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Impressum ?

24.5.2008 Thema abonnieren Zum Thema: Impressum privat
 Von 
space_universum
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Impressum ?

Hallo Leute,

ich weiß bereits das es schon viele Beiträge zu diesem Thema gibt aber ich benötige eine genau Antwort auf meine Fragen. Zudem hab ich bemerkt das überall was anderes drin steht. Darum frag ich nochmal hier:

1. Ein Hochzeitsfilmer bietet seine Dienste auf seiner Webseite an, was muss er im Impressum angeben ?

2. Eine Fan-Webseite zu einer US-Fensehserie läuft privat ohne Werbung. Was muss im Impressum stehen ?

3. Eine private Webseite benutzt Amazonwerbung in einem kleinen Unterbereicht. Was muss im Impressum stehen ?

Ich hoff auf Antwort :)

Gruß,
space_universum

-- Editiert von space_universum am 24.05.2008 21:41:12

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Impressum privat


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1697x hilfreich)

Am besten in allen drei Fällen das vom Gesetz vorgeschriebene. :)

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#2
 Von 
guest123-1792
Status:
Schüler
(160 Beiträge, 33x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#3
 Von 
space_universum
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Naja ich weiß halt nicht, wo was eingeordnet wird. Weil für private Seiten muss man ja nicht alles angeben, was für gewerbliche gilt. Aber ab wann ist eine Seite gewerblich? Und was muss dann inhaltlisch ins Impressum?

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#4
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9596 Beiträge, 1697x hilfreich)

>> Dei Antwort was gesetzlich gilt kann man demgegenüber vergessen. <<

Ist schon wieder Thanksgiving?

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#5
 Von 
Bayonet
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Seit dem 1.3.2007 gilt das „Telemediengesetz“ (TMG). Die Anforderungen an das Impressum findet man in §5 TMG und in §55 RStV (Staatsvertrag über Rundfunk und Telemedien).

Das Gesetz lässt einen großen Ermessensspielraum für die Richter.

Erforderlich sind:

1. Vor- und Nachname, sowie die Anschrift (im Falle einer juristischen Person, korrekte und vollständige Firmierung, Vertretungsberechtigter, sowie gegebenenfalls Angaben zu Stamm- und Grundkapital)

2. Das OLG Köln ( 6 U 109/03 ) verlangt die Angabe der Telefonnummer, das OLG Hamm (Az. 20 U222/03) verlangt die Angabe einer Telefonnummer nicht mehr zwingend. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, dann steht besser auch die Telefonnummer drin und nicht nur die email-Adresse.

3. Gegebenenfalls Angaben über Handelsregisternummer, Vereinsregisternummer usw.

4. Im Falle des Hochzeitsfilmers gegebenenfalls die Umsatzsteueridentifikationsnummer nach §27a des UStG

Dem §5 TMG entgeht man meiner Ansicht nach nur, wenn die Seite durch ein Passwort vor öffentlichem Zugang geschützt ist (d.h., dass das Passwort wird nur an Freunde und Bekannte gegeben!) und auch über Suchmaschinen nicht auffindbar ist.

Es grüßt
Bayonet

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#6
 Von 
Potzblitz
Status:
Praktikant
(813 Beiträge, 293x hilfreich)

Naja man muss da ein bischen auseinanderhalten was gewerblich und was rein privat ist.

Ich sehe es nicht ein, dass ich für eine private Website meine vollständige Adresse geschweige denn sogar Telefonnummer angeben muss. Das verletzt das Persönlichkeitsrecht.

Auch das TMG gibt das nicht her.
§5 Abs. 1 :
Diensteanbieter haben für GESCHÄFTSMÄSSIGE Dienste .... folgende Angaben zu machen

Da scheiden schon mal private Websites die lediglich der freien Meinungsäußerung dienen und kein journalistischen Dienst darstellen in aller Regel aus.

Dennoch gehört ein Impressum in Vereinswebsite (mit Eintragungsnummer im HR), Websites von Freiberuflern und Selbständigen, die ihre Dienste online anbieten sowie in alle kommerziellen Angebote.

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#7
 Von 
tomPA
Status:
Schüler
(294 Beiträge, 57x hilfreich)

an (fast) alle hier:

Werft mal einen Blick auf diese Seite:
http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/projekt/impressum/index.htm#a4
Das mal als Kommentar zum sich hartnäckig haltenden Gerücht, das private Webstites komplett von der Impressumspflicht befreit sind.

Gruss

Tom

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#8
 Von 
Potzblitz
Status:
Praktikant
(813 Beiträge, 293x hilfreich)

So ein Unsinn.

Als wenn mehr als 90% der privaten Websites dem Rundfunkstaatsvertrag oder dem Mediendienstestaatsvertrag inhaltlich unterliegen würden.

Dazu gehört eine regelmäßige Programmgestaltung mit einer im Vordergrund stehenden öffentlichen Meinungsbildung.

Wer einen regelmäßigen Newsletter versendet, wer redaktionell gestaltete Inhalte bereithält aus denen nicht ersichtlich ist, dass es sich um eine private Website mit einer privaten Meinung handelt, wer für seine Internetseite kommerziell wirbt oder werben läßt, fällt sicherlich unter diese Spezifikation.

Aber sicherlich nicht der User, der ein paar private Fotos im Internet hat, über seine Hobbies berichtet. Selbst ein privates Blog begründet m.E. in keiner Weise die Anwendung vom MStV.

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#9
 Von 
tomPA
Status:
Schüler
(294 Beiträge, 57x hilfreich)

Es unterliegen nicht 90% aller von aussen erreichbaren Webstites dem Rundfunkstaatsvertrag, sonder 100%.

Unsinn?

Stimmt, sehe ich auch so. Das mit "ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken" ist m.M. nach zu eng gefasst. Hoffentlich wird da noch nachgebessert.

Tom

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