Gebrauchtnotebook Kauf

19. Oktober 2011 Thema abonnieren
 Von 
Tradder
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Gebrauchtnotebook Kauf

Hallo.
Ich habe ein Problem mit einem Käufer (ich selbst bin der Verkäufer).

Der Käufer hat bei mir ein gebrauchtes Notebook ohne Betriebssystem gekauft.
Ausgehändigt wurden ein (natürlich voll funktionsfähiges) Notebook älterer Baureihe samt Netzteil.

Tage später stürmt der Kunde zu mir und sagt, dass er darauf kein Betriebssystem (in seinem Fall WindowsXP) installieren kann. Das stimmt natürlich nicht, allerdings hat der Kunde sich auch nicht die notwendigen Festplattentreiber besorgt, damit das überhaupt so klappen konnte. Daher war er erfolglos.
Daraufhin meinte er, dass ich ihm das vorher hätte sagen müssen, und er daher vom Vertrag zurücktreten will.
Das will ich aber nicht. Stattdessen hab ich dem Kunden angeboten, die komplette Installation für einen gewissen Betrag vorzunehmen. Das war dem Kunden natürlich zuviel, und er hat den Fall nun seinem Anwalt übergeben, welche mir nun auch prompt ein entsprechendes Schreiben zugesandt hat, ich hätte dem Kunden als "Laien" sagen müssen, dass da keine Betriebssysteminstallation möglich ist. Das ist aber grundsätzlich falsch, denn mit der passenden CD lässt sich problemlos ein Betriebssystem installieren (sowohl WindowsXP, als auch Linux, etc.)
Mir wird in dem Schreiben von seinem Anwalt sogar Betrug vorgeworfen... Einschüchterungstaktik?

Wie ist denn in solchen Fällen überhaupt die Rechtslage? Eine Betriebssysteminstallation ist ja nichts für Anfänger. Ausserdem geh ich doch als Verkäufer davon aus, dass ein Kunde weiß, was er kauft (und was er tut), wenn er das explizit ohne Betriebssystem möchte (dessen Vorinstallation ihm beim Verkauf natürlich gegen Aufpreis mit angeboten wurde).
Soll ich mich auf den Rechtsstreit einlassen? Wär ja mal n grundsätzliches Urteil...

Ich freue mich über Antworten.

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21 Antworten
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#1
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8525 Beiträge, 4064x hilfreich)

Hallo,

also irgendwie widersprichst du dir ja schon selber in deinem Text.

quote:
denn mit der passenden CD lässt sich problemlos ein Betriebssystem installieren

lässt sich nicht ganz so einfach damit verbinden:
quote:
allerdings hat der Kunde sich auch nicht die notwendigen Festplattentreiber besorgt


Sollte ein Installieren des Betriebssystemes nicht möglich sein, weil man sich erst noch Fesstplattentreiber besorgen muss und diese bei der Installation mit einbinden muss, stellt dies schon einen "Mangel" dar, den man beim Verkauf auch angeben muss.

Evtl solltest du mal mit deinem Kunden sprechen welche Installationssoftware er denn von XP genau hat, es gibt ja auch spätere Versionen wo Servicepacks schon mit eingebunden sind.

Ansonsten muss man aber auch sagen, eine XP Installation ist jetzt auch nichts so schweres, dass Jemand mit nicht all zu grossen Kenntnissen, dies nicht schaffen könnte. Die Grundinstalltion geht ja fasst von alleine und danach die entsprechenden Gerätetreiber sollten auch nicht ein all zu grosses Problem sein.

bei einer Vorinstallation ist meisst ja die Lizenz noch mit das teuerste, evtl kannst du dich ja mit deinem Kunden darauf einigen, dass er seine eigene Lizenz für die Installation mitbringt und du ihm dann das Betriebssystem aufspielst. Dieses Aufspielen sollte mehr oder weniger auch nebenher machbar sein, denn der direkte wirkliche Zeitaufwand den man vor diesem Notebook dazu aufbringen muss, hält sich doch eher in grenzen, 15-20Min davorsitzen sollten für geübte Leute genügen, die Installation an sich läuft ja fasst von alleine, dafür könntest du einen minimalpreis verlangen, oder dies zur Zufriedenstellung beider Sieten sogar so machen...

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#2
 Von 
Tradder
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

quote:
Sollte ein Installieren des Betriebssystemes nicht möglich sein, weil man sich erst noch Fesstplattentreiber besorgen muss und diese bei der Installation mit einbinden muss, stellt dies schon einen "Mangel" dar, den man beim Verkauf auch angeben muss.


