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Handyvertrag online -> Widerruf wird vom Händler übergangen !!!

 Von 
mirreichts
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 3x hilfreich)
Handyvertrag online -> Widerruf wird vom Händler übergangen !!!

Hallo,

ich habe folgendes Problem:
Bei einem Online-Shop bestellte ich ein Handy mit Vertrag.
Nachdem der Vertrag vom Provider freigeschaltet wurde, erwartete
ich eigentlich das Handy. Auf Nachfrage konnte mir keine Lieferzeit genannt werden, worauf ich innerhalb von 14 Tagen den Vertrag Widerrufen habe (Rücksendung der bereits erhaltenen Karte).
Leider interessiert das den Händler wenig und sendet mri trotzdem das Handy später zu. Angenommen habe ich es natürlich nicht. Auch die Karte wurde mir wieder zugesendet, mit der Begründung, ich könne nicht vom Vertrag zurücktreten.
Ich schicke immer alles OVP zurück, doch mittlerweile habe ich schon eine Mahnung bekommen.

Der Widerruf erfolgte exakt nach den AGB des Händlers sowie dem BGB 312d&355.

Beim Onlinekauf zählt doch grundsätzlich das Widerrufrecht, oder?

Würde diesen Fall gerne ausgiebig zur Diskussion stellen, da ich leider keinen Rechtschutz habe.

Danke im vorraus,
:)

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Anbieter Handy Mahnung Onlinekauf


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
kamo
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo,

im allgemeinen gibt es bei Handyverträgen KEIN Widerrufsrecht.

Der Anbieter hat mit der Aktivierung der Karte und der Zusendnung des Handys seine Pflichten erfüllt.

Bestimmt hat der Anbieter das in seiner Widerrufsbelehrung auch entsprechend aufgeführt.

Ich werd mal ein wenig suchen - irgendwo gabs mal ein entsprechendes Urteil oder sowas dazu.

Gruß

KaMo

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#2
 Von 
mirreichts
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 3x hilfreich)

Mag sein, doch laut AGB:
http://www.teltex.de/StaticAction.do?target=agb
wird eins eingeräumt.


Gruß :)

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#3
 Von 
lilicat
Status:
Lehrling
(1913 Beiträge, 230x hilfreich)

ist auch quatsch, wenn sie online oder telefonisch bestellen muß der anbieter,verkäufer ihnen ein 14-tägiges widerrufsrecht einräumen. war selbst in der branche tätig, da gibt es nix drum rum zu reden, widersprechen Sie der Mahnung,
und notfalls auch dem evtl. kommenden mahnbescheid.


-----------------
"kampf den borg"

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#4
 Von 
mirreichts
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo,

mittlerweile wiederspricht sich Teltex selbst.
In einer heutigen eMail wurde geschrieben, da kein Storno schriftlich vorliegt und auch die Ware nicht da ist, ist kein Storno möglich.
Das heißt: Widerruf+Ware=Storno.
Die Behauptungen sind völliger Quatsch, da ich alles fristgerecht mit Einschreiben per Rückschein zurück geschickt hatte. Und ein Widerruf bedarf keines Grundes, nur die Ware zurück.
Wer mal Teltex googelt wird schnell mehr über deren Vorgehensweise erfahren.
Hab's leider erst zu spät gemerkt ...

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#5
 Von 
kamo
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

@lilicat

ist KEIN Quatsch. Bei Handyverträgen darf das ges. zustehende Widerrufsrecht (wie z.B. auch bei Premiere) ausgeschlossen werden, da der Anbieter schon mit seinen Leistungen (z.B. durch die Freischaltung) begonnen hat.
Ebenso gilt dies bei Softwarekauf bei dem die Software per Mail oder auf andere elektronische Weise (z.B. durch Download) betreigestellt wird.

