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paeckchen statt Paket

21. Januar 2014 Thema abonnieren
 Von 
fb382046-36
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
paeckchen statt Paket

Hab ein Problem.....
Ersteigerte fuer 160 € Parfums dei einem privaten Verkaeufer...
Angegebene Versandart war DHL Paket....
Die Ware ist am 9.01. angeblich verschickt worden, allerdings als unversichertes Paeckchen fuer 4.10 €....kam aber bis heute nicht an....
Die Verkaeuferin weigert sich jetzt, mir das Geld zu erstatten, da sie das Paeckchen ja verschickt hat.....
Ich ging fest davon aus, dass sie ein versichertes Paket schickt....sonst haette ich ihr das in einer Nachricht ja geschrieben......
Ich bin doch im Recht oder??????

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-- Editiert fb382046-36 am 21.01.2014 19:15

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30 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Jein, das Versandrisiko ist sowieso bei dir als Käufer. Aber wenn der VK jetzt vertragswidrig den Versand nicht versichert vornimmt, dann macht er sich schadensersatzpflichtig. Und wie will er denn vor Gericht den Versand beweisen?

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
fb382046-36
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke Mr cool....
Haette die VK Paeckchen als Versandart geschrieben, haette ich mich vor dem Bieten per Nachricht erkundigt, ob sie es als Paket auch verschickt......haette bei Angabe des unversicherten Versands nie einfach so 160 € ueberwiesen....


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0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Ersteigerte fuer 160 € Parfums dei einem privaten Verkaeufer...
Angegebene Versandart war DHL Paket.... <hr size=1 noshade>



Das ist dann die vertraglich vereinbrte Versandart, bis 500 EUR versichert, das hast du auch bezahlt.

Weicht der Verkäufer vertragswidrig davon ab und die Ware kommt nicht an, gilt § 447 II BGB :

Hat der Käufer eine besondere Anweisung über die Art der Versendung erteilt und weicht der Verkäufer ohne dringenden Grund von der Anweisung ab, so ist der Verkäufer dem Käufer für den daraus entstehenden Schaden verantwortlich.

Der Verkäufer muss dir also dein Geld zurückzahlen, KP + VSK.

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
fb382046-36
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank asap....da faellt mir ein Stein vom Herzen.....dann werd ich wohl einen anwalt einschalten muessen, denn die VK ist stur und fuehlt sich im Recht.... :wipp:


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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9020 Beiträge, 4850x hilfreich)

quote:
von asap am 21.01.2014 22:59

Der Verkäufer muss dir also dein Geld zurückzahlen, KP + VSK.

Sehe ich anders, denn so weit sind wir noch nicht.

quote:
von fb382046-36 am 21.01.2014 19:14

Die Verkaeuferin weigert sich jetzt, mir das Geld zu erstatten

Die Verkäuferin muss auch nicht das Geld zurückerstatten (Rückabwicklung). Sie schuldet in erster Linie die Ware, als Erfüllung aus dem Verpflichtungsgeschäft (KV). Darauf hast du Anspruch, nicht auf eine Rückzahlung des Kaufpreises inkl. Versandkosten.

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""Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." CJS"

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Die Verkäuferin muss auch nicht das Geld zurückerstatten (Rückabwicklung). Sie schuldet in erster Linie die Ware, als Erfüllung aus dem Verpflichtungsgeschäft (KV). Darauf hast du Anspruch, nicht auf eine Rückzahlung des Kaufpreises inkl. Versandkosten. <hr size=1 noshade>



Nein, siehe § 323 II BGB , hier kann sofort das Geld zurückgefordert werden.

Das ist ein Stückkauf, ist die Ware verschwunden, ist dem Verkäufer die Erfüllung unmöglich. Er kann ja noch nicht einmal den Versandnachweis führen.

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0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Nein, siehe § 323 II BGB , hier kann sofort das Geld zurückgefordert werden.

Das ist ein Stückkauf, ist die Ware verschwunden, ist dem Verkäufer die Erfüllung unmöglich. <hr size=1 noshade>



Dann müsste Unmöglichkeit vorliegen.

