Ungewollt Ware zugesendet bekommen

27. Februar 2020 Thema abonnieren
 Von 
Fenton
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Ungewollt Ware zugesendet bekommen

Man möchte in einem Onlineshop A, B, und C kaufen und bekommt nach dem Kauf auf Rechnung (also noch nichts bezahlt) eine Mail:

> Diese Empfangsbestätigung stellt keine Annahme Ihres Angebotes dar. Die Annahme Ihrer Bestellung und damit auch das Zustandekommen des Vertrags erfolgen durch unsere Warenlieferung und den Versand einer damit korrespondierenden Email (Versandbestätigung).

Ok, also hat man nun wohl nur ein Angebot zum Kauf von A, B, C abgegeben, soweit so gut. Aber kurz darauf folgt eine Mail mit:

> Aktualisierung Ihres Bestellstatus: Anpassung Ihrer [..] Bestellung
> ...
> Leider können wir Ihren Wunsch aus der Bestellung YY vom XX dieses
> Mal nicht vollständig erfüllen, da eine Nachbestellung der Ware nicht mehr möglich ist.
> ...
> Folgende Bestellung lag uns vor:
> A, B, C
> Davon haben wir bereits Teilmengen an Sie geliefert. Folgende Artikel Ihrer Bestellung
> können wir leider nicht bearbeiten:
> A, B

Ist wohl generell ein cleverer (?) weg um https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__266.html herum?

Nun bekommt man also C per Post. Will man aber gar nicht haben. Wie wird man das Paket wieder los welches nun im Carport liegt (generelle Abstellgenehmigung DHL sei dank)? Man hat quasi ein Gegenangebot durchs Fenster geworfen.


Per Mail widersprechen, dass man das Angebot so nicht annehmen will? Wieder zurückschicken und Rechnung über Versandkosten anhängen? Hier liegen lassen und Abholung anbieten?
Was macht man mit dem Paket?


-- Editiert von Fenton am 27.02.2020 13:36

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118420 Beiträge, 39570x hilfreich)

Zitat (von Fenton):
Was macht man mit dem Paket?

Als erstes mal reinholen, denn man haftet ja dafür wenn da was wegkommt bzw. beschädigt wird.



Zitat (von Fenton):
Nun bekommt man also C per Post. Will man aber gar nicht haben.

Sofern man Verbraucher ist, dann hat man Glück. Denn da gilt in den meisten Fällen ein Widerrufsrecht wenn man seine Meinung bezüglich des Kaufes geändert hat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Fenton
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Sicher, dann ist das aber auf meine Kosten. Ich möchte darauf hinaus ob ich den Rückversand in Rechnung stellen kann oder das Paket nur zur Verfügung stellen muss.

Was meiner Ansicht nach dieser Situation equivalent ist:
Jemand schickt mir ein Paket zu und schreibt mir eine Rechnung ohne dass ich jeh etwas bestellt hätte.

Rechnung würde nur gehen wenn ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Ist es aber nicht da das ursprüngliche Angebot über A, B, und C ja nicht zustande gekommen ist. Dazu gehören 2. So sollte es doch sein:

Angebotsanfrage: A, B, C bitte
Angebotsantwort: ja (nun hat man einen Kaufvertrag zustande gebracht) oder nein (weil nicht mehr so verfügbar)

was nun nicht geht
Angebotsanfrage: A, B, C?
Antwort: C + Rechnung

Wo ist da der Kaufvertrag?




-- Editiert von Fenton am 27.02.2020 15:44

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118420 Beiträge, 39570x hilfreich)

Zitat (von Fenton):
Was meiner Ansicht nach dieser Situation equivalent ist:
Jemand schickt mir ein Paket zu und schreibt mir eine Rechnung ohne dass ich jeh etwas bestellt hätte.

Nö, denn bestellt wurde ja auch C, C wurde geliefert. Über A und B wurde das Angebot nicht angenommen, muss man dann halt wo anders kaufen.

Hätte man A, B, C nur als gemeinsames Paket kaufen wollen, hätte man das zuvor entsprechend vereinbaren müssen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Fenton
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Sicherlich greift hier 266 BGB. Im Gegenteil muss genau anders herum vereinbart werden wenn davon abgewichen werden soll was hier ja nun nicht passiert ist..

Ist nach 434 BGB mindestens ein Sachmangel welcher nicht behoben werden wird.

> Einem Sachmangel steht es gleich, wenn der Verkäufer eine andere Sache oder eine zu geringe Menge liefert.

Ansonsten ist das ganze imho eine Mankolieferung deren Annahme man wohl normalerweise verweigern kann. Wenn noch jemand anders eine Idee hat auf welcher Grundlage man wie mit der ungewollten Ware umgeht bin offen für Vorschläge.

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#5
 Von 
fm89
Status:
Lehrling
(1988 Beiträge, 754x hilfreich)

Zitat (von Fenton):
Sicherlich greift hier 266 BGB.


Sehe ich nicht so. Eine Teilleistung im Sinne des 266 wäre es, wenn der Händler z.B nur ein Teil von C liefert.

Es kommt vielmehr jeweils ein eigener Kaufvertrag über A, B und C zustande. Sonst wäre es ja auch nicht möglich, z.B. bei Nichtgefallen nur Artikel A zurück zu senden und den Rest zu behalten, wie das häufig der Fall ist

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