Falschen Artikel erhalten, PVK verweigert richtigen und bietet ihn erneut zum Verkauf an

17. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Eleven9
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Falschen Artikel erhalten, PVK verweigert richtigen und bietet ihn erneut zum Verkauf an

Liebe Forenmitglieder, wie das Thema in der Zeile oben schon aussagt, liefert PVK nach Auktion falschen Artikel an den K. . Nach Reklamation ist der PVK bereit, ihn zurück zu nehmen, aber im weiteren Verlauf kommt der PVK dem K null entgegen, ihm den richtigen Artikel zu liefern. Der K ist nicht damit einverstanden und fordert den richtigen Artikel weiterhin. Forderung verhallt im Nirgendwo, denn VK antwortet dann einfach nicht mehr.
Auf dem richtigen eingestellten Artikel sind bereits fleißig Gebote abgegeben.
Der K hat sich dann überlegt , auf den richtigen Artikel, den der PVK ihm hätt schicken müssen, erneut zu bieten.
Frage nun zu dieser Situation: Wenn er den Artikel zu einem höheren Preis ersteigern würde, könnte er dann die Differenz zum vorigen Ersteigerungsbetrag vom VK zurück verlangen?

Danke schon mal für eure Kommentare - bin gespannt.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118655 Beiträge, 39614x hilfreich)

Zitat (von Eleven9):
könnte er dann die Differenz zum vorigen Ersteigerungsbetrag vom VK zurück verlangen?

Ja, kann er, denn verlangen kann man ja fast alles.

Probleme gibt es meist erst beim „bekommen" bzw. „durchsetzen", denn da spielen eine Vielzahl von Faktoren (kann er, will er, darf er, ist er vertraglich verpflichtet, sind diese vertraglichen Verpflichtungen gültig, …) mit.

Falls dann keine Rechtsgrundlage erkennbar ist, tendieren die Erfolgsaussichten gegen 0.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Eleven9
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank.
In besagtem Fall ist die Sache beweisbar, und der K hat ein Recht auf Nacherfüllung - der VK hat seinen Teil des Kaufvertrags nicht erfüllt, sondern grob verletzt.
Frage noch zum Bieten auf die zweite Auktion, um sich auf diese Weise den Artikel zu beschaffen:
Was ist, wenn der VK den K sperrt und der K gar nicht mehr darauf bieten kann? Kann dann ersatzweise ein naher Verwandter den Artikel ersteigern? Oder können dann die Rechtsansprüche für den K nicht mehr durchgesetzt werden?


-- Editiert von User am 18. Oktober 2023 01:26

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118655 Beiträge, 39614x hilfreich)

Zitat (von Eleven9):
Kann dann ersatzweise ein naher Verwandter den Artikel ersteigern?

Zum einen kommt das auf die Bedingungen der jeweiligen Plattform an.
Zum anderen könnte das schlicht rechtsmissbräuchlich sein.



Zitat (von Eleven9):
Oder können dann die Rechtsansprüche für den K nicht mehr durchgesetzt werden?

Gut möglich, dass sie dann stark eingeschränkt sind.


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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Eleven9
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank. Dann kann der K quasi den Artikel abschreiben, denn ein anderer K wird ihn kaufen. Dann kann ihm der VK den Artikel auch auf dem Rechtsweg nicht mehr nachliefern. Dann bleibt dem K. nichts anderes übrig als eine Schadenersatzklage zu machen - Rücktritt vom Kaufvertrag und Schadenersatz statt Leistung wegen Pflichtverletzung und Nichterfüllung des Kaufvertrags

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Eleven9
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zum anderen könnte das schlicht rechtsmissbräuchlich sein.


Warum rechtsmissbräuchlich?

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118655 Beiträge, 39614x hilfreich)

Zitat (von Eleven9):
Warum rechtsmissbräuchlich?

Weil man einen "Strohmann" einsetzt um die Bedingungen des Verkäufers zu umgehen.


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