Möglicher Getriebeschaden, liegt hier eine Sachmangelhaftung vor?

14. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)
Möglicher Getriebeschaden, liegt hier eine Sachmangelhaftung vor?

Hallo liebe Foren Mitglieder,

ich fahre einen Opel Insignia B Sports Tourer.
Baujahr 12/2017 180.000km 136ps Diesel mit 6 Gang Automatik.
Das Fahrzeug habe ich im Juli diesen Jahres bei einem größeren Händler gekauft.

Am Mittwoch fuhr ich eine längere Strecke als nach ca. 300km ein kurzer Knall zu hören (wie das Reißen eines Stahlseiles) besser kann ich es leider nicht beschreiben.
Sofort ging die MKL an und das Auto wurde in den Not Modus gesetzt.
Ich fuhr auf den nächsten Parkplatz und informierte den ADAC.
Dieser schleppte mich zu einer Werkstatt und dort wurde mir ein Leihfahrzeug vermittelt.
In den nächsten 2 Tagen wurde der Fehlercode ausgelesen (das Getriebe zeigte folgendes an „P0700" Getriebesteuerun MIL EIN")
Interessanterweise wurde auch noch ein alter Fehlercode in der Software gefunden der vor dem Kauf meines Fahrzeuges gesetzt wurde (P182E Betriebsschalter)
Der Fehlercode wurde gelöscht, und bei weiteren Probefahrten trat der Fehler nicht erneut auf, daher wurde mir das Fahrzeug übergeben.
Auf der heutigen Rückfahrt trat kurz vor meinem Zuhause der Fehler erneut auf.
Als würde vom 4. in den 5. Oder vom 5. In den 6. Der Gang rausspringen.

Mein Fahrzeug würde ich nun zunächst nicht mehr bewegen und Montag meinen Händler benachrichtigen in der Hoffnung, dass die Sachmangelhaftung hier noch greift und er sich unkompliziert der Sache annimmt.

Wie ist eure Meinung hierzu?
Wäre das die richtige Vorgehensweise?
Liegt hier ein Sachmangel vor?

Ich habe den Vorfall so genau wie möglich geschildert das ihr euch ein besseres Bild der Sachlage machen könnt.

Danke schonmal für eure Hilfe.

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19 Antworten
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von wuseldusel123):
Wie ist eure Meinung hierzu?

Mal abwarten, ob die Hoffnung berechtigt ist.



Zitat (von wuseldusel123):
Wäre das die richtige Vorgehensweise?

Nö, aber da schon eine fremde Werkstatt dran war, lässt sich das ohne Zeitmaschine nicht mehr korrigieren.
Insofern bleibt erst mal nichts anderes über, als diesen Weg zu beschreiten.



Zitat (von wuseldusel123):
Liegt hier ein Sachmangel vor?

Die wenigsten Juristen sind Automechaniker, noch weniger verfügen über hellseherische Fähigkeiten.
Aber selbst wenn ein Sachmangel vorliegen würde, hilft es nichts, denn es müsste ein Mangel vorliegen welcher der gesetzliche Mängelhaftung unterfällt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nö, aber da schon eine fremde Werkstatt dran war, lässt sich das ohne Zeitmaschine nicht mehr korrigieren.
Insofern bleibt erst mal nichts anderes über, als diesen Weg zu beschreiten.


Der ADAC hat den Wagen abgeschleppt und auf dem Autohof mit zugehöriger Werkstatt wurde lediglich der Fehlerspeicher ausgelesen.
Was wäre denn hier die richtige Vorgehensweise gewesen? Das Auto auf dem Standstreifen stehen lassen und wegrennen?
Zumal sich die Panne 400 km vom Händler entfernt ereignete.
Nun ist der Fehlerspeicher gelöscht, und der Fehler ist 300 km später erneut aufgetreten.
Ich würde ja lieber mit offenen Karten spielen, aber wenn ich meine erste Panne beim ADAC verschweige, kann man diese dann überhaupt noch irgendwie nachweisen?
Ich bin sehr verwundert, was hier die richtige Vorgehensweise gewesen wäre.





Zitat (von Harry van Sell):
Die wenigsten Juristen sind Automechaniker, noch weniger verfügen über hellseherische Fähigkeiten.
Aber selbst wenn ein Sachmangel vorliegen würde, hilft es nichts, denn es müsste ein Mangel vorliegen welcher der gesetzliche Mängelhaftung unterfällt.


