Herausgabe eines Fahrzeugs

2. Juni 2007 Thema abonnieren
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)
Herausgabe eines Fahrzeugs

Hallo,
im August letzten Jahres habe ich einen Gebrauchtwagen bei einem privaten Händler gekauft. Da der Wagen noch ca. 3/4 Jahr TüV hatte, wurde mir vom Verkäufer auf dem Vertrag zugesichert, dass er für mich kostenfrei die nächste TÜV-Unters. übernimmt. Im März d.J. war der TÜV fällig. Nun zeigten sich im Januar die ersten Probleme mit dem Fahrzeug: Der Wagen blieb überall liegen (beim Tanken usw.) weil er einfach nicht startete. Wir fuhren mit dem Fahrzeug zum Händler, der uns sagte, er könne nichts feststellen, wenn der Wagen läuft. Wir sind wieder unverrichteter Dinge nach Hause. Mit dem Fahrzeug ging alles so weiter: manchmal lief er, manchmal nicht. Wiederholt waren wir in der Werkstatt des Händlers und fuhren dann wieder nach Hause, weil er keinen Fehler finden konnte.Vor 3 Wochen haben wir den Wagen dort wieder hin gebracht, um die fällige TÜV-Untersuchung vom Händler erbringen zu lassen. Nach drei Tagen habe ich telefonisch nachgefragt, was denn nun mit dem Wagen sei? Er sagte mir, er wäre ja schon längst mit dem Wagen zum TÜV, aber der Wagen würde nicht laufen. Er wäre daran, den Fehler zu suchen. Darauf folgten täglich mehrfache Anrufe meinerseits, in denen ich immer vertröstet wurde und mir gesagt wurde, dass er dabei sei, den Fehler zu suchen. Manchmal gab er mir an, dass der Wagen jetzt laufen würde, und er versicherte mir, dass er am selben Tag noch zum TÜV fahren würde. Ich sollte mich dann am selben Tag nachmittags nochmal melden, um die Abholung des Fahrzeuges zu vereinbaren. Zwischenzeitlich sind wir mehrfach bei der Werkstatt gewesen, immer stand der Wagen in einer Reihe mit Fahrzeugen, an denen NICHT gearbeitet wurde. Seltsamer Weise funktionierte das Fahrzeug beim Startversuch und uns wurde zugesichert, dass der Wagen am nächsten Tag zum TÜV ginge. Ganz nebenbei, wir konnten auch nicht feststellen, dass überhaupt etwas an dem Fahrzeug gemacht worden ist. Wir sollten uns dann wieder melden. Am nächsten Tag bekam ich natürlich dann wieder die Meldung: der Wagen läuft nicht! So geht das nun seit geschlagenen drei Wochen! Immer wieder werden mir neue, nachweisliche Lügen aufgetischt, warum das Fahrzeug immer noch da steht.
Vor drei Tagen wurde mir gesagt, dass er den Fehler gefunden hätte, der Wagen jetzt liefe, und dass er am nächsten Tag zum TÜV fahren würde. Wir könnten den Wagen dann abholen. Am nächsten Tag wieder drei teure Telefonate mit dem Handy. 1. Telefonat: er würde gleich zum TÜV fahren, wir sollten ihm noch bis nachmittags Zeit geben. 2. Telefonat: Er wäre beim TÜV - UND STELLT EUCH MAL VOR - der Wagen wäre dort wieder nicht angesprungen. Er würde den Wagen jetzt wieder zurück zur Werkstatt schleppen.
Nun die Eskalation der Ereignisse beim 3. Telefonat: Ich hatte meinen Sohn beauftragt, den Wagen abzuholen, da ich an diesem Tag keine Zeit hatte! (Ich bin berufstätig und kann mich nicht immer nur mit dem Fahrzeug beschäftigen, das mir nun schon seit drei Wochen fehlte.) Mein Sohn ist zur Werkstatt hingefahren. Siehe da, der Wagen stand dort, unverschlossen und mit Schlüssel im Zündschloss. Mein Sohn hat den Autohändler wieder angerufen und ihm wurde berichtet, dass er gerade dabei sei, das Fahrzeug vom TÜV abzuschleppen. Da hat mein Sohn ihn gefragt, ob er ihn "ver.." wollte. Er würde gerade neben dem unverschlossenen Wagen stehen und er sollte ihn nicht anlügen! Daraufhin wurde mein Sohn wüst beschimpft, so dass mein Sohn die Polizei zur Hilfe gerufen hat. Inzwischen waren der Autohändler,die Polizei und mein Sohn an Ort und Stelle. Mein Sohn hat die Herausgabe des Fahrzeuges verlangt. Der Händler hat ihm weder die Schlüssel noch die Papiere ausgehändigt und meldete stattdessen einen "Eigentumsvorbehalt" an diesem Fahrzeug an. Die Polizei sagte, sie könne nichts machen, mein Sohn könne höchstens Anzeige wegen Beleidigung und Bedrohung erstatten, weil der Händler gesagt hat, er wolle uns fertig machen und uns für die Reparatur eine saftige Rechnung ausstellen. Nun steht das Fahrzeug da, mein Eigentum, das nach drei Wochen noch immer nicht fahrbereit ist, und keinen TÜV hat. Wie kann ich aus der ganzen Geschichte heraus kommen?
Für Ratschläge und Kommentare bin ich sehr dankbar

