Retoure falsch zugestellt - Haftung

5. Februar 2015 Thema abonnieren
 Von 
SimpsonCC
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)
Retoure falsch zugestellt - Haftung

Hallo zusammen,

ich bräuchte da mal euren Rat zu einem sehr komischen Fall den ich gerade habe.

Ich habe insgesamt bei 3 Verkäufern bestellt und innerhalb von 14 Tage per DHL Retoure alle 3 Pakete an die Verkäufer (gewerblich) zurükgeschickt. (Widerruf)

Die 3 Pakete sollten also 3 verschiedene Empfänger haben aber es gab nur 2 Empfänger. DHL hat es geschafft 2 Pakete an den gleichen Verkäufer zuzustellen.
Somit hat DHL eines der 3 Pakete falsch zugestellt. Für das falsch zugestellt Paket hat ein Mitarbeiter unterschrieben. Der Verkäufer (,der das Paket fälschlicherweise erhalten hat) sagt das die das Paket an DHL zurückgegeben haben. DHL weiß nichts davon.

Nun mahnt der 3. Verkäufer der die Ware nicht bekommen hat an und will sein Geld haben. Ein Telefonat mit dem Verkäufer brachte nicht viel.Für den Verkäufer ist es so, dass das Paket falsch zugestellt worden ist und ich somit zahlen muss oder mich selber bemühen muss (Nachforschungsauftrag bei DHL) das ich das Paket wiederfinde und dieses wieder an den Verkäufer zurückschicke. Also soll ich zahlen und dann versuchen DHL in Anspruch zu nehmen. (wobei mir klar ist das das nichts wird)

Nun sagt § 355 aus:
Im Falle des Widerrufs sind die empfangenen Leistungen unverzüglich zurückzugewähren. Bestimmt das Gesetz eine Höchstfrist für die Rückgewähr, so beginnt diese für den Unternehmer mit dem Zugang und für den Verbraucher mit der Abgabe der Widerrufserklärung. Ein Verbraucher wahrt diese Frist durch die rechtzeitige Absendung der Waren. Der Unternehmer trägt bei Widerruf die Gefahr der Rücksendung der Waren

Wie sieht es nun aus?
Kann ich dem Verkäufer die Sendungsnummer mit einer erklärung übergeben und der Fall ist für mich erledigt oder bin ich da irgendwie in der Pflicht etwas zu unternehmen? Oder sogar zu zahlen?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Blaki
Status:
Praktikant
(861 Beiträge, 748x hilfreich)

Guten Abend,

gem. § 355 Abs. 3 BGB liegen Sie richtig. Sie sollten allderdings alle Belege dem Verkäufer der 3. Lieferung unverzüglich zur Verfügung stellen. Sie sind nämlich zur Mitwirkung verpflichtet.

Bei Paketversandt haftet DHL für den Verlust bis 500,00 Euro.



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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(116276 Beiträge, 39237x hilfreich)

Wie kam es zu der Falschzustellung? Irgendwelche missverständliche Formulierungen/Hinweise/alte Aufkleber auf dem Paket?


Sollte jedes Verschulden des Käufers auszuschließen sein, dann hat der Verkäufer Pech gehabt.
Zum einen geht das Risiko des Rückversand auf sein Konto.
Zum anderen kann sich der Käufer jeder unbequemlichkeit entledigen indem er die Ansprüche gegen den Versanddienstleister an den Verkäufer abtritt.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
SimpsonCC
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 3x hilfreich)

Wow, danke für die schnellen Antworten.

Wie es dazu kam, dass das Paket falsch zugestellt worden ist kann ich nicht sagen. Aufkleber waren wie immer richtig drauf und die alten nicht mehr drauf. Zudem haber ich den Retoureaufkleber des Verkäufers der dabei war verwendet. Bis jetzt hatte es auch immer geklappt nur diesmal ging etwas schief.
Ein neues Detail hat sich aber ergeben. Beide Verkäufer (der der das Paket fälschlicherweise erhalten hat und der der das Paket nicht erhalten hat) sind beide an das selbe DHL-Lager angebunden. (Vielleicht Sortierungsfehler? Vom Band gefallen und falsch aufgelegt? Wer weiß was da schief gelaufen ist).


Also würde es reichen die Belege, eine kurze Erklärung und die Abtretung meiner Ansprüche gegen DHL an den Verkäufer zu schicken?

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