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Widerrufsrecht / Fernabsatzgesetz bei GEBRAUCHTER Ware (gebraucht gekauft)

 Von 
gonorth
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerrufsrecht / Fernabsatzgesetz bei GEBRAUCHTER Ware (gebraucht gekauft)

Hallo,

folgender fiktiver Fall:

Kunde A kauft bei xxxy-kleinanzeigen eine Uhr.

Diese Uhr (hochwertig = ca. 2.000 Euro) ist seit rund 6 Monaten gebraucht bzw. wurde vor 6 Monaten neu beim Händler erworben.

Kunde A fragt den Händler nach Kratzer odgl. am Gehäuse (das am Edelstahlband sog. Microswirls vorhanden sein können ist bei einer gebrauchten Uhr nachvollziehbar).
Der Verkäufer verneint Kratzer am Gehäuse / Glas.

Nun ist die Uhr geliefert worden und es ist leider doch ein unschöner Kratzer (nicht tief, aber er ist da) am Gehäuse.

Was kann man tun? Greift hier dennoch das Fernabsatzgesetz (heißt das so?), wo einem Käufer das Recht zusteht einen Kaufvertrag innerhalb 14 Tagen zu widerrufen?

Der Käufer A will eigentlich gar nicht zu sehr bezgl. der Beschädigung "feilschen", sondern schlichtweg den Vertrag widerrufen (mit anschliessender Rückerstattung des Kaufpreis).

Der Verkäufer ist definitiv ein Gewerbetreibender (ersichtlich aus dem Verkäufernamen auf der Plattform, sowie auf dem Paket der Absendername = Firmenname / Firmenanschrift).

Der Verkäufer wurde angeschrieben bezgl. des Schaden. Es erfolgte eine "Entschuldigung", auf die Frage wie man / was man machen kann bezgl. des Swirl / Kratzer am Gehäuse kam keine Antwort mehr.

Welche Einschätzung könnt ihr geben?

Viele Grüße,
gonorth



-- Editiert von gonorth am 12.06.2020 21:28

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
recht Verkäufer Fernabsatzgesetz Käufer


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81280 Beiträge, 33946x hilfreich)

Zitat (von gonorth):
Greift hier dennoch das Fernabsatzgesetz (heißt das so?), wo einem Käufer das Recht zusteht einen Kaufvertrag innerhalb 14 Tagen zu widerrufen?

Klar.
Nur das man da für Schäden auch Wertersatz leisten müsste ... da Problem im Endeffekt also nicht wirklich gelöst wird.



Zitat (von gonorth):
(ersichtlich aus dem Verkäufernamen auf der Plattform

Tatsächlich? Wie sollte denn das gehen?



Zitat (von gonorth):
sowie auf dem Paket der Absendername = Firmenname / Firmenanschrift).

Auch nur ein Indiz - aber schon mal ein sehr Gewichtges ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
gonorth
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@Harry van Sell

- den Punkt das man für Schäden auch Wertersatz leisten müsste verstehe ich nicht.

Nicht der Käufer hat das Produkt beschädigt, sondern es kam beschädigt vom Verkäufer an / anders wie vor dem Kauf kommuniziert.
Dem Verkäufer wird auch keine Absicht unterstellt den Schaden verschwiegen zu haben. Auch er kann es übersehen haben.
Nur eben aus diesem Grund (war der Schaden vorher da / wie genau war es vorher beschädigt usw.) würde Käufer A lieber den Vertrag nach Fernabsatzgesetz widerrufen.

Die Beschädigung wurde per Photo dem Verkäufer mitgeteilt, dieser hat sich auch für den Schaden entschuldigt. Nur bringt eine Entschuldigung an sich keine Verbesserung des Produkt (aber ein fairer Geste ist es allemal vom Verkäufer).

- der Verkäufername (Account) ist zumindest sein Firmenname (z.B. Müllers-Uhren).
Sicherlich kein Beweis....

VG





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