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Abmahnung wegen Google Bewertung

1.7.2019 Thema abonnieren
 Von 
FreieMeinung
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)
Abmahnung wegen Google Bewertung

Ich hatte eine Katze (17) die nichts mehr gefressen und getrunken hatte. Ein Arzt hatte mir empfohlen sie einzuschläfern. Da ich eine zweite Meinung wollte, bin ich zur Praxis [GELÖSCHT] gegagen. Mir wurde dringends empfohlen, ein Blutbild erstellen zu lassen, was ich auch machen lies. Es hies, dass sie eine Entzündüng im Körper hat, die mit Antibiotika behandelt werden müsste. Eine Spritze für drei Tage habe ich ihr geben lassen und Flüssignahrung musste ich auch kaufen (3,xx) das ich ihr mit einer Spritze zwangsweise geben sollte. 143,xx€ musste ich für alles da lassen!
Zuhause habe ich es versucht aber sie hat sich mit "Händen und Füssen" dagegen gewehrt und das was sie dann im Magen hatte auch wieder erbrochen.
Am nächsten Tag habe ich sie dann, bei dem ersten Arzt einschläfern lassen.

Das habe ich bei einer Google-Bewertung reingeschrieben und gesagt, dass ich von [GELÖSCHT] abraten bzw. diese nicht weiter empfelen würde.

Am 29.06.19 lag ein Einwurf-Einschreiben im Briefkasen von einem Anwalt, der mich wegen der Bewertung abmahnen will und eine "Aussergerichtliche Einigung" für 1.029,35€ erreichen will!
Ich habe die Rechung wo auch das Futter mit berechnet wurde! Warum hat der [GELÖSCHT] mich nicht angerufen???

Was kann ich dagegen tun?

-- Editiert von Moderator am 01.07.2019 17:55

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14 Antworten
Sortierung:

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(73221 Beiträge, 32723x hilfreich)

Man wurde abgemahnt weil man das Unternehemen im negativen Kontext genannt hat. Da ist es doch subotiml das gleiche hier noch mal zu machen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
FreieMeinung
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

https://www.facebook.com/pg/Ihre-Tierarztpraxis-BelloCo-108704359204241/reviews/?referrer=page_recommendations_see_all&ref=page_internal
Lest selbst!
Ich habe eine Quittung, wo drauf steht, dass es eine Blutuntersuchung gab und das Futter, das ich noch kaufen musste!

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#5
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2196 Beiträge, 730x hilfreich)

Zitat:
Warum hat der [GELÖSCHT] mich nicht angerufen???

Warum hast du nicht mit der Praxis gesprochen, dass du unzufrieden warst? Stattdessen hast du anonym im Internet bewertet. Und jetzt soll der Inhaber der Praxis sich an -aus deiner Sicht- bei Dir melden?

Im übrigen: Du verwendest selbst hier den Klarnamen der Praxis und die Abkürzung des Inhabers. Das ist noch weniger ein guter Stil. Die ständige Wiederholung des Praxisnames wird von Google gerne in die Suchergebnisse übernommen und macht die schlechte Kritik noch sichtbarer.

Bei Facebook schreiben Sie, dass bereits zwei Tierärzte gesagt haben, Sie sollen das Tier einschläfern. War Ihnen diese Meinung nicht genug? Sie sollten sich über eines klar sein: Jeder Arzt versucht Leben zu retten, wenn der Patient oder eben der Besitzer bei einem Tier, es möchte. Nach zwei Meinungen, das Tier einzuschläfern, hätte ich es auch gemacht. Ich kann also kein Verschulden des Tierarztes erkennen.

-- Editiert von Moderator am 01.07.2019 17:56

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#6
 Von 
FreieMeinung
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

@NikSeib: Kein Trittbrettfahrer. Er hat sogar eine eingene Homepage www.Deine-Bewertung-Löschen.de

Qcirius32832: Da ich die Praxis bewertet hatte, musste ich ja die Klarnamen nennen. Aber ich habe keine Namen des Behandelnden Tierärztin verwendet! Die Initialen des Geschäftsführers kannst du auch im Internet lesen!
http://www.[GELÖSCHT].de/impressum/ <--- Sieh selbst!