Davon ist beim geschilderten Fall nicht auszugehen.

Grundsätzlich ist Nacherf. durch Ersatzlieferung auch beim Stückkauf möglich, und zwar insbes. bei neu hergestellten Sachen.

TE sollte daher unter Fristsetzung zunächst Nacherf. verlangen.

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9020 Beiträge, 4850x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>von asap am 22.01.2014 09:42

Das ist ein Stückkauf, ist die Ware verschwunden, ist dem Verkäufer die Erfüllung unmöglich <hr size=1 noshade>

Aus welchem Grunde ist Parfum ein Stück- und kein Gattungskauf? Der VK steht es jederzeit frei die geschuldete Parfume zu erstehen und der K zu übereignen.
Damit hätte VK die Verpflichtung aus dem KV erfüllt.

quote:<hr size=1 noshade>von asap am 22.01.2014 09:42

Nein, siehe § 323 II BGB , hier kann sofort das Geld zurückgefordert werden. <hr size=1 noshade>

Mir erschließt sich aus dem Paragraphen nicht deine angedachte Argumetationskette. Bitte begründen.


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""Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." CJS"

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>TE sollte daher unter Fristsetzung zunächst Nacherf. verlangen.
<hr size=1 noshade>


Nein, das ist blanker Unsinn.

Ich glaube, der Wortlaut des § 447 II BGB ist deutlich genug.

Wenn ein Schaden eingetreten ist, ist der zu ersetzen. Mit der Sachmängelhaftung hat das nichts zu tun.

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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Nein, das ist blanker Unsinn.

Ich glaube, der Wortlaut des § 447 II BGB ist deutlich genug. <hr size=1 noshade>



Glauben ist nicht Wissen, asap!

Was hat denn jetzt § 447 BGB mit § 323 BGB zu tun???

Sie reden hier Unsinn, asap!!!


quote:<hr size=1 noshade>Wenn ein Schaden eingetreten ist, ist der zu ersetzen. <hr size=1 noshade>


Dafür muss aber erstmal Nacherf. verlangt werden!

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0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Sie reden hier Unsinn, asap!!
<hr size=1 noshade>



Ja, ja sicher.

Hier bestehen erhebliche Wissenslücken, Argumentation aus dem hohlen Bauch.

Der Schadensersatzanspruch aus § 447 II besteht klar und eindeutig ohne Weiteres.

Bei einem Privatkauf liegt generell eine Stückschuld vor, da solltest du einmal darüber nachdenken.

Der Verkäufer hat hier seine Kauf-Vertragliche Hauptpflicht, dem Käufer das Eigentum zu verschaffen nicht erfüllt. Wenn die Ware weg ist, Stückkauf, ist ihm das auch unmöglich geworden.

Der Käufer kann nach § 323 ohne Weiteres zurücktreten. Auch aus §§ 281 , 325 , 326 BGB ist Schadensersatz geschuldet.

Was ihr hier komplett verwechswelt ist §§ 437 , 439 BGB . Da kann der Käufer u.U. Neulieferung wegen eines Sachmangels verlangen. Da ist er zunächst auf die Nacherfüllung verwiesen. Darum geht es hier aber nicht. "Ware ist verloren gegangen" ist kein Sachmangel.

-- Editiert asap am 22.01.2014 10:37

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9020 Beiträge, 4850x hilfreich)

quote:
von asap am 22.01.2014 10:33

Der Schadensersatzanspruch aus § 447 II besteht klar und eindeutig ohne Weiteres.

Der Schaden würde auch ersetzt werden, wenn VK die Ware (vertragsgem.) liefert.

quote:
von asap am 22.01.2014 10:33

Der Verkäufer hat hier seine Kauf-Vertragliche Hauptpflicht, dem Käufer das Eigentum zu verschaffen nicht erfüllt. Wenn die Ware weg ist, Stückkauf, ist ihm das auch unmöglich geworden.

quote:
von radfahrer999 am 22.01.2014 10:05

Aus welchem Grunde ist Parfum ein Stück- und kein Gattungskauf? Der VK steht es jederzeit frei die geschuldete Parfume zu erstehen und der K zu übereignen.
Damit hätte VK die Verpflichtung aus dem KV erfüllt.


