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Verkäufer tritt vom Kaufvertrag zurück trotz Bezahlung der Ware

13.11.2019 Thema abonnieren
 Von 
CSHS
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Verkäufer tritt vom Kaufvertrag zurück trotz Bezahlung der Ware

Hallo ins Forum !

Folgendes Problem hat uns ereilt und wir sind nicht ganz sicher wie wir es lösen können.

Wir haben gestern in einem Onlineshop einen Artikel bestellt und direkt bezahlt via Paypal.
Der Artikel war mit 3-5 Tagen Lieferzeit und einem Preis von 162 € ausgezeichnet.
Eine ordnungsgemäße Rechnung wurde per Mail als PDF-Datei übersandt.

Kurz darauf ergab sich bis heute folgender Mail-Verkehr:

1.
"Hallo C.....,
leider sind die Trittbretter momentan nicht lieferbar. Ich werde bei C..... nach einem Liefertermin fragen.
Ich melde mich a.s.a.p.
A..... "

2.
Hallo A.... ,
danke für die Rückmeldung !
Hab es gerade nicht eilig, daher keinen unnötigen Stress.
Viele Grüße
C..... "

3.
Hallo C.... ,
die Trittbretter werden erst wieder in ca. Monaten lieferbar sein. Den alten Preis kann ich dann leider auch nicht mehr halten. Den neuen Preis habe ich im Online-Shop unter der Artikel Nummer eingegeben. Dein Geld sende ich gleich per PayPal zurück. Sorry.
Ich habe bei allen meinen Zulieferern geschaut, keiner hat die Trittbretter im Angebot.
Bitte schreib mich in ca.3 Monaten an, wenn Du dann noch Interesse haben solltest.
Gruß
A.... "

Aktuell ist der Artikel wieder mit einer Lieferzeit von 3-5 Tagen aber nunmehr einen Preis von 202 € im Shop zu kaufen.

Unsere Frage wäre, ist das überhaupt so möglich bzw. zulässig ?

Danke im Voraus & viele Grüße


-- Editiert von CSHS am 13.11.2019 17:05

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1051 Beiträge, 156x hilfreich)

Das wird in erster Linie darauf ankommen, ob bereits ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen ist und wenn ja mit welchen Bedingungen.
Üblich ist bspw.: "Der Kaufvertrag kommt mit Versendung der Ware zustande".

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(74162 Beiträge, 32868x hilfreich)

Zitat (von NaibaF123):
Das wird in erster Linie darauf ankommen, ob bereits ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen ist

Korrekt.


Hat man als Verbraucher oder als Unternehmer bestellt?
Sofern man als Verbraucher bestellt hat, ist ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen.



Zitat (von CSHS):
Den alten Preis kann ich dann leider auch nicht mehr halten.

Das dürfte dann unter "unternehmerisches Risiko" (auch als "Pech gehabt" bekannt) fallen.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#3
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4274 Beiträge, 1524x hilfreich)

Zitat (von CSHS):
Ich habe bei allen meinen Zulieferern geschaut, keiner hat die Trittbretter im Angebot.

Notfalls muß der VK sich auch irgendwo auf der Welt die Ware beschaffen, auch wenn sie deutlich (!) teurer ist als bei ihm. Sein Risiko, wenn er Kaufverträge eingeht, für die er die Ware noch nicht vorliegen hat.

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