Feuerlöscherwartung / Geschäft an der Haustür

16. September 2011 Thema abonnieren
 Von 
Schnuckes
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)
Feuerlöscherwartung / Geschäft an der Haustür

Hallo zusammen,

mein Sohn ( 19) hat an der Haustüre, den Feuerlöscher warten lassen.
Dieser wurde erst letztes Jahr gewartet. Wobei ich im Nachhinein feststellen musste, dass ich das gar nicht hätte machen müssen.( auch ich bin hier in die Fallegetappt)
Aussage vom Herrn an der Haustür:" Feuerlöscherwartung ist Pflicht." Jetzt liegt wohl zuhause ein Überweisungsträger mit 53 Euro. Muss ich das bezahlen?
Ich bin der Meinung, dass mein Sohn keine Befugnis hat so etwas zu entscheiden, da er kein Hauseigentümer ist.
Da er mit 19 Jahren noch keine Ahnung hat was richtig und falsch ist, grenzt der Fall ja schon an Betrug.
Das es mir hier nicht um die 53 Euro geht, sondern ums Prinzip, sollte klar sein.

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17 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1449 Beiträge, 508x hilfreich)

dumm nur das es vermutlich eine Dienstleistung ist (Überprüfung) und keine Rückabwicklung möglich ist. Und dein Sohn ist doch bestimmt 17 - oder? ;)

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#2
 Von 
Lenina Huxley
Status:
Praktikant
(969 Beiträge, 435x hilfreich)

quote:
Ich bin der Meinung, dass mein Sohn keine Befugnis hat so etwas zu entscheiden, da er kein Hauseigentümer ist.


Das muß er auch nicht sein. Ich kann auch in Auftrag geben, dein Auto zu waschen, und wenn es gewaschen ist, muß ich (nicht du) als Auftraggeber bezahlen - auch wenn mir dein Auto nicht gehört.

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"War mein Rat hilfreich? Freue mich immer über Bewertungen mit 3-5 Sternen. :) "

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#3
 Von 
Schnuckes
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)

Trotzdem finde ich schon, dass mein Sohn da übern Tisch gezogen wurde. ( Letzendlich ja ich, weil ich das evtl blechen muss).Ich werde den Typen mal anschreiben, dass mein Sohn keine Befugnis hatte ihm das zu unterschreiben. Mal sehen ob ich damit durchkomme, bzw was er zurückschreibt. Zur Not zahle ich lieber das Geld einem Anwalt. Sonst kommt der Typ noch auf die Idee das Gleiche nächstes mal bei meiner 85 jährigen Oma abzuziehen.

Reklamieren kann man doch immer, oder?

Bei einer Nachfrage bei der hiesiegen Polizei wurde ich gerade nur angepampt.

Danke für Eure Antworten.

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#4
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Da er mit 19 Jahren noch keine Ahnung hat was richtig und falsch ist, grenzt der Fall ja schon an Betrug. <hr size=1 noshade>


Ob das strafrechtlich Betrug ist mag mal dahinstehen.

Zivilrechtlich ist der Vertrag jedenfalls nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung anfechtbar.

Problem ist allerdings, daß man die Arglist, sprich hier die Täuschung ggf. vor Gericht nachweisen muss. Wurden Nachbarn, die das ggf. bezeugen können genau so über den Tisch gezogen?

Ob man sich dem Stress aussetzen will, muss man selber entscheiden.

Wenn Ja: Wegen arglistiger Täuschung mit Zugangsnachweis anfechten (Sohn), dann der Dinge harren, die da kommen oder auch nicht. Für die Nachbarn gilt das ggf. genau so.

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17255 Beiträge, 5931x hilfreich)

quote:
Ich werde den Typen mal anschreiben, dass mein Sohn keine Befugnis hatte ihm das zu unterschreiben.

Das ist blanker Unsinn. Dein Sohn ist 19Jahre alt und somit volljährig. Selbstverständlich darf dein Sohn die Überprüfung eines Feuerlöschers beauftragen.
Er hat einen Fehler gemacht und lernt daraus.

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" "

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#6
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1449 Beiträge, 508x hilfreich)

quote:
Er hat einen Fehler gemacht und lernt daraus.

Hoffentlich, der Lerneffekt ist in jedem Fall gut. Trotzdem macht es mit tierisch Spaß solche Abzocker mit entsprechender Taktik zu zermürben. Wenn du also einen Brief aufsetzen willst, dann würde ich mir den Spaß machen deinen Sohn auf 17 zu setzen und damit den Auftrag als schwebend unwirksam zu deklarieren. Dann hat der Abzocker bestimmt nicht den Preis vorher gesagt? Also dann argumentieren, das es a)keine Zustimmung zu einem Auftragsangebot für 59.- gegeben hat und daher diese nachträgliche Forderung unberechtigt ist und b) er den Typen für einen Beauftragter eures Wartungsdienstes gehalten hat und daher ersatzweise eine Anfechtung wegen Irrtum erfolgt.
Ob man die Nachbarn, die vermutlich nicht so blauäugig waren, dazu bekommt als Zeugen auszusagen ... Leider fehlt häufig die Courage.

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#7
 Von 
Schnuckes
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)

Natürlich, hatte das für meinen Sohn einen Lerneffekt.

