Auftrag stornieren nach Vorkasse bei langer Lieferzeit

3. Juni 2018 Thema abonnieren
 Von 
Milane81
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Auftrag stornieren nach Vorkasse bei langer Lieferzeit

Guten Tag,
ich hätte folgendes Anliegen.
Ich erstelle spezielle Produkte die nach Kundenwunsch gefertigt werden.
Die Kunden bestellen dieses Produkt auf meiner Website und müssen anklicken dass sie das Widerrufsrecht zur Kenntnis nehmen.
Danach bekommen sie eine Rechnung mit nochmal der Widerrufsbelehrung.
Die Kunden können ab Erhalt der Widerrufsbelehrung den Auftrag innerhalb 14 Tage widerrufen.
Das Produkt erstelle ich erst nachdem der Kunde die Rechnung per Vorkasse bezahlt hat.
Soweit ich bereits gelernt habe, entfällt dieses 14 Tage Widerrufsrecht wenn der Auftrag bzw. das Produkt erstellt wurde oder ich bereits begonnen habe daran zu arbeiten. Dann könnte der Kunden doch nur einen Teil oder so zurück bekommen, solange es in dem 14 Tagen Widerrufsrecht liegt.

Was ist aber nun wenn der Kunde etwas länger warten muss auf seine in Auftrag gegebene Ware? Ich gebe den Kunden die Information dass die Lieferzeit 2 bis 4 Wochen dauert und je nach Auftragslage diese Zeit überschritten werden kann. Ich kann es sehr schwierig abschätzen wie lange es dauern wird. Die Auftragslage ist immer sehr unterschiedlich hoch.

Nach ca. 8 Wochen Wartezeit habe ich die bestellte Ware vom Kunden noch nicht abgeschlossen bzw beendet. Der Kunde verlangt aber nun das ich das Geld sofort zurück überweisen soll weil es ihm zu lange dauert.
Die 14 Tage Widerrufsrecht sind da natürlich schon abgelaufen. Ich habe dem Kunden bereits mitgeteilt dass es länger dauert und ich aber nicht genau einen Termin sagen kann.

Er verlangt das Geld zurück. Das Geld habe ich aber gar nicht mehr. Weil ich davon ja meine Kosten decken muss.

Liege ich hier jetzt richtig dass der Kunde warten muss bis ich fertig mit dem Produkt bin? Oder muss ich tatsächlich das Geld zurück überweisen weil er länger warten muss, per Vorkasse bezahlt hat und obwohl die 14 Tage Widerrufsrecht um sind?

Vielen Dank.

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39586x hilfreich)

Zitat (von Milane81):
Die Kunden können ab Erhalt der Widerrufsbelehrung den Auftrag innerhalb 14 Tage widerrufen.

Nö, im Rahmen des gesetzlichen Widerrufrechtes im Fernabsatz können Kunden bis zu 14 Tage nach Erhalt der Ware widerrufen.



Zitat (von Milane81):
Soweit ich bereits gelernt habe, entfällt dieses 14 Tage Widerrufsrecht wenn der Auftrag bzw. das Produkt erstellt wurde oder ich bereits begonnen habe daran zu arbeiten.

Da hat man wohl falsches gelernt - sofern es sich auf Deutsches Recht bezieht.


Ich empfehle die ganze Sache mal von einem fachkundigen Anwalt prüfen zu lassen, denn wenn Widerrufsbelehrungen falsch sind, fangen die 14 Tage nicht an zu laufen.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Milane81
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, das stimmt nicht. Ab Erhalt der Ware gilt aber bei meinen Produkten nicht, weil es spezielle Sonderanfertigungen nach Kundenwünschen ist. Hier entfällt das gesetzliche Widerrufsrecht. Ich kann die speziell für Kunden erstellen Produkte nicht weiterverwenden.

Die Widerrufsfrist beginnt ab Erhalt der Widerrufsbelehrung bei Vorkassenzahlung. Und die bekommen meine Kunden samt Rechnung.

Die können das fertige Produkt nicht widerrufen. Ist ja das selbe wie wenn ich ein Gärtner bestelle der mein Apfelbaum abschneiden soll, kann ich später ja nicht sagen er soll den Baum wieder ankleben.


Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Milane81):
Die Kunden können ab Erhalt der Widerrufsbelehrung den Auftrag innerhalb 14 Tage widerrufen.

Nö, im Rahmen des gesetzlichen Widerrufrechtes im Fernabsatz können Kunden bis zu 14 Tage nach Erhalt der Ware widerrufen.



Zitat (von Milane81):
Soweit ich bereits gelernt habe, entfällt dieses 14 Tage Widerrufsrecht wenn der Auftrag bzw. das Produkt erstellt wurde oder ich bereits begonnen habe daran zu arbeiten.

Da hat man wohl falsches gelernt - sofern es sich auf Deutsches Recht bezieht.


Ich empfehle die ganze Sache mal von einem fachkundigen Anwalt prüfen zu lassen, denn wenn Widerrufsbelehrungen falsch sind, fangen die 14 Tage nicht an zu laufen.

0x Hilfreiche Antwort

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