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1&1 Sonderkündigung ?

 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)
1&1 Sonderkündigung ?

Hallo zusammen,

Seit Jahren bin ich nun bei 1und 1 und hatte bisher außer 2 mal für 2-3 Tage Probleme, ins Netz zu kommen.

Nun habe ich seit gut 14 tagen das Problem, das ständig die Verbindung abbricht und anstatt DSL-6000 nur noch 2,3 Mbit/s bekomme. Am 27.7. habe ich bei der Störungsstelle angerufen und der Mitarbeiter hat alles überprüft und mir gesagt, das von denen aus alles in Ordnung wäre. Sie wollten das an die Technik weitergeben und die würden mich anrufen. Da sich bis Gestern 29.7 niemand meldete, habe ich über Facebook Kontakt aufgenommen und wurde Heute angerufen. Die Dame teilte mir mit, das da noch keiner informiert wurde. Sie überprüfte nochmal, um mir dann mitzuteilen, das ich ab sofort eben nur noch die 2,3 Mbit/s habe, da ja die Leitung 2,5 km lang wäre und dadurch das die Leitung nun eben mal irgendwann nachlässt, das ständig neue Teilnehmer dazu kämen, die 6000er nicht mehr geht. Weiterhin sagte sie mir, das wenn sie wieder hochstellt, es wieder zu Verbindungsproblemen kommen würde.
Ich finde das schon eine Frechheit, das da einfach die Leistung runtergestellt wird auf ein Drittel, ohne mich vorher zu informieren und das ich nun wie gehabt jeden Monat weiter 29,90 Euro bezahlen soll.

Wie sieht das aus, komme ich da mit einer Vorzeitigen Kündigung raus ?


Vielen Dank erst mal

Gruß,
Bommel

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Kunde Kündigung Leistung


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ichweissnichts
Status:
Schüler
(321 Beiträge, 127x hilfreich)

Da hat wohl jemand beim Ticketing geschlampt.
Deshalb: Immer Namen merken.
Die Mitarbeiterin hat Recht. Wenn die Drosselung aufgehoben wird, kann es wieder zu Verbindungsabbrücken kommen.
Bei Leistungseinbußen sind/war 1&1 eigentlich immer kulant. Ok, seit letztem Jahr (nachdem sie sich hochgearbeitet haben) ist die Kulanzpolitik sehr schlecht geworden, aber man kann es versuchen (von sich aus mal fragen, 10 Euro weniger im Monat).
Bitte mal in den Vertrag reinschauen.
Wenn da eine Mindestgeschwindigkeit steht, sieht es mit der vorzeitigen Kündigung gut aus.
Wenn nicht, gibt es eine bis zu - Angabe. In diesem Fall müsste man prüfen, ob man vorzeitig raus kann.

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#2
 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)

Vielen Dank erst mal. Muss ich nachsehen. Glaube, bis 6000 steht da. laut Test waren es außer einigen immer 6000.
Nat toll, der Testsieger mit dem besten Netz kürzt einfach die Leitung um ein drittel.

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#3
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8363 Beiträge, 3399x hilfreich)

Das Grundproblem ist physikalischer Natur. Dagegen kann man wenig machen. Fragt sich nur, ob man mit angepassten Profilen nicht auch billiger wegkommt. Eine Info kann man nicht erwarten, da das die Systeme automatisch anpassen.
Das Hauptproblem - bei einem Providerwechsel kann es noch schlechter werden :augenroll:

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#4
 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)

Automatisch ist da nichts angepasst worden. Das wurde mir ja am Telefon gesagt, das sie das gemacht haben. Physik hin oder her. Habe eben nochmal auf deren Hauptseite den Test gemacht, und da wird mir eine 16000er Leitung angeboten. Die dann wohl nach Vertragsabschluss aus Physikalischen Gründen gedrosselt wird.
Anstatt mir einen Techniker zu schicken, wird einfach gedrosselt und der Kunde besucht erst mal Tagelang den Fehler, um dann endlich durch einen Anruf bei der Störstelle zu erfahren, das nach Jahren Stöhrungsfreiem Betrieb die Kabel im Boden faul sind oder zufiele Neuanmeldungen.
Für mich ist das Täuschung, wenn ich eine Leistung bezahle, die dann einfach um 2 Drittel herabgesetzt wird. Müßte ja dann auch die Möglichkeit haben, aus Knappheitsgründen den Zahlungsbetrag dementsprechend herunterzufahren. :-)