Das verstehe ich jetzt nicht. Wenn ich ein Auto ohne Motor verkaufe, dann muss ich doch auch nicht die notwendigen Werkzeuge/Schrauben etc. mitverkaufen, damit ein Kunde es hinbekommt, einen Motor einzubauen, wo man diese Sachen ja allesamt beim Hersteller bekommt.

Es gibt ja auch gar keine Treiber-CD etc. zu dem gebrauchten Gerät, da es sämtliche Festplattentreiber usw. beim Hersteller zum Download gibt. Und natürlich hab ich dem Kunden angeboten, ihm eine CD/Diskette mit den passenden Treibern, die ich dann für ihn runtergeladen hätte, mitzugeben, als er zur ersten Reklamation bei mir war.

Nur braucht man dafür auch ein wenig Know-How, damit das mit dem einbinden von Treibern in einer Präinstallations-Umgebung von WindowsXP auch reibungslos klappt. Das hat der Kunde wohl nicht, daber das kann doch auch nicht mein Problem sein? Er hätte auch Linux installieren können, und da hätte es vermutlich keine Probleme gegeben.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8525 Beiträge, 4064x hilfreich)

Ich bin ja ein Freund von Vergleichen und dieser vergleich den du genannt hast ist da gar nicht mal schlecht.

Ein Motor ist bei einem Fahrzeug etwas sehr spezifisches, der Motor für ein Bestimmtes Fahrzeug, bzw für eienn bestimmten Fahrzeugtyp ist immer spezifisch. Und zu einem Motor für einen Fahrzeugtyp gehören dann auch die bestimmten Schrauben etc. Werkzeuge für den Motoreinbau kann man natürlich nicht erwarten.

Jetzt das ganze auf die Installation eines Betriebssystemes übertragen. Ein betriebssystem ist nicht so spezifisch wie der Motor für ein bestimmtes Fahrzeug. Ein Betriebssystem ist übergreifend und nicht nur für eine spezielles Notebook entwickelt. Du wirst bei dir im Verkaufsregal ja nicht ein XP haben welches nur für diess eine Notebook ist und ein weiteres XP welches auch nur auf einem anderen Notebooktyp läuft.
Das XP ist in dem Fall das Werkzeug, dass Werkzeug hat dein Kunde also. Das das XP so nicht kompatibel mit dem Notebook ist wurde aber nicht gesagt. Ein kurtzer Hinweis vor dem Kauf, dass XP sich nicht ohne weiteres zutun installieren lässst hätte man also schon angeben müssen...

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Tradder
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Wer sagt denn, dass man auf dem Notebook nur WindowsXP installieren kann? Es lassen sich diverse Betriebssysteme auf diesem Notebook installieren... Windows XP... diverse Linux Derivate... DOS ... usw... allein bei den Linux Varianten gibt es viele, die wahrscheinlich problemlos funktionieren, und etliche, die nicht mal ansatzweise funktionieren, oder wiederum viele, die erst zusätzliche Treiber etc. brauchen. Man kann von mir sicher alles, aber nicht erwarten, dass ich genau weiß, was problemlos funktionieren wird, oder erst ein paar Hürden braucht, bis es läuft. Bei einem Gebrauchtgerätekauf bei dem ich ein leeres Gerät ohne Betriebssystem bekomme muss ich auf solche Eventualitäten gefasst sein.
Und ein Betriebssytem wie WindowsXP in 15 min installieren ist eh nicht drin. Die volle Installation mit allen Treibern etc. hätte ich dem Kunden sicher mit 100€ oder mehr in Rechnung gestellt, und das hätte er sicher nicht gemacht. (und ich es nicht als kostenlosen Service)
Alles in allem wird mir ja Betrug vorgeworfen, dass ich es nicht erwähnt habe, dass es bei genau diesem Betriebssystem evtl. zu Probleme kommen kann. So weit prüfe ich das Gerät doch gar nicht. Das Gerät wird auf ordnungsgemäße Funktion geprüft, und die ist in jedem Fall gewährleistet. Was der Kunde softwareseitig dann macht, ist doch nicht mehr mein Problem.

