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Verwendung eines Markennamen auf kommerzieller Webseite

14.5.2020 Thema abonnieren
 Von 
ATR_Blacks
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Verwendung eines Markennamen auf kommerzieller Webseite

Hallo zusammen,

ich habe versucht, mich selbstständig über meine Fragestellung zu informieren, bin aber noch nicht zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen. Daher hoffe ich hier auf Hilfe.

Stellen wir uns ein amerikanisches Unternehmen vor, dass unter einem - auch in Deutschland - eingetragenen Markennamen, ein Sportprogramm anbietet. Dieses Programm ist weltweit verbreitet, es werden sogar Wettbewerbe in diesem Sport veranstaltet und es existieren Fitnessstudios, die eine Lizenz zur Nutzung des Markennamens erworben haben.

Nun erstellt eine fiktive Person mit kommerzieller Absicht eine Webseite, die sich mit diesem Sportprogramm auseinander setzt. Klar ist, dass nicht der Eindruck entstehen darf, der Betreiber der Webseite hätte eine Lizenz des Sportprogramms erworben. Unklar sind mir aber die folgenden 2 Sachverhalte:

1) Die fiktive Person erstellt aus SEO-Gründen informative Blog-Artikel, etwa einen Artikel, der einen der genannten Wettbewerbe beschreibt. Darf der Markenname in diesen Artikel auftauchen?

2) Die fiktive Person entwickelt und verkauft ein eigenes Trainingsprogramm, dass auf die Wettbewerbe vorbereiten soll. Darf sie in die Beschreibungstexten der Programme Formulierungen verwenden, wie:
-> "Du möchtest dich für den Markenname XYZ Wettkampf vorbereiten?"
-> "Unser Programm ist für ein effektives Markenname XYZ Training konzipiert"

Meine eigenen Recherchen lassen mich meinen, dass beide Fälle rechtlich unproblematisch seien. Sicher bin ich mir aber nicht und bitte daher hier um Rat.

Viele Grüße

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2571 Beiträge, 816x hilfreich)

Ich sehe das anders... ich würde den konkreten XYZ Wettkampf immer nur andeuten.

Auf einen Wettkampf vorbereiten, evtl sogar am XYZ Wettkampf teilnehmen usw.

Und zwar schon alleine deswegen:

Zitat:
es existieren Fitnessstudios, die eine Lizenz zur Nutzung des Markennamens erworben haben.

Denn selbst wenn Markenname XYZ nicht abmahnt, kann ein Fitnesstudio, was die Lizenzgebühr zahlen muss, dies durchaus tun. Das ist dann nicht direkt Markenrecht sondern eher Wettbewerbsrecht.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#2
 Von 
ATR_Blacks
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Erst einmal danke für die erste Antwort. Über andere Einschätzungen wäre ich sehr froh.

Zitat (von cirius32832):
Auf einen Wettkampf vorbereiten, evtl sogar am XYZ Wettkampf teilnehmen usw.

Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber wo ist denn der entscheidende Unterschied zu meinen vorgeschlagenen Formulierungen?

Zitat (von ATR_Blacks):
-> "Du möchtest dich für den Markenname XYZ Wettkampf vorbereiten?"
-> "Unser Programm ist für ein effektives Markenname XYZ Training konzipiert"

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#3
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11681 Beiträge, 7856x hilfreich)

Zitat:
Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch, aber wo ist denn der entscheidende Unterschied zu meinen vorgeschlagenen Formulierungen?

Da ist keiner. Aber in der Sache hat cirius32832 recht.
Das Problem ist nicht das Markenrecht, sondern das Wettbewerbsrecht.
Sie nutzen die Bekanntheit von "Markenname" aus, um Kunden für Ihr eigenes Trainingsprogramm zu gewinnen.
Das ist hochgradig angreifbar - und zwar nicht nur durch den Markeninhaber, sondern auch durch Wettbewerber (= Fitnessstudios, die eine Lizenz von "Markenname" haben).
Wenn Sie Ihr eigenes Programm bewerben, sollten Sie "Markenname" gar nicht erwähnen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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