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#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8363 Beiträge, 3399x hilfreich)

Es gibt nachvollziehbare Leistungsdaten mit Dämpfung und Entfernung, die ausreichen um die Plausibilität zu prüfen. Meine ehemalige 8000-er-Leitung der Telekom ist auch bis 2MBit/s zusammengebrochen. Das war allerdings noch alte Technik und neue Technik bei O2 hat sogar mehr geliefert.
Was bei Dir sein könnte : Du hängst auf einer alten ADSL-Technik und für Neukunden wird ein Outdoor-DSLAM angeboten. Der kann dann sogar volle 16 MBit/s liefern, da näher an Deiner Adresse(auch physikalisch logisch). Lässt sich über Abfrage bei der Telekom klären.

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#6
 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)

O, ich habe nun mal etwas rumgeschnüffelt und das hier gefunden. Wäre das machbar, das zusätzlich zur Kündigung anzugeben oder beizulegen ? Ich kann hier wirklich nur noch schreiben. Streams lassen sich nicht flüssig anschauen, das ganze Netzwerk ( Fernseher, Musikanlage und Handy, sowie Heizungssteuerung ist nicht mehr möglich.

Amtsgericht München, Urteil vom 07.11.2014 - 223 C 20760/14

Urteil DSL-Anschluss: Surfgeschwindigkeit ist zu langsam
Im vorliegenden Fall beschwerte sich ein Kunde darüber, dass mit seinem DSL-Anschluss die Surfgeschwindigkeit von 18 Mbit/s nicht erreicht wird. Lediglich 5,4 Mbit/s könne er erreichen. Der DSL-Anbieter berief sich auf eine Klausel, wonach nur "bis zu 18 Mbit/s" zur Verfügung gestellt werden müsse.
Der Sachverhalt

Der Kunde akzeptierte die geringe Übertragungsgeschwindigkeit seines DSL-Anschlusses nicht und kündigte den Vertrag fristlos. 30% Bandbreite von 18 Mbit/s seien einfach zu wenig. Der DSL-Anbieter erkannte die Kündigung nicht an. Dieser verwies auf eine AGB-Klausel, wonach nur eine Übertragungsgeschwindigkeit von "bis zu 18 Mbit/s" zur Verfügung gestellt werden müsse.

Das Urteil des Amtsgerichts München (223 C 20760/14 )

Wie die Kanzlei Stefan Loebisch in Passau informiert, bekam der Kunde Recht. Der Kunde sei unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage zur außerordentlichen Kündigung berechtigt gewesen, so das Urteil (223 C 20760/14 ) des AG München. Die AGB-Klausel "bis zu" sei unbeachtlich. Bei einer vereinbarten Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 18 Mbit/s müsse ein DSL-Kunde nicht damit rechnen, dass die Leistung dauerhaft nur 30 % beträgt.

Eine Geschwindigkeit von 18 Mbit/s sei zwar nicht ununterbrochen geschuldet, aber zeitweise könne eine Leistung im wenigstens zweistelligen Bereich gefordert werden.

Surfgeschwindigkeit zu langsam

Verspricht ein Internetprovider seinen Kunden einen schnellen Internetzugang, der sich hinterher als zu langsam erweist, können die Kunden den Vertrag fristlos kündigen. Das ging bereits aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Fürth hervor.