(Übrigens, was den Motor betrifft.. der mag ja spezifisch sein, was den Hersteller betrifft.. ich kann jedoch Motoren anderer Autohersteller, oder komplette Eigenbaumotoren in jeweils andere Chassis einbauen und sogar nutzen. Anpassungsarbeit vorrausgesetzt. Diese Anpassungsarbeit kann ich aber nicht schon im Vorfeld vom Chassisverkäufer verlangen)

-- Editiert Tradder am 19.10.2011 20:59

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#5
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8525 Beiträge, 4064x hilfreich)

quote:
Und ein Betriebssytem wie WindowsXP in 15 min installieren ist eh nicht drin
Vielleicht max 20 Min aber mehr braucht es nicht. Dabei rede ich nicht von der gesammtzeit die die Installation braucht, sondern nur von der Zeit die man selber dafür wirkich aufbringen muss! Die zeit in der man nur vor dem rechner sitzen würde und nichts macht ausser warten zähle ich jetzt nicht, denn diese zeit kann man gut für andere Dinge nutzen. Die reine Zeit die man fürs installieren aufwenden muss hält sich bei rund 15-20min, kann ich dir gerne vorführen. Die Zeit in der man nichts machen kann las vor dem Rechner warten bis man wieder mal was bestätigen muss oder dergleichen zähle ich wie gesagt nicht.

Einen Betrug kann man dir sicher nicht vorwerfen, dazu fehlt einfach die Grundlage, aber eine schlechte Beratung kann man dir gewiss vorwerfen. Dem Kunden vorzuenthalten, dass XP so nicht installiert werden kann, hätte man dem Kunden also schon mitteilen müssen. Jetzt einfach auf andere mögliche Betriebssysteme verweisen, damit ist es nicht getan. XP ist ein bzw das gängigste betriebssystem was genutzt wird, allein aus diesem Aspekt her hätte man schon darauf hinweisen müssen...

quote:
Das Gerät wird auf ordnungsgemäße Funktion geprüft, und die ist in jedem Fall gewährleistet
Wohl nicht im Fall Windows XP...

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#6
 Von 
Tradder
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Es gehört aber zu den Standardprozedere, entsprechende Treiber, für den Fall, dass sie benötigt werden, im Vorfeld in den Speicher zu laden (Bei WindowsXP wird man hier per F6 Taste gleich zu Beginn aufmerksam gemacht, bei Windows Vista und 7 erhält man per speziellem Link diese Möglichkeit).

In diesem Fall jedoch hab ich einen Kunden vor mir, der dachte, "sparen wir einfach am Betriebssystem" und es geht ja immer schön einfach.. CD einlegen, ein paar mal auf Weiter geklickt und vielleicht so sachen wie Produktschlüssel und Name eingeben, und gut ists. Aber genau das ists eben nicht. Jeder noch so dämliche Treiber muss dann auch im Nachhinein noch vom Hersteller besorgt werden, sonst hat man kein Ton, falsche Auflösung, keine Hardwarebeschleunigung, Abstürze und und und... das is nich in 20 min erledigt. Meist muss man erst mal ne Stunde beim Hersteller rumkramen, bis man die entsprechenden Treiber alle gefunden hat. Oft hat man so tolle Sachen wie "Unbekanntes Gerät" im Gerätemanager... da heissts dann erst mal suchen, wenn man weiß wie... von Begriffen wie Geräteinstanzpfad und Co hat ein "Laie" sicher kaum einen blassen Schimmer. Genau das handle ich mir jedoch bei "ohne Betriebssystem" ein. Wäre es im späteren Verlauf der Installation zu solchen Problemen gekommen, wäre der Kunde dann auch zu mir gerannt... "äh.. geht nicht, will ich zurückgeben".
Sorry, das kanns echt nicht sein. Unter den Umständen kann man nunmal kein Notebook für 150€ verkaufen, wenn ich da erst noch massig Arbeit (abseits vom bloßen Überprüfen) dafür reinstecken muss. Bei "Ohne Betriebssystem" muss der Kunde schon selbst die Verantwortung für die korrekten "betriebsystemspezifischen" Treiber tragen. Meine Meinung... und ob man sich da so "rausklagen" kann, das bezweifel ich grad eben.

Gibts noch mehr Meinungen dazu?

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#7
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Richter
(8525 Beiträge, 4064x hilfreich)

Irgendwie hört sich das letztgeschriebene nicht so an wie der Eingangspost.

Was ist denn jetzt genau das Problem? Kann XP so wie du schreibst wenigst als "grundgerüst" aufgespielt werden, sprich ohne passende Grafigtreiber, Lan Treiber, Audio treiber etc, oder lässt sich XP schonmal gar nicht als "Grundgerüst" aufspielen, so wie es sich im Eingangspost anhört?

Die Sache mit dem fesstplattentreiber im Eingangspost hört sich da erstmal so an, als ob das XP Installationsfile keine Fesstplatte erkennt um XP erstmal im "Grundgerüst" installieren zu können.

Dein letzter Post hört sich aber so an, als ob XP doch als "Grundgerüst" installiert werden konnte.
ist letzteres der Fall, dann würde ich dich im Recht sehen, ist aber ersteres der Fall, dann würde ich bei dem bleiben wie ichs schon geschrieben habe...

