ja überprüfen müssen/sollten, ob ein Verkäufer volljährig ist oder nicht.

Auch den Betrugsvorsatz sehe ich hier kritisch. Desweiteren, woher soll der Käufer wissen, dass der Verkäufer wirklich minderjährig ist - dies ist doch gar nicht sein Problem in diesem Fall - oder hat der Minderjährige (wie alte ist der überhaupt ?) eine Kopie des Persos geschickt ???

Letztlich bleibt das alles auch eine Beweisfrage ...

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#35
 Von 
Thomas.Newton
Status:
Praktikant
(608 Beiträge, 58x hilfreich)

@Mareike: habe gerade keinen Kommentar da, aber ganz so sicher wäre ich mit dem schwebend unwirksam nicht: § 110 BGB (sog. Taschengeld§ ;) . Was wäre denn zum Beispiel, wenn die Fragestellerin als 17-jähriger Azubi 500 Euro im Monat verdient und Kleidung etc selbst kauft/verkauft?

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#36
 Von 
guest123-2087
Status:
Praktikant
(918 Beiträge, 156x hilfreich)

Warum sollte der Kaufvertrag schwebend unwirksam sein?
Das sich der TE bei ebay angemeldet hat, obwohl nicht volljährig, ist ein anderer Schuh. Wer sich bei ebay anmeldet, muss bestätigen, dass er/sie volljährig ist. Wer dann falsche Angaben macht, macht dies ganz gewiss auch unwissentlich, ohne irgendwelche böse Absichten.
Fakt ist: hier wurde ein Plagiat verkauft, ob wissentlich oder unwissentlich interessiert in erster Linie noch nicht.

Ein Jugendlicher ist aber ganz klar in der Lage Käufe und Verkäufe zu tätigen.

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#37
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1684x hilfreich)

dies würde im Umkehrschluss aber heißen, dass sich jeder Minderjährige irgendwo anmelden kann und niemal etwas zu befürchten hätte, da er immer ohne Strafe, Entschädigung etc. aus der Sache herauskommt.

Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Zumindest hätte der Käufer dann einen Anspruch gegenüber ebay, die ja überprüfen müssen/sollten, ob ein Verkäufer volljährig ist oder nicht.

Ob man dies mittelbar aus den AGB herleiten kann, wäre noch gerichtlich zu klären.

Desweiteren, woher soll der Käufer wissen, dass der Verkäufer wirklich minderjährig ist - dies ist doch gar nicht sein Problem in diesem Fall - oder hat der Minderjährige (wie alte ist der überhaupt ?) eine Kopie des Persos geschickt ???

Das wird er wohl tun können.

Was wäre denn zum Beispiel, wenn die Fragestellerin als 17-jähriger Azubi 500 Euro im Monat verdient und Kleidung etc selbst kauft/verkauft?

'Was wäre wenn's gibt es viele. :) Deswegen: Einzelfallprüfung.

Warum sollte der Kaufvertrag schwebend unwirksam sein?

§§107 ff. BGB .

hier wurde ein Plagiat verkauft, ob wissentlich oder unwissentlich interessiert in erster Linie noch nicht

Das wäre auch nur strafrechtlich relevant.

Ein Jugendlicher ist aber ganz klar in der Lage Käufe und Verkäufe zu tätigen.

Aber nur im Rahmen des §110 BGB . Oder wollen Sie hier den Gesetzgeber umgehen? ;)

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#38
 Von 
guest123-2087
Status:
Praktikant
(918 Beiträge, 156x hilfreich)

Hier hat der Minderjährige nicht gekauft, sondern verkauft.
Aber selbst wenn der Vertrag vor Gericht als nichtig erklärt wird, steht immer noch der Plagiatverkauf im Raum.
Dafür ist auch der Minderjährige haftbar zu machen.
Mareike, Sie reden, als ob der TE gar nichts zu befürchten hat.
Dem ist nicht so.

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#39
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2652 Beiträge, 616x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#40
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2652 Beiträge, 616x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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