Garantie und Herstellergarantie

21. April 2015 Thema abonnieren
 Von 
irutt
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Garantie und Herstellergarantie

Hallo,
wir vertreiben Maschinen einer US Amerikanischen Firma in Deutschland. Unser Vertrag sagt, dass wir innerhalb der Gewährleistung die Reparaturkosten (Reise/Zeit/Stunden) erfüllen müssen (gegen bessere Marge) und die Ersatzteile durch den Hersteller ersetzt werden. Soweit so gut.
Jetzt wurde eine Maschine ausgeliefert und die Maschine hat von Anfang an nicht funktioniert.
Aus meiner Sicht können/müssen wir diesen Fehler nicht verantworten, da die Maschine noch nie gelaufen ist, sich somit noch im Werkszustand befindet und eine Garantie erst nach Inbetriebnahme zu laufen beginnt.
Der Hersteller meint natürlich, dass wir zuständig sind.

Wer hat recht? Hat jemand ein paar EU§ hierzu?

Danke!

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39619x hilfreich)

Die §§ besagen das man erst mal in den vertraglichen Vereinbarungen (in denen mit dem Hersteller und in denen mit dem Kunden) schauen sollte, wann genau die Gewährleistungsphase beginnt und wann die Garantie.



Die Gewährleistung gegenüber dem Kunden beginnt in der Regeln bei der Lieferung beim Kunden. In dem Falle ist es unerheblich ob die Sache schon einmal verwendet wurde, denn die Sache hat für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendungsart geeignet zu sein bzw. hat die für eine entsprechende Sache übliche Beschaffenheit aufweisen. Das ist hier beides nicht der Fall.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16827 Beiträge, 5864x hilfreich)

@irutt, ganz klar, ihr seid zuständig.
Ist euer Kunde ebenfalls Händler oder Privatperson? Euer Kunde kauft von euch, also seid ihr Ansprechpartner. Wenn euer Kunde ebenfalls Gewerbetrwibender ist, dann könnt ihr nach dem HGB die Gewährleistung ausschliessen. Was ihr mit eurem Zulieferer an Verträgen habt, das kann deinem Kunden völlig egal sein. Er hat ein Anrecht darauf das zu bekommen was er bestellt hat und das in einem mangelfreien Zustand. Wenn die ausgelieferte Maschine nun also einen Defekt hat, dann wendet er sich an euch. Du musst wissen was ihr euren Kunden vertraglich zugesichert habt. On du das Geld von deinem Zulieferer wieder bekommst, das hängt von deinen Verträgen mit diesem ab. Diesem gegenüber dürfte für dich US Recht gelten.

2x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Aus meiner Sicht können/müssen wir diesen Fehler nicht verantworten, da die Maschine noch nie gelaufen ist, sich somit noch im Werkszustand befindet und eine Garantie erst nach Inbetriebnahme zu laufen beginnt.


Das läßt sich weder nach deutschem noch nach US-Recht, weder zwischen K und VK noch zwischen VK und Hersteller so behaupten.
Wenn der Vertrag zwischen VK und Hersteller nichts Gegenteiliges besagt, sind auch bei Übergabe vorliegende Schäden inbegriffen. Denn auch für danach auftretende Mängel habt ihr ja offenbar keine Regelung, die einen Unterschied macht, ob der Schaden nun bei Übergabe schon vorlag (respektive "angelegt war") und sich erst später gezeigt hat oder ob er erst später auch wirklich aufgetreten ist.
Zwischen VK und K gilt dasselbe mutatis mutandis, eine Garantie beinhaltet da selbstverständlich gerade auch Schäden, die schon bei Übergabe vorliegen.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
RrKOrtmann
Status:
Lehrling
(1510 Beiträge, 667x hilfreich)

Zitat (von irutt):
wir vertreiben Maschinen einer US Amerikanischen Firma in Deutschland. Unser Vertrag sagt, dass wir innerhalb der Gewährleistung
die Reparaturkosten (Reise/Zeit/Stunden) erfüllen müssen (gegen bessere Marge) und die Ersatzteile durch den Hersteller ersetzt werden.


1. Es kann zwischen Händler/Verkäufer und Garantiegeber nach Belieben vereinbart werden, welche "eigentlich" vom Garantiegeber geschuldeten Leistungen vom Händler/Verkäufer erbracht werden sollen, und zu welchen Konditionen.

2. Soweit jedoch ein Händler gegenüber Verbrauchern gesetzliche Nacherfüllungsleistungen zu erbringen hat wg. mangelhafter Lieferung, kann er gemäß § 478 BGB von seinem Lieferanten die Übernahme sämtlicher Kosten verlangen.

Zitat:
Der Hersteller meint natürlich, dass wir zuständig sind.


RK

2x Hilfreiche Antwort

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