Rücktritt vom Vertrag bei insolventem Händler

10. April 2007 Thema abonnieren
 Von 
AndreasFe
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)
Rücktritt vom Vertrag bei insolventem Händler

Guten Tag!
Ich habe hier einen etwas komplizierten Fall; da ich nicht mehr weiterweiß, frage ich einfach mal im Forum an. Es wäre schön, wenn sich jemand melden würde. Ich erkläre mal den Fall:

Vor gut einem Jahr kaufte ich mir eine Geschirrspülmaschine eines bekannten deutschen Herstellers bei einem Internethändler. Die Spülmaschine ist nun das 5. Mal defekt und deshalb möchte ich vom Kaufvertrag zurücktreten. Problem ist nur, dass es den damaligen Händler nicht mehr gibt bzw. der gerade im Insolvenzverfahren steckt. Die damalige "Mutter" hat sich vom Tochterunternehmen getrennt.

- Kann ich von der Mutterfirma verlangen, dass diese den Rücktritt vom Kaufvertrag abwickelt?
- Vermutlich hat es keinen Sinn, bei dem eigentlichen Händler (der Tochter) Ansprüche geltend zu machen!?
- Muss in diesem Fall der Hersteller den Rücktritt abwickeln (ich frage trotzdem, auch wenn ich mir das so gut wie nicht vorstellen kann)?
- Welche Möglichkeiten gibt es nun in meinem Fall?

Ich danke schon an dieser Stelle herzlich für ein paar Statements.

Viele Grüße

Andreas F.

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
murgab123
Status:
Student
(2959 Beiträge, 654x hilfreich)

Ich gehe davon aus, dass das Gerät 5 Mal im Rahmen der Garantie bzw. Gewährleistung repariert wurde und es sich jeweils um denselben Defekt handelte.

In diesem Fall an den Hersteller wenden und Rückabwicklung verlangen. Es ist jedoch üblich, dass eine Nutzungsentschädigung (1 Jahr)verlangt wird.

0x Hilfreiche Antwort


#3
 Von 
AndreasFe
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen!

Ich danke sehr für die Antworten.

Beste Grüße aus Köln

Andreas F.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6996 Beiträge, 3917x hilfreich)


Vermutlich hat es keinen Sinn, bei dem eigentlichen Händler (der Tochter) Ansprüche geltend zu machen!?


So wie ich das sehe, ist diese Frage noch nicht beantwortet worden.

Bei dem Händler, der in Insolvenz ist, selbst können gar keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden. Ansprüche können allenfalls an den Insolvenzverwalter gerichtet werden. Die Erfüllung von Sachmängelhaftungsansprüchen kann man jedoch vom Insolvenzverwalter gurndsätzlich nicht verlangen bzw. erwarten. Das wäre nur dann der Fall, wenn er gem. § 103 InsO ausdrücklich die Erfüllung des Vertrages wählt. Das wird der Insolvenzverwalter aber wohl kaum tun, weil ihm bzw. der Insolvenzmasse daraus ja kein Zufluss erwächst.

Sämtliche Sachmängelansprüche kannst Du daher nur als Insolvenzfordrung geltend machen.

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