Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
591.199
Registrierte
Nutzer

Privatzverkauf per Abholung. Käufer bringt Ware ohne Kenntnis des VK zurück und stellt sie ab

10.9.2021 Thema abonnieren
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)
Privatzverkauf per Abholung. Käufer bringt Ware ohne Kenntnis des VK zurück und stellt sie ab

Hallo, ein seltsamer Fall. Privater Verkäufer verkauft einen Schreibtischstuhl per Abholung . Der Stuhl ist im gepflegten Zustand, auch von der Funktion und seiner Kenntnis stellt der Verkäufer keine Mängel fest. Kommt ein Interessent, probiert ihn aus, sitzt auf ihm, begutachtet ihn, und bestätigt, in welch gutem sauberen Zustand er ist, und er sagt noch, diverses würde er dann selber einstellen und dran schrauben, und zahlt ihn und nimmt ihn mit seinem PKW mit.
Dann ist der Verkäufer den Rest des Tages bis zum nächsten Nachmittag orts- und internetabwesend, und nur sein 17 jähriger Sohn ist zuhause. Das war des Verkäufers Pech. Denn am nächsten Nachmittag, als er nach Hause kam, dachte er, er sieht nicht richtig. Da stand sein Schreibstischstuhl wieder in der Wohnung. Sein Sohn gab die Auskunft, der Mann hätte ihn zurück gebracht, vorm Haus abgestellt, dem Sohn gesagt, er bringe den Stuhl zurück, und hat was geäußert, was der Sohn nicht verstanden hat (der Sohn hat ihn sprachlich schlecht verstanden) , und der Sohn hätte den Stuhl in die Wohnung rein genommen. Und der Käufer hat dem Sohn des Verkäufers gesagt, er hätte dem Verkäufer eine Email geschrieben. Der Verkäufer las die Email erst am nächsten Nachmittag, als der wieder nach Hause kam. Darin hat der Käufer mitgeteilt, dass angeblich am Stuhl was defekt sei und er zudem eine Funktion nicht habe, und plötzlich teilt der Käufer mit, sei er ausgeleiert (wo denn?) und das erst hinterher, daher hat er das beim Kauf und Überprüfung überhaupt nicht festgestellt, ganz im Gegenteil, da war er für ihn top in Schuss und ein Schnäppchenpreis. Jedenfalls daher wolle er den Stuhl zurück bringen und stelle ihn vorm Haus ab. Er hinterließ seine Bankdaten, der Verkäufer soll ihm das Geld zurück überweisen.
Das hat der Käufer alles willkürlich gemacht, ohne dass der Verkäufer vorab und während der Rückbring-Aktion davon Kenntnis gehabt hat und sich äußern konnte. Wie gesagt, war der Verkäufer ortsabwesend und hatte in der Zeit auch keine Internetverbindung und auch kein Handy dabei. Nun hat der Verkäufer einen Schreibstischstuhl zurück erhalten, der knackt, wenn man auf ihm sitzt, was zuvor nicht da war.
Und nun? Wie soll der Verkäufer verfahren, und was sind das für Gebaren von Käufern? Ist der Verkäufer in der Pflicht dem Käufer das Geld zurück zu geben? Wer weiß, was der Käufer mit dem Stuhl gemacht hat, und was auf dem Transportweg passiert ist?


-- Editiert von robby123 am 10.09.2021 18:46

Verstoß melden



59 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91965 Beiträge, 35778x hilfreich)

Ich würde dem Verkäufer mitteilen, das ich am Kaufvertrag festhalte, seine Behauptungen nicht anerkenne, es kein Geld gibt und das er den Stuhl nach Terminvereinbarung wider abholen kann.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ich würde dem Verkäufer mitteilen, das ich am Kaufvertrag festhalte, seine Behauptungen nicht anerkenne, es kein Geld gibt und das er den Stuhl nach Terminvereinbarung wider abholen kann.


vielen Dank. Der Käufer weigert sich, seinen Stuhl abzuholen. Wie geht man vor, wenn der Käufer seinen Stuhl nicht abholt?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

vielen Dank. Der Käufer weigert sich, seinen Stuhl abzuholen. Wie geht man vor, wenn der Käufer seinen Stuhl trotz gesetzter Frist nicht abholt und weiterhin darauf besteht, das Geld zurück zu wollen?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20134 Beiträge, 4058x hilfreich)

Man macht nichts mehr.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Man macht nichts mehr.