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""Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." CJS"

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:
Der Schaden würde auch ersetzt werden, wenn VK die Ware (vertragsgem.) liefert.



Das geht jetzt ins Bizarre.

Was ein Stückkauf ist und welche Rechtsfolgen das hier hat, ist dir unbekannt, na gut.

Aber daß gar kein Schaden entsteht, wenn die Ware ankommt, müsste doch eigentlich klar sein? Wieso würde dieser Schaden "auch ersetzt" werden.

Glaubst du, es geht hier nur um die Portokosten?

Nein, nach § 447 II muss der Verkäufer hier den Käufer so stellen, als ob er den Vertrag ordnungsgemäss eingehalten hätte. Das ist DHL, bis 500 EUR versichert.

Ist die Ware weg muss er den Verlust ersetzen, wie das sonst DHL getan hätte.

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0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)




http://www.frag-einen-anwalt.de/Paketverlust-bei-gewerb-Online-Shop-Kauf,-Rueckzahlung-des-Geldes---f199725.html


"Wenn Sie dem Verkäufer dagegen lediglich mitteilen, dass das Paket scheinbar verloren gegangen ist, bleibt der Kaufvertrag grundsätzlich bestehen. Der Verkäufer hat dann zunächst das Recht zur Nacherfüllung, z.B. durch erneute Übersendung vergleichbarer Schmückstücke. Einen Anspruch auf Rückzahlung hätten Sie dann erst, wenn eine Nacherfüllung unmöglich ist oder ernsthaft vom Verkäufer verweigert wird oder Sie mit dem Verkäufer aufgrund der Hochzeit eine festen Termin für die Lieferung vereinbart haben. Aber selbst dann müssten Sie dem Verkäufer noch eine angemessene Frist zur Rückzahlung setzen."




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0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
radfahrer999
Status:
Unparteiischer
(9020 Beiträge, 4850x hilfreich)

quote:
von asap am 22.01.2014 10:59

Was ein Stückkauf ist und welche Rechtsfolgen das hier hat, ist dir unbekannt, na gut.

Mir ist das nicht unbekannt. Mir erschließt sich nur nicht, warum ein Stückkauf und kein Gattungskauf vorliegen sollte. Deshalb habe ich dich bisher zweimal gebeten mir meinen Denkfehler zu erläutern. Das hast du bisher nicht getan.

quote:
von asap am 22.01.2014 10:59

Aber daß gar kein Schaden entsteht, wenn die Ware ankommt, müsste doch eigentlich klar sein?

Ja, das verstehe ich.

quote:
von asap am 22.01.2014 10:59

Wieso würde dieser Schaden "auch ersetzt" werden.

Schaden = kein Duftwasser
Schaden ersetzen = Duftwasser erneut (diesmal vertragskonform) schicken
Das ist meine Argumentation.

quote:
von asap am 22.01.2014 10:59

Glaubst du, es geht hier nur um die Portokosten?

Nein, warum auch?

quote:
von asap am 22.01.2014 10:59

Nein, nach § 447 II muss der Verkäufer hier den Käufer so stellen, als ob er den Vertrag ordnungsgemäss eingehalten hätte. Das ist DHL, bis 500 EUR versichert.
Ist die Ware weg muss er den Verlust ersetzen, wie das sonst DHL getan hätte.

Ich glaube jetzt kommen wir meinem Denkfehler näher..
Und warum ersetzt das neu schicken nicht den Schaden, sondern nur das Geld?

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""Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem." CJS"

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Mir ist das nicht unbekannt. Mir erschließt sich nur nicht, warum ein Stückkauf und kein Gattungskauf vorliegen sollte. Deshalb habe ich dich bisher zweimal gebeten mir meinen Denkfehler zu erläutern. Das hast du bisher nicht getan. <hr size=1 noshade>


Das wird ja wirklich arbeitsintensiv.

Der Gattungskauf ist in § 243 geregelt.

