Schriftlicher Vertrag VS. mündlicher Vertrag

21. April 2023 Thema abonnieren
 Von 
kaio95
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)
Schriftlicher Vertrag VS. mündlicher Vertrag

Hallo,

Person K findet auf einer Verkaufsplattform eine Gitarre, die von Person V fuer 20k angeboten wird. In der Anzeige wird separat die Gitarre, ein sog. Tremolohebel, ein Zertifikat und der Koffer gezeigt. In der Anzeige wird keines dieser Gegenstände vom Angebot ausgeschlossen. Person K kontaktiert V und beide machen einen Termin zur Besichtigung aus. K spricht am Telefon mit V und V sagt am Telefon, dass der Koffer dabei ist. Die Freundin von K hört das nebenlaeufig mit, da sich beide im selben Raum befinden (mussten).

Am nächsten Tag faehrt K + Freundin zu V und K ist begeistert von der Gitarre. Die Gitarre liegt wie im Verkaufsplattform-Angebot auf dem Koffer. Tremolohebel + Zertifikat sind ebenfalls vorhanden. Waehrend die Gitarre auf dem Koffer lag, feilscht K den Preis von V auf 18.000 Euro runter. V ist einverstanden und schlägt ein. V und K machen daraufhin einen schriftlichen Kaufvertrag. Dazu hat V eine Vorlage heruntergeladen, die nur fuer das Instrument vorgesehen ist (Seriennummer, Modellname etc.). Es wird also nicht das Zubehör (Koffer, Trem Hebel, Zertifikat) abgefragt. Am Ende beinhaltet der schriftliche Vertrag nur die Gitarre, die Beschaffenheit der Gitarre, und der Preis von 18k. Zudem werden Sachmängelhaftung und Rücknahme ausgeschlossen. K macht eine Bank Transaktion auf das Konto von V und V sichert K zu, dass sobald das Geld da ist, die Gitarre abgeholt werden kann. K geht.

Es vergehen 2 Tage und V ruft K an und bittet darum, vom Kaufvertrag zurückzutreten (wahrscheinlich hoeheres Angebot erhalten). K will das nicht tun und beharrt auf die Leistung. V versucht das am naechsten Tag nochmal (und wird genervter). K will nicht zuruecktreten und beharrt auf die Leistung. V tritt dennoch zurueck und K droht mit dem Anwalt, wenn innerhalb von 1 Woche kein Abholtermin vereinbart wird. V rudert zurueck, bestaetigt den Eingang der Transaktion und bietet die Abholung an. V sagt aber, da im schriftlichen Vertrag nichts vom Koffer steht, wird er der Koffer nicht mitgeben (Wert ca. 1000 Euro). K ist damit nicht einverstanden und gibt klar vor, dass der Koffer auch Bestandteil des Kaufvertrags und des ursprünglichen Angebots gewesen ist. Dazu hat K die Freundin als Zeugin, die vor Ort dabei war.

K hat einen guten Freund A, der selbst Anwalt ist. K, A und die Freundin gehen daraufhin, nach vereinbarter Abholung zu V. K, A und die Freundin betreten mit Erlaubnis wie Wohnung von V. A gibt nicht an Rechtsanwalt zu sein. Stattdessen sagt er, er waere ein guter Freund von K. A fragt V aus, ob der Koffer jemals EXPLIZIT ausgeschlossen wurde. V verneint, sagt aber, dass es im schriftlichen Vertrag so stuende und dass es ihm reiche. A fragt auch, wie viel der Koffer denn Wert sei, wenn K ihn noch zusätzlich Kaufen muesste. V sagt daraufhin, dass sich die Preise bei ca. 500-1000 Euro befinden wuerden. K beharrt weiterhin auf den Koffer, V sagt aber, dass dieser laut dem schriftlichen Vertrag nicht Bestandteil des Angebots war. K und die Anderen verlassen V's Wohnung ohne den Koffer.

A sagt zu K, dass der Fall klar ist und K Anspruch auf den Koffer hat. A raet K daraufhin zu klagen (durch A's Kanzlei). Er haette ja sogar A als Zeugen (+ Freundin), die bestaetigen koennen, dass der Koffer nie ausgeschlossen wurde. K's Bruder, der ebenfalls Jurist (aber noch nicht Volljurist ist), sagt, dass dies gar nicht so klar ist (hat 14 Punkte in Zivilrecht :D), da ein schriftlicher Vertrag meistens eine höhere Wertung als eine mündliche Vereinbarung und Zeugen hat.

Was denkt ihr darüber? Wer steht eures Erachtens mehr im Recht?