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1711x hilfreich)

bei einem privaten Händler

Ist das sowas wie ein schwarzer Schimmel?

wir konnten auch nicht feststellen, dass überhaupt etwas an dem Fahrzeug gemacht worden ist

Können Sie von außen in einen Motor hineinsehen?

Gut, jetzt zum ernsten Teil:

Die Polizei sagte, sie könne nichts machen

Kann sie auch nicht, solange nicht klar ist, wer welche Ansprüche woran hat.

meldete stattdessen einen Eigentumsvorbehalt an diesem Fahrzeug an

Auf welcher Grundlage? Der Wagen ist doch voll bezahlt, oder nicht?

So einem Scherzkeks hilft nur Feuer unterm Hintern.

Also:

1. Beweisbare Fristsetzung zur Mängelbehebung (Einschreiben/Rückschein)

2. Bei Fristablauf zum Anwalt und rechtliche Schritte (Klage auf Herausgabe) besprechen.

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#2
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo,

Vielen Dank für den Beitrag!
"Ist das sowas wie ein schwarzer Schimmel?" Tut mir leid, dass ich bei all der Aufregung in meiner Wortwahl nicht so genau war. - Meinte das einfach als Unterschied zu einem Vertragshändler. - Sorry!
"wir konnten auch nicht feststellen, dass überhaupt etwas an dem Fahrzeug gemacht worden ist": Es befanden sich noch immer dieselben Ölspuren an den Schrauben, am Ventildeckel u.dgl. mehr.