Bsp. ebay:

Kauf beim Unternehmer, der Kauf kommt nicht exakt über die Ware zustande, die da angeboten wird, sondern über ein Stück aus der Gattung die da angboten wird. Die konkrete ware wählt der Verkäufer dann aus der Gattung aus, Konkretisierung.

Kauf beim Privaten, der Kauf kommt über exakt die angebotene Ware der Auktion zustande, Stückkauf. Geht diese Sache unter oder verloren, wird die Erfüllung des KV unmöglich.

Der Verkäufer kann sich auf § 275 berufen, siehe aber dort § 275 IV, hat er sein Unvermögen zu vertreten, schuldet er Schadensersatz.

Das gilt übrigens auch beim Gattungskauf, da erfolgt nach h.M. die Konkretisierung bei der Übergabe an den Spediteur. Geht die Ware unterwegs verloren, wird auch der gewerbliche Verkäufer von seiner Leistungspflicht frei.

quote:<hr size=1 noshade>Schaden ersetzen = Duftwasser erneut (diesmal vertragskonform) schicken
Das ist meine Argumentation. <hr size=1 noshade>


Wenn du dir mal §§ 249 II, 251 I BGB ansiehst:

(1) Soweit die Herstellung nicht möglich oder zur Entschädigung des Gläubigers nicht genügend ist, hat der Ersatzpflichtige den Gläubiger in Geld zu entschädigen.


Das Gesetz geht weltfremd grundsätzlich von der Naturalrestitution durch den Schuldner aus. Hier im thread kommt nur und ausschliesslich der Schadensersatz in Geld in Betracht.

§§ 437, 439 verwirren da eben. Geht es um einen Sachmangel, dann ist der Käufer erst mal auf die Nacherfüllung verwiesen. Aber "Ware verschwunden" ist sicher kein Sachmangel.

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0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Kauf beim Privaten, der Kauf kommt über exakt die angebotene Ware der Auktion zustande, Stückkauf. Geht diese Sache unter oder verloren, wird die Erfüllung des KV unmöglich. <hr size=1 noshade>


Hier bestehen erhebliche Wissenslücken, Argumentation aus dem hohlen Bauch.




http://www.frag-einen-anwalt.de/Anzeige-Warenbetrugs---f12340.html

"Zivilrechtlich gilt:

Sie haben nicht alle vertraglichen Pflichten erfüllt. Bei einem Versendungskauf - wie vorliegend vereinbart - werden Sie als Privatperson zwar nach § 447 BGB bereits mit Übergabe der Sendung an die Transportperson (die Post) von dem Risiko des zufälligen Unterganges frei. Verschwindet die Sendung oder wird sie beschädigt, kann der Empfänger dann zivilrechtlich keinen Ersatz von Ihnen verlangen. Anders sieht es jedoch aus, wenn eine bestimmte sichere Versandart vereinbart und wohl auch bezahlt war (wie hier ein versichertes Paket) und Sie dann eine unsichere Versandart wählen (nämlich ein unversichertes Päckchen). Dann haben Sie eine vertragliche Nebenpflicht verletzt und müssen tatsächlich noch einmal liefern (sofern es sich nicht um eine einzigartige Sache, sondern eine Sache von allgemeiner Art und Güte gehandelt hat, also einen Artikel, wie man ihn in jedem Geschäft dutzendfach kaufen kann) oder sind zum Schadensersatz verpflichtet."

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0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:
Hier bestehen erhebliche Wissenslücken, Argumentation aus dem hohlen Bauch.




Ich gebe es jetzt auf.

Gebrauchte Ware, Standard bei ebay, ist "einmalig".

Davon abgesehen ist es die freie Entscheidung des Käufers, ob er nach § 447 II Schadensersatz fordert, vom Kauf zurück tritt, oder am Vertrag fest hält.

Deine falsche Behauptung ist, der Käufer sei hier auf Nacherfüllung verwiesen, hätte keinen Anspruch auf Schadensersatz.

TE kann hier klar, eindeutig und ohne jeden Zweifel jetzt sofort und ohne weitere Fristsetzung das Geld zurück fordern, der Verkäufer hat schuldhaft gegen seine vertraglichen Pflichten verstossen.

