Falsche Ware über Kleinanzeigen erhalten

27. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
lauralamis
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Falsche Ware über Kleinanzeigen erhalten

Hallo!
Ich habe am 25. Oktober mich mit einem Verkäufer auf Kleinanzeigen geeinigt ein Gerät „L'Oreal SteamPod" für 70€ inkl. Versand zu kaufen. Da ich selber oft auf Kleinanzeigen verkaufe, weiß ich, dass eine Bezahlung über PayPal Freunde durchaus günstiger ist, daher war das auch zwischen uns vereinbart. Der Verkäufer hat noch 2 Bilder geschickt, in denen er deutlich das richtige Produkt zeigt und dass es im sehr guten Zustand sein soll. Ich habe dazu eine Versandverfolgung gefordert. Der Verkäufer bestätigt alles und meint, er könne das Produkt eventuell schon am selben Tag verkaufen. Am nächsten Tag erhielt ich Sie Verfolgungsnummer und das Bild des Pakets. Das Paket selbst hatte ein Bild eines anderen Geräts, jedoch hatte ich mir nichts dabei gedacht, da ich oft selber andere Pakete wiederverwende. Heute kam das Paket an und als ich es öffnete, war das Produkt drinnen, das auch auf dem Paket abgebildet war, also das FALSCHE. Was mir geliefert wurde, war zwar auch ein Haarprodukt, jedoch ein komplett anderes Gerät. Ich habe natürlich den Verkäufer so schnell wie möglich kontaktiert und ein Bild von dem Produkt geschickt und ihm gesichert, dass ich friedlich das Problem lösen will. Ich habe noch auf sein Account geschaut, was er noch sonst so verkauft und ich sehe genau das gleiche Produkt, das ich gerade in der Hand halte. Dieses bietet er für 10€ (!!!) an! Ich habe das siebenfache bezahlt! Habe bisher noch keine Antwort vom Verkäufer erhalten, da auch nicht viel Zeit verlaufen ist, jedoch wollte ich wissen: Falls der Verkäufer mich blockieren sollte oder meine Nachrichten einfach ignorieren sollte, was könnte ich da tun? Bei Kleinanzeigen könnte ich zwar den Nutzer melden, aber hätte ich da eine Chance das eigentliche Produkt zu erhalten oder das Geld zurückzukriegen?
Ich weiß, dass ich rechtlich auf der guten Seite liege, da gem. §433 I BGB die Ware frei von Sach- und Rechtsmängeln übergeben werden muss, trotz des Privatkaufts. Aber Recht haben heißt ja dann auch nur Recht haben.
Wie würdet ihr da vorgehen?

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16238 Beiträge, 9208x hilfreich)

Haben Sie vollständigen Namen und vollständige Post-Adresse des Verkäufers?

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
lauralamis
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Haben Sie vollständigen Namen und vollständige Post-Adresse des Verkäufers?


Ich habe verschiedene Angaben dazu, denn einerseits heißt der Verkäufer auf Kleinanzeigen NUR "Deniz". Seine E-Mail Adresse zum PayPal Account, zu der ich das Geld geschickt habe, enthält wiederrum einen komplett anderen Namen, was für mich ehrlich gesagt auch nicht ungewöhnlich ist. Auf dem Paket steht beim "Absender" auch ein komplett anderer Name, aber die Herkunft des Pakets stammt aus dem selben Ort wie auf Kleinanzeigen angegeben (Nur Postleitzahl und Stadtbezirk). Eine genaue Adresse steht auch da, jedoch weiß ich nicht, ob diese echt ist.

Der Verkäufer hat bis jetzt noch nicht auf meine Nachrichten reagiert. Jedoch habe ich immer noch die Hoffnung, dass das eventuell nur eine Verwechslung war (die Hoffnung stirbt zuletzt), da das Gerät, das nun bei mir Zuhause ist, immer noch auf seiner Seite zu Verkauf steht, während das Gerät, das ich ursprünglich kaufen wollte nicht mehr zu finden ist, bei mir aber bei den Nachrichten als "Reserviert" angezeigt wird.

-- Editiert von User am 27. Oktober 2023 18:44

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118366 Beiträge, 39557x hilfreich)

Zitat (von lauralamis):
Wie würdet ihr da vorgehen?

Als erstes mal darüber nachdenken, das Absätze nicht nur an Schuhen Sinn machen.

Als zweites darüber nachdenken, wie man den Verkäufer identifizieren kann. Denn man hat das Problem, dass einem der Verkäufer offenbar nicht bekannt ist - in DE kann man allerdings "unbekannt" nicht verklagen, da der Beklagte in der Klageschrift konkret und korrekt benannt werden muss ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
pa517628-35
Status:
Schüler
(240 Beiträge, 8x hilfreich)

Mir ist mal das selbe passiert. Da ich aber nie beweisen konnte was im Paket tatsächlich drin war hatte ich Pech. Seitdem öffne ich solche Produkte begleitend nur noch mit der Kamera

1x Hilfreiche Antwort

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