Heute bin ich mit meinem Sohn nochmals zu dem besagten Händler hingefahren, habe die Rechnung für die (nicht erfolgte)Reparatur und die Herausgabe des Fahrzeuges verlangt. Dabei kam es vor anderen Kunden wieder zu einem Tumult, so dass ich wiederum die Polizei zur Hilfe holen musste. Er schrie meinen Sohn an, er dürfe sein Grundstück nicht betreten - dabei befand sich mein Sohn in dem Fahrzeug, das ich auf der Straße abgestellt hatte. Er titulierte ihn wiederum als "Wi...." und wollte auf ihn losgehen. Die Kunden, ein älteres Ehepaar bekamen das ganze Theater mit. Er forderte mich auf, ich solle gefälligst den Wagen dort wegfahren (wie gesagt, er stand auf der Straße), was ich dann auch gemacht habe. Als ich wieder zurückkam, waren die Kunden verschwunden. Dann haben draußen auf dem Gehweg die Polizei erwartet, die dann auch kam. Ich habe in Begleitung der Polizei die völlig zu Unrecht ausgestellte Rechnung: 266,00 € bezahlt und konnte dann den Wagen mitnehmen. Alles andere wird jetzt in einem langwierigen Prozess zu klären sein. Er hat die TÜV-Prüfung nicht durchgeführt, die Airbag-Lampe ist noch immer defekt, der Motor startete jetzt, aber dafür leuchtet nun beim Fahren die Öl-Kontrolleuchte auf, obwohl wir den Ölstand überprüft haben und der in Ordnung ist. Ich habe also für eine Reparatur bezahlt, die nicht erfolgt ist. Für die Suche des Fehlers allein hat er mir einen Betrag von 184,00 € berechnet, wobei ich der Meinung bin, dass die Suche eines Fehlers beim Auto mit zu den Leistungen einer Reparaturwerkstatt gehört. Denn nicht jeder Laie weiß, welches Teil genau am Fahrzeug defekt ist - oder?
Da lasse ich mich gern eines besseren belehren und bin für Antworten dankbar.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Sorry, habe soeben festgestellt, dass es eine Rubrik speziell für Kfz gibt. War daher wohl hier falsch.
:forum:

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
guest123-1002
Status:
Beginner
(101 Beiträge, 593x hilfreich)

--- editiert vom Admin

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Muss ein Händler in der Innung sein?
Darf ein Händler in einem Vertrag jegliche Gewährleistung ausschließen?
Ich bin zwar im ADAC, aber ich habe nicht das ADAC-Plus-Paket. :(

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1711x hilfreich)

Darf ein Händler in einem Vertrag jegliche Gewährleistung ausschließen?

Er 'darf' es schon (d.h. es wäre nicht strafbar), allerdings wäre ein solcher Ausschluß unwirksam .

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
§ und ?
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo Louise...

Ich kann dir von der rechtlichen Seite leider nicht wirklich weiter helfen, doch da ich aus technischer Sicht VOM FACH bin, möchte ich trotzdem ein paar Dinge dazu los werden!

Der KFZ Handel ist ein Vertrauensgeschäft. Bei Gewerbeanmeldung MUSS der Händler ein Führungszeugnis vorlegen, was seinen reinen Leumund darlegt! Zumindest war das ganze bei MIR so!! Das hilft jetzt nur bedingt, denn wenn er sein Gewerbe vor 20 Jahren eröffnet hat dann kann in der Zwischenzeit sehr viel geschehen sein!

Zum Thema "Ausschluß der Gewähr":
Der Händler hat dir als privatem Verbraucher gegenüber eine ein jährige Sachmängelgewähr zu leisten. Sehr viele "Händler" verkaufen ihre gebrauchten Fahrzeuge daher als PRIVAT oder IM KUNDENAUFTRAG! Somit wird die Sachmängelgewährhaftung umgangen, denn diese fällt bei einem Verkauf von Privat an Privat weg!! Schau doch mal in deinen Vertrag...
Wenn man ehrlich ist, dann kann man das Handeln MANCHMAL auch verstehen, denn wer kann schon eine Gewährleistung für ein z.B. 18 Jahre altes Auto mit 160.000km auf der Uhr übernehmen...aber das was dir da wiederfahren ist ist echt unglaublich!!!

Zum technischen Punkt:
Wenn an einem Fahrzeug gearbeitet wird, dann sieht man das grundsätzlich IMMER!! Die Finger werden zwangsläufig schmutzig und somit ergeben sich immer irgend welche spuren! Das lässt sich gar nicht vermeiden, es sei denn man macht anschließend eine ausführliche Motorwäsche, welche dann allerdings auch wieder offensichtlich ist!!