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0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1449 Beiträge, 508x hilfreich)

quote:
einbinden von Treibern in einer Präinstallations-Umgebung von WindowsXP auch reibungslos klappt.

Ist der PC so prähistorisch, das selbst die Grundinstallation nicht klappt? Oder ist es keine Original-HD in dem Notebook und daher eine aufwändigere Prozedur notwendig?
Ich schliesse mich dem Vorposter an - wenn die normal zu erwartenden Installationsabläufe nicht gehen, zumindest für die Basisinstallation, dann besteht ein (verschwiegener) Mangel.

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"PS: die hier in Foreneinträgen eingeblendete Werbung ist keine Empfehlung meinerseits"

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#9
 Von 
DerFragensteller
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 11x hilfreich)

Das Ur XP kann soweit ich mich erinnere keine SATA Platten, da muss ein Treiber für den SATA Controller mit der Taste F6 vorgeladen werden und dann läuft die installation wie gewohnt ab. Den Treiber muss mann runterladen beim Notebookhersteller und auf einen USB Stick packen, wenn man nicht mit nLite die ganzen Treiber und evtl. Updates in die alte XP Version reinpatchen will und eine neue XP CD brennt.
http://www.chip.de/artikel/Windows-XP-Installations-CD-mit-nLite_16811600.html

Ich persönlich sehe da auch kein Problem, Hardware wurde auf Funktion geprüft... wenn der Artikel ordentlich beschrieben war und dort auch eine SATA Platte genannt wurde, sollte der Kunde sich informieren ob XP das mitmacht.



-- Editiert DerFragensteller am 20.10.2011 13:41

-- Editiert DerFragensteller am 20.10.2011 13:45

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#11
 Von 
DerFragensteller
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 11x hilfreich)

@Mirk
wo fängt es an und wo hört es auf?

Man kann ja nicht hellsehen was der Käufer installieren will, wie soll man den alle Betriebssysteme testen?

Win XP klapp nicht...
Win XP mit eingebauten SP2 schon...
Vista hätte keine Probleme gemacht...
Win 7 auch Problemlos...
Wenn ich dann an die gefühlen 100.000 Linux Distris denke usw.

Meistens sind auf den Laptops Recovery Partitionen wo dann eben eine Spiegelung eines funktionierenden Systems liegt, da der Käufer aber nur Hardware gekauft hat... wird man diese Partition löschen (inkl. Treiber usw.) und die Windows Lizens getrennt verkaufen und dadurch meistens mehr Geld erhalten.

Ich bestreite keien Ausführungen hier... mich interessiert es wirklich. Weiß zumindest warum ich keine gebrauchte Hardware verkaufe...

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0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Tradder
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Genau das ist es. Wo fängt es an, wo hört es auf.
Ab einem gewissen Punkt könne man ja immer weiterfragen. Möglicherweise hätte der Kunde, wenn denn die reine Windows Installation geklappt hätte, das Problem gehabt, dass der Laptop kein Internet bekommt, weil der Netzwerktreiber (WLAN-Treiber, etc.) fehlt. Den hätte er sich aus dem Internet runterladen können, was ohne Internet wiederum nicht geht. Der berühmte Teufelskreis, der dann wiederum nicht ohne zusätzliches Gerät und zusätzlichen Aufwand zu lösen gewesen wäre.
Aber hier würde dann jeder sagen, "Das ist nun das Problem des Kunden."

Es muss ja wohl ne Grenze gezogen werden, bis hierhin und nicht weiter, und ich denke eigentlich, diese Grenze ist mit der Installation jeglicher Software auf dem Gerät erreicht, wozu auch das Betriebssystem nebst passenden Treibern gehört.

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#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122896 Beiträge, 40173x hilfreich)

Wenn man ein Notebook gänzlich ohne Betriebssystem kauft, darf man nicht erwarten, das man Treiber für alle existierenden Betriebssysteme mitgeliefert bekommt.

Allenfalls könnte man für das aktuelle marktführende Betriebssystem bzw. für das marktführende kompatible Betriebssystem solches erwarten.

Die Unfähigkeit eines Kunden das Gerät in diesem Falle bei der Installation korrekt zu bedienen, löst auch keine Ansprüche aus.



Ansonsten kenne ich einige Frauen die ihre Autos beim Händler reklamieren könnten ...
:devil:





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

quote:
Win XP mit eingebauten SP2 schon...