-- Editiert von User am 21. April 2023 11:03

-- Editiert von User am 21. April 2023 11:04

-- Editiert von User am 21. April 2023 11:05

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32171 Beiträge, 5654x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
Was denkt ihr darüber?
...wenn sich schon 2 Juristen nicht einig sind, und K, A und V auch nur Laien sind--- man klagt und lässt das Landgericht entscheiden. Ein Landgrichter wird vermutlich irgendwann den Kaufvertrag sehen wollen...

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#2
 Von 
kaio95
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Naja, wie bereits geschrieben steht im schriftlichen Kaufvertrag nur die Gitarre, aber auch ohne Tremolohebel + Zertifikat, was mir ja dennoch mitgegeben wurde... Soweit ich weiß sind wir bei einem Streitwert von 1000 auch beim Amtsgericht und nicht Landesgericht... Wäre vielleicht hilfreich, wenn jemand einen ähnlichen Fall kennt.

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#3
 Von 
kaio95
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielleicht noch als Info: Dass es eine mündliche Vereinbarung neben dem schriftlichen Vertrag gab, ist belegbar. Denn der schriftliche Vertrag legt nur die Barzahlung vor, was ja nicht vereinbart wurde, sondern eben die Transaktion. Dennoch wurde der Vertrag von beiden Parteien unterschrieben. Zudem kommt hinzu, dass die Gitarre aufgrund ihres geschichtlichen Hintergrunds einen so hohen Wert aufweist. Der Koffer ist ein originaler Koffer aus den 60ern und gehört, wie das Zertifikat und der Tremolohebel, zur Gitarre.

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#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32171 Beiträge, 5654x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
was mir ja dennoch mitgegeben wurde
Das sehe ich als kulante Zugabe des V.
Wenn man sich NUR um die 1.000,- für den Koffer streiten will, wird man wohl zunächst zum Amtsgericht gehen--- das wissen auch die beiden Juristen ganz sicher.
Ich dachte schon an die 18.000,- die der V noch hat und der Streit evtl. auch darüber entbrennt, weil der K ja ALLES für 18k haben will.
Zitat (von kaio95):
Am Ende beinhaltet der schriftliche Vertrag nur die Gitarre, die Beschaffenheit der Gitarre, und der Preis von 18k.
Zitat (von kaio95):
Denn der schriftliche Vertrag legt nur die Barzahlung vor,
Ja, was denn nun?
Zitat (von kaio95):
wenn jemand einen ähnlichen Fall kennt.
Du hast schon mehrfach solche Erfahrungen gemacht. Leider ist der Ausgang immer nicht nachlesbar.
:wink:

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#5
 Von 
kaio95
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Der schriftliche Vertrag beinhaltet die Gitarre, die Beschaffenheit der Gitarre, und der Preis von 18k. Es steht zum Kaufvertrag dann dies da: Der Kaufpreis wurde in bar gezahlt und gilt mit Unterschrift als erhalten. D.h. K und V haben sich mündlich geeinigt den Kaufpreis per Überweisung zu zahlen.

Mal eine andere Frage: Ist V nicht in der Pflicht bei Erstellen des Vertrags explizit darauf hinzuweisen, dass etwas nicht im Angebot vorhanden ist, wenn es aber im Angebot aufgelistet wird? Wenn ich ein Auto kaufe, dann bekomme ich das Auto ja nicht ohne Raeder, wenn es mit Raedern dargestellt wird. Natürlich ist hier die Funktion dann eingeschränkt, aber auch bei der Gitarre hatte ich die Möglichkeit nicht sie sicher zu transportieren. Das hatte dann mein Fahrer machen müssen, indem er diese auf dem Schoss transportierte. V nannte die Anzeige auch einfach Fender Stratocaster. Das Angebot inkludierte EINDEUTIG den Koffer. Bedeutet, dass auch V den Koffer, sowie das Zertifikat und den Hebel zur Gitarre dazugehörig interpretierte. Ohne Zertifikat könnte man die Gitarre auch nicht verkaufen, da diese aus derzeit verbotenen Hölzern gefertigt wurde (brasilianischer Palisander). Aus Kulanz wurde dies nicht mitgegeben, sondern um sich nicht strafbar zu machen. Der Tremolohebel hat hier einen geringen Geldwert.




