Widerrufsrecht nach Annahme der Ratenzahlung

14. August 2023 Thema abonnieren
 Von 
go641332-25
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerrufsrecht nach Annahme der Ratenzahlung

Guten Morgen

ich bin tätig als freischaffende Künstlerin und bot einer Stammkundin aus Kulanz die Möglichkeit der Ratenzahlung an. Datiert ist besagte Ratenzahlung auf den 01.01.2023 und beziffert sich auf die Höhe von 1.700 Euro. Bis in den März buchte die Kundin weitere Aufträge dazu, die sich wie schriftlich im Chat abgemacht zur offenen Ratenforderung dazugesellen sollten. Nach gekürzten Ratenzahlungen im März und April blieb die Ratenzahlung nun im Mai gänzlich aus.

Nach langer und erfolgreicher Zusammenarbeit sucht man natürlich erst den Kontakt, allerdings blockt die Kundin jeden Kontaktversuch ab. Nach einem Monat erhält sie die erste Mahnung mit Androhung der Aufkündigung der Ratenzahlung. Ende Juni kündigte ich die Ratenzahlung auf und forderte den kompletten Betrag ein.

Vor ein paar Tagen erhielt ich dann eine Begründung der Kundin per E-Mail:

1. Die Rechnung enthalte inhaltliche Fehler, eine Auflistung der fehlerhaften Kostenpunkte fehlt.
2. Ich sei eine Betrügerin, da die Rechnung inhaltliche Fehler aufweist.
3. Sie habe im Umfeld rumerzählt, ich sei eine Betrügerin.
4. Sie ist gewillt zu zahlen, allerdings erst nach Erhalt einer 'korrekten Rechnung'.


Die Rechnung ist inhaltlich und formmäßig wie die erbrachten Dienstleistungen allerdings anstandslos.

Ist die Ausübung des Widerrufsrechts nach Akzeptierung der Ratenzahlung durch die Zahlung der ersten Raten überhaupt noch möglich? Abgesehen davon, macht sie sich des Rufmords / der Verleumdung durch das Verbreiten des Gerüchts, ich sei eine Betrügerin - wie schriftlich in der Mail mitgeteilt - strafbar? Ist das Einleiten eines Zivilverfahrens überhaupt sinnvoll oder avanciert das zum Kampf gegen Windmühlen?

Vielen Dank



-- Editiert von User am 14. August 2023 13:17

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118366 Beiträge, 39561x hilfreich)

Zitat (von go641332-25):
Ist die Ausübung des Widerrufsrechts

Wo soll da ein Widerrufsrecht herkommen?



Zitat (von go641332-25):
Abgesehen davon, macht sie sich des Rufmords / der Verleumdung durch das Verbreiten des Gerüchts, ich sei eine Betrügerin - wie schriftlich in der Mail mitgeteilt - strafbar?

Unter Umständen ja.



Zitat (von go641332-25):
Ist das Einleiten eines Zivilverfahrens überhaupt sinnvoll oder avanciert das zum Kampf gegen Windmühlen?

In Ermangelung relevanter Fakten ohne hellseherischenFähigkeiten nicht seriös zu beantworten.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
go641332-25
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wo soll da ein Widerrufsrecht herkommen?


Widerspruch!

Ersetze jedes Widerruf durch Widerspruch im Fragetext

-- Editiert von User am 14. August 2023 13:29

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31462 Beiträge, 5565x hilfreich)

Zitat (von go641332-25):
Ist das Einleiten eines Zivilverfahrens überhaupt sinnvoll
Oft erscheint so etwas nicht sinnvoll, aber ICH würde hier durchaus ein solches einleiten.

Ganz genau nach Fahrplan. Evtl. sogar mit Hilfe eines Anwalts, um den Unterstellungen in 1-4 gleich entsprechend zu begegnen, d.h. juristisch.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
cirius32832
Status:
Senior-Partner
(6838 Beiträge, 1447x hilfreich)

Zitat (von go641332-25):
Die Rechnung ist inhaltlich und formmäßig wie die erbrachten Dienstleistungen allerdings anstandslos.


Das müsste die Dame ja begründen. Tut sie aber nicht

Also: Mahnverfahren, Mahnbescheid usw.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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