Ich dachte, Schäden am Getriebe und Motor fallen generell in den ersten 6 Monaten nach dem Autokauf unter Sachmängelhaftung.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von wuseldusel123):
Das Auto auf dem Standstreifen stehen lassen und wegrennen?

Alternativ kann man auch schreiend im Kreis rennen...



Zitat (von wuseldusel123):
Was wäre denn hier die richtige Vorgehensweise gewesen?

Den Händler anrufen, Mängelmeldung machen und Weisungen anfordern.
Zwischenzeitliches abschleppen durch den ADAC ist auch ok, ist dann halt nur doof wenn der Händler das Auto woanders hinhaben will.

Nicht ok ist der Eingriff der fremden Werkstatt, das nennt sich "eigenmächtige Selbstvornahme".
Und man hat sich mit dem löschen auch noch selbst ins Knie geschossen, in man mögliche Beweise vernichtet hat.



Zitat (von wuseldusel123):
Ich dachte, Schäden am Getriebe und Motor fallen generell in den ersten 6 Monaten nach dem Autokauf unter Sachmängelhaftung.

Nö, das sind nur Mängel die
- bei Kauf zumindest schon latent vorgelegen haben
- nicht durch unsachgemäße Nutzung entstanden sind
- kein bestimmungsgemäßer Verschleiß sind


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Den Händler anrufen, Mängelmeldung machen und Weisungen anfordern.


Der Händler war um 20 Uhr (Zeitpunkt der Panne) selbstverständlich nicht mehr erreichbar.
Öffnungszeiten von 08 bis 18 Uhr.
Daher nochmal die Frage?
Soll man dann 12h auf dem Seitenstreifen warten?



Zitat (von Harry van Sell):
Und man hat sich mit dem löschen auch noch selbst ins Knie geschossen, in man mögliche Beweise vernichtet hat.


Alle Fehlerberichte des Speichers habe ich ausgedruckt und dokumentiert bekommen.
Und derselbe Fehler steht nun auch erneut im Speicher, da er 60h später erneut aufgetreten ist.
Der Händler ist auch noch nicht informiert, und mir steht immer noch die Option offen, einfach zu vergessen, dass ich irgendwelche Probleme mit dem Getriebe vor dem heutigen Tag hatte.

Ebenfalls ist mir bewusst, dass es nicht erlaubt ist, eigenhändig Reparaturen ohne Rücksprache durchzuführen.
Allerdings fällt es mir schwer zu glauben das schon ein auslesen der Fehlerspeicher hier als Eingriff zählt.
Das Getriebe wurde nicht mal angerührt, nur der Computer ausgelesen und herausgefunden, dass das Getriebe einen Fehler gemeldet hat, was auch gut zu meiner Beobachtung auf der Autobahn gepasst hat.

Im Umkehrschluss müsste doch dann schon jeder Radwechsel oder nachfüllen des Scheibenwassers mit dem Händler abgestimmt werden, wenn dann ein paar Tage später der Motor kaputtgeht?






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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von wuseldusel123):
Im Umkehrschluss müsste doch dann schon jeder Radwechsel oder nachfüllen des Scheibenwassers mit dem Händler abgestimmt werden, wenn dann ein paar Tage später der Motor kaputtgeht?

Das tauschen von Verschleißteilen und nachfüllen von Betriebsstoffen muss nicht mit dem Verkäufer abgestimmt werden.



Zitat (von wuseldusel123):
Daher nochmal die Frage?
Soll man dann 12h auf dem Seitenstreifen warten?

Komisch, am Anfang war es noch der Parkplatz?
Abgesehen davon, ändert sich die Antwort nicht
Zitat (von Harry van Sell):
Zwischenzeitliches abschleppen durch den ADAC ist auch ok



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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Komisch, am Anfang war es noch der Parkplatz?
Abgesehen davon, ändert sich die Antwort nicht


Es war auch ein Parkplatz, dennoch war dieser weit von meinem Ziel entfernt.
Einen Leihwagen vom ADAC gibt es aber nur, wenn die Fahrtauglichkeit nicht vor Ort wieder hergestellt werden kann.
Und das geht eben, nur wenn man sich das Auto mal anschaut.

Für mich ist die Konsequenz aus dem, was du schreibst, dass ich meinem Händler das Auslesen meines Steuergerätes verschweigen sollte. Nachweisen kann er es mir wohl eher schlecht.