-- Editiert von User am 21. April 2023 16:18

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#6
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32171 Beiträge, 5654x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
Der schriftliche Vertrag beinhaltet die Gitarre, die Beschaffenheit der Gitarre, und der Preis von 18k.
Ja. Und dann noch den Vermerk zur Barzahlung der 18 k. Vermutlich auch das Datum dieses Geschäfts?
Zitat (von kaio95):
Mal eine andere Frage:
Nein. Ich meine, diese Pflicht hat der V nicht. K kann lesen, kann durchzählen, kann nachfragen. uU kommt eben noch kein Kaufvertrag zustande. Man hat sich aber geeinigt, sogar zu Überweisung statt Barzahlung.
Zitat (von kaio95):
V nannte die Anzeige auch einfach Fender Stratocaster.
Also nicht *Strat* mit Koffer, Zertifikat, T-Hebel.
Die muss niemals mit einem Koffer verkauft werden, es sei denn, das wird im Kaufvertrag vereinbart.
(Vielleicht hättest du längst für 19.500,- alles im Besitz???)
Zitat (von kaio95):
K und die Anderen verlassen V's Wohnung ohne den Koffer.
Man hat vermutlich alles gut nach Hause transportiert und sicher verwahrt.
Zitat (von kaio95):
Ohne Zertifikat könnte man die Gitarre auch nicht verkaufen,
Man hat aber jetzt das Zertifikat. Und ob ich das als Kulanzmitgabe sehe, dürfte keine Stradivari spielen.
Zitat (von kaio95):
Zudem kommt hinzu, dass die Gitarre aufgrund ihres geschichtlichen Hintergrunds einen so hohen Wert aufweist.
Das kommt nicht hinzu. Das weiß der V und der K, ich sogar auch und trotzdem wird letzten Endes ggf. nur RichterIn entscheiden, wem der Koffer gehört.

p.s.
Ich wollte schon 1990 eine alte Strat --- und hatte nie das Geld dafür. Hätte sie ohne Runterhandeln und ohne Koffer gekauft. Das ist aber nicht relevant.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

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#7
 Von 
kaio95
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Nein. Ich meine, diese Pflicht hat der V nicht. K kann lesen, kann durchzählen, kann nachfragen. uU kommt eben noch kein Kaufvertrag zustande. Man hat sich aber geeinigt, sogar zu Überweisung statt Barzahlung.

Zitat (von Anami):
p.s.
Ich wollte schon 1990 eine alte Strat --- und hatte nie das Geld dafür. Hätte sie ohne Runterhandeln und ohne Koffer gekauft. Das ist aber nicht relevant.

War ne 63er. Vom Ton die beste Strat, die ich jemals hatte. Pre CBS Strats lohnen sich auf jeden Fall! Ja, ist bloed gelaufen. Bei ca. 200 Gitarrenkaeufen ist mir sowas noch nie passiert. Grundsaetzlich haette ich meine Freundin, die bezeugen kann, dass er den Koffer auch mit verkauft hatte. Der Typ hat aber anscheinend das Geld schnell gebraucht, um wahrscheinlich eine Rechnung zu begleichen, und wollte in 2 Tagen vom Kauf zuruecktreten. Ich hab dann auf die Gitarre bestanden und um mir dafuer eins auszuwischen, hat er dann den Vertrag woertlich genommen und die muendliche Vereinbarung ignoriert. Da ich ziemlich viel Stress mit ihm hatte, will ich ihm das so nicht durchgehen lassen... Letztendlich haben wir den "richtigen" Vertrag erst muendlich abgeschlossen, da war der Koffer noch dabei und dann spaeter, einfach zur Absicherung, dass die Beschaffenheit auch korrekt ist, haben wir einen schriftlichen Vertrag schnell aufgesetzt, indem die Originalitaet auch gewaehrleistet wurde. Da habe ich nicht mehr daran gedacht, den Koffer zu inkludieren. Vor meinem Anwalt sagte er ja, dass er in der urspruenglichen Anzeige den Koffer auch (mit)angeboten hatte, aber durch den schriftlichen Vertrag wurde der Koffer automatisch ausgeschlossen. Ich bin zwar rechtlich ein Laie, aber wenn das so wirklich funktionieren sollte, faende ich das echt traurig. Koennte man im Prinzip bei einem Autoverkauf angeben, dass die Winterreifen ebenfalls zum Angebot gehoeren, und wenn der Kaeufer beim Vertragsabschluss nicht bemerkt, dass die Winterreifen nicht erwaehnt werden, koennte der Verkaeufer diese einfach nicht dazugeben...

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120089 Beiträge, 39830x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
Am Ende beinhaltet der schriftliche Vertrag nur die Gitarre, die Beschaffenheit der Gitarre, und der Preis von 18k.

