Ebay Kleinanzeigen, Rücksendung, Kosten

22. November 2023 Thema abonnieren
 Von 
go637158-53
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Ebay Kleinanzeigen, Rücksendung, Kosten

Hallo liebe Leute,

Ich habe am 20 Oktober einen Motor über einen Verkäufer bei Ebay Kleinanzeigen gekauft und dann ewig auf die Ware gewartet. Es passierte und passierte nichts und mit der Sendungsnummer habe ich beim DPD im Tracking festgestellt dass die Ware nach wie vor und immer noch beim Paketshop in Elmshorn festhing.
Egal wann ich die Sendungsnummer eingegeben habe: immer bekam ich die Meldung dass das Paket immer noch an der ersten Station seiner Reise festhängen (dort wo es vom Verkäufer abgegeben wurde).

Daraufhin habe ich wieder und immer wieder den deutschen Paketdienst kontaktiert und abgesehen von deren Website, auf der eben besagte Meldung rausgegeben wurde sagte man mir am Telefon, dass das Paket offensichtlich irgendwo hängen würde und man könnte versuchen (eventuell könnte man– so die Formulierung) das Paket dort abholen zu lassen. Da wieder nichts passierte habe ich den DPD angeschrieben und immer wenn ich sie anschrieb erhielt ich Antwort schreiben, in denen stand, dass die Sendungsnummer nicht zugeordnet werden konnte. Diese Aussage war völlig absurd da die Sendungsnummer zum einen völlig gut lesbar auf dem (von mir in der Mail sogar beigefügten) Foto des versandscheines stand und weil ich ja bei Eingabe besagter Sendungsnummer in der Sendungsverfolgung auf deren Website ebenfalls eine korrekte Auskunft bekam, die auch das richtige Paket betraf: wer das Paket beim deutschen Paketdienst abgegeben hat, wo das Paket immer noch festhängt und wer der Empfänger ist nämlich ich).

Die Zeit verstrich und ich bekam immer wieder blödsinnige Antworten vom DPD, die fast schon auf künstlichen Absender (bot) hindeuteten.

Irgendwann sagte mir jemand am Telefon beim DPD, dass der Vertragspartner ohnehin der Absender sei. Dieser müsste sich um eine eventuell mögliche paketsuche oder einen Suchauftrag kümmern.

Ich benötigte den Motor allerdings dringend für meinen Betrieb, da bei mir ein Fahrzeug still stand, was für mich beruflich eine Katastrophe darstellte.

Der Verkäufer, mit dem ich logischerweise die ganze Zeit in Kontakt stand war in den Nachrichten patzig und unverschämt und wie es mich dann darauf hin, dass ich offensichtlich zu blöd sei diese Sache vernünftig anzugehen und er würde das jetzt machen und das würde alles zack zack ganz schnell gehen.

Während er dieser Sache nun nachging setzte ich ihm eine Frist da ich den Motor ansonsten woanders kaufen muss.

Es kamen noch einige ziemlich unfreundliche Nachrichten von ihm, in denen er mir mitteilte, dass er mit dem DPD Kontakt aufgenommen hätte und das er all das schaffen würde für das ich offensichtlich zu blöd sei.

Dann kam erstmal nichts mehr von ihm und parallel setzte ich mich mit ebay kleinanzeigen in Verbindung und teilte denen diese ganze Angelegenheit mit.

Was irgendwann passierte: meiner Kreditkarte wurde über Paypal der Kaufpreis zurückerstattet.

Ich war dankbar, dass die Angelegenheit offensichtlich zumindest diesbezüglich geklärt werden konnte und schrieb dem Verkäufer sogar noch eine E-Mail, in welcher ich ihm für die Rückzahlung dankte.

Gestern kam dann allerdings ein Paket bei mir an, welches ich zuerst einem anderen Absender zuordnete weil ich diese Sache als erledigt glaubte.

Tatsächlich war die Rückzahlung nicht vom Verkäufer sondern vom ebay käuferschutz ausgelöst worden.

