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Verkäufer verkauft bereits gekaufte Ware

 Von 
ya296636-50
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Verkäufer verkauft bereits gekaufte Ware

(A) hat einen Artikel online über eine privat-verkauf Plattform erworben! Mit einstellen des Artikels ist sich der Verkäufer gegenüber klar das bei Laufzeit-Ende genau dieser Artikel für einen beliebigen Preis an einen Käufer geht. Mit Abgabe des ersten Gebots ist bereits ein Kaufvertrag entstanden. Ist die Laufzeit zu ende steht der Käufer fest. Direkt nach Kaufende hat (A) den zu bezahlenden Betrag und die versicherten Lieferkosten an den Verkäufer gezahlt! (A) wartet nun auf die Ware, die (A) nirgendwo sonst hätte kaufen können, da es dafür keinen Ersatz gibt. Einen Tag später meldet sich der Verkäufer und sagt er hätte die Ware an einen anderen Käufer verkauft. Dem Kaufvertrag nach hat (A) recht auf die Ware und beweißt das durch einige Gesetzte dem Verkäufer. Als sich der Verkäufer darauf wieder meldet sagt er das er heute den Artikel verschickt hat (nicht an A) und möchte das Geld zurücküberweisen. (A) kann nun Schadensersatz einfordern, wie beschrieben ist dieser Artikel aber nirgendwo ein zweites Mal erhältlich demnach besteht (A) genau auf diesen Artikel bei diesem Verkäufer. Wie kann/muss (A) jetzt vorgehen?

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Verkäufer Schadensersatz Käufer Kaufvertrag


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
PerryRhodan
Status:
Praktikant
(958 Beiträge, 369x hilfreich)

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>Mit Abgabe des ersten Gebots ist bereits ein Kaufvertrag entstanden. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Nicht ganz. Aber das würde jetzt einen längeren Artikel erfordern, die genaue Rechtsnatur dieser besonderen Vertragsart zu erläutern.

<BLOCKQUOTE>quote:<hr height=1 noshade>(A) kann nun Schadensersatz einfordern, wie beschrieben ist dieser Artikel aber nirgendwo ein zweites Mal erhältlich demnach besteht (A) genau auf diesen Artikel bei diesem Verkäufer. <hr height=1 noshade></BLOCKQUOTE>

Grundsätzlich kann der VK den selben Artikel mehrmals rechtswirksam an mehrere K verkaufen. Einem gegenüber kann er erfüllen, den anderen schuldet er Schadensersatz.

Auch wenn die Ware "nicht mehr zu bekommen" ist, hat sie ja einen Marktwert. Ist der höher als der Kaufpreis, ist die Differenz der Schadensersatzanspruch des K.

Es gibt aber keine Möglichkeit, den VK daran zu hindern, die Ware einem der anderen K zu übereignen. Eine einstweilige Verfügung wird man nicht bekommen, denn wie gesagt haben auch die anderen K eine Anspruchsgrundlage (Kaufvertrag), daher wird kein Richter in diesem Land sagen "der VK muß die Ware dem K1 übergeben und darf sie nicht dem K2 übergeben".

Es bleibt also nur Schadensersatz; wer diese spezielle Ware "um jeden Preis haben" wollte, hat dann Pech.

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