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0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
guest-12311.06.2018 09:37:31
Status:
Bachelor
(3691 Beiträge, 1409x hilfreich)

Ich nehme nicht an, daß gebrauchtes Parfum verkauft wurde. Das würde den Versand doch sehr erschweren.

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"Morgenstund ist ungesund."

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

quote:
Gebrauchte Ware, Standard bei ebay, ist "einmalig".


Wo steht hier gebrauchte Ware?

Wer kauft ein angebrochenes Parfüm?

quote:
Deine falsche Behauptung ist, der Käufer sei hier auf Nacherfüllung verwiesen, hätte keinen Anspruch auf Schadensersatz.


Ich habe Ihnen nun vorstehend Ansichten von 2 versch. Anwälten genannt, die meinen Standpunkt untermauern.

Was haben Sie?


quote:
TE kann hier klar, eindeutig und ohne jeden Zweifel jetzt sofort und ohne weitere Fristsetzung das Geld zurück fordern, der Verkäufer hat schuldhaft gegen seine vertraglichen Pflichten verstossen.


Starrköpfigkeit ???

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0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Was haben Sie?
<hr size=1 noshade>



Leider können auch Anwälte komplett daneben liegen:

BGH, Urteil vom 16. 7. 2003 - VIII ZR 302/02

Auch bei Geschäften im Versandhandel übernimmt der Verkäufer grundsätzlich keine Bringschuld. Handelt es sich um eine Gattungsschuld, beschränkt sich deshalb mit der Übergabe an die Transportperson die Schuld des Verkäufers im Sinne von § 243 Abs. 2 BGB auf die übergebene Sache. Geht die verkaufte Sache auf dem Versandweg verloren, so wird der Verkäufer gemäß § 275 Abs. 1 BGB a. F. von seiner Verpflichtung zur Leistung frei.
...
Auf die Frage, ob nach der für den Versendungskauf geltenden speziellen Bestimmung des § 447 Abs. 1 BGB die Gefahr auf den Kläger übergegangen war, kommt es insofern allerdings nicht an. Die Lieferpflicht der Beklagten ist nämlich bei einer nach der Übergabe an den Paketdienst eingetretenen Unauffindbarkeit des übergebenen Camcorders bereits nach der allgemeinen Vorschrift des § 275 BGB a. F. entfallen. Danach wird der Schuldner von der Verpflichtung zur Leistung frei, soweit die Leistung infolge eines nach der Entstehung des Schuldverhältnisses eintretenden Umstandes, den er nicht zu vertreten hat, unmöglich wird.
...
Die (erneute) Lieferung einer Kamera des gekauften Typs kann der Kläger nicht verlangen.



Das kann man jetzt glauben oder auch nicht. So steht es jedenfalls wie oben ausgeführt auch im BGB.

Den unzweifelhaften Schadensersatzanspruch um den es hier geht, lässt das Alles sowieso unberührt. Der besteht klar und eindeutig.

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0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

Das von Ihnen zitierte Urteil ist auf diesen Fall nicht übertragbar, da es sich damals um einen Verbrauchsgüterkauf nach altem Schuldrecht gehandelt hat.

Das Gesetz stellt Gattungs- u. Stückschuld gleich und erhebt in § 433 I 2 BGB nur die Mangelfreiheit zum Inhalt der Leistungspflicht, so dass auch beim Stückkauf die Nacherf. möglich sein muss und somit dann die Fristsetzung i.d.R. nicht entbehrlich ist.

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0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Das von Ihnen zitierte Urteil ist auf diesen Fall nicht übertragbar, da es sich damals um einen Verbrauchsgüterkauf nach altem Schuldrecht gehandelt hat. <hr size=1 noshade>



ja, ja, schon recht:


BGH, 16.07.2003 - VIII ZR 302/02

Wird zitiert von

BGH, 06.11.2013 - VIII ZR 353/12
Zur Inhaltskontrolle Allgemeiner Geschäftsbedingungen im Möbelversandhandel
BGH, 11.11.2003 - X ARZ 91/03
Gebührenforderungen von Rechtsanwälten können in der Regel nicht am Gericht des …
OLG Karlsruhe, 05.09.2007 - 15 U 226/06

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0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

quote:
ja, ja, schon recht:



Auch das neuerliche Zitieren hat NICHTS mit dieser Fallkonstellation zu tun !!!