Womit dann die vorherigen mündlichen Vereinbarungen samt und sonders obsolet wurden.
Es gab nach Vertragsschluss nur eine zusätzliche, abweichende mündliche Vereinbarung bezüglich der Zahlungsweise.



Zitat (von kaio95):
Vor meinem Anwalt sagte er ja, dass er in der urspruenglichen Anzeige den Koffer auch (mit)angeboten hatte, aber durch den schriftlichen Vertrag wurde der Koffer automatisch ausgeschlossen.

Nicht automatisch, sondern weil der Käufer dem explizit zugestimmt hat.



Zitat (von kaio95):
Ist V nicht in der Pflicht bei Erstellen des Vertrags explizit darauf hinzuweisen, dass etwas nicht im Angebot vorhanden ist, wenn es aber im Angebot aufgelistet wird?

Man kann lesen was man unterschreibt, muss es aber nicht.
Wenn man unterschreibt ohne zu lesen was man unterschreibt, gilt das als in der Regel als "selber schuld".



Zitat (von kaio95):
A sagt zu K, dass der Fall klar ist

Wie viel 14 Punkte hat A denn in Zivilrecht?



Zitat (von kaio95):
und K Anspruch auf den Koffer hat.

Eher ist klar, das K keinen Anspruch auf den Koffer hat ...



Zitat (von kaio95):
Er haette ja sogar A als Zeugen (+ Freundin), die bestaetigen koennen, dass der Koffer nie ausgeschlossen wurde.

Der Freundin mag man es noch nachsehen, da juristischer Laie.
Wie aber der studierte Rechtskundige Anwalt das verargumentieren will ... würde mich mal im Detail interessieren ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(32171 Beiträge, 5654x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
Ja, ist bloed gelaufen.
Endlich erkannt. Sags den Juristen.
Es muss keine wertvolle *Strat* sein. Manche wollen wegen 3,99 zum Anwalt UND zum Gericht.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1814x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
Bei ca. 200 Gitarrenkaeufen ist mir sowas noch nie passiert.


Du handelst also gewerblich? Dann wirst du vermutlich noch viel weniger argumentieren koennen, es sei fuer dich ueberraschend gewesen, dass der Koffer auf einmal aus dem Handel rausgeflogen sein soll. Einem Haendler mutet man schon zu, sich so weit auszukennen, dass er alles Relevante in den Vertrag schreiben laesst.

Zitat (von kaio95):
Die Freundin von K hört das nebenlaeufig mit, da sich beide im selben Raum befinden (mussten).


Was hoert die mit? Was K gesagt hat? Das beweist ja nicht, was V gesagt hat. Und wenn das Telefon auf laut stand, ist die Aussage nicht verwertbar, Stichwort heimliches Mithoeren, Rechtsprechung des BVerfG usw.

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#11
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16512 Beiträge, 9303x hilfreich)

Zitat (von kaio95):
Letztendlich haben wir den "richtigen" Vertrag erst muendlich abgeschlossen, da war der Koffer noch dabei und dann spaeter, einfach zur Absicherung, dass die Beschaffenheit auch korrekt ist, haben wir einen schriftlichen Vertrag schnell aufgesetzt, indem die Originalitaet auch gewaehrleistet wurde

Jein - es betand Einigkeit darüber, dass der mündliche Vertrag durch einen schriftlichen Vertrag ersetzt werden sollte. Der mündliche Vertrag wurde quasi durch den schriftlichen Vertrag aufgehoben.

Zitat (von kaio95):
Koennte man im Prinzip bei einem Autoverkauf angeben, dass die Winterreifen ebenfalls zum Angebot gehoeren, und wenn der Kaeufer beim Vertragsabschluss nicht bemerkt, dass die Winterreifen nicht erwaehnt werden, koennte der Verkaeufer diese einfach nicht dazugeben...

Wenn das ursprüngliche Angebot nicht zum Vertragsbestandteil geworden ist, kann er das auch.

Das ist übrigens ein wichtiger Unterschied zwischen einer "Verkaufsplattform" und einer "Anzeigenplattform".
Wenn man online verkauft, dann mancht der Verkäufer ein verbindliches Angebot - nimmt der Käufer an, kommt ein Kaufvertrag über die Ware zustande, so wie sie angeboten wurde.
Bei einer Anzeige gibt der Verkäufer "nur" eine Einladung ab, sich die Ware näher anzusehen - und dann anschließend (ggf. nach Preisverhandlungen) einen Kaufvertrag zu schließen, dessen Inhalt nicht zwangsläufig mit dem Inhalt der Anzeige übereinstimmen muss.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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