Heißt das, man lässt den Stuhl nun einfach weiterhin bei sich in der Wohnung stehen? Wie lange?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20134 Beiträge, 4058x hilfreich)

Man macht nichts mehr, heißt, nichts mehr in Richtung Käufer. Der Käufer meldet sich vielleicht. Der will ja Geld zurück. Erst dann gehts weiter.


-- Editiert von Anami am 11.09.2021 18:49

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Der will ja Geld zurück. Erst dann gehts weiter.


Das hat er doch schon gemacht. Er hat sich per Mail gemeldet und will das Geld zurück und hat seine Bankdaten angegeben.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20134 Beiträge, 4058x hilfreich)

Entschuldigung, aber was verstehst du nicht an:
Man macht nichts mehr... nichts in Richtung Käufer... der Käufer meldet sich vielleicht...der will Geld zurück.

Ich habe gelesen, was passiert ist. Du hast gelesen, was der Verkäufer tun kann.
Weiter gehts, wenn der Käufer sich irgendwann und irgendwie nochmal beim Verkäufer meldet.

Der Käufer hat einen Schreibtischstuhl haben wollen, hat ihn ausprobiert, hat ihn für gut befunden, hat ihn zum Schnäppchenpreis gekauft, hat ihn selbst nach Hause transportiert.
Es wurde nichts zu Rücknahme vereinbart.

Zitat (von robby123):
und was sind das für Gebaren von Käufern?
Keine Ahnung.
Zitat (von robby123):
Ist der Verkäufer in der Pflicht dem Käufer das Geld zurück zu geben?
Nein.
Zitat (von robby123):
Wer weiß, was der Käufer mit dem Stuhl gemacht hat, und was auf dem Transportweg passiert ist?
Ich nicht.

Der Verkäufer kann den Stuhl auch in den Keller stellen, falls er sich in der Wohnung dran stört. Abholbereit im Keller.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Der Verkäufer kann den Stuhl auch in den Keller stellen, falls er sich in der Wohnung dran stört. Abholbereit im Keller.


Danke, das wär ein guter Tipp, falls realisierbar. Der Verkäufer ist jedoch in eine viel kleinere Wohnung umgezogen. Es hat sich um seinen Zweitschreibtisch mit Containern und Stuhl im vorigen Schlafzimmer gehandelt, die sperrig wie sie sind, aus Platzgründen weg müssen und nun im Flur der neuen Wohnung stehen, und leider steht auch kein Kellerplatz zur Verfügung.





-- Editiert von robby123 am 11.09.2021 21:12

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91965 Beiträge, 35778x hilfreich)

Zitat (von robby123):
Wie geht man vor, wenn der Käufer seinen Stuhl nicht abholt?

Dann würde ich das aus #1 schreiben und darum ergänzen, das er die Abholung bis zum TT.MM.JJJJ (mindestens 14 Tage) durchführen soll, ansonsten würde ich das auf seine Kosten per Anwalt und Gericht klären lassen.
Alternativ könne er den Verzicht auf Stuhl und Geld erklären.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20134 Beiträge, 4058x hilfreich)

@robby123
Du könntest deine gesamte Leidensgeschichte und die des Stuhls dem Käufer schreiben. Das geht.
Ich würde zunächst gar nichts tun.

Seit wann kämpfst du denn schon mit dem Käufer und um welche Summe geht es?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8899 Beiträge, 4805x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
ansonsten würde ich das auf seine Kosten per Anwalt und Gericht klären lassen.
Abgesehen davon, dass ich diese Formulierung immer sehr dämlich finde, ist dies auch nicht zielführend.
Ich persönlich erkenne noch nicht mal eine (im Ansatz) Aufbewahrungspfflicht fremden Eigentums für den TE. Warum sollte er also das ganze zeit- und nervenaufreibende Brimborium starten?
Zur Güte könnte man eine nachweisliche 14 Tage Frist zur Abholung setzen, androhen den Stuhl ansonsten zu entsorgen. Jeder Bauhof nimmt das Ding. Nach Fristverstreichung entsorgen. Problem gelöst.