Zitat (von Harry van Sell):
Nö, das sind nur Mängel die
- bei Kauf zumindest schon latent vorgelegen haben
- nicht durch unsachgemäße Nutzung entstanden sind
- kein bestimmungsgemäßer Verschleiß sind


Und das hier trifft dann auf gar nichts zu, oder wie soll ein Laie einen latent vorliegenden Motor- oder Getriebeschaden erkennen?

Laut Internet handelt es sich bei einem Getriebeschaden um:
Es handelt sich um einen Sachmangel im Sinne des § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB


-- Editiert von User am 14. Oktober 2023 19:25

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#7
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13612 Beiträge, 4342x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Nö, das sind nur Mängel die
- bei Kauf zumindest schon latent vorgelegen haben
- nicht durch unsachgemäße Nutzung entstanden sind
- kein bestimmungsgemäßer Verschleiß sind
Das mag alles sein, die Beweislast für das Gegenteil liegt aber in diesem Fall bei dem Händler.
Und was "bestimmungsgemäßer Verschleiß" sein soll musst du uns mal erklären.

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Und was "bestimmungsgemäßer Verschleiß" sein soll musst du uns mal erklären.

Das ist Verschleiß durch gewöhnlichen und bestimmungsgemäßen Gebrauch nach Lieferung, wenn Qualität, Funktionalität, Kompatibilität, Interoperabilität und sonstige Merkmale der Sache, für die die Parteien Anforderungen (konkludent) vereinbart haben eingehalten wurden.

Von brüchigen Wischerblättern, abgefahrenen Reifen und abgenutzten Bremsbelägen wird ja wohl schon jeder mal gehört haben?

Und selbstverständlich unterliegen auch stabilere Sachen wie der Motor und das Getriebe solchem bestimmungsgemäßen Verschleiß.



Zitat (von wuseldusel123):
Laut Internet handelt es sich bei einem Getriebeschaden um:
Es handelt sich um einen Sachmangel im Sinne des § 434 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 BGB

Das ist schlicht falsch - was ironischerweise auch genau so im § 434 BGB steht.
Aber schön, dass man seine Wunschantwort gefunden hat - hoffentlich sieht der Verkäufer das auch so. Sonst wird man sich nochmals mit der juristischen Realität beschäftigen müssen ...


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0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Von brüchigen Wischerblättern, abgefahrenen Reifen und abgenutzten Bremsbelägen wird ja wohl schon jeder mal gehört haben?


Das steht auch nicht zur Debatte.
Was fällt denn deiner Meinung nach überhaupt unter "Sachmängelhaftung" bei Gebrauchtwagen?
Wenn du auch Motor und Getriebe als Verschleißteil siehst?

Ich habe mich ein wenig in anderen Foren, Quellen schlau gemacht und überall wurde das Gleiche berichtet:
Und das lautet wie folgt:

Motor und Getriebe zählen nicht zu den Verschleißteilen und man darf davon ausgehen, wenn man ein mangelfreies Auto bei einem Händler kauft, dass diese Bauteile länger als ein paar Wochen halten.
Die Sachmängelhaftung bei Gebrauchtwagen wurde eingeführt, um Autokäufer, die oft Laien sind, vor solchen Schäden zu schützen.
Da man nicht davon ausgehen kann, dass diese genug Wissen über die Materie haben, um so einen Schaden im Vorfeld erkennen zu können.

Daher geht man bei diesen Bauteilen in den ersten 12 Monaten nach Kauf davon aus, dass der Schaden schon beim Fahrzeugkauf bestand.
Wenn der Händler sich vor seiner Pflicht zur Nachbesserung des Schadens drücken will, muss er in den ersten 6 Monaten nach Kauf nachweisen, dass der Schaden nicht bereits bei der Übergabe des Fahrzeuges bestand.
Was faktisch unmöglich ist.
In den nächsten 6 Monaten dreht sich die Beweispflicht zuungunsten des Käufers (was mich nicht betrifft)

Natürlich darfst du anderer Meinung sein, ich frage mich aber auf welcher Grundlage.
Ich habe dutzende Fälle gefunden, in denen bei ähnlicher Sachlage sich kein Händler der Nachbesserungspflicht verweigert hat.
Und falls doch, konnte der Käufer anschließend den Kaufvertrag anfechten und rückabwickeln.

Daher stelle ich mir schon die Frage, auf welcher Grundlage du deine Meinung bildest und welche Schäden überhaupt von der Sachmängelhaftung abgedeckt werden.