Zu deiner Ölkontrollleuchte:
Beim lesen ging mir als erstes durch den Kopf das er dir einen Teil Öl abgelassen hat um einen Motorschaden zu verursachen (Rache!) aber Du sagst den Ölstand hast Du geprüft. Die Leuchte kann nur brennen wenn kein Öldruck vorhanden ist (mangels Öl, defekte Ölpumpe) oder wenn der ÖLDRUCKSCHALTER defekt ist. Beides kannst Du in einer neuen Werkstatt deines Vertrauens problemlos und schnell prüfen lassen!

Ich möchte dir noch einen kleinen aber wichtigen Tipp geben!
So wie sich dein Verkäufer verhalten hat würde ich dir dringendst zu einem Ölwechsel raten! Erfahrungsgemäß wird im freien KFZ Handel gerne mal aus Rache an UNANGENEHMEN KUNDEN etwas ins Öl geworfen!! Ich selber habe schon von Metallspähnen bis Zement alles in Motoren gefunden (!) und so wie sich dein Verkäufer gibt (Wi... & Co.) scheint er einer der Top-Ten Kandidaten für so etwas zu sein!!! Spare nicht an den 30€ für einen Ölwechsel mit Filter, auch wenn es unnötig war!!

Übrigens, ich will dir keine Angst machen, aber fahre doch auch gleich mal in eine Vertragswerkstatt deiner Fahrzeugmarke und lasse das Steuergerät auslesen. Bei digitalem KM Zähler wird bei manchen Fahrzeugen dort der (echte) KM Stand gespeichert!! Passt der mit dem auf deinem Tacho? Wenn sich dein KM Stand manuell verstellt siehst Du es nur an der Tachomechanik selber, wenn er digital angezeigt wird dann ab in die Werkstatt denn auch das ist absolute Masche Nr.1 um Geld zu verdienen!
Aktueller Fall einer Bekannten: gekauft mit 138.000km, tatsächlich über 330.000km!!!
Und wenn Du schon mal beim Anwalt bis...!!

Nun ja...ich werde diesen Thread hier mal im Auge behalten und hoffe Du wirst uns auf dem laufenden halten!!

Viel Glück und liebe Grüße von §und?

-- Editiert von § und ? am 03.06.2007 12:27:10

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo §,
vielen Dank für Deinen Beitrag, der wirklich sehr hilfreich ist.
Als Laie hat man da wenig Möglichkeiten. Bisher galt für mich der Grundsatz "Vertrauen gegen Vertrauen" - aber man wird aus Erfahrung klug, - leider! Ich denke, es wird einiges zu unternehmen sein und ich werde viel zu tun haben mit dem Auto! Mein allererster Gedanke ist, dass ich Fotos vom Motor, von der (noch immer) defekten Airbaglampe usw. mache. Wahrscheinlich sind dies keine echten "Beweise" aber vielleicht doch ein wenig zur Sicherung der Spuren.

Aber,vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen: Wie steht es mit der Innung? - Würde die sich dafür interessieren? Von solchen Dingen habe ich keine Ahnung! - Vielleicht kann mir jemand die Frage beantworten! Wäre toll!

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1711x hilfreich)

Der Händler hat dir als privatem Verbraucher gegenüber eine ein jährige Sachmängelgewähr zu leisten.

Nein, 2 Jahre. Er kann sie jedoch vertraglich auf 1 Jahr verkürzen bei Gebrauchtware.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Commodore
Status:
Lehrling
(1521 Beiträge, 463x hilfreich)

Hallo,

reine *nur* Händler gehören in der Regel nicht zur Innung und nicht zur Handwerkskammer.

Im Allgemeinen sind sie aber Mitglied in der Industrie- und Handelskammer.
:wipp:

MfG

-----------------
"Der Beitrag ist keine Rechtsberatung, lediglich eine qualifizierte Äusserung im Laien-Forum !?!"

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
§ und ?
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo Louise...