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0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Auch das neuerliche Zitieren hat NICHTS mit dieser Fallkonstellation zu tun !!!

<hr size=1 noshade>


Du hast bestritten, daß das zitierte Urteil anwendbar ist.

Ich habe dir nachgewiesen, daß sich der BGH noch 2013 darauf berufen hat.

Allerdings zeigt das

quote:<hr size=1 noshade>Das Gesetz stellt Gattungs- u. Stückschuld gleich und erhebt in § 433 I 2 BGB nur die Mangelfreiheit zum Inhalt der Leistungspflicht, so dass auch beim Stückkauf die Nacherf. möglich sein muss und somit dann die Fristsetzung i.d.R. nicht entbehrlich ist. <hr size=1 noshade>


daß sich hier jede weitere Diskussion verbietet.


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0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

quote:
Du hast bestritten, daß das zitierte Urteil anwendbar ist.



Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

quote:
Das von Ihnen zitierte Urteil ist auf diesen Fall nicht übertragbar



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0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!



Ja, ja, schon recht.

Das Urteil ist auch deshalb so interessant, weil das Berufungsgericht "versehentlich" das neue Schuldrecht angewandt hatte. Erst der BGH kam dann auf die Idee, daß noch das Alte anzuwenden war.

Deshalb hat der sehr geschätzte Prof. Lorenz auch korrekt beide Varianten alte/neue Rechtslage mit dem Ergebnis durchgeprüft (wie der BGH): Es bleibt gleich.

Gattungsschuld, Konkretisierung und Gefahrtragung beim
Verbrauchsgüterkauf nach neuem Schuldrecht

http://lorenz.userweb.mwn.de/urteile/zgs03_421.pdf

Ganz interessant, aber weiter will ich dich jetzt nicht bespassen.




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0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3450x hilfreich)

Zur Möglichkeit einer Nacherf. bei einem Stückkauf vgl.

OLG Braunschweig, JZ 2003, 863 f.

LG Ellwangen, NJW 2003, 517 f.

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0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
fb382046-36
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke euch fuer die wirklich ermutigenden Antworten.....
Haette natuerlich am liebsten die Ware, aber wenigstens mein Geld zurueck...
Wie soll ich jetzt weiter vorgehen???
Ebay hat den Fall eroeffnet und meint, ich soll noch bis 31.1. Warten.....
Der Kaeuferschutz ist unwirksam, da ich das Geld normal ueberwiesen habe......
Dh ja aber doch, dass sie mir eh nicht zu meinem Recht verhelfen....
Soll ich einfach einen Anwalt einschalten???
Komm ich bei ner evt Verhandlung dann ohne Kosten weg??????

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0x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2067x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Soll ich einfach einen Anwalt einschalten???
Komm ich bei ner evt Verhandlung dann ohne Kosten weg?????? <hr size=1 noshade>



Wenn der Verkäufer nachweisen kann, daß er die Ware versandt hat, hast du KEINEN Anspruch auf die Ware mehr, es gibt nur noch Schadensersatz, also dein Geld zurück.

Im Prinzip schuldet dir der Verkäufer schon jetzt die Anwaltskosten. Daß er ggf. verurteilt wird, ist hier sicher. Das Bonitätsrisiko kann dir aber Niemand abnehmen, das ist auch klar.

Ich würde unter Hinweis auf § 447 II BGB noch eine letzte Zahlungs-Frist setzen und mit der Klage drohen. Vielleicht nutzt es was und er knickt ein, schaden kann es nichts.

Ein paar Tage warten solltest du aber noch, vielleicht taucht das Päckchen doch noch auf. Nach § 424 HGB wird der Sendungs-Verlust nach 20 Tagen vermutet.

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-- Editiert asap am 22.01.2014 20:22

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