Kaufrecht oder doch schon Strafrecht? Käufer zahlt nicht

17. Januar 2020 Thema abonnieren
 Von 
verzweifeltefreundin
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)
Kaufrecht oder doch schon Strafrecht? Käufer zahlt nicht

Hallo,

folgendes Problem:

Ich habe etwas bei eBay verkauft. Der Käufer hatte gute Bewertungen (99,4%) und auch ein Telefonat ließ keine Zweifel offen.

Wir besprechen also das ich erst die Ware versende und der Käufer nach dem Erhalt die Zahlung per Banküberweisung tätigt.

Ich versendet dem Käufer die Ware. Zwei Tage später meldete sich der Verkäufer das er zufrieden sei das alles so super geklappt hat und er den Betrag nun überweist.

Nachdem 4 Tage später immernoch kein Geld kam kontaktierte ich den Käufer und forderte ihn zur Zahlung auf da noch immer kein Geld angekommen ist.

Darauf kam nur von dem Käufer Zitat: "Dem Paket lag keine Rechnung bei. Ohne Rechnung zahle ich nicht. Diese brauche ich für meine Buchhaltung"

Ich teilte dem Käufer mit das ich eine Privatperson bin und keine Rechnung ausstellen kann. Nur eine Zahlungsbestätigung. Diese kann ich aber erst erstellen wenn ich die Zahlung auch erhalten habe.

Darauf kam wieder nur ein

"Ohne Rechnung werde ich nicht zahlen"

Seitdem herrscht Kontaktabbruch.

Den gesamten Mailverkehr habe ich (ebay auch).

Wie sollte ich nun am besten weiter vorgehen?

Die Kosten eines Rechtsbeistandes kann ich im Zuge des Verzuges über 286 BGB geltend machen.

Ein Betrug kann ich nicht erkennen. Dies würde ja voraussetzen mir schaden zu wollen. Er sagt aber mit Rechnung würde er zahlen. Diese kann und darf ich als Privatperson aber nicht ausstellen.

Trotzdem ist mir im Moment finanzieller Schaden entstanden.

Wie sollte ich da jetzt am besten vorgehen?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1988 Beiträge, 755x hilfreich)

Entweder einen Mahnbescheid selbst beantragen oder direkt einen Anwalt mit dem Einzug der Forderung beauftragen. Du musst jeweils in Vorleistung gehn und die Kosten als Verzugsschaden geltend machen

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120925 Beiträge, 39959x hilfreich)

Zitat (von verzweifeltefreundin):
Ich teilte dem Käufer mit das ich eine Privatperson bin und keine Rechnung ausstellen kann.

Das amn es nicht kann, ist unerheblich, da kann man sich ja Vorlagen aus dem Internet laden.

Allerdings, wenn das ausstellen einer Rechnung vertraglich nicht vereinbart war, hat er keinen Anspruch darauf.



Zitat (von verzweifeltefreundin):
Wie sollte ich da jetzt am besten vorgehen?

A) Rechnung ausstellen
B) Gerichtsfest Verzug herbeiführen

Bei B) Ich würde ein Schreiben an den Käufer senden, mit
– Aufforderung zur unverzüglichen Überweisung des offenen Betrages
– Fristsetzung für die Überweisung nach Datum (14 Tage)
– das ganze mit Zustellnachweis
– Ankündigung das nach Fristablauf ohne Leistung das ganze als Verweigerung der Erfüllung der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten ansieht, dass das ohne weitere Kommunikation an einen Anwalt geht und man das dann auf seine Kosten per Gericht klären lässt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1814x hilfreich)

Zitat (von verzweifeltefreundin):
Diese kann und darf ich als Privatperson aber nicht ausstellen.


Natürlich darfst du eine Rechnung ausstellen. Wie kommst du denn auf sowas? Denkst du irrigerweise, du würdest damit gewerblich handeln? Dem ist nicht so.

Du "darfst" halt keine Mehrwertsteuer ausweisen, aber "Kilo Mett drei fuffzich" oder "iPhone XY 512 GB, gebraucht, 789,39 EUR" kannst du schreiben.

Ich würde hier auch den weniger steinigen Weg gehen, dem fix eine Rechnung schreiben und gut ist.

0x Hilfreiche Antwort

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