Ich bin seit über 12 Jahren in der Internet/Handybranche tätig und ich kenne keinen Fall bei dem der Kunde bei solchen Veträgen ein Widerrufsrecht erstreiten konnte. Aber vielleicht gibt es da ja Ausnahmen die mir bisher verborgen geblieben sind. :-)

Gruß

KaMo

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#6
 Von 
lilicat
Status:
Lehrling
(1913 Beiträge, 230x hilfreich)

hallo,habe mal bei einer e-plus tochter als teamleiter callcenter gearbeitet,dort haben wir telefonisch verträge+handy verkauft und MUSSTEN ein widerrufsrecht einräumen da der kunde ja NICHT im laden gekauft hat,ergo die ware nicht sehen und anfassen konnte beim kauf.
insofern komisch das es hier bei ihnen nicht gelten soll,kann ich nicht nachvollziehen,da ich auch die rechtslage gut kenne,seltsam.
allerdings sollte man einen widerruf schon ankündigen und die ware nicht einfach kommentarlos zurück gehen lassen.
da Sie ja einen Rückschein vorlegen können,würde ich eben aus diesem grunde der mahnung schriftlich ( nicht per mail) widersprechen.

-----------------
"kampf den borg"

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#7
 Von 
kamo
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 3x hilfreich)

@lilicat

e-plus-Tochter ? - wer war das denn ??


Es geht aber hier ja nicht um eine Ware als solches sondern um einen Handyvertrag. Das ist der Unterschied. Oder kann man Dienstleistungen (diese erbringt der Netzbetreiber)im Laden anpacken ?

Teltex schickt dem Kunden nach der Online-Bestellung ja sogar noch die Vertragsunterlagen per Post damit der Kunde diese unterschreiben kann. Dies ist ja wohl geschehen, ansonsten wäre der Vertrag ja garnicht zustande gekommen. Spätestens da hätte der Kunde den Vertrag einfach nicht zurückschicken müssen - und damit hätte sich die Sache erledigt. Teltex bietet dem Kunden sogar eine online-verfügbarkeitsanzeige etc...

KaMo

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#8
 Von 
lilicat
Status:
Lehrling
(1913 Beiträge, 230x hilfreich)

na ja, er hat aber doch DAZU ein handy ( subventioniert) erworben. insofern handelt es sich um ware. ( dachte ich) aber wenn die fa. ohnehin ein widerrufsrecht in ihren agb's hat, sieht die sache dementsprechend anders aus.
( sag ich nicht,bleibt mein privat geheimnis:-&rpar ;)

-----------------
"kampf den borg"

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#9
 Von 
mirreichts
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 3x hilfreich)

Yepp. Auf das in den AGB eingeräumte Widerrufsrecht bezeihe ich mich auch.
Und wie auch immer, wenn man etwas im Laden erwirbt, gibt's doch eben auch meißtens das Rückgaberecht. Ist das nicht das Äquivalent zum Widerruf bei Käufen über das Internet, Telefon, etc ... ?

Nach der letzten Konfrontation des Händlers mit seinen eigenen AGB sowie der Verleumdung überhaupt etwas zurück bekommen zu haben, ist es ruhig geworden. Es ist mir unbegreiflich das es immer noch derartige Fälle gibt, in denen so mit Kunden umgegangen wird. Selbst wenn der Fall anders liegen würde, wäre eine Aufklärung seitens des Händler wünschenswert. Stattdessen das wie man es an einigen Stellen im Internet finden kann.


Gruß :)

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#11
 Von 
lilicat
Status:
Lehrling
(1913 Beiträge, 230x hilfreich)


Yepp. Auf das in den AGB eingeräumte Widerrufsrecht bezeihe ich mich auch.
Und wie auch immer, wenn man etwas im Laden erwirbt, gibt's doch eben auch meißtens das Rückgaberecht.

Es gibt kein Rückgaberecht beim Ladenkauf, auch nicht meistens( wobei sich diese aussage komplett widerspricht)

-es gibt nette händler oder grosse ketten die ware in einer best. frist zurücknehmen, aber dies ist KULANZ!

-----------------
"kampf den borg"

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