Heute schrieb mir dann der Verkäufer eine Mail und teilte mir mit, dass er erfahren hätte, dass ich nun das Paket erhalten hätte und dass er umgehend die Rücksendung erwartet. Ich hatte mit dieser ganzen Sache nur Ärger, musste mir anderen Ort einen Motor kaufen und habe diese ganze Sache auch nicht aus Lust und Laune storniert.

Ich teilte dem Verkäufer mit, dass ihm dieses Paket gerne umgehend zurückschicken möchte, dass ich aber nicht noch die Versandkosten tragen möchte, die über 30 € betragen weil das Paket ziemlich schwer ist. Ich habe dem Verkäufer mitgeteilt, dass er mir entweder die Versandkosten zukommen lassen sollte oder dass er einen Versanddienstleister seiner Wahl (der eventuell günstiger ist wenn er eine findet) beauftragen sollte, der das Paket bei mir abholt.

Daraufhin folgte eine extrem wütende Mail, in der er mir mitteilte, dass ihm das alles merkwürdig vorkäme und er die Polizei einschalten würde wenn ich nicht innerhalb von zwei Tagen oder so bezahlen würde. Das würde nach Betrug riechen.

Ich weiß nicht was ich sagen soll. Wegen dieser ganzen Angelegenheit hatte ich nur Ärger. Ich habe die Ware umgehend bezahlt und über einen Monat lang nichts erhalten. Ich habe keine Ahnung wo in meinem Verhalten betrug liegen sollte. Der Schriftverkehr zwischen mir und dem deutschen Paketdienst liegt genauso vor wie der Schriftverkehr zwischen mir und dem Verkäufer. Dass das Paket ewig lange beim DPD festlegen ist ebenfalls nachgewiesen und konnte wohl kaum von mir forciert werden (schon gar nicht wegen 30 € versandkosten.). Der
Ebay kleinanzeigen Käuferschutz hat mir den Kaufpreis erstattet weil ich meine Ware nicht erhalten habe.

Ich wäre sehr froh wenn dieses idiotische Paket bei mir verschwindet aber ich will neben dem ganzen Ärger und dem Verdienstausfall nicht auch noch auf 30 € versandkosten festsitzen.

Wie sieht das ganze Ding für mich juristisch aus? Wie sieht es mit dem Versandkosten aus und vor allem was soll der Blödsinn mit der Androhung einer Betrugsanzeige? Wofür denn?

Ich würde mich sehr über Hilfe freuen.

Liebe Grüße

Ben

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6974 Beiträge, 1465x hilfreich)

Zitat (von go637158-53):
Wie sieht das ganze Ding für mich juristisch aus? Wie sieht es mit dem Versandkosten aus und vor allem was soll der Blödsinn mit der Androhung einer Betrugsanzeige? Wofür denn?


Dazu müsste man die Versand- und Rücksendebedingungen des Verkäufers kennen.
Ich würde die Ware zurücksenden und das Porto als Lehrgeld abschreiben.Gewisse Produkte sollte man nicht über Kleinanzeigenportale kaufen. Vor allem (!) nicht als Gewerbetreibender.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
go637158-53
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Dazu müsste man die Versand- und Rücksendebedingungen des Verkäufers kennen.
Ich würde die Ware zurücksenden und das Porto als Lehrgeld abschreiben.Gewisse Produkte sollte man nicht über Kleinanzeigenportale kaufen. Vor allem (!) nicht als Gewerbetreibender.


Lehrgeld wofür? Weil man bei ebay kleinanzeigen so etwas nicht kauft? Ich hatte nur die Wahl so etwas *******eteuer neu oder günstiger (nicht billig) gebraucht zu kaufen.

