Privat Autokauf verschwiegene grobe Mängel

30. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Michi19832006
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Privat Autokauf verschwiegene grobe Mängel

Hallo,

Mein Name ist Michael, wir haben heute ein Auto gekauft. Es stand in der Anzeige und im Kaufvertrag nur "Kühlwasserverlust". Der Verkäufer sagte Vorort (vor Zeugen) das dies nur der Kühler seie der getauscht gehört, das Fahrzeug war immer in der Werkstatt!

Nach Diagnose läuft das Kühlwasser aber vom Überlauf raus bei Last. Es drückt Abgase in den Kühlkreislauf. Ergo ist im Zylinderkopf oder auch Motor ein Riss. Kapitaler Motorschaden.

Da der Verkäufer sagte das das Auto immer in der Werkstatt war, muss er dies gewusst haben.

Kann ich gegen sowas vorgehen, oder seht ihr hier keine Chance?

Gruß und danke

Michael

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12305.11.2023 23:03:11
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 39x hilfreich)

Ist das ein privater Kaufvertrag mit Ausschluss der Gewährleistung ?
Dann wird es schwierig werden.
Mündliche Zusagen sind auch unter Zeugen problematisch, wenn die Zeugen zum Verwandten oder Bekanntenkreis gehören.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Michi19832006
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bernjou):
Ist das ein privater Kaufvertrag mit Ausschluss der Gewährleistung ?
Dann wird es schwierig werden.
Mündliche Zusagen sind auch unter Zeugen problematisch, wenn die Zeugen zum Verwandten oder Bekanntenkreis gehören.


Danke für deine Antwort. Ja war ein Privatkauf. Aber kann den eine Gewährleistung komplett ausgeschlossen werden, selbst bei groben verschwiegene Mängel?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12305.11.2023 23:03:11
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 39x hilfreich)

Auch bei Ausschluss der Gewährleistung ist der Privatverkäufer verpflichtet, ihm bekannte Mängel offenzulegen; ansonsten ist der Vertrag anfechtbar wegen Arglistiger Täuschung.
Aber wie gesagt, es wird schwierig werden. Der Käufer ist nämlich beweispflichtig, dass der Mangel schon bei Übergang bestanden hat und vom Privatverkäufer arglistig verschwiegen wurde. Regelmäßig wir ihm das wohl nicht gelingen; und ob man sich für die mündlichen Aussagen hier etwas kaufen kann , ist denn auch fraglich.

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Michi19832006
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von bernjou):
Auch bei Ausschluss der Gewährleistung ist der Privatverkäufer verpflichtet, ihm bekannte Mängel offenzulegen; ansonsten ist der Vertrag anfechtbar wegen Arglistiger Täuschung.
Aber wie gesagt, es wird schwierig werden. Der Käufer ist nämlich beweispflichtig, dass der Mangel schon bei Übergang bestanden hat und vom Privatverkäufer arglistig verschwiegen wurde. Regelmäßig wir ihm das wohl nicht gelingen; und ob man sich für die mündlichen Aussagen hier etwas kaufen kann , ist denn auch fraglich.

Guten Morgen, wie gesagt, der Verkäufer hat ja bei Verkauf den Kühlwasserverlust benannt. Da sonst nichts undicht ist (wie es laut seiner Aussage sein soll), hat er es wissen müssen das dies von daher kommt, vor allem wenn er sagte das Auto war immer in einer Werkstatt.

Werde es ihm heute schildern und darlegen....evtl lenkt er ein.

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#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118612 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Michi19832006):
Da sonst nichts undicht ist (wie es laut seiner Aussage sein soll), hat er es wissen müssen das dies von daher kommt

Keine Ahnung wie man auf diese merkwürdige Theorie kommt.

Ich sehe keinen Ansatz wie man dieses
Zitat (von Michi19832006):
hat er es wissen müssen

beweisen will.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16317 Beiträge, 9238x hilfreich)

Zitat:
hat er es wissen müssen das dies von daher kommt, vor allem wenn er sagte das Auto war immer in einer Werkstatt.

Das ist aber kein ausreichender Beweis.

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommen sollte, müssen Sie beweisen, dass
a) der Mangel schon zum Zeitpunkt des Kaufs vorhanden war und(!)
b) der Verkäufer davon wusste

"Hätte wissen müssen" reicht da nicht.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Michi19832006
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Michi19832006):
Da sonst nichts undicht ist (wie es laut seiner Aussage sein soll), hat er es wissen müssen das dies von daher kommt

Keine Ahnung wie man auf diese merkwürdige Theorie kommt.

Ich sehe keinen Ansatz wie man dieses
Zitat (von Michi19832006):
hat er es wissen müssen

beweisen will.


Ich komme auf diese komplett blödsinnigie Theorie weil der Herr vor Zeugen sagte das seine Werkstatt meinte das der Motor KOMPLETT IN ORDNUNG ist, nur ein Schlauch oder Kühler leck....der Service wäre neu. Jetzt will er die Werkstatt nicht benennen?

Das ist eine bewusste Täuschung eines Herren mit lediglich bedingten Aufenthaltstitel....

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Michi19832006
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Das ist aber kein ausreichender Beweis.

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommen sollte, müssen Sie beweisen, dass
a) der Mangel schon zum Zeitpunkt des Kaufs vorhanden war und(!)
b) der Verkäufer davon wusste

"Hätte wissen müssen" reicht da nicht.


Ich komme auf diese komplett blödsinnigie Theorie weil der Herr vor Zeugen sagte das seine Werkstatt meinte das der Motor KOMPLETT IN ORDNUNG ist, nur ein Schlauch oder Kühler leck....der Service wäre neu. Jetzt will er die Werkstatt nicht benennen?

Das ist eine bewusste Täuschung eines Herren mit lediglich bedingten Aufenthaltstitel....

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118612 Beiträge, 39604x hilfreich)

Zitat (von Michi19832006):
das seine Werkstatt meinte

Die Meinung der Werkstatt ist halt auch nur eine Meinung ... also auch wieder nichts verbindliches, das als Beweis taugen würde.

Und es entlastet den Käufer, denn dann musste er erst recht nicht weiter nachforschen und das
Zitat (von Michi19832006):
hat er es wissen müssen

rückt in noch weitere Ferne.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16317 Beiträge, 9238x hilfreich)

Zitat (von Michi19832006):
weil der Herr vor Zeugen sagte das seine Werkstatt meinte das der Motor KOMPLETT IN ORDNUNG ist, nur ein Schlauch oder Kühler leck....der Service wäre neu

Das ist doch super für den Verkäufer. Er hat sich auf die Einschätzung der Werkstatt verlassen. Als Privatverkäufer darf er das auch.
Wie wollen Sie da noch das Gegenteil beweisen? Ein Privatverkäufer muss es nicht besser wissen als eine Werkstatt.

Wenn Sie einen Beweis hätten, dass das Fahrzeug überhaupt nie in einer Werkstatt war, dann könnten Sie darauf aufbauen.

Bedenken Sie:
Sie sind in der Beweispflicht, nicht der Verkäufer.

-- Editiert von User am 31. Oktober 2023 20:56

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Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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