Pragmatisch betrachtet würde ich Käufern ein Gerät immer so liefern, das die Funktionsfähigkeit erkennbar ist - z.B. per Linux, free-DOS o.a.
In dem aktuellen Fall würde ich dem K. eine SP2-Version ohne Lizenzkey senden. Diese ist downloadbar und wurde zig-tausendfach von MS kostenlos versandt. Dann wäre doch alles ok und alle zufrieden!? Die Prinzipienreiterei bringt niemand weiter und der K. hat bei erwiesener Funktionsfähigkeit und somit unbegründetem RA-Einsatz genug Lehrgeld bezahlt.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
DerFragensteller
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 11x hilfreich)

@Mr.Cool
ein reines gebranntes SP2 bringt ihm da leider garnichts, da sind die Treiber ja noch gepackt und unlesbar.

Man könnte mit einem Tool (nLite) sein XP nehmen und SP2 integrieren. Einfacher wäre sich einfach den Treiber zu laden und eben beim Setup am Anfang F6 zu drücken und nur den SATA Treiber zu laden!

Aber finde das ein Download der Treiber nicht zum Kauf gehört... hier wurde nur funktionierende Hardware verjauft. Wenn diese nach installation mit richtigen Treiber nicht läuft würde doch erst ein Anspruch entstehen.

Nach Info die Treiber auf der Herstellerseite laden zu können oder eben mit direktlink. Ist der Fall doch erledigt!

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0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8429 Beiträge, 3449x hilfreich)

Mit SP2 meinte ich natürlich XP mit SP2- solche DVD´s hat doch jeder Profi rumliegen und kann damit lizenzkey-freie 30-Tage-Installationen machen. Image gibt es vermutlich auch noch bei MS.

Nach meinem Verständnis sollte man dem Käufer alles so zur Verfügung stellen wie es auch vom Hersteller kam. Abweichungen sollten dann nach Möglichkeit beschrieben sein. Beispiel:
ohne Herstellerdokumentation, ohne Treiber (download von Hersteller möglich), Abdeckung für PCMCIA fehlt




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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

-- Editiert Mr.Cool am 21.10.2011 14:31

0x Hilfreiche Antwort


#18
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1299x hilfreich)

"In diesem Fall jedoch hab ich einen Kunden vor mir, der dachte, "sparen wir einfach am Betriebssystem" und es geht ja immer schön einfach.. CD einlegen, ein paar mal auf Weiter geklickt und vielleicht so sachen wie Produktschlüssel und Name eingeben, und gut ists. Aber genau das ists eben nicht. Jeder noch so dämliche Treiber muss dann auch im Nachhinein noch vom Hersteller besorgt werden"

Genau das ist doch der Knackpunkt. Hätten Sie auf oben genanntes Hinweisen müssen oder nicht?

Warum haben Sie den Käufer nicht darauf hingewiesen? Selbst wenn Sie es nicht müssten (was noch zu klären wäre) kein Gegenargumnent es nicht doch zu tun.

Machen Sie dies jetzt wenigstens zukünftig?

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" "

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122896 Beiträge, 40173x hilfreich)

quote:
Aber genau das ists eben nicht. Jeder noch so dämliche Treiber muss dann auch im Nachhinein noch vom Hersteller besorgt werden"

Genau das ist doch der Knackpunkt. Hätten Sie auf oben genanntes Hinweisen müssen oder nicht?

Warum haben Sie den Käufer nicht darauf hingewiesen?

Ganz einfach: weil das bie XP z.B. so üblich ist, das die Treiber nachinstalliert werden müssen. Und bei den anderen Betriebssystemen auch.
Wenn ich ein System will, das alle Hardwarefunktionen zur Verfügungn stellt, führt seit Jahrzehnten kein Weg daran vorbei, jeden noch so dämlichen Treiber vom Hersteller zu besorgen.


Daher dürfte ein Hinweis an einen Kunden der ausdrücklich ohne Betriebssystem kaufen will nicht notwendig sein.
Da der Kunden sich zweifelsohne der Herausforderung der Installation gewachen sieht.

Was kann der Verkäufer für Selbstüberschätzung des Kunden?

Muss der Autoverkäufer darauf hinweisen, das man tanken muss?
Muss der Baumarktverkäufer darauf hinweisen, das Farbe besser mit Pinsel oder Rolle aufgetragen wird und nicht mit der hand?





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

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#21
 Von 
Stefan 5
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1299x hilfreich)

@Harry,

der TE sieht doch aber das Problem, dass man denkt eine CD einzulegen reiche aus.

Und es ist bestimmt kein Allgemeinwissen, dass es nicht so ist. Daher hinkt der Vergleich mit dem Pinsel.



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