Ich möchte halt wissen wie es juristisch bei Privatverkäufen mit dieser Versandkosten Frage aussieht weil ich keinen Bock habe jetzt noch mal 30 € oben drauf zu legen und ich möchte wissen ob ich mir das Sparen kann oder eben nicht. Die Sache mit dem Betrug macht mir keine Sorgen weil das völlig absurd ist. Womit denn betrogen? Ich habe die Ware seiner Zeit bezahlt und ewig lange gewartet. Daran ist nichts Strafbares. Ich habe das Geld über den Käuferschutz zurückbekommen weil ebay kleinanzeigen der Meinung war, dass mir dieses Geld Zustand. Auch das ist in Ordnung. Jetzt bekomme ich gestern dieses Paket und sage, dass der Typ es gerne abholen lassen kann und dies ist der einzige Punkt, für den er die Betrugs keule rausholen kann und dieser Vorwurf scheint mir ein bisschen an der Sache vorbeizugehen. Ich würde aber gerne wissen wie es juristisch aussieht ob ich in diesem Fall gesetzlich verpflichtet bin die Versandkosten zu zahlen.
Schalte ich aber einen Anwalt ein um das prüfen zu lassen habe ich sehr schnell mehr Geld für den Anwalt ausgegeben als die Versandkosten betragen würden.
Hier gibt es für mich nur die Frage: bin ich gesetzlich verpflichtet diesen ****** zu bezahlen oder nicht. Wenn ja, dann zahle ich das natürlich. Wenn ich aber nicht verpflichtet bin diese Versandkosten zu übernehmen, dann sehe ich auch nicht ein das Geld mal eben locker zu machen. So viel Geld habe ich nämlich auch nicht über.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118805 Beiträge, 39630x hilfreich)

Zitat (von go637158-53):
Ebay kleinanzeigen Käuferschutz hat mir den Kaufpreis erstattet weil ich meine Ware nicht erhalten habe.

Dieser "Käuferschutz" wohl nicht nur nichts wert, dass kann sogar noch richtig teuer werden ...
Der BGH hat in 11.2017 entschieden, dass man sich nicht unter Bezug auf den "Käuferschutz" bzw. den "Verkäuferschutz" der deutschen Gerichtsbarkeit entziehen kann (AZ. VIII ZR 83/16 und VIII ZR 213/16).



Zitat (von go637158-53):
Wie sieht das ganze Ding für mich juristisch aus?

Ungünstig.



Zitat (von go637158-53):
Wie sieht es mit dem Versandkosten aus

Da man das Paket angenommen hat statt es zu verweigern, wird man diese zahlen müssen.



Zitat (von go637158-53):
vor allem was soll der Blödsinn mit der Androhung einer Betrugsanzeige? Wofür denn?

Weil man nun Geld rechtswidrig erlangt und die Ware hat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2253 Beiträge, 351x hilfreich)

Das Angebot das Paket zurückzuschicken ist sogar noch kulant vom Verkäufer.
Als Gewerbetreibender hat man (wenn nicht explizit vereinbart) kein Widerrufsrecht.
Der Verkäufer dürfte durchaus Bezahlung, entstandene Kosten und Verzugsschäden geltend machen und müsste den Motor gar nicht zurücknehmen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16368 Beiträge, 9252x hilfreich)

Sehe ich ähnlich.

Ich vermisse nämlich den Punkt, wo der Kaufvertrag rechtswirksam aufgelöst wurde.
Die Erstattung des Geldes durch die Kleinanzeigenplattform ist jedenfalls keine Auflösung des Kaufvertrags.
Rein rechtlich ist es also so, dass der Verkäufer seinen Teil des Vertrags erfüllt hat (nämlich die Ware geliefert) und der Käufer jetzt zur Zahlung der Ware verpflichtet ist.

Es wäre natürlich für den Käufer sinnvoll, den Kaufvertrag aufzulösen, da er die Ware ja nicht mehr braucht.
Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Verkäufer eine Vertragsauflösung ablehnt, wenn der Käufer die Ware nicht auf eigene Kosten zurückschickt ...

Momentan sitzt der Verkäufer am längeren Hebel, weil er einfach die Bezahlung der Ware verlangen kann, die ja (wenn auch spät) beweisbar geliefert wurde.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
vacantum
Status:
Praktikant
(897 Beiträge, 142x hilfreich)

Privatverkauf an Gewerbe also.

a) Damit geht das Transportrisiko vom Verkäufer auf den Käufer über, sobald die Ware dem Transportdienstleister übergeben wurde. Der Verkäufer hätte hier also gar nichts tun müssen.

b) Widerrufsrecht existiert für den gewerblichen Käufer auch nicht.

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