Wenn mir jemand seinen Mist in den Hof stellt werde ich doch dafür nicht verantwortlich das auch noch für denjenigen zu verwahren. Der Stuhl wäre bei mir schon längst wieder bei ebay kleinanzeigen drin. Entweder zum erneuten Verkauf oder zum Verschenken. Der ursprüngliche Käufer hat meiner Meinung nach keinerlei Anspruch auf Rückzahlung und hat durch das eigenmächtige Überbringen des Stuhls das Eigentum daran eindeutig aufgegeben. Hier liegt auch imho keine Annahme des VK vor, das eine Ableitung einer konkludenten ahndlung begründet. Weil der VK es nicht angenommen hat. er wurde einfach vor vollendete Tatsachen gestellt.

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91965 Beiträge, 35778x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Ich persönlich erkenne noch nicht mal eine (im Ansatz) Aufbewahrungspfflicht fremden Eigentums für den TE. Warum sollte er also das ganze zeit- und nervenaufreibende Brimborium starten?

Hätte der Käufer den Stuhl einfach vor die Türe gestellt und wäre er da stehen geblieben, sähe ich das auch so.
Dummerweise hat der Sohn aber die Rücklieferung angenommen ... also leider Pech für den Verkäufer ...



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8899 Beiträge, 4805x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dummerweise hat der Sohn aber die Rücklieferung angenommen ... also leider Pech für den Verkäufer ...
Der Sohn ist nicht der Vk. Der (Sohn) wurde überrumpelt und dem wurde der Stuhlvor die Nase gestellt. Ich sehe da in keinster Weise ein "Pech" für den Verkäufer... Für mich macht es keinen Unterschied ob der Stuhl einfach abgestellt, oder einem Dritten (egal ob Sohn oder Nachbar oder Mitbewohner oder Vermieter oder oder oder) überrumpelnder Weise vor die Nase gestellt wurde..Hier liegt imho kiene Annahme vor.
Zitat (von robby123):
Sein Sohn gab die Auskunft, der Mann hätte ihn zurück gebracht, vorm Haus abgestellt, dem Sohn gesagt, er bringe den Stuhl zurück, und hat was geäußert, was der Sohn nicht verstanden hat
Was soll der Sohn da machen? Der K stellt ihm das Ding vor die Füße und geht wieder....,


Zitat (von Harry van Sell):
Hätte der Käufer den Stuhl einfach vor die Türe gestellt und wäre er da stehen geblieben, sähe ich das auch so.
Prinzipiell liegt genau das vor.. Den Stuhl nach drinnen zu verräumen um ihn vor Wettereinflüssen und Diebstahl zu schützen und darauf zu hoffen, dass der Vater es mit dem K, klärt begründet imho keine Annahme. Vorallem keine konkludente aus der sich irgendwas auf das Vertragsverhältnis ableiten lässt


-- Editiert von radfahrer999 am 13.09.2021 08:07

Signatur:

Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#15
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Seit wann kämpfst du denn schon mit dem Käufer und um welche Summe geht es?

Erst seit Samstag nach meiner Rückkehr nach Hause. Freitag hat er ihn gekauft und Samstag hat er ihn , als ich noch gar nicht zuhause war, gebracht. Verkaufspreis war 90 Euro (Neupreis war knapp 350).

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#16
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dann würde ich das aus #1 schreiben und darum ergänzen, das er die Abholung bis zum TT.MM.JJJJ (mindestens 14 Tage) durchführen soll, ansonsten würde ich das auf seine Kosten per Anwalt und Gericht klären lassen.
Alternativ könne er den Verzicht auf Stuhl und Geld erklären.


Danke. Ich habe ihm bereits eine Frist gesetzt, und zwar bis heute 20 Uhr, aber das war wohl zu knapp? Er hat zuletzt geantwortet, dass er den Stuhl nicht holen wird. Müsste die Frist zur Abholung 14 Tage sein? Ich habe weder seine Adresse noch eine Telefonnummer vom ihm. Nur Namen und Kontakt über das Nachrichtensystem der Kleinanzeigenplattform.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Zur Güte könnte man eine nachweisliche 14 Tage Frist zur Abholung setzen, androhen den Stuhl ansonsten zu entsorgen. Jeder Bauhof nimmt das Ding. Nach Fristverstreichung entsorgen. Problem gelöst.


