Muss Verkäufer Kaufpreis zurück zahlen?

11. Oktober 2021 Thema abonnieren
 Von 
martintolke
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Muss Verkäufer Kaufpreis zurück zahlen?

Hallo,
Ich habe im Internet eine gebrauchte Lichtsteuerung gekauft (sollte aber laut Beschreibung im neuwertigen Zustand sein).
Diese Geräte haben leider die bekannte Eigenschaft das sich besonders bei falscher Lagerung der Weichmacher zersetzt und die Bedienoberfläche dadurch klebrig wird.
Vor dem Kauf hatte ich den Verkäufer danach gefragt,..er meinte nur das die Fader etwas weich sind, aber sonst alles ok ist.
Als das Gerät hier ankam natürlich der Schock: Sämtliche Fade und Knöpfe völlig verklebt.
Als ich den Verkäufer daraufhin kontaktierte meinte er wortwörtlich das er das Gerät vorher getestet hat und nur die Fader „geklebt" hatten, ich es aber auf eigene Kosten zurück schicken könnte.
Warum ich das auf eigene Kosten zurück schicken sollte obwohl er mir ja vor dem Kauf sagte das die Fader nur etwas weicher sind, er aber dann später ja selber geschrieben hat das sie geklebt haben erschließt sich mir nicht.
Aber gut, hatte mich dann damit abgefunden das ich den Rückversetzung erstmal selber zahle.
Als das Gerät dann beim Absender ankam hat er mir eine Mail geschrieben das ich das Gerät ja völlig versaut hätte, es garnicht mehr funktioniert und nur noch schrottreif ist, und er mir natürlich kein Geld zurück schickt....er hat mir auch Fotos geschickt vom Zustand des Gerätes,...ich kann natürlich schlecht kontrollieren ob die Fotos wirklich von dem Gerät stammen oder nur von einem baugleichen,..ich weiß aber für mich das ich das Gerät nie großartig angefasst hatte (war mir auch zu ekelig weil alles geklebt hat)...
Nach ein bisschen Diskussion meinte er das er mir aus Kulanz 40% des Kaufpreises zurück erstattet weil er keine Lust mehr auf Diskussionen hat.
Ich hingegen möchte aber gerne 100% plus meine Kosten für den Rückversand haben,...weil erstens Habenichts sicher nichts damit zutun das das Gerät jetzt angeblich Schrott ist,..und zweitens wäre der ganze Ärger ja garnicht gewesen wenn er vor dem Verkauf ehrlich gesagt hätte das die Fader und Tasten kleben....
Habt ihr da eine Idee wie ich da jetzt am besten vorgehe?
Die 40% annehmen und den Rest als Lehrgeld buchen, oder weiter gegen vorgehen?
Das Problem ist auch das ich keine Lust auf rechtliche Schritte habe,..zumal meine Chancen auch wohl eher schlecht aussehen weil seine ganzen Mitarbeiter natürlich zu seinen Gunsten aussagen werden, und ich ziemlich alleine da stehe

Probleme nach Kauf?

Probleme nach Kauf?

Ein erfahrener Anwalt im Kaufrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Kaufrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118646 Beiträge, 39613x hilfreich)

Zitat (von martintolke):
Die 40% annehmen und den Rest als Lehrgeld buchen,

Angesichts dessen
Zitat (von martintolke):
Das Problem ist auch das ich keine Lust auf rechtliche Schritte habe

wäre das wohl die beste Variante ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.044 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.224 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen