Bestellung storniert, Stornierung bestätigt, Ware trotzdem geliefert

9. Dezember 2006 Thema abonnieren
 Von 
kroetli
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Bestellung storniert, Stornierung bestätigt, Ware trotzdem geliefert

Hallo,

ich würde mich darüber freuen, wenn Ihr allgemeine Einschätzungen zu meinen
Problemen mit einem Online-Buchladen abgeben würdet.

Folgender Fall:
08.08. Bestellung von 2 Büchern bei einem Online-Buchladen (Warenwert 7,90 Euro und 7 Euro, also zusammen 14,90 Euro), halbe Stunde später Bitte um Stornierung per Mail (denn Netzrecherche ergab, dass es sich um einen dubiosen Shop handelt, was mir vorher nicht klar war).
11.08. Stornierung wird vom Buchladen per Mail bestätigt, damit scheint alles in Ordnung.

Dann jedoch:
17.08. "Bestätigung der Auslieferung" per Mail. Ich frage per Mail noch am selben Tag nach, was das denn soll.
22.08. Sendung kommt bei mir an (14 Tage nach der stornierten Bestellung, obwohl Lieferzeiten von 1 bis 2 Tagen angegeben waren). Ich öffne die Sendung gar nicht erst, weil ich die Bücher schon anderweitig gekauft habe. Noch am selben Tag schreibe ich eine Mail, in der ich sie darauf hinweise, dass sie die Sendung bei mir abholen können, wenn sie sie wiederhaben wollen.
06.09. Erste Reaktion des Buchladens: Mail, in der ich darum gebeten werde, die Sendung ausreichend frankiert zurückzuschicken.
12.09. Antwort per Mail von mir: Ich fordere sie auf, mir 4,25 Euro zu überweisen, damit ich die Sendung als versichertes Einschreiben (so dass ich einen Nachweis habe) zurückschicken kann. Alternativ biete ich ihnen wieder an, die Sendung bei mir abzuholen. Noch am selben Tag erhalte ich Antwort per Mail, die aber völlig am Thema vorbeigeht.
13.09. Ich erhalte die erste und einzige Zahlungserinnerung per Mail. Erneute Mail von mir, in der ich sie wieder auffordere, mir 4,25 Euro zu überweisen und es zu unterlassen, mir Zahlungserinnerungen zu schicken. Am selben Tag kommt per Mail die Antwort, dass sie mir einen Portoaufkleber zuschicken werden.
27.09. Ich habe die Sendung wieder hervorgeholt und mir ist aufgefallen, dass sie zu dünn und zu leicht für die 2 Bücher ist. Unter den Augen zweier Zeugen und einer Videokamera öffne ich die Sendung und stelle fest, dass nur ein Buch geschickt wurde (das für 7,90 Euro). Die beiliegende Rechnung wurde für beide Bücher ausgefertigt, aber handschriftlich korrigiert. Ich frage per Mail nach, wann denn der Portoaufkleber kommen soll, und fordere sie auf, mir schriftlich zu bestätigen, dass sie mir nur ein Buch zugeschickt haben (bisher war nämlich auch von ihrer Seite immer die Rede von beiden Büchern).
12.10. Per Post erhalte ich einen Stamp-It-Aufkleber im Wert von 3,90 Euro für ein unversichertes Päckchen (also ohne Nachweis für mich), außerdem eine Kopie der ursprünglichen, unkorrigierten Rechnung (Rechnungsbetrag 14,90 Euro), auf der handschriftlich vermerkt ist: "Für die Rücksendung". Dem Brief liegt kein Anschreiben bei.
18.10. Ich schreibe eine ausführliche Mail, in der ich sie erneut auffordere, mir 4,25 Euro zu überweisen bzw. einen entsprechend hohen Portoaufkleber zuzuschicken, und schreibe, dass ich ihnen dann den Aufkleber für 3,90 Euro gemeinsam mit dem Buch zurückschicken werde. Außerdem fordere ich sie erneut auf, mir schriftlich zu bestätigen, dass sie mir nur ein Buch geschickt haben.
20.10. Ich frage bei der Post nach, ob es möglich ist, eine 35-Cent-Marke zusätzlich zu lösen, damit ich ein versichertes Einschreiben schicken kann. In dem Zusammenhang werde ich darüber aufgeklärt, dass Stamp-It-Aufkleber wohl nur ab Stempeltag 2 Tage gültig sind. Der mir zugeschickte Aufkleber trägt das Datum vom 06.10., war also schon bei Erhalt offenbar nicht mehr gültig.

Keine weitere Reaktion, jetzt aber:
30.11. Post vom Inkassobüro: Hauptforderung 7,90 Euro, Gesamtforderung 28,91 Euro.
07.12. Fax an Inkassobüro mit der Forderung, mir erstmal eine Vollmacht bzw. Abtretungserklärung zuzusenden, weil ich den Vorschlag bei einem anderen Fall hier im Forum gefunden habe.

Unglaublich das Ganze, oder?
Dennoch: Können die mir irgendwas? Was würdet Ihr jetzt tun?

Vielen Dank für Eure Kommentare!




6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3452x hilfreich)

Es hätte nun wirklich gereicht dieAnnahme zu verweigern und gut wärs!
:banana:

Dein Theater finde ich unerträglich - das muß mal gesagt werden! Eine Sendung -unfrei- wäre sicherlich eine bessere Lösung gewesen. Du hast mit Deiner Bestellung letztendlich das Theater ausgelöst und machst den Aufstand wegen 35 Cent?????????????
:bang:
:kotz: :dau:
Sorry - aber manchmal fragt man sich echt in welcher Bananenrepublik wir leben.


1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
kroetli
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo Mr. Cool,

erstens ist die Sendung in den Briefkasten geworfen worden, daher ist Annahme verweigern nicht möglich gewesen. Aber selbst wenn, hätten die doch behaupten können, sie hätten die Sendung nie zurückbekommen. Nach dem, was ich im Netz über die gelesen habe und mittlerweile auch selber mit denen erlebt habe, halte ich das jedenfalls für nicht ganz unwahrscheinlich. Das Problem hätte ich dann entsprechend auch haben können, wenn ich es unfrei zurückgeschickt hätte: Sie hätten ihrerseits die Annahme verweigern können und ich wäre dann doch wieder auf den Kosten sitzengeblieben. Ich habe es jedenfalls nicht eingesehen, da irgendein Risiko einzugehen, wenn die mir einfach eine Woche nachdem sie mir die Stornierung bestätigt haben das Stornierte zuschicken (und das bei angeblichen Lieferzeiten von 1 bis 2 Tagen!).

Zweitens hast Du das mit den 35 Cent nicht ganz richtig verstanden. Ich hatte bei der Post ja extra nachgefragt, ob ich die 35 Cent einfach drauflegen kann, und hätte das wahrscheinlich auch gemacht. Die Postbeamtin sagte mir aber, dass der Portoaufkleber überhaupt nicht mehr gültig war. Den konnte ich also nicht mehr verwenden.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
-Laie-
Status:
Legende
(18145 Beiträge, 6070x hilfreich)

@Mr. Cool

Deine Ausführungen sind Quatsch. Eine unfreie Rücksendung ist das dümmste was man machen kann. Die Rücksendekosten dürfen nicht unnötig in die Höhe getrieben werden, auf den MEhrkosten (knapp 100%) bleibt der Versender also sitzen. kroetli hat also genau richtig gehandelt. Also kroetli, einfach abwarten und letztmalig eine Mail schreiben, daß du nicht mehr auf irgend etwas reagierst, außer einer Abholung, einer Zusendung eines gültigen Versandaufklebers oder der Überweisung des geforderten Versanbetrages. Der VK hat hier überhaupt keine Handhabe irgend etwas einzufordern.
Das Paket mußt du natürlich aufbewahren.


Viele Grüße, Michael

0x Hilfreiche Antwort


#5
 Von 
kroetli
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

vielen Dank an micbu und Mirk für die hilfreichen Antworten!

@Mirk:
Zitat: *3. Es hätte meines Erachtens genügt, die Zusendung so wie (nachweislich) erlangt NACHWEISBAR einem Versandunternehmen zu übergeben, versehen mit dem (nachweislich) erhaltenen Portoaufkleber.* (wieso werden die Anführungszeichen denn hier immer gelöscht?)

Das wollten wir ja, jedoch war dieser Aufkleber eben
a) für den unversicherten Versand als Päckchen (d.h. leider keinerlei Nachweis für uns, daß wir es der Post übergeben haben - wir hätten dann also nichts mehr in der Hand, wenn behauptet wird es ist nichts angekommen) und
b) offenbar nicht mehr gültig laut Postmitarbeiter, sodaß wir dann auf den kompletten Kosten eines versicherten (und nur damit nachweisbaren) Versands sitzengeblieben wären.
Da wir dies natürlich nicht wollten (für deren Fehler auch noch fast 10 DM bezahlen), hatten wir ja wie oben geschrieben mehrfach darum gebeten, uns diesen versicherten Versand (Maxibrief-Einschreiben = 4,25 Euro) zu erstatten, was bis heute - Wochen später - nicht passiert ist...

Obwohl die ganze Sache und Kommunikation mit denen äußerst ärgerlich war und unprofessionelle, teils völlig unsinnige Antworten kamen, waren wir ja die ganze Zeit kooperativ und haben die ganze Zeit angeboten, das Buch gegen Verauslagung der entstehenden Kosten zurücksenden.
Aber dafür brauchen wir natürlich einen Nachweis, und den gibt es eben leider nur per versichertem / nachverfolgbaren Versand.
Wir hätten ja sogar, wie gesagt, die 35 cent auf eigene Kosten obendrauf gelegt, um diesem ganzen Nerv ein Ende zu setzen, wenn es denn möglich gewesen wäre. Aber das war es ja allein schon deshalb nicht, weil der Aufkleber schon zum Zeitpunkt des Abschickens und der Ankunft bei uns schon seit mehreren Tagen nicht mehr gültig war... (wohlgemerkt hat es ja auch erstmal 1 ganzen Monat gedauert, bis dieser verschickt wurde nach der Ankündigung *Wir schicken Ihnen sofort einen Portoaufkleber*)

Viele Grüße,
kroetli


-- Editiert von kroetli am 11.12.2006 13:56:09

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3452x hilfreich)

ENTSCHULDIGUNG!
... wenn ich es falsch interpretiert habe. Ich dachte tatsächlich du veranstaltest wegen 35ct. den Aufstand.

Ich bin aber nach wie vor der Meinung, das eine Annahmeverweigerung (sofern nicht als Brief eingeworfen) besser gewesen wäre - der Shop hat die Ware zurück und fertig.

Sonst bietet sich der unfreie Paketversand an- was aber wegen Warenwert bereits wegfällt.

Mir ist allerdings unverständlich erst nach der Bestellung zu recherchieren und wenn der Shop "dubios" war, wo ist denn das Risiko bei scheinbar Kauf auf Rechnung? Man sollte auch manchmal den Verkäufer nicht vergessen, der jetzt die Kosten auf die anderen Käufer umlegen wird.

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 304.946 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
123.595 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.