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Microsoft Office für 10 Euro?

 Von 
S_7_br
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Microsoft Office für 10 Euro?

Hallo,

ich würde mir gerne Office 2019 zulegen. Es gibt die Lizensen schon ab ein paar Euro im Internet zu kaufen. Bei Ebay ab 4,99 Eur, bei Amazon ab ca. 9,99 Eur. Teils sind das Deutsche Händler mit Rechnungen und ausgewiesener MwSt. teils Privatpersonen, teils auch Händler aus dem Ausland.

In den Beschreibungen steht was von aktivierbar nur übers Telefon bei Microsoft.
Bewertungen von Käufern sind alle gut, es scheint zu funktionieren.

Jetzt die Frage: ist das so legal? Es gibt massig Infos dazu in Foren und bei YouTube - nur gehen da die Aussagen von "Finger weg, es droht Strafanzeige von MS" bis hin zu "keine Sorge, völlig Legal" auseinander.

Vielen Dank im Voraus.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Bachelor
(3471 Beiträge, 965x hilfreich)

Das sind wahrscheinlich gebrauchte Versionen? Soweit ich weiß, ist das in dem Falle legal.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
fb377871-76
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 2x hilfreich)

Das sind Teile einer Volumenlizenz. Diese werden von Personen günstig zum Kauf via ebay angeboten. Du bekommst nach Kauf einen Link und kannst dir Office über einen google share runterladen und musst die Version innerhalb von drei Tagen dann aktivieren.

Problem ist allerdings, dass es sein kann, dass Microsoft irgendwann diese Nummern aus Volumenlizenzen sperrt und dann ist Office nicht mehr nutzbar.

Im Endeffekt muss jeder für sich beurteilen, ob er das Risiko eingehen will.

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#3
 Von 
S_7_br
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Es gibt da Angebote, wo der Ausdruck "Volume" vorkommt. Das sind die extremst billigen. Es gibt aber auch viele bei den angegeben ist "Gebraucht" und "retail Key". Ich glaube das ist die Version von Cirius.

Ich würde das dann riskieren, das das Ding gesperrt wird. Mir gehts darum kein Schreiben von der Staatsanwaltschaft zu bekommen.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91729 Beiträge, 35757x hilfreich)

Zitat (von S_7_br):
Jetzt die Frage: ist das so legal?

Das ist einen typische Einzelfallprüfung, die eine kann legal sein, die andere nicht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8880 Beiträge, 3821x hilfreich)

Ich zitiere mal die rechtliche Erläuterung eines Händlers.

Zitat:
Rechtliches
EIN SOFTWAREHERSTELLER KANN SICH DEM WEITERVERKAUF SEINER GEBRAUCHTEN LIZENZEN, DIE DIE NUTZUNG SEINER AUS DEM INTERNET HERUNTERGELADENEN PROGRAMME ERMÖGLICHEN, NICHT WIDERSETZEN.

Aus der Pressemitteilung Nr. 94/12 zum Urteil in der Rechtssache C-128/11 des Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH):

Der Handel mit gebrauchter Computersoftware wurde vom obersten rechtssprechenden Organ der EU, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), als rechtsmäßig erklärt. Somit herrscht nun endgültige Klarheit über den Gebrauchthandel mit Software, unbedeutend ob es sich um online übertragene oder auf physischen Datenträgern ausgelieferte Software handelt.
Am 17.07.2013 wurde diese Grundsatzentscheidung des EuGH durch den BGH vollumfänglich bestätigt.
Das Aufsplitten von Volumenlizenzen unterliegt ebenfalls den Beschlüssen des EuGH.

Dass der Erschöpfungsgrundsatz bei jedem erstmaligen Verkauf einer Software gilt, wurde durch die 13 Richter der obersten Kammer bestätigt. Darüber hinaus wurde verfügt, dass Zweiterwerber von online übertragenen Lizenzen die Software direkt beim Hersteller erneut herunterladen dürfen

Außerdem erstreckt sich die Erschöpfung des Verbreitungsrechts auf die Programmkopie in der "vom Urheberrechtsinhaber verbesserten und aktualisierten Fassung", so der EuGH. Damit wurde nicht nur der Schlussantrag des EuGH-Generalanwalts vom 24. April 2012 vollständig bestätigt, sondern sogar noch erweitert.

Dieses Urteil des EuGH folgte auf eine Anfrage des BGH, da die Softwarehersteller die gesetzlich nicht eindeutigen Regelungen ausgenutzt haben, um den Handel einzuschränken und die Kunden einzuschüchtern - ungeachtet des Grundsatzes, der den Weiterverkauf von bereits einmal verwendeter Software schon vorher für legal deklarierte.


Quelle: Rakuten.de

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