Kfz Kaufvertrag - falsche Angaben vom VK

3. November 2003 Thema abonnieren
 Von 
Stuhri
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kfz Kaufvertrag - falsche Angaben vom VK

Hallo,

ich habe mir im März 2003 einen Gebrauchtwagen vom Händler gekauft. Am Telefon hat der Verkäufer mir gegenüber kurz erwähnt, dass der Wagen als Fahrschulwagen genutzt wurde. Da ich ja ein Jahr Gebrauchtwagengarantie hatte und den Wagen sowieso nicht viel länger fahren wollt, war mir die Tatsache egal, dass es ein ehemaliger Schulungswagen ist.

Jetzt ist mir beim Durchblettern meiner Unterlagen nochmal der Vertrag vom Kauf in die Finger gekommen und da ist mir aufgefallen, dass bei dem Feld "Wurde das Kfz gewerblich genutzt: Ja / Nein" Nein angekreuzt ist und es auch mit keiner Silbe im Vertrag erwähnt wurde.
Dies entspricht ja nicht der Wahrheit. Habe ich irgendwie die möglichkeit den Wagen zurückzugeben?

MfG

Christian

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
sewemup
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

warum willst du ihn denn zurückgeben? wenn alles in ordnung ist kann dir doch eigentlich egal sein ob er dafür genutzt wurde oder nicht, jedoch bin ich mir sicher das du rechtliche schritte einleiten kannst, wenn im vertrag falsche informationen stehen.
warum er das getan hat ist für mich fraglich, sind wohl finanzielle interessen.

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#2
 Von 
kobold
Status:
Schüler
(319 Beiträge, 28x hilfreich)

Lol, mal im Ernst (und dort nicht hintertürig) :
Warum willst Du den Wagen zurückgeben ? Hat er seinen Dienst bei Dir ewig lange anstandslos verrichtet und Du willst ihn verlustlos wieder loswerden ?

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#3
 Von 
Stuhri
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ewig lange ist etwas übertrieben, fahre den Wagen jetzt ein halbes Jahr. Nur was ist im Falle des Verkaufs? Ich muss dann ja schließlich auch wieder angeben, ob der Wagen gewerblich genutzt wurde oder nicht. Was wäre so schlimm daran, den Wagen nach einem halben Jahr verlustfrei zurückzugeben?

Aber jetzt mal zurück zu meiner Frage und nicht warum ich den Wagen zurück geben möchte:

Ist dies überhaupt möglich oder habe ich von vornerein keine Chance??

MfG

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#4
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1710x hilfreich)

Also:

Ich finde es schon ehrenwert, daß Sie den Wagen nicht einfach als "nicht gewerblich genutzt lt. Vorbesitzer" weiterverkaufen (was Sie theoretisch könnten).

Prinzipiell können Sie den Kaufvertrag wandeln, wenn durch die Falschangabe (bzw. den wahren Tatbestand) eine Wertminderung eingetreten ist (Wandlung heißt hier nicht zwangsläufig Rückgabe, der Verkäufer könnte auch eine Preisminderung anbieten).

Der VK hat sicher auch keine Zeugen, daß er den Wagen Ihnen gegenüber als Fahrschulwagen bezeichnet hat?

Frage wäre noch, wie Sie plausibel machen, wieso Sie von der Fahrschuleigenschaft des Wagens erst jetzt erfahren haben, da müssen Sie schon etwas Phantasie beweisen. ;-)


Trotzdem interessanter Fall, meistens ist es ja eher umgekehrt, daß z.B. der Händler mündlich Unfallfreiheit zusichert, in den Vertrag aber "Unfall: ja" einträgt.

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#5
 Von 
Stuhri
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erstmal für die qualifizierte Antwort!

Also wenn das Autohaus nicht die Telefongespräche mit aufzeichnet, dann hat er keine Beweise, mir mündlich etwas mitgeteilt zu haben.

Also das plausibel zu erklären ist ganz leicht. Man sieht auf der Pedalerie jeweils Bohrlöcher für die 2. Pedalerie, die durch den Mitteltunnel, wo übrigens auch eine Abdeckung fehlt, zum Beifahrerplatz rüber geht.
Des weiteren sieht man noch Rückstände von Aufklebern auf den Türen, die auf eine gewerbliche Nutzung hindeuten. Ein Anruf beim Vorbesitzer dürfte ausreichen, um sich die Gewissheit zu holen, evtl sogar noch den KM-Stand beim Verkauf! :)

Ich werde auf jedenfall versuchen, auf Rückgabe zu pochen! Mal sehen, ob mir das gelingt.

Sollte ich am besten vorher mit dem Autohaus sprechen oder die Sache gleich dem Anwalt übergeben?

MfG

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#6
 Von 
Pumalein
Status:
Praktikant
(647 Beiträge, 162x hilfreich)

NATÜRLICH erstmal das Autohaus kontaktieren... wieso will hier eigentlich JEDER immer gleich zum Anwalt rennen ???

P.

P.S. nichts für ungut, liebe Anwälte, Ihr müßt auch leben ;o)))

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Mareike123
Status:
Unparteiischer
(9585 Beiträge, 1710x hilfreich)

> Also wenn das Autohaus nicht die Telefongespräche mit aufzeichnet, dann hat er keine Beweise, mir mündlich etwas mitgeteilt zu haben.

Selbst dann, solange Sie der Aufzeichnung nicht zugestimmt haben (was auf der Aufzeichnung mit drauf sein müßte), wären diese nicht vor Gericht verwertbar, vgl. BVG-Urteil hier:

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20021009_1bvr161196

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