Zum Schluss wird es natürlich darauf ankommen, ob der Händler und ich uns direkt einvernehmlich einigen können.
Was sehr in meinem Interesse wäre.
Daher wäre für mich die fast wichtigere Frage, inwiefern ich mir mit dem Auslesen des Fehlerspeichers ein Eigentor geschossen habe, und ob das bereits als angefangene Reparatur gilt.








0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von reckoner):
Das mag alles sein, die Beweislast für das Gegenteil liegt aber in diesem Fall bei dem Händler.
Und was "bestimmungsgemäßer Verschleiß" sein soll musst du uns mal erklären.

Stefan


Danke für deine hilfreiche Antwort.
Ich komme auch zu demselben Schluss.
Da ich hier im Rechtsforum für mich eher die wichtige Frage wie die rechtlich richtige weitere Vorgehensweise ist.

1.Den Händler nächste Woche informieren und mit offenen Karten alles erzählen, Fehlercode nennen, das ich abgeschleppt wurde etc.?

2.Oder einfach sagen "es gab einen Schlag", das Getriebe hat nicht mehr richtig geschaltet und die MKL ist angegangen.

Mir wäre ersteres lieber "offene Karten"

Noch ein kleiner Nachtrag, das wurde in einem anderen Forum geschrieben:

"Die Beweislastumkehr ist bei Verträgen ab dem 1.Januar 2022 bei 12 Monaten. Egal ob der Händler die Gewährleistung von 24 auf 12 Monate gekürzt hat."

Was meine Situation noch wesentlich verbessert.


-- Editiert von User am 15. Oktober 2023 11:09

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von wuseldusel123):
Motor und Getriebe zählen nicht zu den Verschleißteilen

Ein Kfz besteht zu 100% aus Verschleißteilen, einzig die Dauer bis der Verschleiß eintritt ist höchst unterschiedlich.



Zitat (von wuseldusel123):
man darf davon ausgehen, wenn man ein mangelfreies Auto bei einem Händler kauft, dass diese Bauteile länger als ein paar Wochen halten.

Nö, es kommt auf die Beschaffenheitsvereinbarung und die Laufleistungen an (siehe § 434 BGB).
Wenn man z.B. ein echtes Bastelfahrzug kauft oder der Verkäufer Probleme mit Bauteil X beschreibt, gilt das also nicht.



Zitat (von wuseldusel123):
Wenn der Händler sich vor seiner Pflicht zur Nachbesserung des Schadens drücken will, muss er in den ersten 6 Monaten nach Kauf nachweisen, dass der Schaden nicht bereits bei der Übergabe des Fahrzeuges bestand.
Was faktisch unmöglich ist.
In den nächsten 6 Monaten dreht sich die Beweispflicht zuungunsten des Käufers

Zum einen sind es 12 Monate. Zum anderen ist die Meinung "faktisch unmöglich" doch schon sehr euphemistisch.



Zitat (von wuseldusel123):
Mir wäre ersteres lieber "offene Karten"

Das ist auch völlig korrekt mit offenen Karten zu spielen.
Alles andere könnte unter anderen dazu führen das der Verkäufer von seiner Leitungspflicht frei würde. man also auf allen Kosten sitzen bleibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von wuseldusel123):
Mir wäre ersteres lieber "offene Karten"
Davon abgesehen, dass das die richtige Einstellung ist - man ist manchmal überrascht, was die Speicher im Kfz. so alles an Infos parat haben...

Zudem kann die Vorlage des Fehlerprotokolls und der Hinweis, dass dieser nun wieder (erst nach einer längeren Fahrt) aufgetreten ist, hilfreich sein.

Dass man aus Deinem Verhalten, bei einer Panne den ADAC zu aktivieren, eine schädliche Handlung konstruiert mag ich mir nicht vorstellen müssen.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Dass man aus Deinem Verhalten, bei einer Panne den ADAC zu aktivieren, eine schädliche Handlung konstruiert mag ich mir nicht vorstellen müssen.

Ich auch nicht - das reine abschleppen durch den ADAC ist eigentlich noch nie ein relevantes Problem gewesen.


Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ich auch nicht - das reine abschleppen durch den ADAC...
Nun, ich war schreibfaul und unpräzise. Hatte aber auch geschrieben bei einer Panne den ADAC zu aktivieren, was die gesamte geschilderte Aktion umfassen sollte. Also auch den Check in der Werkstatt, Speicher auslesen incl. Dokumentation, Zrücksetzen der Fehler sowie die Probefahrt.
Aus meiner Sicht wertvolle Erkenntnis, nach Rücksetzen der Fehlermeldung fuhr das Fahrzeug wieder. Nach einer längeren Fahrt, kam jedoch das Problem auch wieder. Ergo, das Problem liegt tiefer.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Nun, ich war schreibfaul und unpräzise. Hatte aber auch geschrieben bei einer Panne den ADAC zu aktivieren, was die gesamte geschilderte Aktion umfassen sollte. Also auch den Check in der Werkstatt, Speicher auslesen incl. Dokumentation, Zrücksetzen der Fehler sowie die Probefahrt.
Aus meiner Sicht wertvolle Erkenntnis, nach Rücksetzen der Fehlermeldung fuhr das Fahrzeug wieder. Nach einer längeren Fahrt, kam jedoch das Problem auch wieder. Ergo, das Problem liegt tiefer.


VG
Roland


Danke für deine Einschätzung,

ich habe den Händler nun angeschrieben und ihm ehrlich alle Details des Vorfalls geschildert.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13612 Beiträge, 4342x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Dass man aus Deinem Verhalten, bei einer Panne den ADAC zu aktivieren, eine schädliche Handlung konstruiert mag ich mir nicht vorstellen müssen.
Sehe ich auch so. Und zwar auch die Handlungen der Werkstatt (Vertragswerkstatt mal vorausgesetzt).
Einzig das der Fehler nur zurückgesetzt wurde ohne die Ursache zu beheben könnte im Einzelfall die Haftung auf die Werkstatt verschieben.

Zitat:
Das ist Verschleiß durch gewöhnlichen und bestimmungsgemäßen Gebrauch
Du hattest aber "bestimmungsgemäßer Verschleiß" geschrieben, nicht "bestimmungsgemäßer Gebrauch".
Wenn sich ein Hersteller oder Verkäufer auf bestimmungsgemäßen Verschleiß berufen will bewegt er sich auf ganz dünnem Eis (Stichwort: Geplante Obsoleszenz).

Zitat:
Von brüchigen Wischerblättern, abgefahrenen Reifen und abgenutzten Bremsbelägen wird ja wohl schon jeder mal gehört haben?
Na und? Trotzdem sind es Sachmängel, für die der Verkäufer erstmal haftet.
Es steht ihm natürlich frei das abzuwehren (bei den Reifen beispielsweise anhand der gefahrenen Kilometer, oder ganz allgemein durch ein unabhängiges Gutachten welches den Zustand des Fahrzeuges bei Übergabe dokumentiert hat - bei richtig teuren Autos wie beispielsweise Oldtimern ist das durchaus üblich).

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118518 Beiträge, 39582x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
nach Rücksetzen der Fehlermeldung fuhr das Fahrzeug wieder.

Und genau da kann das Problem für den Käufer entstehen, er fuhr weiter in Kenntnis des Schadens. Wenn sich der Schaden dadurch verschlimmert, ist der Verkäufer fein raus und der Käufer hat ein Problem.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
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#18
 Von 
wuseldusel123
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und genau da kann das Problem für den Käufer entstehen, er fuhr weiter in Kenntnis des Schadens. Wenn sich der Schaden dadurch verschlimmert, ist der Verkäufer fein raus und der Käufer hat ein Problem.


Der Händler hat mir schriftlich mitgeteilt, dass ich mit dem Fahrzeug aus eigener Kraft in eine Werkstatt meiner Wahl fahren darf. Und das ebenfalls in Kenntnis des Schadens.
Damit sollte der Punkt dann schonmal durch sein.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2591 Beiträge, 1199x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Und genau da kann das Problem für den Käufer entstehen, er fuhr weiter in Kenntnis des Schadens. Wenn sich der Schaden dadurch verschlimmert, ist der Verkäufer fein raus und der Käufer hat ein Problem.
Na ja, üblicherweise werden nach Aktivierung des ADAC keine Vollidioten tätig. Ich würde ehr von Fachleuten ausgehen. Die haben eine Fehlermeldung festgestellt, den Fehler dokumentiert und resetet. Die anschließende Probefahrt hat wohl keine Auffälligkeiten offenbart so wurde und dem Kunden das Fahrzeug zur weiteren Nutzung übergeben.
Ob die Werkstatt des Verkäufers anders gehandelt hätte? Anders, wenn es ein bekannter Hinweis darauf wäre, dass einem das Getriebe bei Weiterfahrt um die Ohren fliegen kann - bzw. wenn dieser "Knall" mit anschließendem Notlauf als zerstörerisch in diversen Datenbanken interlegt wäre.


VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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