Ich würde auch Vorschlagen diesen Verlauf deiner Geschichte an alle möglichen Stellen zu melden die dir einfallen, denn solchen Leuten gehört das Handwerk gelegt!! Durch solche schwarzen Schafe gerät dann der Ruf der ganzen Branche ins Negative! Aber das ist ja allseits bekannt und bedarf wohl keiner weiteren Ausführungen! Ich würde ein Rundschreiben an alle Stellen schicken die mir einfallen!! IHK, Innung, sogar ans Gewerbeamt wegen des Leumund!! Was hast Du zu verlieren? Wenn sich die entsprechende Stelle nicht zuständig fühlt dann wird Sie dir das mitteilen und Du hast vielleicht 55 Cent für eine Briefmarke verloren. Ich würde sogar soweit gehen und KABEL1 mal eine E-Mail schicken zum Thema FASS OHNE BODEN!? Allerdings solltest DU vorab Rücksprache mit deinem Anwalt halten in wie fern dir daraus Probleme gemacht werden könnten!!
Ich wüsste da noch reichlich andere Dinge, aber da wir in einem seriösen Rechtsforum sind solltest Du diese besser nicht anwenden, es sei denn Du findest in einem anderen Themenbereich eine gute Antwort wie Du deinen Kopf wieder aus der Schlinge bekommen kannst!! :grins:
Scherz bei Seite...mach es, nach Rücksprache mit deinem Anwalt, an sämtlichen Stellen so publik wie möglich! Die Handwerkskammer wird sich GARANTIERT dafür interessieren!!

LG §und?

PS: Nach dem Fotografieren der Airbaglampe, usw. solltest Du tatsächlich in einer Vertragswerkstatt deiner Fahrzeugmarke das Steuergerät auslesen lassen. Sämtliche Fehler und Defekte am Fahrzeug werden dort gespeichert und protokolliert. Man kann dieses Protokoll ausdrucken und was gibt es besseres für einen Richter als ein Fehlerprotokoll aus einer Vertragswerkstatt??? In der Regel, je nach Grad der Freundlichkeit, kostet das auslesen noch nicht einmal etwas! In deinem Fall würde ich sagen wenn der Werkstattmeister deine Geschichte hört: UMSONST!! ;-)

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo,
Zunächst einmal Danke an Alle, die ihre Beiträge zu der leidigen Sache geschrieben haben.

@§ und?
Die Fehler von einer Vertragswerkstatt auslesen zu lassen ist ein guter Tip, den ich gerne aufgreifen werde. - Danke!
Nur hapert es jetzt im Moment wieder daran, dass der Wagen in einem Nachbarort steht und wieder nicht läuft! - Übrigens hatte ich den Händler während der Reparaturzeit gefragt, ob man nicht ein Fehlerauslesegerät anschließen könnte, die Frage hat er verneint und sagte mir, dass man das nicht könnte. Tags darauf hatte ich mich bei einer Vertragswerkstatt erkundigt, wo man mir sagte, dass das natürlich geht. Aber das war so ungefähr am letzten Tag, als er mir zusicherte, dass er den Fehler nun gefunden und repariert habe. Da war ich natürlich heilfroh, dass das Warten nun ein Ende hatte.

