Autoverkauf Rücktritt

15. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
BiankaD
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Autoverkauf Rücktritt

Ich muss heute hier ein paar Fragen stellen, da ich glaube ich eine Dummheit begannen habe.
Ich habe mein Auto bei Mobile zum Kauf angeboten. Es meldeten sich binnen kurzer Zeit sehr viele Interessenten per Telefon. Ich habe Angebote erhalten die ich ablehnte. Eines habe ich bekommen wo der Preis OK war. Der Käufer hat mir dann einen Vertrag per Email geschickt und ich sollte diesen akzeptieren. Es handelt sich um 8500€.
Ich willigte per E-Mail ein.
Da die Neubeschaffung eines Fahrzeugs länger dauert als gedacht kann ich mein Fahrinicht hergeben.
Jetzt würde mir eine Vertragsstrafe mit 3500€ angedroht, ist das rechtens. Bei Mobile wurde mein Auto mit ca 10000€ geschätzt.
Mit 1000€ wäre ich ja noch einverstanden aber 3500.

Kann mir jemand sagen wie ich mich verhalten soll?

Ich bin Alleinerziehende Mama und mache sonst keine Schnellschüsse, aber leider ist mir das passiert.

Vielen Dank für Antworten.

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von BiankaD):
Jetzt würde mir eine Vertragsstrafe mit 3500€ angedroht,
Was findet sich zu diesem Thema im von Dir akzeptierten, (unterschriebenen? - geschlossenen?) Vertrag?

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#2
 Von 
BiankaD
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Was findet sich zu diesem Thema im von Dir akzeptierten, (unterschriebenen? - geschlossenen?) Vertrag?


Es steht drin dass bei Nichteinhaltung eine Vertragsstrafe droht und ich kein Rücktrittsrecht habe. Aber die Höhe nicht. Ich habe den Vertrag widerrufen und sie haben mir daraufhin mit 3500€ gedroht und dass mein Auto schon weiter verkauft wurde und der neue Käufer vor Gericht alles bezeugt. Ein Urteil haben sie auch gleich noch dran gehängt.

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#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16345 Beiträge, 9245x hilfreich)

Zitat (von BiankaD):
Kann mir jemand sagen wie ich mich verhalten soll?

Ausschau nach günstigen Mietwagen halte um die Zeit bis zur Fahrzeugneubeschaffung zu überbrücken. Das dürfte unterm Strich die günstigste Lösung sein.

Das Problem ist, dass Sie tatsächlich den entgangenen Gewinn schulden, wenn das Fahrzeug schon weiterverkauft wurde. Ob das Fahrzeug wirklich schon weiterverkauft wurde, oder ob es nur ein Bluff ist, weiß man natürlich nicht.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39619x hilfreich)

Zitat (von BiankaD):
Es steht drin dass bei Nichteinhaltung eine Vertragsstrafe droht

Da wäre zu prüfen, ob diese Klausel rechtswirksam wäre.



Zitat (von BiankaD):
Ich habe den Vertrag widerrufen

In Ermangelung eines Widerrufsrechtes nichtig.



Zitat (von BiankaD):
haben mir daraufhin mit 3500€ gedroht und dass mein Auto schon weiter verkauft wurde und der neue Käufer vor Gericht alles bezeugt. Ein Urteil haben sie auch gleich noch dran gehängt.

Es scheint wohl weniger um eine Vertragsstrafe als mehr um Schadenersatz zu gehen.
Wie "echt" dieser Käufer ist, ist durchaus zweifelhaft. Allerdings liegt die Beweislast bei Dir und die Hürden sind da schon sehr hoch.



Zitat (von drkabo):
Das Problem ist, dass Sie tatsächlich den entgangenen Gewinn schulden, wenn das Fahrzeug schon weiterverkauft wurde

Es geht dann nicht nur um den entgangenen Gewinn, es geht auch um den weiteren Schaden den der Käufer geltend machen könnte.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2236 Beiträge, 349x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
In Ermangelung eines Widerrufsrechtes nichtig.


Ich sehe durchaus die Möglichkeit, dass ein Widerrufsrecht besteht. Das wäre aber im Detail zu prüfen. Nur fällt mir bisher noch kein Grund ein, warum es eben nicht bestehen sollte. Auf jeden Fall: Nicht selbst machen sondern einen Profi ranlassen.

Hintergrundgedanken:
Wir haben hier einen "außerhalb von Geschäftsräumen" geschlossenen Vertrag.
Es ist ein Vertrag zwischen einem Verbraucher und einem Unternehmer (gehe ich davon aus, weil er behauptet das Auto bereits weiterverkauft zu haben...das hat nichts mehr mit Privatkauf zu tun).
Bei der Definition des Widerrufsrechts wurde nicht festgelegt, welche der beteiligten Parteien Käufer und Verkäufer ist. Wir haben hier also einen atypischen Fernabsatzvertrag zwischen einem Verbraucher als Verkäufer und einem Unternehmer als Käufer.
Da der Unternehmer (das ist dessen Pflicht!) nicht über das Widerrufsrecht belehrt hat, hat die Widerrufsfrist nie angefangen zu laufen.
Wertersatz kann nur vom Unternehmer verlangt werden, wenn die Ware, die er zurückbekommt einen Wertverlust erlitten hat. Da der Unternehmer hier aber keine Ware zurückbekommt, kann er auch keinen Wertverlust erlitten haben.
Dass er bereits Dinge weiterverkauft hat, die er noch gar nicht besitzt oder eignet, ist sein eigenes unternehmerisches Risiko.

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