Ist das eine zugesicherte Eigenschaft?

18. Februar 2007 Thema abonnieren
 Von 
petra72
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Ist das eine zugesicherte Eigenschaft?

Hallo,

habe mir Kunsthaarsträhnen gekauft. Im Angebot war die Dicke der Haarsträhnen nicht angegeben. Einen Tag nachdem ich gekauft habe, habe ich beim Verkäufer nachgefragt wie dick diese sind. Er hat gemeint, sie wären 1 Gramm dick.

Nun habe ich die Kunsthaarsträhnen bekommen. Es hat sich herausgestellt, dass die Strähnen nur 0,5 Gramm schwer sind. Also halb so dick wie versprochen.

Nun habe ich den Verkäufer aufgefordert 1 Gramm starke Strähnen zu liefern.

Er antwortete dass dies nicht möglich sei, seine Angabe war ein Irrtum. Es wäre aber sowieso unerheblich, da er die Aussage getroffen hat, nachdem der Kaufvertrag geschlossen wurde und diese Aussage somit nicht Bestandteil des Kaufvertrags wurden.

Hat er da recht, oder kann ich mich auf 1 Gramm dicke Strähnen berufen, obwohl diese Aussage erst nach dem Schließen des Kaufvertrags getroffen wurde?

Grüße
Petra

Probleme nach Kauf?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1710x hilfreich)

Ersteres.

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#2
 Von 
CAM
Status:
Lehrling
(1242 Beiträge, 322x hilfreich)

Habe mir neulich ein interessantes Buch gekauft: 'Die skurrilsten Rechtsirrtuemer, deren Folgen und wie man diese vermeidet'. Ich muss schon sagen, ist ein tolles Buch. Was da so alles drin steht, unglaublich!

Aber nun zum eigentlichen Sachverhalt: Das Buch war eingeschweisst. So in Folie, dass man es vor dem Kauf nicht aufklappen kann. Ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Nun gut, hat mich anfangs auch nicht weiter interessiert. Ich bin zur Kasse, habe das Buch bezahlt und wollte schon wieder raus aus dem Laden.

Doch dann kam mir doch noch eine Frage in den Sinn: Wieviel Seiten mag das Buch wohl haben? Ich bin also mit dem bereits bezahlten Buch zurueck und habe die Verkaeuferin gefragt. 'So, wie das aussieht, duerften das wohl um die 600 Seiten sein.' war die Antwort.

Hochzufrieden bin ich mit dem Waelzer dann nach Hause. Da hatte ich ja ne Menge Lesestoff erworben. Doch gross war meine Enttaeuschung, nachdem ich die Folie entfernt und selbst mal nachgesehen hatte. Gerade mal 326 Seiten!

Anscheinend hatten die extra dickes Papier genommen. Dies vermutlich auch nur, um den Kaeufer ueber die wirkliche Seitenanzahl zu taeuschen und ihm ein viel umfangreicheres Buch vorzugaukeln, als es tatsaechlich ist.

Nun meine Fragen:

1. Ist das nicht schon eine arglistige Taeuschung?

2. Greift hier die Sachmaengelhaftung des Haendlers? Schliesslich hatte mir die Verkaeuferin 'so um die 600 Seiten' zugesichert.

3. Spielt es eine Rolle, dass mir diese nicht vorhandene Eigenschaft erst zugesichert wurde, nachdem ich das Buch bereits gekauft hatte?

4. Wen muss ich anzeigen? Die Verkaeuferin (wegen der Zusicherung nicht vorhandener Eigenschaften), den Inhaber der Buchhandlung (weil die Verkaeuferin in dessen Auftrag gehandelt hat), den Verlag (weil der offensichtlich arglistig eine viel hoehere Seitenanzahl vorgetaeuscht hat als tatsaechlich vorhanden) oder den Buchautor (weil der das alles zugelassen hat)?

5. Was kann ich jetzt tun? Ich bin leider nicht rechtschutzversichert und kann mir auch keinen Anwalt leisten.

Gruss
CAM

-- Editiert von CAM am 19.02.2007 04:44:10

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#3
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2642 Beiträge, 617x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
CAM
Status:
Lehrling
(1242 Beiträge, 322x hilfreich)

Danke fuer die Antwort. Sicher hast du den Charakter meines Beitrages auch ohne besondere Kenntlichmachung erkannt. Schoen, dass du dennoch geantwortet hast. ;-)

Gruss
CAM

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#5
 Von 
guest123-1400
Status:
Student
(2642 Beiträge, 617x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
normi
Status:
Senior-Partner
(6102 Beiträge, 946x hilfreich)

@CAM

Lorenz kennt keinen Humor, schon gar keine Ironie. Nach 2163 Beiträgen wird sich das auch nicht mehr ändern.

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#7
 Von 
KleinerJurist
Status:
Lehrling
(1398 Beiträge, 260x hilfreich)

So ist es. Der Vertrag war bereits geschlossen.

Ausserdem wäre auch eine andere mündl. Aussage des Verkäufers schwer zu beweisen.

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