Esprit: Fehlende Ware bei Retourensendung

11. Juni 2012 Thema abonnieren
 Von 
JetztFragIchMalNenAnwalt
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Esprit: Fehlende Ware bei Retourensendung

Hallo,

ich hoffe Ihr könnt mir helfen, denn ich bin stinksauer...

Ich habe Anfang letzter Woche bei Esprit 10 Artikel unterschiedlichster Art bestellt. Diese habe ich innerhalb von 2-3 Tagen erhalten, angeschaut und anprobiert und zum Schluss nur 2 Artikel (T-Shirt und Polo-Shirt) behalten. Die Positionen welche zurückgesandt wurden, habe ich vorher noch auf dem Retourenschreiben vermerkt und dem Paket beigelegt. Die Retoure ging gleich wieder am nächsten Tag raus. Die Differenz habe ich von der Rechnung herausgerechnet und gleich überwiesen. Also alles innerhalb den üblichen 14 Tagen...

Jetzt bekomme ich eine Email von Esprit, dass eine Position, nämlich der Gürtel, fehlen würde und ich diesen zu bezahlen hätte. Ich habe den Gürtel aber nicht bei mir und bin mir 100 % ig sicher, dass dieser im Paket drinnen war. Meine Freundin hat mich noch beraten und hat auch gesehen, dass alles drinnen war. Des Weiteren hake ich jede Position ab, bevor sie ins Paket kommt und so war es da auch.

Ich habe gleich die Hotline angerufen und man wollte den Vorfall prüfen. Es dauerte keine 15 Minuten, da bekam ich schon die Zahlungsaufforderung, dass der Gürtel zu begleichen wäre. Sehr komisch, wie schnell soetwas intern geklärt werden kann.

Jetzt meine Frage, was kann ich tun, damit diese Sache vom Tisch ist? Ich möchte die Ware nicht bezahlen, da ich diese ja auch nicht kaufen wollte und zurückgesandt habe.

Wie kann ich hier vorgehen?
Macht es Sinn einen Anwalt einzuschalten?

Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte!

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3142 Beiträge, 3488x hilfreich)

quote:
Macht es Sinn einen Anwalt einzuschalten?


Bei dem vermutlich geringen "Streitwert" wird kein normaler Anwalt tätig - jedenfalls nicht gem. RVG.

quote:
Wie kann ich hier vorgehen?


Wenn Ihre Freundin als Zeugin zur Verfügung steht, dann sind die Chancen nicht so schlecht - sie muss aber auch bezeugen können, dass Sie den Gürtel ...
... wieder in das Paket gelegt haben
... + verpackt (zugeklebt) haben
... + zur Post gebracht haben

Dies ALLES muss sie gesehen/begleitet haben.

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-- Editiert hamburger-1910 am 12.06.2012 00:59

0x Hilfreiche Antwort


#3
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3142 Beiträge, 3488x hilfreich)




quote:
quote:Wenn Ihre Freundin als Zeugin zur Verfügung steht, dann sind die Chancen nicht so schlecht - sie muss aber auch bezeugen können, dass Sie den Gürtel ...
... wieder in das Paket gelegt haben
... + verpackt (zugeklebt) haben
... + zur Post gebracht haben
Dies ALLES muss sie gesehen/begleitet haben.

Wenn der Absender etwas vom Empfänger haben möchte, (erst) dann müßte er die Voraussetzung seines Anspruchs belegen.

Wenn umgekehrt der Versender aus der angeblichen Nicht-Rücksendung Ansprüche gegen den Verbraucher stellen will, müßte sie der Versender belegen.


Als Käufer ist man allerdings dafür beweispflichtig, dass man die Ware auch zurückgesendet hat - ansonsten wäre hier ja eventuellem Betrug seitens des Käufers Tür und Tor geöffnet.

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:
Wenn umgekehrt der Versender aus der angeblichen Nicht-Rücksendung Ansprüche gegen den Verbraucher stellen will, müßte sie der Versender belegen.



Das geht ja schon von der Logik her nicht. Negative Tatsachen sind dem Beweis nicht zugänglich, man kann nicht beweisen, dass jemand etwas nicht getan hat.

I.Ü. ist die Beweislast immer gleich, egal wer hier wen verklagt, der Absender muss den Versand beweisen, wenn der Empf. das bestreitet.

Der Verbraucher ist bei Ausübung des Widerrufsrechts zur Rücksendung verpflichtet, ...

Den Nachweis muss immer der Verbraucher führen.

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0x Hilfreiche Antwort


#6
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Der Versender müßte hier die "positive" Tatsache beweisen, daß das -unstrittig- dem Transportunternehmen zur Rücksendung übergebene ( und an den Empfänger transportierte ) Paket dem Transportunternehmen ohne die (angeblich) fehlende Sache übergeben worden war. <hr size=1 noshade>



Das ist eben schlicht abwegig. Dann könnte jeder K einfach ein leeres Paket zurrückschicken, der VK bliebe beweisfällig unf müsste den KP erstatten.

Du stellst die Beweisregeln auf den Kopf.

Wortakrobatik dreht die Beweislast nicht um.

Jeder hat das zu beweisen, was ihm günstig ist und die Tatbestandsvoraussetzungen der Normen, auf die er sich beruft.

§ 357 II BGB :

Der Verbraucher ist bei Ausübung des Widerrufsrechts zur Rücksendung verpflichtet , ...

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