Käufer fordert Anzahlung zurück (Welpen)

29. September 2011 Thema abonnieren
 Von 
Juliette48
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)
Käufer fordert Anzahlung zurück (Welpen)

Hallo,

ich habe für unseren kleinen Welpen ein zuhause gesucht. Vor 4 Wochen meldete sich dann eine Bekannte von meiner Tochter. Sie wollte sich noch einen Welpen zulegen , da sie auch schon 2 andere Hunde hat.

Nachdem wir zu ihr gefahren sind , damit sie den Welpen erstmal kennenlernen kann , hat sich dann die Dame nach ca. 1 Woche bei meiner Tochter gemeldet und gesagt das sie den Welpen kaufen möchte. Sie gab ihr 300,- (ohne Quittung) als Anzahlung mit, damit sie sicher sein könne das wir den Welpen auch nicht weiter verkaufen.

Es war ausgemacht das sie dann am 1.Oktober den Welpen abholt und dann den Restbetrag von 350,- zahlt. (ohne Kaufvertrag) Es wurde alles mündlich abgemacht.

Nun nach 4 Wochen und kurz vor Abgabetermin hat es sich die Dame anders überlegt. Sie will den Welpen nicht mehr und fordert die Anzahlung zurück.

Ich habe das abgelehnt. Denn aufgrund dieser Anzahlung hatte ich damals alle anderen Interessenten abgesagt.

Nun droht man mir mit einer Anzeige.

Meine Frage ist:

Wie sieht da die Rechtslage aus?



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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Lenina Huxley
Status:
Praktikant
(969 Beiträge, 435x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Sie will den Welpen nicht mehr und fordert die Anzahlung zurück. <hr size=1 noshade>


Rechtsgrundlage? Verträge sind einzuhalten, §433 BGB .

quote:<hr size=1 noshade>Nun droht man mir mit einer Anzeige. <hr size=1 noshade>


Eine Straftat ist ja nicht mal ansatzweise zu erkennen.

Die Gegenseite vermutet offenbar, man könne von jedem Vertrag einfach so zurücktreten und die auf den Vertrag bestehende Gegenseite dann wegen "Unterschlagung" oder ähnlichem Unfug anzeigen. Völliger Hokes.

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3x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Juliette48
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 3x hilfreich)

Ja aber wie sieht die Rechtslage aus wenn kein Kaufvertrag vorliegt? Und es auch keine Quittung über den Anzahlungsbetrag gibt?
Es gibt lediglich ein paar Streit-emails woraus hervorgeht das diese Dame eine Anzahlung geleistet hat.

Muß ich da jetzt eine Anzeige befürchten?

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3x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12322.08.2012 17:44:40
Status:
Senior-Partner
(6927 Beiträge, 2506x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Muß ich da jetzt eine Anzeige befürchten?
<hr size=1 noshade>



Noch nicht.

Du kannst die Anzahlung aber nicht einfach behalten.

Im Moment besteht ein mündlicher KV, die Beweisproblematik lasse ich jetzt mal weg.

D.h. K muss am 1.10. den Rest zahlen und den Hund abnehmen.

Tut sie das nicht, gerät sie in Verzug, du kannst vom KV zurücktreten, siehe § 323 BGB .

Dann kannst du deinen Schaden von der Anzahlung abziehen, deinen konkreten Schaden. Bsp.: Hund kann nur für weniger anderweitig verkauft werden.

Am Besten: Ihr einigt euch "so", K zahlt eine Entschädigung dafür, daß ihr den KV einvernehmlich aufhebt. Ihr hattet Fahrtkosten etc. Wieviel das dann ist, ist Verhandlungssache.

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