Ich war heute beim Anwalt und er hat mir in Aussicht gestellt, dass ich gute Chancen habe, einen evtl. Prozess zu gewinnen, d.h. dass ich den ganzen Kauf rückgängig machen kann. Der Vertrag ist rechtswidrig,da er jegliche Gewährleistung ausgeschlossen hat, außerdem habe ich ihm mehrfach die Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben. Nach fast dreiwöchiger Reparaturzeit ist es ihm nicht gelungen, den Fehler zu beheben. Dafür - so der Anwalt - hätte er mir keine Rechnung ausstellen dürfen. Die Rechnung hat er von mir erpresst (...ansonsten keine Herausgabe des Fahrzeuges), er hat selbst einen Eigentumsvorbehalt angemeldet. (Hoffentlich habe ich jetzt alles richtig widergegeben, rechtlich kenne ich mich nämlich nicht so aus). Laut Ausführungen des Anwalts stehen meine Chancen recht gut. - Die Frage ist nur, ob es das Gericht auch so sieht!
Zunächst einmal kommen Kosten auf mich zu, die ich allein tragen muss. Wer weiß, ob am Ende noch für mich etwas übrig bleibt. Wie auch immer, die Sache läuft nun, mal sehen, mit welchem Ergebnis.
Was das Fahrzeug selbst angeht, meinte mein Anwalt, ich solle es abmelden, denn es könnte eine langwierige Sache werden. So kann das Fahrzeug nicht genutzt werden und verursacht nur weitere Kosten.
Ich habe mir auch schon überlegt, alle möglichen offiziellen Stellen anzuschreiben und diesen Fall publik zu machen. Ich denke, dass ich das auch machen werde. Aber dazu werde ich zunächst den Anwalt befragen.
So, das ist der Stand der Dinge. Ich werde Euch auf jeden Fall weiter auf dem
laufenden halten.
MfG
Louise

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo,
könnt Ihr mir vielleicht noch Eure Meinung dazu sagen, was Ihr mit dem nicht betriebsbereiten Fahrzeug machen würdet. Soll ich es nun wieder abschleppen? - Falls ich es abmelden würde, muss ich es ja auch irgendwo lassen.
Über Kommentare dazu würde ich mich freuen.
Danke
MfG

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1417 Beiträge, 649x hilfreich)

Sollte man eigentlich mit dem RA abstimmen. Ich würde es dem Kerl vor die Tür stellen, denn es geht doch wohl um eine Rückgabe.

-----------------
"Es geht nicht darum Rechtsfälle zu gewinnen sondern Rechtsprobleme zu vermeiden!"

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
§ und ?
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 6x hilfreich)

Ich würde mit dem Anwalt Rücksprache halten, das Fahrzeug abmelden und in eine evtl. extra dafür angemietete Garage stellen! Den Schlüssel für diese Garage würde ich dem Anwalt überreichen und der soll ein Schreiben aufsetzen das Ihr bereit seit das Fahrzeug zurück zu geben!
Wenn Du das Fahrzeug einfach auf den Hof des Verkäuferst stellst, dann gibst Du dort sämtliche Beweise mit ab. Ich als Verkäufer würde mich erst einmal freuen und das Fahrzeug schnellst möglich verschwinden lassen!! :-X

Den Schlüssel würde ich dem Anwalt geben, damit keiner behaupten kann Du hättest den Zustand des Fahrzeugs veränder lassen, sprich manipuliert um dem Verkäufer etwas in die Schuhe zu schieben!! Deinem Anwalt wird man es wohl nicht wagen so etwas zu unterstellen!! (?)

Alternativ frag doch mal im Autohaus nach welches das Steuergerät auslesen könnte...vllt. hast Du eine Möglichkeit es dort kostengünstig abzustellen bis der Fall abgeschlossen ist? Insbesondere wenn Du verlauten lässt das Du ja nun ein Ersatzfahrzeug benötigst!! *zwinker/grins*

Ich würde auf jeden Fall versuchen in diese Richtung zu verfahren und die Meinung meines RA, wegen der Geltendmachung der zusätzlichen Kosten, dazu einholen!!

LG § und ?