-- Editiert von Moderator am 01.07.2019 17:56

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#7
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11591 Beiträge, 4950x hilfreich)

Zitat (von FreieMeinung):
Warum hat der [GELÖSCHT] mich nicht angerufen???
Warum sollte er?

Zitat (von FreieMeinung):
Was kann ich dagegen tun?
Einigen oder die Bewertung so stehen lassen.

Ich sehe die abgegebene Bewertung als unwahr an! Ich denke, dass dagegen erfolgreich vorgegangen werden kann.
Diesen Satz kann man sicherlich nicht so stehen lassen:
Zitat aus der Bewertung
Da meine Katze auch Essen und Trinken verweigert hatte, sollte ich sie zusätzlich mit Zwangsfütterung quälen!!!

Der Tierarzt hat sicherlich nicht gesagt oder sonst in irgendeiner Form vermittelt, dass die Katze gequält werden soll! Er wollte helfen. Ihm zu unterstellen, dass er möchte, dass die Katze gequält wird ist falsch und geschäftsschädigend.

-- Editiert von Moderator am 01.07.2019 17:56

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#8
 Von 
FreieMeinung
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

@-Laie-: Sie hat gesagt, dass ich sie mit Zwang füttern soll und auch sie trinken muss, wenn auch unter Zwang! Dementsprechend habe ich eine Spritze bekommen, womit ich die Flüssignahrung ihr in den Mund spritzen sollte!

Ich wäre ja bereit, einiges zu löschen aber dann muss man mir auch sagen, was die stört!!

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#9
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4153 Beiträge, 1502x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Der Tierarzt hat sicherlich nicht gesagt oder sonst in irgendeiner Form vermittelt, dass die Katze gequält werden soll!

Aus dem Zusammenhang ist doch klar, daß es sich hier um eine gemischte Aussage handelt, die eine Tatsachenbehauptung (Zwangsfütterung) und eine Meinungsäußerung ("das ist eine Qual für das Tier") darstellt.

Es wäre schon lebensfremd anzunehmen, damit würde ausgesagt, der Arzt hätte gesagt "Quälen Sie das Tier!".

Die Aussage "Der hat mir nur Mist verschrieben" ist ja auch nicht so zu verstehen, daß der Arzt bewußt unwirksame Medikamente (oder Kuh-Kot) verschrieben hat.

Man muß seine Aussagen nicht in perfektem Juristendeutsch verfassen, damit sie zulässig sind.

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#10
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11591 Beiträge, 4950x hilfreich)

Zitat (von BigiBigiBigi):
Man muß seine Aussagen nicht in perfektem Juristendeutsch verfassen, damit sie zulässig sind.
Nein, natürlich nicht, aber hier ist, meiner Meinung nach, eine Grenze überschritten worden. Hier schwingt unterschwellig mit, dass der Arzt nur Geld verdienen und dazu das Leiden der Tiere unnötig verlängern möchte. Das kann man so nicht stehen lassen.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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#11
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7646 Beiträge, 2644x hilfreich)

Zitat (von FreieMeinung):
Ich wäre ja bereit, einiges zu löschen aber dann muss man mir auch sagen, was die stört!

Das wird Dir im Zweifel und zwar auf Deine Kosten ein Gericht erklären, wenn Du es darauf ankommen lässt.


Zitat (von BigiBigiBigi):
Man muß seine Aussagen nicht in perfektem Juristendeutsch verfassen, damit sie zulässig sind.
Nö, muss man nicht. aber es hilft ungemein sich vor berechtigten Abmahnungen zu bewahren.

Der Fratzenbuchtext wirkt - da stimme ich mit einigen Vorschreibern überein, auf den ersten Blick harmlos.
Aber dann kommt der Hinweis "Dementsprechend kann und werde ich von dieser Praxis abraten".
Und der Leser fragt sich zwangsläufig, warum, was war falsch.
War die Gabe von Antibiotika falsch? Sicher nicht, denn auch die beiden anderen Tierärzte haben so gehandelt.
War der Terapievorschlag der Zwangsernährung falsch? Auch nicht, denn das ist sowohl bei Menschen wie auch bei Tieren ein legitimes Mittel.
Bleibt also die Frage warum der TS in diesem Beitrag und auch zukünftig von der Praxis abraten wird offen.
Sachlich scheint es dafür keinen Grund zu geben.