Mit dem Käufer ist nur der Kontakt über das Nachrichtensystem der Kleinanzeigenplattform vorhanden. Reicht das für eine "nachweisliche" 14 Tage-Frist mit Androhung , den Stuhl bei Nichtabholung anschließend zu entsorgen? Und dann wär es erledigt? Kann er dann nicht doch noch kommen und seinen Stuhl zurück fordern, ersatzweise das Geld?
Das Problem ist, dass man gar nicht feststellen kann, ob er die Nachrichten auf der Anzeigenplattform liest., falls er nicht mehr antwortet. Er kann dann ja behaupten, er hätte die Frist-Nachricht erst 3 Wochen später gelesen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#18
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dummerweise hat der Sohn aber die Rücklieferung angenommen ... also leider Pech für den Verkäufer ...

was bedeutet das nun? Der Sohn hatte mit dem Verkauf nichts zu tun.

-- Editiert von robby123 am 14.09.2021 00:17

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#19
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Sohn wurde vom Käufer überrumpelt, das ist richtig. Der Sohn hatte mit dem Verkauf gar nichts zu tun.

Nach der Transaktion ist der Verkäufer über Nacht verreist und erst wieder am nächsten Spätnachmittag zurück gekommen. Er hat in der Zeit seiner Abwesenheit nicht mehr ins Netz und in die Verkaufsplattform gesehen, erst als er wieder nach Hause kam und den Stuhl in der Wohnung sah. Der Käufer hatte sich in der Zeit mit zwei Nachrichten gemeldet: Zuerst mit einer, in der er einen Termin ausmachen wollte, um den Stuhl zurück zu bringen. Da der Verkäufer aber bis zum nächsten Tag nicht zuhause am PC und unterwegs auch nicht im Netz war, schrieb der Käufer eine weitere Nachricht: "Ich komme heute wieder durch Ihre Stadt, also stelle ich Ihnen den Stuhl in den überdachten Carport, wo sonst ihr Wagen steht. Ich kann ja mal klingeln ob jemand da ist. Am Besten wird es aber sein, wenn Sie mir einfach mein Geld wieder zurück überweisen. Ich denke, Sie werden das verstehen, auch dass ich nat. mein Geld wieder haben möchte.
Meine Bankverbindung ist ....."


-- Editiert von robby123 am 14.09.2021 00:31

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91965 Beiträge, 35778x hilfreich)

Zitat (von radfahrer999):
Was soll der Sohn da machen?

Ganz einfach: Sich nicht um fremde Sachen kümmern die ihn nichts angehen.
Nun hat er den Stuhl aber (im Namen des Verkäufers) in Obhut genommen, somit besteht auch entsprechende Obhutspflichten.



Zitat (von radfahrer999):
Jeder Bauhof nimmt das Ding. Nach Fristverstreichung entsorgen.

Womit ziemlich sicher der Anspruch auf Erstattung und sogar auf Schadenersatz entstehen würde.
Und der TS mangels Beweismittel in erhebliche Beweisnot kommen würde



Zitat (von radfahrer999):
Problem gelöst.

Diesmal kann ich Deinen Optimismus nicht teilen.



Zitat (von robby123):
Danke. Ich habe ihm bereits eine Frist gesetzt, und zwar bis heute 20 Uhr, aber das war wohl zu knapp?

Definitiv.



Zitat (von robby123):
Er hat zuletzt geantwortet, dass er den Stuhl nicht holen wird.

Mit welchem Wortlaut?
Eventuell kann man sich dann die Mitteilung mit der 14-Tagefrsit sparen.



Zitat (von robby123):
Und dann wär es erledigt?

Kommt ganz darauf an, wie der Käufer das sieht.



Zitat (von robby123):
Kann er dann nicht doch noch kommen und seinen Stuhl zurück fordern, ersatzweise das Geld?

Doch. Er kann sogar vor Gericht klagen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#21
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Ganz einfach: Sich nicht um fremde Sachen kümmern die ihn nichts angehen.
Nun hat er den Stuhl aber (im Namen des Verkäufers) in Obhut genommen, somit besteht auch entsprechende Obhutspflichten.


