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Widerrufsrecht???

 Von 
Maladict
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerrufsrecht???

Hallo!

Habe im Oktober eine Liefervereinbarung für ein Abo unterschrieben. Bei der Unterzeichnung ging es 1. um Abo über ein halbes Jahr, 2. hatte man mir mündlich versichert, dass ich zunächst in zwei Wochen ein Probeexemplar zur Ansicht bekommen würde - danach könne ich immer noch einen Widerruf einlegen.
Vor etwa zei Wochen habe ich dann eine schriftliche Autragsbestätigung erhalten. Bis dato hatte ich jedoch noch kein Ansichtsexemplar erhalten und auch kein Interesse mehr, also habe ich sofort Widerruf eingelegt.
Gestern, knapp 2 Wochen später am 18.11. bekomme ich ein Schreiben indem mein Widderruf abgelehnt wird, weil er angeblich nicht fristgerecht sei. AUSSERDEM hiess es auf einmal ich hätte einen 2-Jahresvertrag abgeschlossen! (Auf meiner Quittung steht 1/2 Jahr...)

Frage: Beginnt das Widerrufsrecht nicht eigentlich ausdrücklich erst mi dem Erhalt der Ware? Kann ich gegen diese Aussage nicht schon vorgehen, weil es ich meiner Meinung nach um Betrug, die Dauer betreffend, handelt?

Vielen Dank vorab für Hilfe!!

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Abo Lieferung Widerrufsrecht


8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1399x hilfreich)

Guten Tag,

richtig, das Widerrufsrecht beginnt mit der Lieferung des ersten Exemplars. Was Sie unterschrieben haben sollten Sie in einer Kopie haben. Oder haben Sie keine davon angefordert/bekommen? Im Zweifel müssen Sie den Zugang des Widerrufs beweisen. Strafanzeigen sind bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder beim Amtsgericht möglich.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


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#2
 Von 
guest123-1707
Status:
Praktikant
(879 Beiträge, 242x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#3
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1399x hilfreich)

Sehr geehrter Herr Roemer,

quote:<hr size=1 noshade>Nein, die Widerrufsfrist beginnt gem.§ 355 Abs.2 BGB . <hr size=1 noshade>
Sie meinen den allgemeinen Beginn des Widerrufsrechts, welcher hier jedoch nicht einschlägig ist, da es um die Lieferung von Sachen geht. Dann ist der spezielle Widerrufsbeginn einschlägig gemäß § 355 Abs. 3 BGB . Bei der Lieferung von Waren beginnt die Frist nicht vor dem Tag ihres Eingangs beim Empfänger. Das macht auch Sinn, denn der Verbraucher hat bis dato der Lieferung ja noch kein Exemplar bekommen, so dass dieser sich noch keinen Eindruck von der Ware an sich machne konnte. Dem Verbraucher sein Widerrufsrecht vor diesem Zeitpunkt zu versagen wäre unzulässig.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


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#4
 Von 
stwe
Status:
Praktikant
(598 Beiträge, 102x hilfreich)

Hallo,

also ich werde aus dem geschilderten Sachverhalt nicht ganz schlau.

Falls jedoch ein Zeitschriften-Abo abgeschlossen wurde, verweise ich auf § 505 I. Danach besteht eigentlich kein Widerrufsrecht. Eine Ausnahme gilt für den Fall, dass die bis zum frühest möglichen Kündigungszeitpunkt zu entrichtenden Teilzahlungen in der Summe mehr als 200,00 Euro betragen.

Steffen

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#5
 Von 
lilicat
Status:
Lehrling
(1913 Beiträge, 230x hilfreich)

Auf jeden Fall der zweijährigen Vertragsdauer schriftlich PER Einschreiben mit Rückschein widersprechen und Kopie der Quittung beilegen,so kommen Sie aus den zwei Jahren raus

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#6
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1399x hilfreich)

Guten Tag,

um Klarheit in die Problematik hineinzubringen:

Wie und wo haben Sie das Zeitschriften-Abo unterschrieben? An der Haustür? Über das Internet? Auf der Straße? In einem Geschäft? Wieviel kostet das Abo bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit?


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -




-- Editiert von cand. jur. Hr. J. Roenner am 21.11.2005 23:11:14

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#7
 Von 
Maladict
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo!

Danke für die vilen Hinweise! Das mit dem Einschreiben ist wohl wahr... auf meine Mails wird nämlich nicht reagiert (wie verwunderlich...Oo)

Ist der Ort des Vertragsabschlusses entscheidend? Es war an der Haustüre, es geht um eine Fachzeitschrift und für die zwei Jahre müsste ich insgesamt 100 EUR zahlen-jeweils in Raten von einem halben Jahr. Der Vertragszeitraum ist aber auf dem "Vertrag" selber nicht aufgeführt.

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#8
 Von 
JuR
Status:
Unparteiischer
(9879 Beiträge, 1399x hilfreich)

Guten Morgen Maladict,

danke für die weiteren Informationen. Dann ändert sich nichts an dem bereits gesagten, dass Sie bei ordnungsgemäßer Belehrung ein Widerrufsrecht von 2 Wochen haben. Bei unterbliebener Belehrung kann auch nach Ablauf der zwei Wochen noch widerrufen werden.


Mit freundlichen Grüßen,

- Roenner -


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