Themenindex:
DSL-Geschwindigkeit, Bandbreite, Surftempo

Gericht:
Amtsgericht München, Urteil vom 07.11.2014 - 223 C 20760/14

Fundstelle: www.loebisch.com

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#7
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8828 Beiträge, 2836x hilfreich)

Hi,

1&1 kennt die Urteile und ist nach eigener Erfahrung (von vor wenigen Tagen) gar nicht so unkulant, wie hier vorhin geschrieben.

Aber man mus auch an den richtigen Mitarbeiter geraten (leider).

Ungeachtet dessen gilt es zu bedenken, dass in Deinem Fall Leitungsprobleme die Ursache sind. Mit anderen Worten, auch ein anderer Provider (mit Ausnahme der telecom) wird Dir die gewünschte hohe Leistung nicht zur Verfügung stellen können, solange nicht die Hardware verändert wird.

Denk aber bitte auch daran, dass eine fristlose Kündigung zeitnah zum Geschehen erfolgen sollte.

Berry

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#8
 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)

Vielen Dank.

Ich habe die Kündigung soeben per Einschreiben mit RS abgeschickt. Die Mitarbeiter können ja nichts dafür. Das habe ich auch nicht behauptet. In all den Jahren hatte ich nie Probleme und war sehr zufrieden mit den Leuten am Telefon.

Was die Drosselung angeht, scheint das aber bei mehreren so zu laufen, in der Hoffnung, das der große Teil ruhig bleibt.
Gerade eben bei Netcologne durchmessen lassen und für unsere Straße ist leider nicht mehr als 25.000 möglich. Ich habe denen das geschildert und die Versicherten mir, das das mit den maroden Leitungen Blödsinn ist. Zudem wird hier demnächst noch Glasfaser ausgebaut. Dann gehts wohl richtig ab.

Gruß
bömmel

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#9
 Von 
Seb_Weniger
Status:
Lehrling
(1143 Beiträge, 642x hilfreich)

Zitat (von bömmel123):
Gerade eben bei Netcologne durchmessen lassen und für unsere Straße ist leider nicht mehr als 25.000 möglich.

Liegt in eurem Haus ein Kabelanschluss?
Ich kann das Internet über Kabel wärmstens empfehlen. Absolut schnell und zuverlässig... Und sehr geringe Ping-Zeiten...

Ich empfehle mich.

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#10
 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)

Erfahrung mit Kabel hatte ich machen können. Gibt es hier aber leider nicht. Aber 25000er ist ja schonmal ein Sprung im Gegensatz zu vorher 6000, wenn sie denn mal vorhanden war

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#11
 Von 
Ichweissnichts
Status:
Schüler
(321 Beiträge, 127x hilfreich)

Internet über Kabel ist zwar nett, wenn man es "alleine" benutzt.
Nachteile: Wenn man in einer Mehrpateienwohnung wohnt, wird die Bandbreite "geteilt".
Und: Upload ist ggf.geringer als bei VDSL.

Mit den Mitarbeitern bei 1&1 ist mittlerweile eine Katastrophe geworden.
Genauso schlimm wie bei anderen Providern auch. Neuerdings auch Telekom/T-Systems.
Nutzen Outsourcing(Ausland) oder Hausfrauen, die strikt nach Plan vorgehen.
Kompetent ist was anderes...

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#12
 Von 
bömmel123
Status:
Beginner
(119 Beiträge, 55x hilfreich)

So,sie haben einige Tage gebraucht, um festzustellen, ob eine Kündigung möglich sei. natürlich nicht, da die Störung ja behoben sei. Ich heute nachgesehen und die Fritz zeigt wieder mehr an. 6,9 Mai/s. Bei ner 6000er Leitung fast 7 zu bekommen, hatte mich stutzig gemacht und ich habe mehrere Prüfprogramme durchlaufen lasse. Alle sagen 5,6.
Schon merkwürdig. Haben sie in der Nacht die alten Leitungen getauscht?
Meine Kündigung haben sie aber für August 2017 vorgemerkt. Und dann wars das. So war die Aussage mit der alten Leitung damit gelogen. Ich werde denen aber den Aufwand in Rechnung stellen.

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