Verkäufer verweigert Rückerstattung da der Hersteller die Nacherfüllung abwickeln, nicht er.

21. Februar 2023 Thema abonnieren
 Von 
tomSTA213
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Verkäufer verweigert Rückerstattung da der Hersteller die Nacherfüllung abwickeln, nicht er.

Folgende Situation,

Ein Baumarkt verkauft ei Produkt. Nach 6 Monaten ist Bauteil A defekt. Der zur Nacherfüllung wurde der Hersteller informiert. Dieser bat um Einsendung zur Werkstatt A. Der Mangel konnte nicht behoben werden (das Gerät funktionierte allerdings eingeschränkt weiter). Kurz darauf war Bauteil B defekt. Wieder ging es öber den Hersteller zur Werkstatt A. Das Bauteil wurde repariert.

Nach einem Jahr danach entstand wieder ein Defekt. Diesmal wurde sich an den Verkäufer gewandt. In diesem Zuge zusätzlich der nich nicht behobene Defekt A erneut gemeldet. Der Verkäufer schickt den Artikel ebenfalls zur Werkstatt A.

Handelt es sich hinsichtlich Defekt A jetzt um den 2. Versuch zur Nacherfüllung?

Ich freue mich auf Rückmeldungen :)

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10701 Beiträge, 4210x hilfreich)

Zitat (von tomSTA213):
Handelt es sich hinsichtlich Defekt A jetzt um den 2. Versuch zur Nacherfüllung?


Nein.

So wie es sich liest, hat man bisher die Herstellergarantie in Anspruch genommen und jetzt nach über einem Jahr zum ersten mal die Sachmängelhaftung geltend gemacht.

Da die Beweislastumkehr nicht mehr greifen wird, ist man dafür beweispflichtig, dass der Mangel unter die Sachmängelhaftung fallen soll.
Wie der Baumarkt darauf reagiert, bleibt abzuwarten.

Für die Zukunft, grundsätzlich die andere Reihenfolge wählen.
1. Solange die Beweislastumkehr noch greift, Mängel im Zuge der Sachmängelhaftung geltend machen
2. Danach die Herstellergarantie, falls vorhanden.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(120172 Beiträge, 39841x hilfreich)

Zitat (von tomSTA213):
Handelt es sich hinsichtlich Defekt A jetzt um den 2. Versuch zur Nacherfüllung?

Nö.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
tomSTA213
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Rückmeldung. Hätte es eine Relevanz, wenn der Artikel über die Herstellergarantie abgewickelt werden würde? Dann wäre das Gerät in Summe 3 mal dem hersteller eingeschickt worden (2x Defekt A).

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10701 Beiträge, 4210x hilfreich)

Da eine Garantie eine freiwillige "Erfindung" des jeweiligen Garantiegebers ist und man darin quasi alles vereinbaren, versprechen, oder auch ausschließen kann, muss man sich die Garantiebedingungen ansehen.

Ich wage aber zu prognostizieren, dass wenn vor mehr als einem halben Jahr ein Mangel schon nicht behoben werden konnte und damals schon kein Austausch oder Rückgabe angeboten wurde, die Antwort auf die aktuelle Reklamation kaum positiver ausfallen wird.

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