Auktion: Verkäufer will vom Vertrag zurücktreten

2. Juli 2002 Thema abonnieren
 Von 
Sascha Backes
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Auktion: Verkäufer will vom Vertrag zurücktreten

Hi!

Ich hab den Höchstzuschlag bei einer Auktion bekommen, ein Notebook für 350.- Euro. Der Verkäufer weigert sich, per Nachnahme auszuliefern. Er verlangt Vorauskasse. Es gibt keine Bewertung, der Verkäufer hat eine ungenaue/falsche Adresse angegeben und ist auch sonst ziemlich unfreundlich. Ich will aber sehr ungerne auf den Artikel verzichten. Nach etlichen emails will er jetzt vom Kaufvertrag zurücktreten. Laut Auktions-AGB tritt ein gültiger Kaufvertrag nach deutschem Recht mit Abschluss der Auktion ein.
Kann er einfach vom Kaufvertrag zurücktreten? Muss ich die Versandbedingungen unter allen Umständen akzeptieren?
Was kann ich tun? Bin für jeden Rat sehr dankbar!!

Sascha

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 127x hilfreich)

Sehr geehrter Herr Backes,

zunächsteinmal ist ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen.
Sofern die Zahlungsbedingungen (vorab) bereits Inhalt der Auktion waren, können Sie diese nachträglich nicht einseitig abändern. Diesbezügliche Wünsche hätten Sie vorher klären/vereinbaren müssen (z.B. Nachnahme, Abholung, Treuhandservice bei eBay, ...).

Von daher könnte der Verkäufer Ihnen eine letzte Frist zu Erfüllung setzen und danach vom Vertrag zurücktreten und gegebenenfalls sogar Schadensersatz verlangen.
Sollten Sie sich dennoch für eine Überweisung entscheiden, so sollten Sie darauf achten, das Kontoinhaber und Verkäufer identisch sind. Wir bearbeiten hier derzeit einige Fälle, in denen offensichtlich aus dem Ausland über Konto-Strohleute Betrügereien erfolgten. In jedem Fall gilt es soviel Informationen als möglich zu sichern und zu überprüfen (Telefon, Adresse, eMails, Screenshots, Konto ...).

Sollte alles nicht helfen, bieten einige Betreiber auch eigene Versicherungsleistungen im Schadensfall an (z.B. eBay).

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Sascha Backes
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort.

http://athammer.de/auktion.php3?id=651606

Ich habe mal den Link zur Auktion eingefügt, es handelt sich hierbei nicht um das Auktionshaus ebay, sondern um ein "Kleineres". Im Angebotstext waren keine Versand- oder Zahlungsmodalitäten vereinbart worden.
Da bisher keine Bewertungen über den Benutzer vorliegen, die angegebene Adresse unvollständig/ falsch ist wäre es doch "fahrlässig", in Vorleistung zu treten. Ich habe dem Verkäufer sogar angeboten, den Mehraufwand für eine evtl. Nachnahmelieferung zu bezahlen. Auf dieses Angebot ist er nicht eingegangen, sondern beharrt weiterhin auf Vorkasse.
In seiner letzten email schrieb er mir dann, das er von dem Vertrag zurücktritt.

Vielen Dank schonmal für die Antwort!

Sascha

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest123-574
Status:
Schüler
(317 Beiträge, 23x hilfreich)

Die Beschreibung scheint aus einem Toshiba-Prospekt übernommen und bei dem Teil

"Gewährleistung: 2 Jahre internationale Garantie, Garantie auf Akku: 12 Monate"

habe ich meine Zweifel, ob der Verkäufer diese selbst übernehmen will bzw. die Garantie des Herstellers (mit Kaufnachweis) übertragbar ist.

Stellt sich die Frage, ob der Vorschlag 50% vorab und 50% nach Erhalt eine Zumutung für den Verkäufer ist, die ihn zum Rücktritt berechtigen würde.

Wohl nicht, doch selbst wenn der Verkäufer darauf eingeht, würde ich Versand als versichertes Paket vorschlagen und die Sendung im Beisein eines Zeugen öffnen.

Wenn ich das

http://www.holme.com/Toshiba/Toshiba%20Notebooks/toshiba_notebook_09.htm

und den Auktionspreis

350.- Euro

lese kann ich mir allerdings vorstellen, dass der Verkäufer über den Kaufvertrag nicht glücklich ist (oder an dem Gerät ist doch was "faul").

Vielleicht sprechen Sie RA Scharnhorst
hinsichtlich eines Mandats an?

Gruß,

Wolfgang

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