Und das ganze hier in fast unveränderter Form zu wiederholen, zeugt auch nicht von Einsicht.

Zitat (von FreieMeinung):
Ich hatte eine Katze (17) die nichts mehr gefressen und getrunken hatte. Ein Arzt hatte mir empfohlen sie einzuschläfern. Da ich eine zweite Meinung wollte, bin ich zur [GELÖSCHT] gegagen. Mir wurde dringends empfohlen, ein Blutbild erstellen zu lassen, was ich auch machen lies. Es hies, dass sie eine Entzündüng im Körper hat, die mit Antibiotika behandelt werden müsste. Eine Spritze für drei Tage habe ich ihr geben lassen und Flüssignahrung musste ich auch kaufen (3,xx) das ich ihr mit einer Spritze zwangsweise geben sollte. 143,xx€ musste ich für alles da lassen!
Zuhause habe ich es versucht aber sie hat sich mit "Händen und Füssen" dagegen gewehrt und das was sie dann im Magen hatte auch wieder erbrochen.
Am nächsten Tag habe ich sie dann, bei dem ersten Arzt einschläfern lassen.

Das habe ich bei einer Google-Bewertung reingeschrieben und gesagt, dass ich von [GELÖSCHT] abraten bzw. diese nicht weiter empfelen würde.

Am 29.06.19 lag ein Einwurf-Einschreiben im Briefkasen von einem Anwalt, der mich wegen der Bewertung abmahnen will und eine "Aussergerichtliche Einigung" für 1.029,35€ erreichen will!
Ich habe die Rechung wo auch das Futter mit berechnet wurde! Warum hat der [GELÖSCHT] mich nicht angerufen???

Was kann ich dagegen tun?
Ignorieren, oder akzeptieren oder verhandeln. Und bei der nächsten Bewertung etwas mehr nachdenken.

Berry

-- Editiert von Moderator am 01.07.2019 17:56

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#12
 Von 
FreieMeinung
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 0x hilfreich)

Ergo: Ich nehme diesen Beitrag raus, entschuldige mich und gebe "eidesstattlich" eine Erklärung, dass so etwas nie wieder passieren wird und rufe ihn an und versuche zu verhandeln!?

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#13
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4158 Beiträge, 2129x hilfreich)

Das bedeutet dann, dass du auch zahlst.

Wenn du noch verhandeln willst, dann bevor du die Bewertung löschst.

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#14
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4153 Beiträge, 1502x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Aber dann kommt der Hinweis "Dementsprechend kann und werde ich von dieser Praxis abraten".
Und der Leser fragt sich zwangsläufig, warum, was war falsch.

Wieso, allgemeine Unzufriedenheit ist eine Meinungsäußerung. Gerichte haben lediglich geurteilt, daß eine völlig zusammenhanglose "Warnung" (dort: eine eBay-Bewertung, die nur aus dem Satz "Ich würde dort nichts mehr kaufen" bestand) unzulässig sein kann. Hier hat der TE es doch begründet - es wurde eine Therapie verordnet, die aus seiner Sicht "quälend" für das Tier war. Vermutlich ist das sogar eine Tatsache (immerhin ist nicht jede medizinische Therapie angenehm).

Auch wenn man daraus mit Phantasie begründen *könnte*, daß dies *auch* als unzulässige falsche Tatsachenbehauptung verstanden werden *könnte*, so ist doch im allgemeinen bei der Wirkung von Aussagen auf den verständigen Empfänger abzustellen und nicht auf den, der ausnahmsweise etwas mißversteht. (Ansonsten wären im übrigen 99% aller Werbeaussagen unzulässig; eine Plastikflasche ist auch nicht wirklich "unkaputtbar" und trotzdem schuldet der Hersteller auch keinem Deppen Schadensersatz, der die Flasche zum Aufbocken seines Kfz benutzt.)

Es ist gerade nicht notwendig, daß eine Aussage wie "davon rate ich ab" fachlich (!) einwandfrei (!) begründet sein muß. Man kann auch abraten, wenn einem der Arzt zu unfreundlich ist oder der Anwalt den Fall nicht gewonnen hat. Man muß nur deutlich sagen, worauf diese Einschätzung beruht, und das hat der TE getan.


-- Editiert von BigiBigiBigi am 02.07.2019 09:25

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