Ja, das habe ich ihm anschließend auch gesagt, aber er hat sich nichts dabei gedacht. Und ich hab ihm auch gesagt, wenn ich nicht da bin, soll er niemandem mehr öffnen und nichts mehr entgegen nehmen (außer wenn die Post kommt): Er war ja selbst überrumpelt davon und hat dann so im Stil von "Ja und Amen" gehandelt. Nun ist es halt so passiert, und man kann es nicht mehr rückgängig machen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#22
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Womit ziemlich sicher der Anspruch auf Erstattung und sogar auf Schadenersatz entstehen würde.
Und der TS mangels Beweismittel in erhebliche Beweisnot kommen würde


Eigentlich seh ich das auch so. Bzw sagt mir mein Bauchgefühl.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#23
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Er hat zuletzt geantwortet, dass er den Stuhl nicht holen wird.

Mit welchem Wortlaut?
Eventuell kann man sich dann die Mitteilung mit der 14-Tagefrsit sparen.


Er hat 3x geschrieben: "Es wird keine Abholung geben".

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#24
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Kann er dann nicht doch noch kommen und seinen Stuhl zurück fordern, ersatzweise das Geld?

Doch. Er kann sogar vor Gericht klagen ...

Einen ähnlichen Fall habe ich übrigens kürzlich im Netz gelesen, da hat auch ein Käufer die Ware trotz Frist nicht abgeholt, und der Verkäufer hat sie dann weiter verkauft. , Dann hat der Käufer auf Schadensersatz geklagt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(91965 Beiträge, 35778x hilfreich)

Zitat (von robby123):
Er hat 3x geschrieben: "Es wird keine Abholung geben".

Das wäre eine ernsthafte und endgültige Verweigerung, da kann man sich eine neue First sparen.

Man sollte die Kommunikation jetzt möglichst gerichtsfest sichern, denn eBay löscht die wohl nach gewisser Zeit.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#26
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

und was heißt das jetzt? Stuhl für alle Ewigkeiten aufbewahren, am besten an die Decke im Keller hängen, ihn konservieren oder einfrieren....

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#27
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Man sollte die Kommunikation jetzt möglichst gerichtsfest sichern, denn eBay löscht die wohl nach gewisser Zeit.


danke - und wie sichert man das am besten bei EKA gerichtsfest? Fotografieren, Screenshots? Oder Nachrichtentexte kopieren und ins Word-Programm einfügen?

-- Editiert von robby123 am 14.09.2021 01:28

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#28
 Von 
Anami
Status:
Heiliger
(20134 Beiträge, 4058x hilfreich)

Zitat (von robby123):
Stuhl für alle Ewigkeiten aufbewahren,
Das dürfte dir unmöglich sein. Wie du das zeitweise praktisch tust, bleibt dir überlassen. Die vermutlich einfachste Lösung wird wohl die Aufbewahrung im Keller sein. Statt einfrieren dürften sich 1-2 größere Plastiktüten oder Gelbe Säcke eignen. Eintüten. Aber da ist deiner Fantasie keine Grenze gesetzt.
Ebenso ist es dir überlassen, wie du die ebay-Daten für den Fall der Fälle sicherst. Dazu könntest du auch ein neues Thema eröffnen, denn es geht dabei nicht um Kaufrecht.
----------------------------------------------------

ICH würde nun nicht auf die Ewigkeit oder gar alle Ewigkeiten setzen, sondern etwa 1 Monat warten. Dann weg mit dem S***
Aber jeder darf solch unerhört seltsame Gegebenheiten anders werten. Dafür ist das Forum da. Und DU bist die einzige, die sich dann entscheiden müsste... ;)
Bedenke:
Dieser Käufer ---könnte--- sich über seine rechtlichen Möglichkeiten informieren (so wie du das hier tust) und dann weitere Schritte gegen dich einleiten. Welche, weiß keiner. OB, weiß auch keiner. Vielleicht liest er hier sogar mit?
Zitat (von robby123):
Erst seit Samstag nach meiner Rückkehr nach Hause.
In welchem Jahr oder welchem Monat?
Zitat (von robby123):
der Verkäufer soll ihm das Geld zurück überweisen.
Hat er eine Frist gesetzt?

Zitat (von Anami):
Es wurde nichts zu Rücknahme vereinbart.
War das tatsächlich so? Oder hat der Verkäufer den üblichen Satz in die Anzeige integriert?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#29
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
In welchem Jahr oder welchem Monat?


Sept. 2021

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#30
 Von 
robby123
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Zitat (von robby123):
der Verkäufer soll ihm das Geld zurück überweisen.
Hat er eine Frist gesetzt?

Nein, er schrieb "baldmöglichst".

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 217.846 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
90.337 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
12