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Danke § und ?!
Deine Hinweise decken sich auch so in etwa mit meinen Vorstellungen. Mal hören, was mein Anwalt dazu meint. Ich kann mich wahrscheinlich auf eine lange Wartezeit einstellen, bis die ganze Angelegenheit geklärt ist. Und ich werde dem Händler nicht das Fahrzeug hinstellen, denn dann kann er munter daran weiter herumfuschen.
LG

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Louise H.
Status:
Beginner
(51 Beiträge, 14x hilfreich)

Hallo,
Nun ist schon eine lange Zeit wieder vergangen. Ich bin zum Rechtsanwalt gegangen, der mir gesagt hat, dass meine Aussichten gut stünden, den Kauf rückgängig zu machen. Nun steht das Fahrzeug schon wieder seit zwei Monaten an Ort und Stelle und kann nicht benutzt werden. Der Händler hat ein Schreiben meines Anwalts bekommen, auf das seinerseits null Reaktion kam. Ich soll jetzt Klage einreichen, weiß aber nicht, ob ich das machen soll, denn mittlerweile habe ich mich erkundigt: wenn es ein Fehler sein sollte, den auch der Händler beim normalen Betrieb des Fahrzeuges nicht feststellen kann, dann könnte ihm auch keine Schuld zugewiesen werden. Nebenbei, als ich hörte, was ich alles für Kosten übernehmen soll mit null Ahnung, ob es wirklich zur Rückabwicklung kommt oder nicht, ob nicht möglicher weise ein Vergleich geschlossen wird und ich sowieso auf meinen Kosten (Anwaltsgebühren, Gerichtskosten, Kosten für Gutachten usw.) sitzen bleibe, dabei wir mir schwindelig. Es wären Kosten, die den Wert des Fahrzeugs übersteigen. Außerdem ist der Verkäufr solch ein windiger Bursche, der sagt doch glatt, bei ihm sei nichts zu holen. Was dann? Ich bin vollkommen ratlos, und weiß nicht, ob ich dieses Ding durchziehen soll.
Es ist traurig, dass ich so über's Ohr gehauen wurde und so viel Geld da hinein stecken muss, um evtl. zu meinem Recht zu kommen. Ich weiß nicht was ich machen soll und wäre für Hinweise oder für Euren Rat dankbar. ;???;
Liebe Grüße
Louise.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1711x hilfreich)

Ich weiß nicht was ich machen soll

Klagen oder nicht. Einen dritten Weg gibt es nicht (außer Sie wollten sich außerhalb der Legalität bewegen).

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
§ und ?
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 6x hilfreich)

Die Situation ist doch folgende...
Solltest Du von Justizia Recht bekommen, was ja scheinbar auch recht gut aussieht, dann kann er zwar sagen das er kein Geld hat, aber dann hättest Du widerum das Recht deine Forderung zu titulieren! Das bedeutet, Du hättest 30 Jahre lang Anspruch auf dein Geld!!! Sollte er sich davor drücken wollen darf er keinen Umsatz mehr machen! Sein Geschäft wäre also geschlossen... Ich kann mir nicht vorstellen, dass dem Verkäufer das "Opfer" im Gegensatz zur Rückabwicklung wert sein wird!?

Aber, um deine Chancen auf Erfolg evtl. mal etwas zu steigern...wie schaut es denn mit Leidensgenossen aus? Du wirst doch bestimmt nicht die einzige sein die solch unangenehme Erfahrungen gemacht hat, oder? Wie wäre es denn auf irgend welchen Wegen heraus zu bekommen wer noch so übers Ohr gehauen wurde? Das würde Justizias Waage wohl bestimmt erheblich zu deinen Gunsten beeinflussen!
Man muss die Relation sehen... Da keiner hier den Kaufpreis kennt um den es geht (sehr wahrscheinlich gehts um die Reparaturkosten gleich mit!?) kennt auch keiner die zu erwartenden Kosten eines Rechtsstreites. Sofern Du nicht jeden Cent wirklich 3x umdrehen musst und noch etwas eßbares im Kühlschrank hast würde ich für meinen Teil auf mein Recht bestehen und klagen!
Rechtschutzversicherung oder Prozesskostenbeihilfe kommen wohl nicht wirklich in Frage, oder?

LG § und ?

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