Marke schützen oder nicht?

19. März 2015 Thema abonnieren
 Von 
Seph
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 10x hilfreich)
Marke schützen oder nicht?

Ich gründe ein neues Online-Magazin ohne Gewinnaussichten. Es hat eine Word-Bild-Marke mit einem Phantasienamen. Soll ich das Geld investieren für einen Markenschutz oder mich eher darauf verlassen, dass ich nicht kopiert werde und mein Gewohnheitsrecht nach gewisser Zeit gilt? Gibt es Erafhrungswerte?

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118612 Beiträge, 39604x hilfreich)

Es gibt kein "Gewohnheitsrecht"

Ansonsten ist es doch eigentlich egal? Weil das Projekt ja nicht ernsthaft/nachhaltig betrieben werden soll?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Seph
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 10x hilfreich)

Das Internet hat mich Glauben gemacht, dass es so etwas wie ein Gewohnheitsrecht gibt - unabhängig von der genannten Bezeichnung. Das heißt, führt man eine Marke konsequent und über einen längeren Zeitraum, kann eine identische Marke nicht ohne weiteres von einem eventuellen Bewerber genutzt werden.

"Ohne Gewinnaussichten" bedeutet nicht, dass das Projekt nicht ernsthaft und nachhaltig betrieben wird. Sonst wäre es in der Tat egal. Das bedeutet nur, dass nicht viel Geld da ist und Ausgaben, die nicht unbedingt nötig sind, vermieden werden sollen. Im Grunde geht es um eine Risikoabwägung - wie hoch ist die Chance, dass unsere Wort-Bildmarke a) identisch kopiert wird und b) wir in diesem Falle nicht berechtigten Einspruch einlegen könnten, nachdem wir die Marke schon einige Zeit führen und auch sämtliche Domains in diesem Bereich auf uns laufen.

2x Hilfreiche Antwort


#4
 Von 
Seph
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 10x hilfreich)

Wie unterscheidest Du kritische und einfache Marken? Den Phantasienamen, den ich gewählt habe, habe ich vorher im Markenregister recherchiert, da gab es nix vergleichbares.

Sowieso: Ich bin mal bewusst durch den Zeitschriftenladen gegangen. Da gibt es SO viele Zeitschriften mit SO allgemein Namen. Der Philisoph. The Economist. Aktuell. etc. pp. => das können doch niemals Marken sein.

2x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118612 Beiträge, 39604x hilfreich)

Bei echten Büchern und Zeitschriften gilt der "Titelschutz" (siehe § 5 und § 15 Markengesetz).



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Seph
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 10x hilfreich)

Und den kann ich für ein Online-Magazin im Zweifel nicht anwenden? Und die Marke einfach mal für ein halbes Jahr führen sorgt nicht für relative Sicherheit?

2x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Das Internet hat mich Glauben gemacht, dass es so etwas wie ein Gewohnheitsrecht gibt - unabhängig von der genannten Bezeichnung. Das heißt, führt man eine Marke konsequent und über einen längeren Zeitraum, kann eine identische Marke nicht ohne weiteres von einem eventuellen Bewerber genutzt werden


Dafür bedarf es aber zusätzlich der Verkehrsgeltung, §12 MarkenG .

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