Auto verkauft Käufer beanstandet Unfall

15. Juni 2004 Thema abonnieren
 Von 
Thiel1911
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)
Auto verkauft Käufer beanstandet Unfall

Hallo,

ich habe eine rechtliche Frage. Mein Vater ist vor 2 Jahren gestorben. Er hatte einen neuen Mercedes C 220.Nach dem Tod hat meine Mutter ihn erstmal weiter gefahren und auf sich angemeldet. Vor 3 Wochen haben wir Ihn dann in die zeitung gesetzt und verkauft Dabei haben wir den ADAC Mustervertrag benutzt und angekreutzt, das der Wagen keinen Unfallschaden und auch keine sonstigen Beschädigungen hat. Am Freitag (2 Wochen nach Verkauf) rief bei meiner Mutter ein KFZ Sachverständiger an, der den Mercedes im Auftrag des Käufers untersucht hat. Er sagt das das Auto einen Unfallschaden hat und er dieses nachweisen könnte. Die Scheinwerfer, Räder und Motorhaube soll verzogen sein und eine Lackierung vorne gemacht worden sein. Meine Mutter telefonierte dann mit dem Käufer, der dieses bestätigte und sagte das es auch seine Mercedes Werkstatt bestätigt. Meine Mutter und auch mein Vater hatten aber unseres Wissens keinen Unfall mit dem Auto. Mein Bruder gab jedoch später zu, das er mit dem Auto einen Blumenkübel gestreift hat und dadurch Kratzer an der Stossstange waren, die er ohne Wissen meiner Mutter in der Lackierei beseitigen lassen hat. Dies haben wir dem Käufer telefonisch mitgeteilt, der glaubt aber fest daran, das ein Unfall passiert sei, weil die Räder, Lampen, unter Motorhaube verzogen sei. Er will deshalb das Auto zurück geben oder Kaufpreis Minderung, notfalls gerichtlich. Was können bzw. sollten wir machen, denn ausser der Lackierung an der Stoßstange ist unseres Wissens nichts passiert (also kein Unfall). Meinen Vater können wir ja leider nicht mehr fragen, da er verstorben ist aber ein Unfall wäre uns sicherlich bekannt. Der Mercedes ist 3 Jahre alt.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Antworten bitte an
Mthielemann@web.de

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9878 Beiträge, 1430x hilfreich)

Guten Tag,

bitte berücksichtigen Sie, dass konkrete Rechtsberatungen in diesem Forum nicht erlaubt sind.

Allgemein haben Sie als Verkäufer, sofern Sie die Gewährleistung nicht explizit mit dem Vertragspartner ausschliessen, eine Verpflichtung zur Gewährleistung, die Kaufsache somit mangelfrei zu übereignen. Da Sie, nach Ihren Schilderungen, nichts von einem Unfall wussten, und sofern es zutreffen sollte, dass es sich doch um einen Unfallwagen handeln sollte, kann man Ihnen diesbezüglich keine Arglist vorwerfen. Je nach Schaden könnte an eine Kaufpreisminderung gedacht werden.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


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#2
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1710x hilfreich)

Ich denke, der K hätte auch - wenn er das will - einen Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages.

Zwar liegt wohl kein arglistiges Verschweigen vor; das wäre aber nur dann relevant, wenn keine Aussagen zur Unfallfreiheit getroffen worden wären (dann wäre der VK wohl ganz aus dem Schneider).

Die explizite Zusicherung "unfallfrei" bindet jedoch den VK auch dann, wenn er sie in Unkenntnis ihrer Inkorrektheit gibt und auch bei ausgeschlossener Gewährleistung.

Anders sähe es etwa aus bei "unfallfrei laut Vorbesitzer", "km-Stand lt. Tacho" o.ä.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Thiel1911
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 0x hilfreich)

Sind sie Anwalt? Es kann aber doch nicht sein das ein Lackschaden als Unfallschaden gesehen wird oder? Den Vertrag hatten wir vom ADAC http://www.adac.de/Recht_und_Rat/mustervertraege/default.asp?ComponentID=27392&SourcePageID=69445%230

Bin für jede Hilfe sehr dankar. Der Käufer will jetzt auf unsere Kosten ein Unfallgutachten machen lassen für 150,- Euro

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1710x hilfreich)

Es kann aber doch nicht sein das ein Lackschaden als Unfallschaden gesehen wird oder?

Ein reiner Lackschaden in Verbindung mit einem leichten Rempler nicht, das fällt in dem Zusammenhang unter Bagatellschaden.

Aber Sie schreiben ja:

Die Scheinwerfer, Räder und Motorhaube soll verzogen sein

Wenn der K das beweisen kann, könnte man u.U. das Vorliegen eines Unfallschadens bejahen - das hängt dann an dem genauen Schadensumfang.

Der Käufer will jetzt auf unsere Kosten ein Unfallgutachten machen lassen für 150,- Euro

Machen lassen kann er erst mal viel. Ob er dann einen Erstattungsanspruch hat, hängt an der Berechtigung seiner Mängelansprüche.

Den Vertrag hatten wir vom ADAC

Kann ich leider nicht aufrufen, da ich kein ADAC-Mitglied bin (immer ist mein Freund nicht da, wenn man ihn braucht ;) ).

Sind sie Anwalt?

BOBO ist einer, ich studiere noch. :)

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