Auf der Rechnung ist ein Stempel unter der Unterschrift meines Sohnes mit "befugte Person".
Er wurde weder nach Alter noch nach dem Ausweis gefragt.
Mein Sohn ist aus 1. Ehe und trägt zudem noch einen anderen Nachnamen.
Man kann aufgrund der Körpergrpße heutzutage nicht mehr davon ausgehen, dass jemand schon über 18 ist.
Dies werde ich dem Herrn sicher auch so im Schreiben mitteilen. So habe ich keine eindeutige Aussage über die Aussage meines Sohnes gemacht.
Zudem standen Nachbarn bei meinem Sohn, die ihn noch gefragt haben, ob er das machen darf.Der Herr hat sich nicht beirren lassen und einfach weitergewerkelt. Das sei Pflicht und gesetzlich vorgeschrieben. Spätestens da hätte er nach dem Alter fragen sollen, findet Ihr nicht. Alle Zeugen fanden den Vorgang eine riesige Frechheit.

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#8
 Von 
Scappler
Status:
Lehrling
(1176 Beiträge, 749x hilfreich)

quote:
Spätestens da hätte er nach dem Alter fragen sollen


Nein wieso?


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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Zudem standen Nachbarn bei meinem Sohn, ... <hr size=1 noshade>



Wenn Zeugen vorhanden sind, weshalb ficht der Sohn dann nicht wegen arglistiger Täuschung an?

Dann ist die Sache mit 100%iger Sicherheit erledigt, §§ 123 , 142 BGB

Daß er volljährig war, kann man dagegen ja wohl schlecht abstreiten.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122665 Beiträge, 40166x hilfreich)

quote:
Da er mit 19 Jahren noch keine Ahnung hat was richtig und falsch ist,

Wie kommt es das er der normalen durchschnittlichen Entwicklung so hinterherhinkt?
Steht er unter Betreuung? Ist er nicht geschäftsfähig?

Ab 18 sollte er das wissen was richtig und falsch ist, denn mit der Volljährigkeit trägt er die volle Verantwortung für sein Handeln - zivil wie straftrechtlich.
Das könnte dann ja noch übel enden für ihn ...





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

0x Hilfreiche Antwort


#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122665 Beiträge, 40166x hilfreich)

Wenn vom TE ohne Einschränkung und Anmerkung mitgeteilt wird, das der 19jährige Sohn richtig und falsch nicht unterscheiden kann, dann lohnt sich im Rahmen der Fallbetrachtung schon eine Nachfrage ob hier z.B. Möglichkeiten im Rahmen des § 1903 BGB bestehen.



quote:<hr size=1 noshade>Solltest Du Dir nicht lieber um Dein eigenes notorisch unterdurchschnittliches Abschneiden Sorgen machen? <hr size=1 noshade>

Der Durchschnitt bei einer Punktezahl von 5,0 liegt bei 2,5.
Mit 2,9 bin ich also schon überduchschnittlich.
:grins:

Es mag ja sein, das es für das Selbstbewustsein einiger der hier Schreibenden von existenzieller Bedeutung ist, eine höchstmögliche Bewertung zu bekommen.

Was aber nicht der eigentliche Sinn dieses Meinungforums hier ist.

Ich teile meine Meinung jedoch unabhängig davon mit, ob sie der Mehrheit zusagt. Ich richte meine Meinung auch nicht nach dem wohlwollen einzelner aus.

Wem es passt - gut.
Wem es nicht passt - mir egal.





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#13
 Von 
Schnuckes
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)

Ja so manche persönliche Interpretation von Leuten, die mit 6 Jahren schon das Abi in der Tasche haben, ignorier ich einfach.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Lenina Huxley
Status:
Praktikant
(969 Beiträge, 435x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>dann würde ich mir den Spaß machen deinen Sohn auf 17 zu setzen und damit den Auftrag als schwebend unwirksam zu deklarieren <hr size=1 noshade>


Und wenn die Gegenseite sich nicht bluffen läßt und klagt, hat man dann noch eine Vorstrafe wegen §263 StGB an der Backe. Und da hilft "ich wollte mich doch nur gegen die Abzocker wehren" auch nicht als Verteidigung.

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#15
 Von 
Schnuckes
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 8x hilfreich)

Bin noch am überlegen was ich mache.
Da der Typ anscheinend alle 2 Jahre durch die Ortschaft fährt, kann ich ihm doch sicher Hausverbot erteilen.
Bringt ein Schild, mit" Hausieren verboten", überhaupt was?

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Bin noch am überlegen was ich mache. <hr size=1 noshade>



Das verstehe ich jetzt nicht.

Nach § 123 BGB kann man 1 Jahr lang anfechten. Das geht sogar vielleicht noch für die Wartung, die du selbst vor 1 Jahr beauftragt hast.

Anfechten müsste wie gesagt der Sohn = Auftraggeber.

Ohne Anfechtung geht ein Klage, so sie denn kommt, jedenfalls durch.

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#17
 Von 
guest-12313.09.2012 15:30:27
Status:
Praktikant
(935 Beiträge, 302x hilfreich)

Anfechtung ist die einzig vernüftige Sache!
Fragt man solche Kerle nach Steuernr. und Firmensitz, dann wird so manche Rechnung gleich zerrissen. Schau dir die Rechnung genau an in Bezug auf Firmenangaben.

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" Gruss aus Offenbach"

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